Deutsche Postautomation

Informationen zur deutschen Postautomation im Bereich Freimachung,
Briefannahme, Schalterbetrieb und Briefbearbeitung.



  • Postautomation im Bereich ...




Suche:




VW – dies und das


Das Material zu Volkswagen ist entsprechend der nationalen und internationalen Aufstellung des großen Automobilkonzerns aus den letzten 4 Jahrzehnten extrem vielfältig geworden und im Menüpunkt VW – dies und das ist geplant, Vergessenes und Übersehenes aus der bisherigen Ausarbeitung oder auch aktuelle Neuentdeckungen vorzustellen. Dabei sollen die  zukünftigen Einstellungen nicht im Anschluss an die letzte Information erfolgen, sondern unter Datumsangabe  immer obenan eingereiht werden, um unnötiges „Runterscrollen“  zu vermeiden.

12.07.2017 VW – dies und das 15. Fortsetzung 

Die 15. Fortsetzung unter VW – dies und das beschäftigt sich noch mit einigen Belegen zur frühen Aufbauphase des Volkswagenwerkes. Immerhin bezieht sich  das VW – Werk aktuell sogar im Internet auf das Gründungsdatum der „Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens“ am 28.Mai 1937 und verweist damit auf ihr 80jähriges Gründungsjubiläum. Die Grundsteinlegung des Werkes am 26.Mai 1938 wird wohl aus Gründen der  damals absolut nationalsozialistischen Inszenierung mit und unter Adolf Hitler verständlicherweise seit jeher im Hintergrund gehalten.

Der Weg von Hitler ging nach dem 1. Weltkrieg aus dem Lazarett nach München, er verblieb solange wie möglich in der Reichswehr und wurde propagandistisch tätig. Seine politisch  propagandistische Ebene wurde die DAP - Deutsche Arbeiter Partei  und nach ihrer Umfirmierung im Februar 1920 die  NSDAP – Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter Partei. Das Parteiorgan wurde  in diesem Jahr 1920 der Völkische Beobachter im Franz EHLER Verlag, München.

Im Verlagshaus in München residierte auch die Benz & Cie. Geschäftsstelle mit ihrem Geschäftsführer Jakob Werlin. Hitler hatte seine Volkswagenvision schon 1932 skizziert und diese  Vorstellung Werlin in München mit auf den Weg gegeben, diese Wunschidee  im Sektor der Automobilindustrie  im Auge zu behalten und Realisierungschancen  zu erkunden. Werlin wurde Hitlers engster Vertrauter  in Sachen Automobil und hatte direkten Zugang zu ihm. Nach Hitlers Vorgabe an Robert Ley ergaben hausinterne Untersuchungen der Arbeitsfront die Machbarkeit als Autohersteller und in Dr. Bodo Lafferentz - Leiter im Amt für „Reisen, Wandern und Urlaub“ der  NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude KdF   hatte Ley auch den geeigneten Mann für das Volkswagenprojekt gefunden. Der weitere organisatorische Teil hatte nach der Zeitvergeudung mit dem RDA  „Endspurtcharakter“.  Porsche, Lafferentz und Werlin – frei von wirtschaftlichen Zweifeln -  schufen am 28. Mai 1937 das Konstrukt  der „Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens“, wurden das Triumvirat der Geschäftsführung und reaktivierten dazu noch das Kürzel „GEZUVOR“ aus der Anfangsphase der Reichsautobahnen. Der Sitz der GEZUVOR war Berlin – Grünewald Taubertstraße 4.

Selbst der Maschinenstempel hat automobilen Bezug mit Verwende heimische Treibstoffe und verrät München als Hauptsstadt der nationalsozialistischen Bewegung.

Die Rückseite des Briefes vom 18.7.1938 aus München an den Reichsamtsleiter  Dr. Lafferentz offenbart dann mit J. WERLIN und Mercedeslogo im Prägedruck ein internes Schreiben der Geschäftsführer der Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens m.b.H.

1938 erfolgte dann die Umbenennung offiziell in VOLKSWAGENWERK Dazu noch ein Absenderfreistempel der Geschäftsstelle VOLKSWAGENWERK  aber noch in der Nutzung  im März 1939 mit dem Ortsstempeleinsatz  Berlin – Grünewald

Unter VOLKSWAGENWERK GmbH Berlin wurde der offizielle Firmensitz  später verlegt  und verblieb  im Haus der Arbeitsfront in der Knesebeckstraße  48/49.

Folgende Aufnahme von Heinrich Hoffmann stammt in diesem Fall aus dem Buch „UNTER DEM SONNENRAD“ und stellt somit einen Bildband dar zur „Lobeshymne“ auf die Deutsche Arbeitsfront und ihre Abteilung „Kraft durch Freude“.
Das Foto zeigt die Geschäftsführung zur „Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens“ mit Porsche, Werlin und Lafferentz  und gemeinschaftlich mit  Ley und Hitler betrachten sie das VW – Modell.

Von diesen Originalmodellen im Maßstab 1:12,5 wurden insgesamt 5 Stück in der Lehrwerkstatt von Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen gefertigt. Eins dieser Modelle schenkte Adolf Hitler  dem Industriellen Robert Bosch zum 80.Geburtstag im Jahr  1941. Die Fa. Bosch ersteigerte dieses Modell bei Christie in London im Jahr 1996 für ihr Werksarchiv für umgerechnet 100.000 DM retour! Die spezielle Verbundenheit Volkswagen und Bosch belegt auch die BOSCH-POST aus dem Jahr 1939 mit ihrem Heft 1 ausführlich.
Hitler wurde  persönlich auf der Internationalen Automobilausstellung  in Berlin im Februar 1939 über die Bosch – Volkswagen – Ausrüstung  von Boschdirektor Dr. Raßbach informiert.



                            Die spezielle  Bosch – VW – Kooperation reicht anscheinend bis in aktuelle „Dieselzeiten“

                                       Nachfolgend noch eine frühe Ansichtskarte zum Baubeginn des VW – Werkes


Blick über den Mittellandkanal und nördlich die ersten Baumaßnahmen zur Werkserrichtung. Der Detailausschnitt zeigt hinter dem Wachturm die Baracke der GEZUVOR  und links das  Bauschild  der Deutschen Arbeitsfront in Vorbereitung. Allein 8 Schiffe liegen hintereinander  längs am Ufer mit ihrer Fracht zur raschen Realisierung und Aufbau der Autofabrik.


                                   Die Baracke der GEZUVOR in der Einzelansicht mit dem Bauschild der Arbeitsfront


VW – dies und das 14. Fortsetzung  30.06.2017

Eine Briefmarkenausgabe der Deutschen Post  mit Motiv  GOLF I ist Anlass genug, eine Fortsetzung unter VW – dies und das (14.) einzufügen. Ferner freue ich mich sehr dazu passend die www.arge-kfz.de als Link einzufügen und damit nach ca. 20 Jahren Mitgliedschaft endlich einmal auf die beachtenswerte Arbeit, die hier geleistet wird, zu verweisen. Die Briefmarke Golf I im üblichen 10er Bogen mit Randillustration hatte ihren Ersttag am 13.4.2017 und dazu zunächst postinternes Verpackungsmaterial und eine   Verkaufsquittung vom Ersttag für zwei Zehnerbögen.


