Deutsche Postautomation

Informationen zur deutschen Postautomation im Bereich Freimachung,
Briefannahme, Schalterbetrieb und Briefbearbeitung.



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Die sich entwickelnde  Ausweitung  im  Unterkapitel  VW und Wolfsburg, BRD ab 1949 (Volkswagen wieder in deutschem Besitz und die Stadtentwicklung Wolfsburg) macht eine weitere Untergliederung  sinnvoll  unter

VW und Wolfsburg, BRD ab ca. 1960.

Nachfolgend soll wieder an dieser Stelle die Autoentwicklung bei Volkswagen etwas in den Vordergrund gerückt werden. Der VW – Käfer erfuhr fortlaufend Veränderungen  bezüglich der  Ausführungen im Standard- und  Exportmodell und ab  Mitte der 60er Jahre  folgte die erweiterte Modellpolitik mit  Einführung des VW-Typ 3  und dem  Typ Kombi VARIANT.
Ob hydraulische Bremsen, Getriebesynchronisation, Ersatz des „Brezelfensters“  1953 durch ein einziges ovales Rückfenster, Hubraumvergrößerungen mit PS – Steigerungen, verbessertes Heizungssystem, Einführung im Jahr 1957 des Gaspedals mit Wegfall der Rollenführung – all dies  sind nur einige Punkte von zahlreichen Verbesserungen  im VW – Käfer über die Jahre von 1949 bis 1959. Im Jahr 1960 kann dann die Aufrüstung im Exportmodell mit mehr PS (34) und Vollsynchronisation auch im Absenderfreistempel des VW – Werkes dokumentiert werden und der folgende Beleg hat im Einschreibzettel noch als Selbstbucher die Kennung  vw.
                              

Aber auch in Bremerhaven wurde die technische Weiterentwicklung beworben und die Volkswagen AG hatte auch in dieser Version noch einen zweiten Freistempler  mit Einkreisortsstempel in Betrieb.
                 

Die Werbemöglichkeit mittels  Absenderfreistempel wurde nun entdeckt und fortlaufend genutzt und  verwies  häufig auf technische Änderungen und neue Modellvarianten hin (s. ferner Einführung Postleitzahlen).
                 
Die beiden nachfolgenden Belegbeispiele bezeugen die Unternehmensstrategie "immer besser, immer richtig" als Einschreibbriefe mit Selbstbucher vw. 1964 R-Zetteländerung mit Postleitzahl
                                             
Diese Modellverbesserungen im VW -  Käfer, die Variant - Einführung und der Vorstoß in die Mittelklasse führten  1961/62  im prosperierenden Deutschland in den  schon erwähnten Arbeiterengpass und zur Anwerbung der italienischen  Gastarbeiter bei VW  speziell aus Süditalien mit seiner dort herrschenden hohen Arbeitslosigkeit (s.a. frühere Problemvorstellung).
                   
VW Variant – die Kombisparte von Volkswagen -  hatte 1962 Premiere und dazu obiger Absenderfreistempel  des Frankfurter Großhändlers Glöckler. Nachfolgend die Werbung im Freistempeleinsatz für das erweiterte Programm 1966/67.
                   
Das Standardmodell des Käfers  - fortan 1200 A – wurde im Erweiterungs– und Verbesserungsprogramm nicht vernachlässigt, sondern die Standardausführung übernahm  die eingeführten Nachbesserungen  im Exportmodell häufig nur  im  Jahresrhythmus  hinterher.  Die beispielhaften Absenderfreistempel sind  zahlreich und nicht nur aus Wolfsburg  zu vermelden, sondern sind auch aus dem  Händlerbereich eine stets aufmerksam zu beachtende Fundquelle. Nachfolgend gleich das Standardmodell als Typ 1200A aufgerüstet mit Öldruckbremse und Vollsynchronisation, ferner die Aufrüstung im Käfer auf 44PS und Einführung der Scheibenbremsen vorne und der neue  Typ 3 im Autohaus WALTER von HOFF in Kreuznach.
                    
Nicht alle Freistempler  können vorgestellt werden,  die Auswahl ist erstaunlich und nur charakteristische Beispiele sind angeführt und  der  Werbeeinsatz  aus Soest zum VW-Käfer Typ 1200 A soll auch  den Übergang  zur Werbung mit  den  Preisangaben  führen, die früher recht stabil über Jahre festgesetzt wurden  und praktisch nicht verhandelbar waren.
                         

