Deutsche Postautomation

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Einführung in das Gebiet der dt. Automatenmarken unter Motivaspekten

Nach den bisherigen Betrachtungen sieht man auch bei nur 6 deutschen ATM-  Ausgaben  (5x Bund und 1x Berlin, Stand Mai 2008) ein recht breites Feld an Drucktypen und Sätzen in fast 30 Jahren. Zur Betrachtung  der zahlreichen verschiedenen postalischen Verwendungsmöglichkeiten ist auch noch ein nachfolgendes Kapitel geplant unter Berücksichtigung von verschiedenen Portophasen und Versendungsmöglichkeiten.

Die Betrachtung von „ATM unter Motivaspekten“  erlaubt das deutsche ATM- Geschehen mit relativ wenigen Belegen  zu begleiten.
Stempel und Ganzsachen dienen im Wesentlichen  der motivbezogenen Dokumentation und Werbung in der Philatelie.
Sicherlich gibt es auch hier die Möglichkeit der Spezialisierung, dennoch ist das Spektrum seit 1981 noch relativ übersichtlich. Andererseits beobachtet man bei den Plusbriefen mit Wertdruck aus dem ATM- Bereich aktuell eine starke Resonanz und Nachfragesituation. Doch verfolgen wir die Sachlage zunächst im zeitlichen Ablauf.

Zur Ausgabe der ersten deutschen Automatenbriefmarke sorgte nicht die Deutsche Post für die Möglichkeit einer motivbezogenen Abstempelung, sondern die „Gemeinschaft für Gegenwartsphilatelie“ hatte zu ihrem  Arbeitskreistreffen in Ransbach-Baumbach (Westerwald) im dortigen Postamt einen passenden Handwerbestempel  im Einsatz.

                                      
                        


Dieser ATM- Werbestempel war damals sehr beliebt. Es existierten Stahlstempel, Gummiplatten und sogar eine Buchdruckversion ( letztere Stempelform nur mit Datum 10.1.1981). Eine detaillierte Darstellung ist geplant. Sogar eine Stempelfälschung  wurde später entdeckt s. Maassen / Weber- Katalog von 1985/86. Auch bei späteren ATM- Ereignissen z. B. Schalterterminaleröffnung, Einführung Berliner- ATM u.a. sorgte die „Gemeinschaft für Gegenwartsphilatelie“  für begleitende Motivstempel.

Erstmals mit der ATM- Neuausgabe mit Briefkastenmotiv vom 4.4.2002 sorgte die Deutsche Post für einen ATM- bezogenen Webestempel  und kündigte dies in der „ Philatelie aktuell“  in der Ausgabe 05/2002 an.

                          
Auch Inhaber von Absenderfreistempelmaschinen benutzten Werbeklischees   für die dt. Automatenbriefmarke z.B. von Loeper- Krefeld, Haller- Weichs , Habener- Berlin).

                                     

                                               Freistempelklischee mit Abbildung MWZD Klüssendorf 631
                                    mit DM 3,50 Eilporto mit ATM 80 Pfennig und Tagesstempel vom 27.5.1984

Interessant war dabei ein Einsatz der Absenderfreistempelmaschine des Sammlerdienstes auf der 5. Internationalen Briefmarkenmesse 1984 in Essen ( siehe oben). Neben vorbereiteten Abschlägen mit 50Pfg. auf Schmuckumschlägen bestand nur am „Internationalen Tag der Post-Automation“ am 27.5. die Möglichkeit Briefbelege vor Ort mit anderen Wertstufen zu fertigen. Die entsprechende Anzahl der Belege limitierte sich dadurch erheblich.
Th. v. Loeper benutzte später noch ATM- Werbeklischees  im eigenen Freistempler seiner Briefmarkenfirma „ATM INTERNATIONAL“. Interessant dabei war ein Absendermaschinenstempler  mit rechtsseitigem Wellenstempeleinsatz. Es gab meines Wissens nur 5 solche Maschinen mit kurzfristigem Einsatz ( ca. 8 Wochen), da die dt. Post diese Stempelversion nicht erlaubte.

                 
                                    
    
                                        In geänderter Form kam diese Werbung dann doch später noch zum Einsatz.

Die im ATM- Geschehen recht rührige Firma schaffte es sogar im Einschreib- Selbstbucher- Verfahren die Kennbuchstaben „atm“ im Krefelder R- Selbstbucher zu etablieren.


                                   

                                            R- Selbstbucher Krefeld 1 „atm“ vom Ersttag Sanssouci 19.5.1993

War es 1993 noch ein Trick im R- Zettel  „atm“ als Sebstbucherkennbuchstaben  unterzubringen, so gab es zwischen 1999 und 2001 zahlreiche atm- bezogene Schriftzusätze ganz offiziell auf den R- Label eingedruckt ,wie die folgenden Beispiele zeigen.


                        


Vorläufer der heute beliebten Plusbriefe waren ab 1981 Ganzsachen auf  Privatbestellung mit Motivbezug zu den Automatenpostwertzeichen in der Regel mit Wertstempel aus der Serie „Burgen und Schlösser“ und „Sehenswürdigkeiten“  in verschiedenen Wertstufen.

                            

Der passende Werbestempel Leverkusen zeigt den Klüssendorf- Gerätetyp 696 mit Datum  5.1.1991  zur „Automaposta `91“ und Wertstempel 350 aus der Serie  „Sehenswürdigkeiten“.

Aber auch die Automatenbriefmarke eroberte als Wertstempel  die Plusbriefvariante der deutschen Post. Die mittlerweile zahlreichen Formen auf Privatbestellung  nehmen schon ein breites Spektrum ein im philatelistischen Vereinsgeschehen und auch spez. der Aerophilatelie.
Hier scheint schon eine Vollständigkeit im Sammelgebiet „grenzwertig“ mit der Beschaffung zu werden. Aber jeder kann hier seine persönliche Entscheidung treffen.

                          

                       Sonderumschlag 25 Jahre deutsche Automatenmarken mit passender ATM- Werteindruck
                    zu 55 Cent und passendem Werbestempel zu Ehren der ersten grünen Automatenbriefmarke

Zur Vollständigkeit sollten noch die Markenheftchen mit ATM- Werbung nicht vergessen werden!
                                                                
Leider kommt der Blauton im Druck nicht richtig zur Darstellung im Werbetext des RSV.
Mit diesem Ausblick „ ATM unter Motivaspekten“ möchte ich die Einführung begrenzen.




Detailausarbeitung geplant. S. Nachrichten der Webseite.



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