Allein 4x konnte zum Volkswagen - Motiv  Golf I dazu ein passender Sonderstempel bezüglich des Ersttages  am 13. April 2017 in Bonn und Wolfsburg  genutzt werden, wie das folgende Ensemble dokumentiert.
 
                          ein Markenset  in selbstklebender Form  und praktischer Vorratsgröße gehört dann noch dazu

Wenn die Deutsche Post dann „in Verkaufsschwung"  kommt, darf ein Set zum Thema AUTOMOBILE auf Briefmarken unter Verwendung auch älterer Ausgaben nicht fehlen.
 
Zweifelsohne eine Besonderheit stellt dann der E:B Brief der Deutschen Post Philatelie dar, der in der Auflage von 1500 Stück aufgelegt wurde und mit Sonderstempel VW Golf I Ersttag in Wolfsburg durch das „Erlebnis-Briefmarken“-Team aus Hannover verkauft wurde.

Sicherlich ist mit dem Ersttagsblatt und der Jahreszusammenstellung ein weiteres Postprodukt zu dieser Briefmarke  noch zusätzlich zu erwarten und einzureihen.
Ich weise noch einmal auf den eingefügten LINK www.arge-kfz.de hin.
Bis demnächst wieder einmal, Ihr E.- M. Eden, Holzwickede

VW – dies und das 13. Einstellung  25.07.2016

Mit dieser 100. Fortsetzung geht es weiter im „automobilen“ Thema VOLKSWAGEN. Sie bedienen auf der Webleiste den Menüpunkt  FREIMACHUNG MIT FREISTEMPEL und können im Untermenü  VOLKSWAGEN – EIN DEUTSCHER MYTHOS öffnen und gelangen so am Ende der Leiste  auf  das neue  Unterkapitel  VW –  dies und das und hier die13. Folge.
An dieser Stelle möchte ich ein weiteres Ergänzungskapitel zum Thema VW – ein deutscher Mythos – auf die Webseite einstellen, das auch rückwirkend chronologisch eingefügt wird, um eine Gesamtdarstellung zu erhalten. Es sollen  auch diesmal Belege aus der der Stadt des KdF – Wagens  und dem Volkswagenwerk vorgestellt werden.
Interessant ist ein Schriftwechsel  des Volkswagenwerkes aus der Stadt des Kdf – Wagens und den örtlichen Behörden mit dem Malermeister KARL STEINECKE aus Fallersleben, der  hier in den  Aufbauarbeiten beruflich involviert war.


Im folgenden Schreiben mahnt die Kreditorenbuchhaltung des Volkswagenwerkes mit Datum vom 11.11.1940  eine Rechnungsabschrift zur erneuten Vorlage an.

                                                                                 Detail der Absenderangaben
 
Auch für die „NEULAND“ der gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft der Deutschen Arbeitsfront  in der Stadt des KdF – Wagens hat der Malermeister Steinecke gearbeitet  und mit der folgenden Postkarte kann damit auch der seltene Absenderfreistempel der Siedlungsgesellschaft im Original mit Datum vom 23.11.1940 vorgestellt werden.
 




Auch dazu noch einmal die Lage  der Neulandgesellschaft im „Bauplanungsviertel“ der Stadt des KdF – Wagens in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtbaubüro der DAF und dem Preußischen Neumessungsamt ( Katasteramt)  am Fuße von Steimker- und Bullenberg.


Auch die Stadtkasse der Stadt des KdF – Wagens hatte selbstverständlich Kontakt mit  dem Malermeister Steinecke aus Fallersleben.

 
Wie die Rückseite verrät, handelt es sich um eine Benachrichtigung zur BÜRGERSTEUER für die Gemeinde der Stadt des KdF – Wagens und hier  betreffend das Arbeitgeberkonto.


Fortsetzung unter VW – dies und das ist  geplant

VW – dies und das 12. Einstellung  17.07.2016

An dieser Stelle möchte ich ein weiteres Ergänzungskapitel zum Thema VW – ein deutscher Mythos – auf die Webseite einstellen, das auch rückwirkend chronologisch eingefügt wird, um eine Gesamtdarstellung zu erhalten. Es sollen  auch diesmal Belege aus der der Stadt des KdF – Wagens  und dem Volkswagenwerk vorgestellt werden.

                             Schon einmal  wurde die die NSDAP Ortsgruppe mit folgendem Briefumschlag vorgestellt.
 
                dazu einmal der Standort am nordwestlichen Rand des Schillerteiches im Stadtplan  aus dem Jahr 1941


                      nachfolgend  noch ein Detailbild Stadtplan 1941 mit der Lagebezeichnung  ORTSGRUPPE NSDAP


weiterer Dienstbrief der  Ortsgruppe NSDAP  aus der Stadt des KdF – Wagens und hier ist der Nebenstempel in Frakturschrift ausgeführt


Das preußische Neumessungsamt (Katasteramt) lag direkt gegenüber  im östlichen Randgebiet des Schillerteiches und dazu ein Dienstbrief mit Datum vom 7.10.1941


                                                      und entsprechendes  Detailbild des eingedruckten Dienstsiegels

Nachfolgend eine Quittungskarte der Invalidenversicherung  aus dem  Amt des Bürgermeisters mit Datum vom 26.5.1940



Oben  im Stadtplanausschnitt aus dem Jahr 1941 die zentrale Lage des Bürgermeisteramtes umgeben von den Baracken der Bank der Deutschen Arbeit, Kreissparkasse Gifhorn mit ihrer Zweigstelle, Arbeitsamt und Deutscher Bank.
Dazu ein Detailausschnitt der Bescheinigung. Im Dienstsiegel das Hakenkreuz der Aufrechnungsstelle durch Strichzeichnung  gelöscht.


Stadt des KdF – Wagens Ausgabestelle  für Quittungskarten der Invalidenversicherung. Unterschrift:  Im Auftrag Der Bürgermeister 26.6.1940. Es liegt hier eine Bescheinigung über die Endzahlen aus der Aufrechnung der Quittungskarte A Nr.10  für die Landesversicherungsanstalt  MITTELFRANKEN  vor.

                                               Nachfolgend eine  Postanweisungsabschnitt des Stadtbaubüros der DAF


Absenderstempel der Treuhandgesellschaft für wirtschaftliche Unternehmungen der Deutschen Arbeitsfront  im Stadtbaubüro der D.A.F. in der Stadt des KdF.-Wagens


und auch dazu eine Lagekennzeichnung sozusagen aus dem „Bauplanungsviertel“ der KdF – Stadt mit  Stadtbaubüro der DAF, Neumessungsamt bzw. Katasteramt und Neuland-Siedlungsgesellschaft.