       
Dabei ist nach 1949 durch die Rationalisierung erstaunlicherweise über Jahre zunächst eine Preissenkung zu registrieren, die am Beispiel der Standardausführung ihren größten Sprung um 900,- DM von 1949  zum Jahr 1950  von  DM 5300,- auf DM 4400,- hatte und  ihren Tiefpunkt  mit 3790,- DM  im Jahr 1955 erreichte und dieser Preis konnte hier in einer engen Bandbreite  bis 1961 gehalten werden! Dies können die Absenderfreistempel  aus den Jahren 1956 bis 1967 eindrucksvoll belegen. Mit  DM 3790,- wäre in heutiger Eurowährung aus der Fahrradindustrie  ein E - Bike zu erstehen!




Auch in Preisausschreiben  wurde der Käfer als Preisäquivalent eingesetzt und entsprach wohl der schon vorgestellten  VW – Standardausführung ab Werk 
                    
In den Jahren 1957 bis 1961 differierten die Preise ab Werk in geringer  2stelliger DM- Marge! Dies zeigt sich auch in  den  folgenden  beiden Absenderfreistempel mit einer 10DM – Differenz zwischen Oktober 1964 und Februar 1965 im VW Typ 3. Dies wäre auf die heutige Zeit eine 5Euro-Differenz und würde damit im „Trinkgeldbereich“ liegen und belegt rückblickend bei den  Bundesbürgern  sinnfällig die Wertvorstellung der „guten, alten DM“!
                                         
                                                      
Abschließend dazu noch die Preiswerbung für den  im Jahr 1963 eingeführten  Typ VW 3   als 1500 S, dabei stand S für die Ausführung mit Chromzierrat und die oben im Absenderfreistempel genannten VW 1500 N  waren die einfachere Ausführung.
                                    
 Nachfolgend noch einmal in der zeitgenössischen Reklame die Preisangabe für den VW Käfer mit 3810.- DM und  VW 1500 (Typ 3) mit DM 6400,- ab Werk.                                                                                     

                                                   
In diese zuvor aufgezeichnete Entwicklung bei VW gehört die Fortsetzung der Betriebserweiterungen entsprechend der inländischen Nachfrage. Aber auch durch den  Weitblick  Nordhoffs auf das absolut zukünftig wichtige Exportgeschäft wurden weitere  Niederlassungen, Vertriebsgesellschaften und auch Firmen durch Übernahme oder Neugründungen im Ausland etabliert. Einige diesbezügliche  Firmengründungen wurden schon halbwegs chronologisch eingeschoben und an dieser Stelle nun noch die Meldung der „Volkswagen de Mexiko, s.A. de C.V.“  in Puebla aus dem Jahr 1964.
                
Im folgenden Jahr 1965 ist sicherlich rückblickend ein besonderer Erwerb zu nennen, der sich als höchst zukunftstauglich erweisen sollte. Volkswagen erwirbt von der Daimler-Benz AG die AUTO UNION GmbH. Die Vorkriegsgeschichte der Auto Union wurde bereits im Menüpunkt Idee des Volkswagens  kurz  geschildert.

                                  
                          

Nach dem 2. Weltkrieg räumten die Amerikaner die  eroberten  Gebiete in Thüringen und Sachsen und die Auto Union geriet in der sowjetischen Besatzungszone  in die üblich praktizierte Industriedemontage. Die Kapitalgesellschaft Auto-Union wurde im Handelsregister Chemnitz gelöscht und die Möglichkeit  unter dieser Firmierung in Westdeutschland erneut zu starten, war somit unerwartet  gegeben. Schon im Dezember 1945 startete man in Ingolstadt  zwar nicht in eine Autoproduktion, konnte aber von dort zentral für den zahlenmäßig noch deutlichen  Bestand an automobilen Zweitaktern  und Motorrädern mit Ersatzteillieferungen erfolgreich agieren. Aber langsam kam auch die Auto- und Zweiradherstellung  wieder in Gang





Meine Generation kann sich gut an die DKW – Modelle erinnern und geflügeltes Wort war    „DKW–Wubtich, setz die rein, ich schub  dich.“ 1958 übernahm dann Daimler die Auto – Union. Der Daimler-Konzern sah keine marktfähige  Integration  und veräußerte  1964 an die Volkswagen AG. Es folgte noch die Fusion der Auto-Union mit NSU im Jahr 1969  zur Audi NSU Auto Union AG und nach 1985  Firmierung schlicht unter AUDI   AG.                       

