Deutsche Postautomation

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Kurzprofil  -  Versandstellen für Postwertzeichen
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26.  Fortsetzung Schwerin bis Tübingen

Schwerin

Nachfolgend aus der schon mehrfach vorgestellten Topographie mit Postleitzahlen und dem Jahr 1946 die Stadt Schwerin  in Mecklenburg  und PLZ 3  umgeben von den Gebieten mit PLZ 2, 24, und 20. Letztere  beiden dokumentieren dann aber die benachbarte  britische Besatzungszone.


Ähnlich den vorgestellten  Postämtern mit vorübergehender Versandstellenfunktion  bestand neben Halle und Leipzig  auch in Schwerin in der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges beim Postamt 1 die Bezugsmöglichkeit bevor dann alle 3 Bezugsquellen für Postwertzeichen geschlossen wurden und Ostberlin im Postamt W 8 zentral die Aufgabe übernahm.

Mit Datum 21.12.1945 bestand evtl. ein Weihnachtswunsch und im Einschreibzettel wurde die Numeratorstelle 000 handschriftlich mit der Ziffer 1 zu  1000 „aufgewertet“. Der rückseitige Ankunftsstempel dokumentiert dann mit Datum vom 24.12.1945 in Berlin – Wilmersdorf um 17Uhr  die kleine Weihnachtsüberraschung.

und  folgend mit Datum  vom  28.12.1945 ein Anschreiben an die Versandstelle für Sammlermarken beim Postamt 1 in Schwerin. In diesem Fall hat vermutlich der Philatelist  aus Roßla (Harz) sein Weihnachtsgeld gleich in einen Sammlerwunsch  umdisponiert.        

Weitere Belege zu Schwerin kann ich nicht vorstellen, aber auch in diesem Fall dürfte  dieser Sammlerdienst Ende der 1940er Jahre eingestellt worden sein. Vielleicht kann auch hier in diesem Fall ein Heimatsammler mit weiteren Informationen hilfreich sein.

Alphabetisch geht es nun mit  dem Buchstaben S nach Stuttgart.

STUTTGART

In diesem Fall kann  eine Wertzeichenverkaufsstele beim Postamt Stuttgart 1 schon im Jahr 1920 dokumentiert werden. Aber zunächst ein Blick auf das altehrwürdige Postamt in Stuttgart auf einer Künstlerkarte  und mit einer Ansicht aus dem Jahr 1871.

                             Der folgende großformatige Einschreibbrief im Nachnahmeverfahren datiert vom 3.Mai 1920

In diesem Fall hatte wohl das evangelische Pfarramt in Betzweiler seinen Briefmarkenbedarf bei der besagten Wertzeichenverkaufsstelle  geordert. Dazu noch die Vergrößerung des Absenders  mittels Gumminebenstempel

Weitere Beispiele aus der Weimarerzeit stehen mir nicht zur Verfügung, aber auch in diesem Fall tritt das Postamt 1 in Stuttgart in der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges wieder in Erscheinung.  Der dezentrale vielseitige Bezug an mehreren Hauptpostämtern war also auch hier wohl bis Ende der 1940er Jahre möglich.

Der obige Gumminebenstempel dokumentiert  den Absender als Versandstelle für Sammlermarken beim Postamt Stuttgart 1. Der Beleg datiert vom 1.7.1947. 

Aber für die französische Besatzungszone und WÜRTTEMBERG kam auch noch das Postamt Tübingen 1 in der Nachkriegsphase des 2. Weltkrieges in Erscheinung.

TÜBINGEN


Der Absender findet sich erneut als Gumminebenstempel und in diesem Fall  mit dem Schriftzug Postamt Tübingen – Versandstelle für Sammlermarken. Die portogerechte Einzelfrankatur noch in Reichsmark zu 84 Pfennigen (Mi-Nr 12) hat ferner zusätzlich eine leichte Druckverschiebung im Markenbild.

Damit kommt es alphabetisch zur letzten Versandstelle  in Weiden in der Oberpfalz.

Dieser Standort ist mit seiner Etablierung im Jahr 1980 nicht nur die jüngste Versandstelle für die Sammler in der Deutschen Bundesrepublik geworden,  sondern entwickelte sich auch  zum alleinigen „Sieger gegenüber Frankfurt und Berlin Ost – und West“. Durch  geschickte Marketingerweiterung  auf weitere  Sammelgebiete (Briefmarkenbegleitprodukte, Münzen, Spielzeug und Sammlerbedarf) entwickelte sich die Versandstelle Weiden  zur erstaunlichen Größe mit ca. 480 Beschäftigten.


Der Standort Weiden erhält auch einen eigenen Untermenüpunkt und soll das geplante „Kurzprofil“ zu den Versandstellen mit seiner Vorstellung auch abschließen. Von Kurzprofil  zu diesem deutschen Thema kann eigentlich nicht gesprochen werden und auch ich selbst war von  der nachweisbaren  Vielseitigkeit überrascht, die sicherlich auch geschuldet war als Ergebnis vielfacher politischer Veränderungen Deutschlands über die letzten 100 Jahre.



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