Fortsetzung unter VW – dies und das ist  geplant


VW – dies und das - 11. Folge -  11.07.2016
Hallo liebe Webseitenbesucher,
mit dieser 98. Fortsetzung geht es weiter im „automobilen“ Thema VOLKSWAGEN. Sie bedienen auf der Webleiste den Menüpunkt  FREIMACHUNG MIT FREISTEMPEL und können im Untermenü  VOLKSWAGEN – EIN DEUTSCHER MYTHOS öffnen und gelangen so am Ende der Leiste  auf  das neue  Unterkapitel  VW –  dies und das und hier die 11. Folge.

An dieser Stelle möchte ich ein weiteres Ergänzungskapitel zum Thema VW – ein deutscher Mythos – auf die Webseite einstellen, das auch rückwirkend chronologisch eingefügt wird, um eine Gesamtdarstellung zu erhalten.

Es sollen Belege aus der der Stadt des KdF – Wagens  und dem Volkswagenwerk vorgestellt werden, die durchaus auch Erklärungsbedarf haben und Hinweise aus den Reihen der Homepagebesucher zur Ergänzung sind  sehr willkommen.

Nachfolgend noch einmal die Vorstellung der verantwortlichen Lagerverwaltung


Ich habe hier den Sitz der Lagerleitung einmal im Plan der Stadt des KdF – Wagens aus dem Jahr 1941  im Detailausschnitt  herausgesucht. Man erkennt  das Umfeld der Lagerleitung mit der  Cianetti- Halle, dem Postamt, einen weiteren Sitz der DAF und dem Sitz der Ortskrankenkasse.


Mehrfach wurde im Thema Volkswagen auch die italienische Kolonie vorgestellt von der freiwilligen Ausgangsposition 1938 als willkommene Bauarbeiter für Werk und Stadt bis hin zur Internierung  als „Verräter“  nach dem Sturz von Mussolini im Juli 1943 und der  Waffenstillstandsabkommen  mit den Westalliierten im September 1943.


Die vorstehende Postkarte datiert nun vom 26.3.1942 und im Absender ist die Angabe Italienisches Syndikat KdF   unklar in seiner Bedeutung. Gab es eine solche Institution und mit welcher Funktion in der Stadt des KdF – Wagens? Die Rückseite  ähnelt eher einemKochrezept“. Vielleicht gibt es einen Tipp  dazu von den Homepagebesuchern. Ansonsten finden sich auf der Karte die üblichen Zensurstempel und ein  italienische Ankunftsstempel  aus Trient   mit Datum vom 5.4.42.


Schon mehrfach wurde auf die besondere Beziehung zwischen den totalitären Staaten Italien und Deutschland im Zusammenhang  mit dem Volkswagenwerk und seiner neu gegründeten zugehörigen Stadt  hingewiesen. Schon frühzeitig hatte der Leiter der Deutschen Arbeitsfront  Robert Ley die  „italienische Schwesterorganisation“  CFLI  (Confederazione  Fascista Lavoratori dell` Industria)  mit Tullio Cianetti an ihrer Spitze  auch in Italien kennengelernt und die dortige „Freizeitgestaltung" für die Arbeiter nach Feierabend  im Sinne der Partei studiert.  Natürlich waren diese  Kontakte  dann bei dem Arbeitskräfteengpass im VW – Werksaufbau  durch den Abzug von Kräften für den Westwallbau willkommen und  die Anwerbung  von „Gastarbeitern“   mit arbeitslosen Italienern war rasch konzipiert. Dazu einige Bilder zur freundschaftlichen Beziehung vor Ort.

                                Empfang der italienischen  CFLI mit Tullio Cianetti an der Spitze im Volkswagenwerk


                                                        Tullio Cianetti und Robert Ley  in der Stadt des KdF – Wagens


In diese Zusammenarbeit der beiden faschistischen reiht sich auch der einzige  offizielle Staatsbesuchbesuch von Adolf Hitler  vom 3. bis 9. Mai 1938 in Italien ein und hier vorgestellt auf einer autorisierten  Sonderkarte.


                                                                                         zugehörige Rückseite

Die obige Rückseite dokumentiert die Stationen des Hitlerbesuches in  Rom, Neapel und Florenz mit Maschinen- und Posttagesstempeln und die nochmalige Verwendung als Einschreiben anlässlich der Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes mit R-Zettel Vorsfelde.


Nachfolgend nun ein weiter interessanter Briefbeleg vom 7.8.1943 mit Postempel HALBERSTADT  an eine französische Adresse mit üblichen  Zensurstempeln.


Erst die Rückseite offenbart einen Bezug zur Stadt des KdF – Wagens und der Absender  definiert seinen Wohnort eindeutig dort und hier im Gemeinschaftslager  8/6. Ferner finden  sich weitere  Zensurmerkmale.


Französische  Arbeiter im Volkswagenwerk waren  recht zahlreich vertreten und müssen in 3 Gruppen unterschieden werden. Da waren einmal die französischen Kriegsgefangenen, die sich nicht  in allen Fällen in den angebotenen und besser gestellten Status der Zivilarbeiter  begaben, die ihrerseits die Gruppe der Zwangsverpflichteten des SERVICE DU TRAVAIL OBLIGATOIRE (STO) bildeten und  den privilegierten  Dienstverpflichteten  der JEUNESSE OUVIIERE FRANCAIS TRAVAILLANTE EN ALLEMAGNE (JOFTA) gegenüber standen. Die JOFTA  - Angehörigen waren der kollaborierenden VICHY – Regierung  zuzuordnen, arbeiteten bis in die VW-Werksverwaltung hinein  und hatten entsprechend eine Sonderstellung. Der Hinweis im Absender oben auf das Gemeinschaftslager schließt zumindest  den  Status als französischen Kriegsgefangenen aus und es war wohl ein Franzose aus der  STO - oder JOFTA -  Rekrutierung. Dr. Manfred Grieger als Leiter der HISTORISCHEN KOMMUNIKATION im Volkswagenwerk  sieht hier evtl. einen Zusammenhang  auf Sportebene mit einem Freundschaftsspiel  der französischen Fußballmannschaft aus der Stadt des KdF – Wagens gegen Halberstadt  und bezieht sich auf das Heft 4 seiner Schriftenreihe  HISTORISCHE NOTATE  aus dem Unternehmensarchiv der Volkswagen AG.

Die Tagebucherinnerungen des JOFTA – verpflichteten Franzosen JEAN BAUDET  im Volkswagenwerk  schildern sein Eintreffen abends am 24. Juli 1943. Ab September 1943 spricht Baudet von seinen Fußballspielen und das bezugnehmende Spiel in Halberstadt war  erst am 7.Mai 1944 und kann somit den vorgestellten Briefbeleg nicht betreffen! Übrigens hat die französische Mannschaft 4:0 gewonnen. Die Vorstellung, dass ein Spieler schon geschriebene Post in Halberstadt aufgegeben hat, ist eher unwahrscheinlich  und außerdem datiert der Brief  vom 7.8.1943 und damit 10 Monate früher. Es sieht eher nach einem  bevorstehenden Ortswechsel für den Absender aus und eine noch  schnell in der KdF - Stadt geschriebene Information sollte schnell noch nach daheim in Frankreich gehen und fand dann den Weg in den Briefkasten wohl in Halberstadt.
Ich vermute evtl. sogar einen Schulungsvorgang in Halberstadt im Zweigwerk bei Junkers und dazu der Ausschnitt einer  zeitgenössischen Lohntüte (glänzendes Pergamin).