                             
Schon ab 1967 sind  in den Absenderfreistempeln  der Vertragshändler die Synergismen unter dem etablierten Volkswagennetz  erkennbar s. folgender Francotyp-Stammkartenausschnitt
                            
und im Jahr 1978 wurde dann unter dem Namen V.A.G eine Kooperationsbasis im Vertrieb für Audi und Volkswagen eingerichtet.
                          

Nachfolgend  eine kleine Auswahl zur  Verbindung VW und AUDI  mittels einiger Belegbeispiele aus dem Freistempelbereich  auch unter dem Gesichtspunkt der Rückkehr nach Chemnitz und  Ostberlin im wiedervereinigten Deutschland nach 1990.
                                            

Zurück in das Ausgangsjahr 1964/65. Schon unter britischer Verwaltung war die Deutsche Reichspost  ein früher Kunde  und umgebaute Kübelwagen und  erste „Käfer“ waren wichtige Voraussetzungen  zur Aufnahme eines  geregelten Postdienstes in der Nachkriegszeit. 1962 wurde eigens der VW Typ 147 von Volkswagen entwickelt und konnte freudig von Nordhoff zur Serienproduktion  freigegeben werden. Die Produktion vom Typ VW 147 – besser unter dem Namen FRIDOLIN  bekannt –  lief  bis 1974  mit gut 6000 Stück (siehe auch in der Ganzsachenabbildung oben und Sonderstempel mit Fridolin  aus dem Jahr 2011).
                                   
Bei Interesse ist das Heft 1 aus dem ARCHIV für Post- und Telekommunikationsgeschichte im Jahr 2008 sehr empfehlenswert  mit der tollen Abhandlung zu den POSTFAHRZEUGEN.
                                              

                             Der Transporter erhält 1967 ein leichtes Facelifting  und hat mittlerweile auch Kultcharakter.
                
Im gleichen Jahr  erreicht die Produktion in Brasilien mit 500.000 Volkswagen  einen nicht vorhersehbaren ungeheuren Erfolg.
Dies sicherlich noch zur Freude von  Professor Dr. –Ing. E.h. Heinrich Nordhoff, der seit 20 Jahren  das Volkswagenwerk und zugehörige Stadt sicherlich hauptverantwortlich   zur  deutschen Erfolgsgeschichte  gemacht hatte. Am 12.4.1968  verstirbt  H. Nordhoff.
                                                   
  
Noch unter der Regie von Nordhoff waren weitere Entwicklungen im Automobilbau von Volkswagen erfolgt und dabei ist die Einführung des stark beworbenen AUTOMATIC-GETRIEBES    nicht zu übersehen.
                                      
Die Postabteilung des VW – Werkes in Wolfsburg erhielt   entsprechende Vorlagemuster  mit Werbeeinsatz AUTOMATIC für ihre 5 Freistempler  zum Einführungsjahr 1967  und sollen hier einmal beispielhaft vorgestellt werden in ihren unterschiedlichen Größenverhältnissen und Platzierungen von Werbe- und Ortsstempelteil.
                                   
Auch die Modellentwicklung des VW Typs 411 war noch unter Nordhoff zur Entscheidung gekommen und im August 1968 war es dann soweit und dazu eine Ansichtskarte der VOLKSWAGENWERK AG.
                            
  Nachfolgend zum 411 ein Eilbotenbrief mit Werbung zum VW 411 sozusagen von Autohaus zu Autohaus im Jahr 1971.
                        
Auch die Absenderwerbung zum VW 411 in den  Francotypfreistemplern der Volkswagenwerk AG Wolfsburg sollen noch in 4 Varianten zwischen 1968 und 1970  folgend dargestellt werden. Die Werbungsmöglichkeiten im Freistempelabschlag waren mittlerweile voll etabliert und dies auch  weltweit und schaffen und bieten fast ein unüberschaubares  aber immer wieder zu entdeckendes  philatelistisches Betätigungsfeld mit Überraschungsmöglichkeiten! Ausländische Belegbeispiele sollen später separat gesondert  mit einigen Beispielen vorgestellt werden.
                                   