 

                              Fotoarchiv Junkers zeigt schon 1915 die Qualitätsarbeit an Rumpf, Flügeln und Leitwerk

Seit 1939/40 versuchte die Werksleitung im Volkswagenwerk in der Rüstungsindustrie Fuß zu fassen, um dadurch ihre Automobilfabrik unter eigener Regie  zu erhalten. Erwähnenswert ist  daher seit 1940  die Hereinnahme von Reparaturarbeiten für die Junkerswerke. Man hatte sich von der Vorstellung einer eigenen Serienproduktion im Flugzeugbau zwar trennen müssen, aber die Zuarbeiten waren kein unwichtiger Posten in der angestrebten  Rüstungseinbeziehung.  Dazu ein ARBEITSBUCH  aus dem April 1942, das den Besitzer mit seiner Tätigkeit als Dreher im Flugzeugbau des Volkswagenwerkes  ausweist.
        
Teils war man sogar gezwungen auf  Hallen  im Flugplatzbereich Braunschweig - Waggum zurückzugreifen. Nachfolgend das Zentralgebäude Flughafen Waggum auf einer Ansichtskarte gestempelt am 21.3. 1943.

        
                         Dazu ein Feldpostbrief aus Braunschweig–Waggum eines dort stationierten  Sanitätssoldaten.

 
                                       Absender und Nebenstempel Fliegerkommandantur Braunschweig-Waggum



Ich vermute also beim Brief aus Halberstadt einen Schulungslehrgang eines französischen STO – oder JOFTA - Arbeiters  im Zweigwerk Junkers in Halberstadt für die Aktivitäten im Flugzeugbau von Volkswagen zum Reparatureinsatz und Teilebau bei der JU 88. In Halberstadt übrigens fand spez. die Tragflächenfertigung von Junkers im 2. Weltkrieg  statt.



Fortsetzung unter VW – dies und das ist  geplant

VW – dies und das - 10. Folge -  05.07.2016

Hallo liebe Webseitenbesucher,
mit dieser 97. Fortsetzung geht es weiter im „automobilen“ Thema VOLKSWAGEN. Sie bedienen auf der Webleiste den Menüpunkt  FREIMACHUNG MIT FREISTEMPEL und können im Untermenü  VOLKSWAGEN – EIN DEUTSCHER MYTHOS öffnen und gelangen so am Ende der Leiste  auf  das neue  Unterkapitel  VW –  dies und das und hier die 10. Folge.

An dieser Stelle möchte ich ein weiteres Ergänzungskapitel zum Thema VW – ein deutscher Mythos – auf die Webseite einstellen. Auch in diesem Fall wird rückwirkend  die  ergänzende Abhandlung chronologisch in die VW – Menüpunkte eingefügt, um eine Gesamtdarstellung zu erhalten.

Zentrales Ereignis war sicherlich die Grundsteinlegung am 26. Mai 1938 und ich verweise auf die schon dazu eingestellten Belege, die nachfolgend noch etwas ergänzt werden sollen.

Fallersleben erwartet geschmückt die Ankunft  des Sonderzuges mit Reichskanzler Adolf Hitler aus Berlin  zur Grundsteinlegung



Schon zu diesem Ereignis - als übliches NS – Massenspektakel inszeniert - wurden philatelistisch angelehnte Erinnerungsstücke   fabriziert und  dazu nachfolgend eine Foto  während der Rede des Reichskanzlers Adolf Hitler mit zwei gefälschten Sonderstempeln zur Grundsteinlegung.

Diese Stempelfälschung (rasch erkennbar an den fehlenden Scheibenwischern) wurde schon einmal vorgestellt und in diesem Fall liegt auch noch auch noch eine Ausführung im Blauton vor und wurde auf der farbigen Bildkarte abgeschlagen. Das Bild wurde mit einer Zähnung versehen und dies sollte  vermutlich einer Briefmarkengestaltung ähneln.

                                                                       Fälschung ohne Scheibenwischer

Zu diesem Ereignis gab es natürlich  auch für besondere Gäste eine spezielle Einladung der verantwortlichen Deutschen Arbeitsfront und ihrer Abteilung  Kraft durch Freude aus dem Zentralbüro in Berlin-Wilmersdorf. Dazu das nachfolgende Einladungsschreiben und in diesem Fall an den  Verwalter vom Gutshof v. d. Wense in MÖRSE, das  immerhin mit 25 Prozent  an GRUND und BODEN für das entstehende Automobilwerk beteiligt war.

Wie  zu vermuten, gehen „naturverbundene“  Bürger nicht immer sorgsam mit bürokratischen Belegen um und die Einladung wurde wohl mehrfach geknickt in der Brieftasche deponiert. Dies vielleicht auch etwas in Eile, man beachte die kurzfristige Einladung aus Berlin vom 24.Mai zur Grundsteinlegung am 26.Mai. Ob dies in allen Einladungen  der Fall war, kann ich nicht sagen. Vielleicht gab es auch einen Empfängerkreis, der zwar pro forma eingeladen werden mußte, aber dessen Fehlen nicht als  "Verlust für die verantwortliche Arbeitsfront empfunden wurde"!

Aber auch die spezielle zugehörige  Einladung - vom Reichsleiter  der Arbeitsfront Dr. Robert Ley unterschrieben - hatte wohl das gleiche Schicksal der „Verkleinerung durch Knicken“  zu ertragen und dazu zumindest eine abgebildete Seite aus dem 4seitigen Dokument.


Die vorgegebenen Zufahrtswege zum Festplatz finden sich rückseitig auf dieser Einladung  und wurden bereits einmal vorgestellt und dazu noch einmal nachfolgende Abbildung.
 
Im angewiesenen BLOCK B waren vermutlich neben dem Gutsverwalter aus Mörse noch der Graf von der Schulenburg platziert zusammen mit den ca. 25 Landwirten aus Heßlingen, die zusammen das Gelände  zum Bau der Automobilfabrik und ihrer zugehörig geplanten Stadt  mehr oder weniger freiwillig abgetreten hatten. Dieses Opfer wurde übrigens von keinem der auftretenden Redner lobenswert erwähnt und war sicherlich Grund für eine entsprechende Verbitterung unter den anwesenden Landbesitzern.
Automobilfabrik und ebenso Gründung der zugehörigen Stadt  lenken an dieser Stelle den Blick  auf den Poststempel  der Stadt des KdF - Wagens und hier auf ein philatelistisches Kuriosum.
 
Wir wissen zwar nicht ob vielleicht Herr Lothar Nick aus Wuppertal-Elberfeld am 13.3.1939  selbst die Postamtsbaracke in der Stadt des KdF – Wagens aufgesucht hat, um den obigen Briefbeleg zu erstellen, zumindest war hier jemand mit philatelistischem Humor am Werk, aber auch mit dem Interesse einige der dortigen Poststempel zu dokumentieren. Für die Drucksache in der 3. Gewichtsstufe kreierte er eine persönliche Variante durch exakten Diagonalschnitt durch die Ausgabe zum 6. Gemeindekongress in Berlin und München und fügte die resultierenden Dreiecke der MiNr 617 (3Pf) und 618 (5Pf) zur 8Pfennigmarke zusammen! Interessant in diesem Zusammenhang ist aber speziell der Stempel oben links mit dem Unterscheidungsbuchstaben e und hier im Kontrast verstärkt und vergrößert.