                                   Auch die 80PS – Variante mittels Einspritzmotor sollte rasch in der Modellpalette folgen.
                                 
Mit dem noch von NSU entwickelten und übernommenen  K 70 brachte Volkswagen 1970 erstmals ein Fahrzeug mit Wasserkühlung  und  frontplatziertem  Motor und Antrieb auf den Markt und setze damit  einen Wendepunkt in der automobilen Entwicklung  bei VW.

                                       Nachfolgend ein Ausschnitt  als Sebstbucher  mit vw - Kennbuchstabe im R-Zettel
                             
                                                         Zeitgenössische Zeitungsreklame für den Volkswagen K 70
                                                  

                       
An dieser Stelle ist wieder einmal der Blick ungefähr zeitgleich auf die Stadtentwicklung in Wolfsburg zu werfen.  Dabei sollen  Entwicklungen und auch speziell Veranstaltungen hervorgehoben werden, die sich mit charakteristischen Fotos und Ansichtskarten vorstellen lassen bzw.  philatelistisch durch Poststempel begleitet werden können. Zunächst einmal der Kunstpreis 1967 unter dem Motto „Junge Stadt sieht junge Kunst“.
                     
Als geplantes Freizeitzentrum wird 1969 die Verwirklichung des „ALLERPARKS mit SEE“ in Angriff genommen. Dazu  eine zeitgenössische Ansichtskarte aus dem Verlag Lagerbauer, Hamburg
                                

Im Jahr 1969 sponsert das Volkswagenwerk den Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ und dies mit einer Ausstellung in der Stadthalle und auch ein Sonderstempel war diesbezüglich im Einsatz.
                           

Aus dem Jahr 1969 ist noch das „Spektakel“  SPIEL OHNE GRENZEN  am 20.August in Wolfsburg  festzuhalten und kann mit einem Sonderstempel dokumentiert werden. Die Fernseheinschaltquoten  dazu  waren  in Europa  absolut  beachtenswert!
                               
Die Briefmarken-Ausstellung zur 5.Verkehrswoche des ADAC in Nortorf  wurde mit einem eintägigen Einsatz eines Sonderstempels gewürdigt. Die Illustration zeigte den ADAC-Käfer im Stempelbild. 
                            
Da der VW-Käfer im Stempel  grundsätzlich am 20.9.1970 nicht gut zur Abbildung kam,  habe ich die  eine passende Telefonkarte  zur Illustration beigefügt, die damals von der Stiftung  AutoMuseum Volkswagen  aufgelegt wurde.
                                                           
Nachfolgend noch der Sonderumschlag als Einschreibsendung und mit erwähntem Sondereinschreibzettel mit Zudruck AUTO-VERKEHR-TECHNIK an eine bekannte Sammleradresse in Wolfsburg.
                              
Aus dem Jahr 1971 ist dann in Wolfsburg ein weiteres philatelistisches Ereignis vorzustellen, die  2.Ost-Niedersächsische Briefmarken-Ausstellung im Rang II vom 27./28.März in der Stadthalle.
                                                                         
Der Sonderumschlag geht in diesem Fall ebenfalls an  H. Engelmann in Wolfsburg  und weist einen passend gedruckten Sondereinschreibzettel (II ONIBRA) auf  (Kontrast dtl. verstärkt)
                                  
Es folgte dann 1971 in Wolfsburg ein weiteres philatelistisch dokumentierbares „Fernseh-Großereignis“  mit der Sendung „Ein Platz an der Sonne“  und hier mit UDO JÜRGENS.
                
Das Treffen der AMATEURFUNKER  war zumindest mit dem Einsatz im Maschinenstempel im April/ Mai 1972  dokumentationsfähig.
                          
Im Mai 1972 war dann auch ein Sonderbus der DEUTSCHEN SPORTHILFE durch Deutschland unterwegs  und  sein 2tägiger Aufenthalt in Wolfsburg  diente der Werbung für das nahende olympische Großereignis  in München. Damals freuten sich noch die Münchener  auf die Olympischen Spiele, im Jahr 2013 fand diese Sportidee in Bayern keinen Anklang mehr!
                           
Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch die Niedersächsische Gebietsreform 1972  mit der Eingliederung von 20 umliegenden Gemeinden in das Stadtgebiet Wolfsburg mit nun ca. 130.00 Einwohnern und Wolfsburg  avanciert nun auch mit den  eingegliederten Städten Vorsfelde und Fallersleben zur  Großstadt.

Nach den oben philatelistisch dokumentierbaren Ereignissen in Wolfsburg aus der Zeit von 1969 bis 1972 ist aus dem Februar  1972 ein weiteres  Großereignis  im Automobilsektor  aus Wolfsburg zu melden und soll auch näher  mit seiner Karriere  vorgestellt werden
                      

Am 17.Februar 1972  gegen 13Uhr 45 lief der 15.007.033  „Käfer“  als neuer "Welt meister" in der Werkshalle 12 vom Band 6a und erreichte damit  eine neue WELTBESTMARKE. Nachfolgend soll dieser Weg noch einmal  philatelistisch  in einer Auswahl von Belegstücken betrachtet werden.

Die Karriere des VW – Käfers wurde in seinen Produktionszahlen schon stets beachtet und zur Werbung vielfach auch philatelistisch genutzt und ist damit erstaunlich dokumentierbar. Die Nachkriegsphase wurde schon einmal vorgestellt (s. Menüpunkt Nachkriegszeit) und unter Nordhoff verließ 1949 der 50.000 Volkswagen das Fertigungsband. Der Absender enthält auch ein Stück Wohnungsnot in Wolfsburg und firmiert im Jahr 1949  noch unter  der Adresse Gemeinschaftslager 1 II/6.
                                  
Die Steigerung der Produktionszahlen entwickelte eine erstaunliche Dynamik und am 4.März 1959  kann der 100.000  Volkswagen seit Kriegsende registriert werden.
                                   
Schon am 6.Oktober 1951 war die  Viertelmillion erreicht und dazu fand auf der Goethestraße eine  Verlosung statt. Dieser „Käfer“ war mit Glück bei einem Lospreis von DM 0,10 zu gewinnen, vielleicht ist irgendwo festgehalten, wer der glückliche Besitzer wurde.
                    
Zu dieser Produktionszahl gab es auch Faksimiledrucke  in  rotem und blauem Farbton  in 6er Bögen, die die Briefmarke  aus dem Jahr 1939  zum Vorbild hatten  und jede Marke wies im perforierten Anhängsel  auf die  erreichte Produktionszahl hin (Bögen  verkleinert abgebildet).
         
                                                    
Die 1/2Million  war am 4.7.1953 erreicht und kann in vielfältiger Weise dokumentiert werden. Nicht nur das VW – Werk selbst,  besonders  auch  die Vertragshändler griffen  in diesem Fall schon recht zahlreich  die Werbemöglichkeit in ihren Absenderfreistemplern auf.
                         
                     
Im August 1955 wird die 1.Million erreicht und niemand ahnte, dass zukünftig die Zahlen nur noch im  Millionenbereich  über den Status der automobilen Produktion  entscheiden werden.
                   
                     
Die 2 Millionengrenze  kann mit Absenderfreistempeln aus dem  Volkswagenwerk dokumentiert werden, es handelt sich dabei um 2 verschiedene Francotyp D – Freistempler.
                                   
Für das Erreichen der 5-Millionenmarke  gab es wohl keine postalische Stempelform, aber eine Medaille  wurde aufgelegt mit einem Dankesschreiben von Nordhoff an die Mitarbeiter für diese Leistung bis zum Jahr 1961. 
                  
Im Jahr 1965 kann  auch in der vorgestellten Serie der Produktionszahlen die allgemeine Änderung der Anordnung von Ortsstempel und Werbeeinsatz in den Absenderfreistemplern  dokumentiert  werden. Der Ortstempelteil rückt an den Wertrahmen und die Werbung wird nach links platziert.  Die Postleitzahl  „20a“war natürlich auch in „318“   zwischenzeitlich umgerüstet worden.
                 
                                  Unaufhaltsam steuert die Käferproduktion im Jahr 1965 auf ein denkwürdiges  Ergebnis zu!
                       