 
Die Postamtsbaracke war zentral neben der Tullio Cianetti – Halle  aufgebaut und verfügte immerhin über 6 Postschalter. Auch in der Literatur finden sich nun die Unterscheidungsbuchstaben a, b, c, d, f   und g  aber die Lücke mit einem  Stempel e wird stets ausgeklammert und  konnte bis dato auch nicht vorgestellt werden! Ich vermute einmal, dass der Philatelist am 13.3.1939  mit der Bitte vorstellig wurde, möglichst Poststempel mit verschiedenen Unterscheidungsbuchstaben zu bekommen und vielleicht wurde dabei der evtl. in Reserve gehaltene mit  dem Buchstaben e für ihn aktiviert und glücklicherweise abgeschlagen. Er war wohl tatsächlich existent, aber anscheinend  nicht im regulären Einsatz!

Bezüglich  Erstverwendung gibt es ebenfalls eine Korrekturmeldung. Ich war immer vom 10.8.1938 als Tag der Erstverwendung  ausgegangen, konnte jedoch aktuell nun den 6.8.1938 belegen, der auf einen Samstag fiel. Am 22. Juli 1938 war übrigens offizielles Dekret  für den Start der STADT DES KDF – WAGENS  nach der politischen Beschlussfassung vom 1.7.1938.
 
Der folgende Sparbucheintrag zeigt übrigens vermutlich den bis dato bekannten Letzttag der Verwendung  des Poststempels STADT DES KdF-WAGENS mit Datum vom 12.9.1945 und Kennbuchstaben d !



Der folgende Briefumschlag der Lagerverwaltung der Stadt des KdF – Wagens soll  dann noch einmal zu einer weiteren Ergänzung unter VW – dies und das Nr.11 mit einigen Briefbelegen in die  „Lagerstadt“ führen.


29.06 .2016  -  VW – dies und das (9.Folge)

Die folgende Ergänzung zur postgeschichtlichen Abhandlung auf der Homepage www.postautomation.de im Kapitel Freimachung mit Freistempel und hier im Menüpunkt  Volkswagen – ein deutscher Mythos - wurde dort auch passend und chronologisch eingefügt unter  Postgeschichte – Region Wolfsburg.

Schon mehrfach konnte nach 150 Jahren die Korrespondenz  der adligen Häuser v. d. Schulenburg und v. d. Gabelentz aus Nordsteimke bei Vorsfelde bzw. Poschwitz bei Altenburg vorgestellt werden. Zu den 4 schon beschriebenen Belegen fügen sich die folgenden  2 Briefe  zwischen den Jahren 1860 und  1867  ein  und  die Gesamtserie regt auch durchaus zu spekulativen Überlegungen an, die bis in den persönlichen Bereich der beiden beteiligten adligen Familien reichen.

Im Jahr 1846 erwarb Friedrich Gebhard Werner von der Schulenburg zu Wolfsburg  das etwas heruntergewirtschaftete Rittergut im benachbarten NORDSTEIMKE. Dies war eine Entscheidung, die noch einmal 100 Jahre später nach dem 2. Weltkrieg für die Familie  von höchster Wichtigkeit werden sollte. Mitte des 19.Jahrhunderts wurde nach dem Erwerb das Rittergut Nordsteimke zunächst einmal  Mitgift für den Sohn Gebhard Hans Alexander von der Schulenburg. Die Ehefrau – Margarete von der Schulenburg stammte aus  Poschwitz  bei Altenburg in Thüringen. Mit vollständigem Namen Amalie Albertine Margaretha Walpugis von der Gabelentz  wurde sie auf dem Rittergut  von der GABELENTZ  im  Haus Poschwitz  am 12.  Januar 1842 als 5. Kind  der Ehe von Hans Conon von der Gabelentz  und seiner Ehefrau Adolfine von Linsingen  geboren.
Aus diesem Geburtsjahr 1842 stammt folgende Stichzeichnung  mit Schloß  Poschwitz noch vor seinem Umbau. Entnommen wurde das Bild dem Buch mit dem Titel: Über ein halbes Jahrtausend auf angestammter Scholle, Geschichte der Herren von der Gabelentz auf Poschwitz (Bibliographisches Institut Leipzig), geschrieben vom Familienmitglied Th. Dobrucky aus dem Jahr 1938.

 
Es finden sich nun Briefbelege einmal der adligen Wohnsitze von  Nordsteimke bei Vorsfelde nach Poschwitz bei Altenburg und ebenso auf dem umgekehrten Postweg. Die wohl  rege und vermutliche  Mutter-Tochter-Korrespondenz  aus Poschwitz kann in gleichem Schriftzug 4fach belegt werden, aber auch 2 Briefdokumente fanden  den umgekehrten Postweg noch vor der Hochzeit 1860  und  später nachweisbar im Jahr 1867 ebenfalls in gleichem Schriftzug und belegen vermutlich den Ehemann Graf Gebhard Hans Alexander von der Schulenburg. Interessant ist nun ein Brief aus Altenburg  schon 10 Tage nach den Hochzeitsfeierlichkeiten auf Haus Poschwitz  an die jung vermählte  Gräfin  mit neuem Wohnsitz in Nordsteimke.  Aber dieser Brief ist an die Gräfin in Braunschweig gerichtet und dort ausdrücklich zu Händen des schulenburgschen Hausverwalters ASBAR im Anwesen auf der Friedrich Wilhelmstraße Nr. 99 in Braunschweig!


Auch ohne Absenderangabe verrät das rückseitige Siegel eindeutig die Familie von der Gabelentz mit ihrem Sitz auf Haus Poschwitz bei Altenburg als Briefschreiber.




Es existiert  ja der Beleg vom 19.9.1860 und damit 3 Monate nach der Vermählung gerichtet an die Gräfin Margarete v. d. Schulenburg mit der einmaligen vorderseitigen 2 - Länderfrankatur altdeutscher Staaten und diesmal nach Nordsteimke gerichtet. Aber warum der Brief an den Hausverwalter in Braunschweig?  Ein Vertrauensmann?  Eine gewünschte ganz private Nachricht an die frisch vermählte Tochter  ohne Kenntnissorge betreffend  den  Posthalter in Vorsfelde  und den hauseigenen Postabholer aus Nordsteimke (s. halbes Bestellgeld auf dem Brief vom 19.9.1860)? Zog das frisch vermählte Ehepaar nach der Hochzeit zunächst nach Braunschweig? Wohl unwahrscheinlich bei der beabsichtigten Briefabgabe an den Hausverwalter!

Der folgende  Brief aus dieser Korrespondenz  ging dann im September 1867  von  Vorsfelde  an die Gräfin von der Schulenburg, die sich sicherlich im elterlichen Haus Poschwitz aufhielt. Vielleicht machte sie dort Sommerurlaub  mit ihren mittlerweile 2 Töchtern  Anna und Margarete und  den 2 Söhnen Matthias und Albrecht, die zu dieser Zeit 1 bis 6 Jahre alt waren. 


Wenn auch etwas „angegriffen“  sind die Namen Schulenburg und Gabelentz  ebenso wie der Wohnsitz Poschwitz bei Altenburg  problemlos zu erkennen und in Klammern wurde noch  hinzugefügt die Lage im  Herzogtum Sachsen – Altenburg.

Mittlerweile war Haus Poschwitz auch nach Plänen der Familie umgebaut worden und dazu ein Holzstich aus dem Jahr 1871 von C. Heyn.

Die 6 Briefbelege  aus dieser adligen Korrespondenz jeweils abgebildet mit Vor- und Rückseiten  sind sicherlich teils etwas „ramponiert“  aber höchst interessant  und verführen sogar  nach 150 Jahren  zu spekulativen Überlegungen, die aus einem Einzelbrief nicht zu ersehen sind. Weitere Informationen  aus dem Kreis der Homepagebesucher dazu sind höchst willkommen.


26.08.2015

VW – dies und das (8.Fortsetzung)

Die folgende Ergänzung zur postgeschichtlichen Abhandlung auf der Homepage www.postautomation.de im Kapitel Freimachung mit Freistempel und hier im Menüpunkt  Volkswagen – ein deutscher Mythos wurde dort auch  eingefügt unter Postgeschichte – Region Wolfsburg.

Weitere Belege sollen die schon  mehrfach vorgestellte Beziehung v. d. SCHULENBURG  und v. d. Gabelentz mit ihren Stammsitzen in Wolfsburg u. Nordsteimke bzw. Altenburg und Poschwitz  ergänzen.

Im Jahr 1846 erwarb Friedrich Gebhard Werner von der Schulenburg zu Wolfsburg  das etwas heruntergewirtschaftete Rittergut im benachbarten NORDSTEIMKE. Dies war eine Entscheidung, die noch einmal 100 Jahre später für die Familie  von höchster Wichtigkeit werden sollte.

                             Detailausschnitt aus dem Kupferstich belegt  „Nort  Steimke“  in Sichtweite  der  Wolfsburg



                                  Meriankupferstich  aus dem Jahr 1654  zeigt dann noch einmal Nordsteimke im Detail
                 

Das Rittergut Nordsteimke auf einer Ansichtskarte aus dem Verlag Oskar Raspe, Braunschweig abgestempelt mit Datum vom 15.6.1908

Mitte des 19.Jahrhunderts wurde nach dem Erwerb das Rittergut Nordsteimke zunächst einmal  Mitgift für den Sohn Gebhard Hans Alexander von der Schulenburg. Die Ehefrau – Margarete von der Schulenburg – stammte aus Altenburg in Thüringen. Sie war das 5. Kind  der Ehe von Hans Conon von der Gabelentz  und seiner Ehefrau Adolfine von Linsingen.
 
Amalie Albertine Margaretha Walpugis von der Gabelentz  wurde auf dem Rittergut  von der GABELENTZ  im  Haus Poschwitz  am 12.  Januar 1842 geboren.


Haus Poschwitz  und das Rittergut von der GABELENTZ lagen im östlichen Teil der thüringischen Residenzstadt ALTENBURG im Herzogtum Sachsen–Altenburg. Dazu einmal ein Postschein der Fürstl. Thurn = und Taxissche Post = Amts = Expedition im Herzogtum Sachsen = Altenburg mit Datum vom 7.8.1845 über einen Wertbrief  wohl innerhalb der Familie v. d. Gabelentz.
 
Auch wenn der nachfolgende Briefbeleg ohne Absender firmiert, stammt er mit Sicherheit aus dem Haus der Grafen von der Schulenburg und ging über Vorsfelde  am 22. April  an Fräulein Margarethe von der Gabelentz  hochwohlgeboren zu Poschwitz  bei Altenburg.

Vielleicht hat der Bräutigam Gebhard Hans Alexander von der Schulenburg den Brief selbst  an seine Braut und zukünftige Ehefrau  Fräulein Margarthe von der Gabelentz geschrieben, um letzte Vorbereitungen abzustimmen, denn am  12. Juni 1860 also gut 7 Wochen später war die Hochzeit auf Haus Poschwitz angesagt. Nachfolgend Rückseite mit Stempel Braunschweig 23.4., Bahnpost Minden-Berlin 23.4. und Ankunft 24.4.1860. Durch Brieföffnung teilzerstörtes Siegel.

 
Eventuell lagen in diesem Brief schon Braunschweiger Freimarken bei als zukünftiges Bestellgeld der Post nach Nordsteimke, denn dies wurde der Wohnsitz des gräflichen Ehepaares.

Neben der sächsischen Frankatur (Mi Nr. 11) weist der Briefbeleg vom Absender vorderseitig  noch das Bestellgeld in Form einer Braunschweig - Frankatur (Mi Nr. 9a) auf und wurde in Vorsfelde abgestempelt (ex Sammlung Gaston Nehrlich, Gotha). „Die Verwandtschaft sollte und wollte wohl nicht am 19. September und damit 3 Monate nach  der Hochzeit  gleich mit Bestellgeld für ihre Post auffallen und unangenehm in Erscheinung treten“. In Kenntnis, dass die Selbstabholung der Post in Vorsfelde  für die Schulenburgs aus Nordsteimke  wohl die Regel war, wurde nur das halbe Bestellgeld vorfrankiert.

Die Verbundenheit der Häuser Schulenburg und Gabelentz kommt auch wohl dadurch zum Ausdruck, dass das 3. Kind der  oben vorgestellten Ehe  mit Albrecht  Graf von der Schulenburg  geb. 1865 noch den zusätzlichen Vornamen  Conon  von  Onkel und Großvater mütterlicherseits erhielt. Diese Familienmitglieder verbindet übrigens eine höchst interessante und  lesenswerte Historie  ihrer weltweit anerkannten  sprachwissenschaftlichen  Arbeiten! 

22.02.2015
VW – dies und das (7. Fortsetzung)
Ergänzung zur postgeschichtlichen Abhandlung. Nur die neuen Texte und Abbildungen wurden rückwirkend zusätzlich eingefügt im Menüpunkt Postgeschichte – Region Wolfsburg.

Im Jahr 1846 erwarb Friedrich Gebhard Werner von der Schulenburg zu Wolfsburg  das etwas heruntergewirtschaftete Rittergut im benachbarten NORDSTEIMKE. Dies war eine Entscheidung, die noch einmal 100 Jahre später für die Familie  von höchster Wichtigkeit werden sollte.