                                  Auch das Erreichen der 12 Millionenmarke war Nordhoff noch vergönnt im Jahr 1966.
                          

Der vorfrankierte Rückantwortbrief mittels Absenderfreistempel der Volkswagen AG  belegt im Jahr 1967 noch  den Vorgang der SPARERABWICKLUNG  des KdF – Wagens  und hier mit dem Aktenzeichen 215 828.
                                  
Die „Weltmeisterproduktion“ erlebte NORDHOFF nicht mehr und auch seinem Nachfolger LOTZ war dieses Ereignis nicht vergönnt. Erst Rudolf LEIDING als VW – Vorstandsvorsitzender aus dem Jahr 1971  konnte das Ereignis mit  192.000 Mitarbeitern weltweit feiern. Damit war die Produktionzahl von Ford im T-Modell übertroffen worden!
                             
Auch die VW – Händler nutzen natürlich dieses Ereignis zur Werbung in ihren Freistempelmaschinen, wie es die  Belegbeispiele  bezeugen
                  
Der VW – Käfer  im Werbesegment  von Absenderfreistempler findet sich recht häufig und soll auch hier nur in einer weiteren Auswahl beispielhaft vorgestellt werden.
                                                                    
                                              Der VW-Käfer war das Wunschziel  vieler Bundesbürger                                                                                                                                             
Die VW – Händler  gründeten die Händlergilde  und das  2.und 3.Treffen aus den Jahren 1970 und 1971  können zumindest mit einem Sonderstempel aus Frankfurt bzw. Hamburg dokumentiert werden.
                            
Das Vertragshändlernetz unterlag naturgemäß  wechselnden Gegebenheiten  und war und ist geprägt von  dynamischer Fortentwicklung  mit Fusionen bis hin zu Betriebsauflösungen. Dazu ein kleines Beispiel vom Standort WOLFSBURG selbst.

Wilhelm Schade mit Shell Tankstelle, Autoreparatur, Fahrräder und Motorräder  seit 1924 war wohl der erste etablierte Kfz – Betrieb vor Ort und vertrieb ab 1929  auch DKW. Im Jahr 1967 kam  entsprechend AUDI  hinzu und  erst 1975 folgte VW  im Vertrieb.
                                             
                                                              

Neben SCHADE war auch noch  die KfZ-Reparatur-Werkstatt  und Fahrschule HEINRICH SCHWENN vor Ort, vorgestellt mit einem Brief vom 24.11.1945 noch mit Firmensitz in der Arndstraße und dies wurde  die heutige Lessingstraße.

                    

1951 gründete Joseph Hotz  seine Volkswagen – Niederlassung am Steimkerberg und im folgenden Ensemble  ist in der Francotyp-Stammkarte von 1957 im Entwurf des Absenderfreistempels (noch PLZ 20a)  die Werbung für den wirtschaftlich preiswerten VW-Transporter  platziert. Zunächst nur Werkstattbetrieb folgte dann der VW-Händlervertrag und auch die AUDI – Vertretung mit Erweiterung  des Betriebes an der Heinrich-Nordhoff-Straße.  Später Ausweitung der Vertretung in Gardelegen. 1957 gründete Hans-Wolfgang Knott das Autohaus Wolfsburg  mit VW- und später AUDI – Vertretung.
              
1988 übernahm Wolfgang Heitmann  das Autohaus Wolfsburg von Knott  und mit Ausweitung nach Vorsfelde und Fallersleben. 1998 übernehmen Heitmann und Hotz das Unternehmen Schade und fusionieren schon 1999 zum AUTOHAUS HOTZ und HEITMANN, WOLFSBURG mit Folge starker Expansion u.a. Braunschweig, Salzwedel, Detmold, Lage, Lemgo und Bad Salzuflen und mit den Marken VW, AUDI  und SKODA.
                                            
           
                                             
    

Die sich entwickelnde  Ausweitung  im  Unterkapitel  VW und Wolfsburg, BRD ab 1949 (Volkswagen wieder in deutschem Besitz und die Stadtentwicklung Wolfsburg) macht eine
weitere Untergliederung  sinnvoll  unter

VW und Wolfsburg, BRD ab ca. 1970.
Fortsetzung dort




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