                            Detailausschnitt aus dem Kupferstich belegt  „Nort  Steimke“  in Sichtweite  der  Wolfsburg

                     
                                 Meriankupferstich  aus dem Jahr 1654  zeigt dann noch einmal Nordsteimke im Detail

                 
Das Rittergut Nordsteimke auf einer Ansichtskarte aus dem Verlag Oskar Raspe, Braunschweig abgestempelt mit Datum vom 15.6.1908

                        

Mitte des 19.Jahrhunderts wurde nach dem Erwerb das Rittergut Nordsteimke zunächst einmal  Mitgift für den Sohn Gebhard Hans Alexander von der Schulenburg. Die Ehefrau – Margarete von der Schulenburg  geb. in Poschwitz auf dem Rittergut  von der GABELENTZ im östlichen Teil der thüringischen Residenzstadt ALTENBURG im Herzogtum Sachsen–Altenburg - hatte natürlich Kontakt mit ihrer Familie und  instruierte wohl diese über die postalischen Zustellungsgegebenheiten in ihrer neuen Heimat einschließlich Markenmaterial, wie es der folgende Briefbeleg dokumentiert.

                     
Neben der sächsischen Frankatur (Mi Nr. 11) weist der Briefbeleg vom Absender vorderseitig  noch das Bestellgeld in Form einer Braunschweig - Frankatur (Mi Nr. 9a) auf und wurde in Vorsfelde abgestempelt (ex Sammlung Gaston Nehrlich, Gotha). „Die Verwandtschaft sollte und wollte wohl nicht gleich 3 Monate nach  der Hochzeit  mit Bestellgeld für ihre Post auffallen und unangenehm in Erscheinung treten“. In Kenntnis, dass die Selbstabholung der Post in Vorsfelde  für die Schulenburgs aus Nordsteimke wohl die Regel war, wurde nur das halbe Bestellgeld vorfrankiert.

                                                                              Rückseite zur obigen Briefvorderseite

                     
Die  wohl  rege und vermutliche  Mutter-Tochter-Korrespondenz  kann in gleichem Schriftzug  9 Monate später noch einmal - aber ohne Zusatzfrankatur aus Braunschweig - belegt werden (Damenbriefformat im aufgeklapptem Zustand). Bahnpoststempel LEIZIG – MAGEDEBURG und Durchgangsstempel Jerxheim auf der Briefrückseite.

                                                 
Mittlerweile war auch das 1. Kind (16.8.1861 - Werner Matthias von der Schulenburg) im gräflichen Haus Nordsteimke geboren worden und dies war sicherlich  ein weiterer Grund zur Korrespondenz Altenburg – Nordsteimke im November 1861.

                       
Auch dazu die passende Briefrückseite und hier mit 6 Pfennig Landbestellgeld (Siegel ausgeschnitten). Bahnpoststempel Leipzig - Magdeburg und Stempel Jerxheim, Helmstedt und Vorsfelde.

                       


Folgend noch einige interessante Belege zur Postgeschichte Region Wolfsburg und   Ergänzungen  zum  Postkurs Braunschweig - Calvörde.
Zunächst noch ein Briefbeleg aus dem Jahr 1866 auf dem Weg von Braunschweig nach Calvörde. Vollständige Marke mit minimal getöntem Durchstich

                                   

Nachfolgend ein Postschein als Quittungsbeleg über Bestellgeld mit Datum vom 19.September 1864 der  Herzogl.  Braunschw. Lüneb. Post  für den Bezieher in Lehre.

                         

Im Jahr 1884 wird der Gastwirt Theodor Oehlmann Besitzer des Brauhauses auf der Amtstraße in Vorsfelde und richtet einen Gasthof zur Post ein, denn im Jahr 1897 hatte er auf dem benachbarten Grundstück des Färbermeisters Dressel  einen Neubau für die Post errichtet. Dazu die Amtstraße auf einer Ansichtskarte mit Postempel Vorsfelde aus dem Jahr 1910.

                                  
Sicherlich führte der alte Postweg  von  Vorsfelde  weiter über REISLINGEN  bevor dann  das benachbarte Velpke erreicht wurde.
                                  
Nachfolgend Rückseitenausschnitt zur obigen Ansichtskarte geschrieben als Feldpostkarte in Reislingen mit Datum vom 26.8.1917 und Poststempel Vorsfelde vom 27.8.1917.

                                 
Aus dem besagten Postroutenweg noch ein Briefbeleg aus dem Jahr 1905 von Oebisfelde nach Wolfsburg. Ein Gerichtsbrief sollte den dortigen Pastor erreichen.             
                                          

                                    und hier noch einmal die umgekehrte Route von Calvörde nach Braunschweig

                                 

14.10.2014 unter dem Menüpunkt  VW – dies und das
folgt eine 6. Fortsetzung mit Ergänzungen  zur bisherigen Ausarbeitung.

Zum Kapitel REALISIERUNG und STANDORT VOLKSWAGENWERK  nachfolgend eine kurze  Ergänzung. Die damalige Standortsuche führte LAFFERENTZ als  zuständigen Geschäftsführer aus dem Bereich der finanzierenden Arbeitsfront in den Raum Braunschweig, Stendal und Magdeburg und dies wohl mittels Flugzeug. Es ist  meines Wissens  nach nicht belegt, aber vielleicht nutzte er zur Standortsuche im Sommer  des Jahres 1937 das neue Aufklärungsflugzeug Fieseler Storch mit extremen Flugeigenschaften für solche Erkundungsflüge.

                    
                              Fieseler Flugzeugbau – Kassel-Bettenhausen - noch in einer kleinen Zusammenstellung

                
Auf der Internationalen Automobil- u. Motorrad-Ausstellung Berlin 1939  stand sicherlich der kommende VOLKSWAGEN mit seiner Präsentation im Vordergrund. Zahlreiche Ansichtskarten belegen zu diesem Ereignis die „automobile Hoffung“ der Bevölkerung.
                                                    
                
Aber die ebenfalls  - wie üblich übrigens -  präsente Militärvariante findet sich aus dem Jahr 1939  seltener auf den Ansichtskarten zur Automobilausstellung  und deshalb  dazu einige Beispiele  zur Vervollständigung und Abrundung, denn auch die Kriegsvorbereitungen hatten wohl furchtbaren  Endspurtcharakter erreicht.

                                         
                       
Mit Beginn des Krieges 1939 wurden bereits die Rüstungsbestrebungen des Volkswagenwerkes  vorgestellt, um die Produktionsstätten in eigener Regie für eine spätere Zivilversion des Volkswagens  zu erhalten. In diesem Zusammenhang waren auch die Junkers-Werke-Dessau  erwähnt worden mit ihrem Interesse am neu errichteten VW-Werk. Porsche seinerseits versuchte für die Junkers-Werke zu produzieren, um Rüstungskontingente zu erhalten und die Eigenständigkeit im VW – Werk zu erhalten. Dazu noch  weitere Absenderfreistempel aus Dessau.

                                   
                               
                                    

Aus der Vorstellung zu den Jubiläen in Wolfsburg können 2 weitere Ereignisse philatelistisch belegt und nachträglich eingereiht werden. Einmal das 20jährige Jubiläum des VVD  und das 50jährige Stadtjubiläum.

                                  
                                                               
Die Schillermühle war kurz Thema in der postgeschichtlichen Vorstellung und dazu noch einmal ein Detailausschnitt einer Ansichtskarte aus Wolfsburg mit der Mühle am Schillerteich  im Hintergrund und mit den  umgebenden Bauten.

                        
Ansichtskartenausschnitt (M. W. Veith, Helmstedt) mit der Stadtbebauung und im Hintergrund noch die alte  Mühle am Schillerteich.

Auch noch ein Sonderstempel mit dem Porträt von Prof. Dr. Nordhoff aus dem Jahr 1999 ist ein interessanter Fakt zur Vervollständigung im Thema Volkswagen.

 


30.09.2014 unter dem Menüpunkt  VW – dies und das
folgt eine 5. Fortsetzung mit Ergänzungen  zur bisherigen Ausarbeitung.

Es bedarf in der 5. Fortsetzung im Menüpunkt VW – dies und das an dieser Stelle noch einmal der Nacharbeitung im Kapitel POSTGESCHICHTE – REGION WOLFSBURG.  Zunächst einmal der Hinweis, dass die Landpoststelle Wolfsburg - zugehörig dem Postamt Vorsfelde - nicht wie zunächst behauptet - bis 1933 ihre Präsenz hatte, sondern  dies war vermutlich bis zum Jahr 1945 der Fall. Bis 1933 firmierte der Landpoststempel Wolfsburg allerdings zweizeilig mit  Wolfsburg und darunter Vorsfelde  Land. Die beiden nachfolgenden  Postkarten bezeugen die Landpoststelle mit Stempel  ab 1934 und  zweizeilig Wolfsburg  über Vorsfelde  und ferner korrekte Entwertung  der Briefmarken  in Vorsfelde aus den Jahren 1934 und 1937 mit Poststempel Vorsfelde-Land.

                                   
Daneben gab es – wie schon früher ausgeführt - die Landpoststelle in Heßlingen ab Juni 1928 im Gasthaus „Brandenburger Adler“ mit  nacheinander den Gastwirten  Müller,  Cramm und Wolter von 1928 bis 1938, die jeweils auch Posthalter waren.

                                             Postkartenausschnitt „Gruß aus Heßlingen“  ca. aus dem Jahr 1935

                                                                                                  
Der obige Landpoststempel Rothenfelde-Hesslingen Vorsfelde Land war wohl in dieser Form bis 1933 im Einsatz. Zwischenzeitlich war politisch im Jahr 1928 der Gutsbezirk  Wolfsburg  zur Dorfgemeinde Heßlingen gekommen und mit der preußischen Gebietsreform von 1932 kamen dann die bis dato zum Gardelegener Kreis gehörigen Gebiete Wolfsburg, Heßlingen und Hehlingen zum Kreis Gifhorn und damit aus der Provinz Sachsen in die Provinz Hannover. Dieser Umstand sollte  bei der Teilung Deutschlands am Ende des 2. Weltkrieges noch einmal für  die Region Wolfsburg von wesentlicher Bedeutung sein und werden.

                        
Der neue Landpoststempel auf der Nachnahmekarte mit Absenderstempel der Gräfl. v. d. Schulenburg`schen Mühlenwerke „Schillermühle“ ist zwar mit Pfeil markiert, allerdings schlecht sichtbar und daher noch einmal  im Detail abgebildet.
Mit der Entscheidung zum Bau des Volkswagenwerkes traten dann auch postalisch deutliche Veränderungen in relativ kurzer Abfolge ein. Die Poststelle Heßlingen wurde noch einmal für ca. 2 Monate im Mai und Juni 1938 in den Gasthof Dieckmann verlegt. Nachfolgend der Gasthof Dieckmann in Rothenfelde als Lithografie-Ausschnitt aus dem Jahr 1899 und dann noch  einmal auf einer Ansichtskarte und abgestempelt Vorsfelde (nicht abgebildet) im Jahr 1927.
                                               
                           
                          Hier  die damalige Topografie der Ortsteile Rothenfelde und Hesslingen im Detail (WIKIPEDIA)

                                                               
Der massive Zuzug 1938  von Arbeitskräften auch aus Italien zur Errichtung des VW- Werkes überforderte die Landpoststelle in Heßlingen und das Postamt Vorsfelde errichtete ein Barackenpostamt im Lagerbereich der entstehenden KdF – Stadt.

                
Erster Poststempel im Barackenpostamt der Stadt des Kdf – Wagens  mit Dokumentation des Einsatzzeitraumes vom  1.4. bis 31.8. 1938

                    
Belegmaterial aus der nur 4monatigen Zeit ist natürlich selten anzutreffen, dennoch dazu auch eine Postkarte mit Datum vom 4.8.1938 und Postamtsstempel ROTHENFELDE über VORSFELDE (Detailansicht etwas im Kontrast verstärkt). Dann folgte bekanntermaßen  der Stempel STADT DES  KdF – Wagens und der Sparbucheintrag zeigt vermutlich einen neuen Letzttag der Verwendung  mit Datum vom 12.9.1945 und Kennbuchstaben d !

             
Auch zur WOLFSBURG an dieser Stelle eine kleine Nacharbeitung. Zunächst der Wolfsburger Sonderstempel vom 24.8.2002  vom „Fest im Glanz“   zum 700jährigen Schloss.

                                                                        

                                                  Dazu auch noch einmal eine Holzstichansicht aus dem Jahr 1883

                                  
Im Jahr 1883 erschien im Verlag J.-F. Richter  die Ausgabe „Bilder aus der Altmark“ von Herman Dietrichs und daraus oben einen Holzstich von H. Benndorf  mit Blick auf die Allerbrücke vor der stattlichen Wolfsburg mit einem Reiterpaar.  Dazu passend eine seltene  CDV-Fotoansicht ca. aus dem Jahr 1870 und im Kontrast verstärkt  aber mit erkennbar Personen und einer Kutsche auf der Brücke.

                                                          
          Nachfolgend noch einmal die Allerbrücke  in Alt-Wolfsburg mit Blick nach Norden auf die Oberförsterei.

                
Die Schulenburg`sche Oberförsterei in Alt-Wolfsburg auf einer Ansichtskarte abgestempelt im Jahr 1914  mit Poststempel NORDSTEIMKE im AMT VORSFELDE. Die Oberförsterei lag gegenüber vom Schloss an der Allerbrücke in  Richtung Marienkirche in Alt-Wolfsburg.

       
Obige Ansichtskarte zeigt links noch einmal die Oberförsterei des Grafen von der Schulenburg in Alt-Wolfsburg  aus dem Jahr 1927. Geschrieben als Geburtstagskarte  vom Rothehof  nach Königslutter mit Stempel Vorsfelde. Beim großen Wirbelsturm am 22. Juli 1910 wurde übrigens das Schieferdach der Oberförsterei über das nördliche Nachbarhaus hinweg gegen die Kirche geschleudert und Dachsparren blieben dort wie Speere im Kirchturmgebäude  stecken. 


12.09.2014 unter dem Menüpunkt  VW – dies und das
folgt eine 4. Fortsetzung mit Ergänzungen  zur bisherigen Ausarbeitung.

Die Ausarbeitung beschäftigt sich im Nachtrag etwas näher mit der Tullio Cianetti - Halle, ferner mit Veranstaltungen und Feierlichkeiten nach 100 und 150 Jahren zum „Lied der Deutschen“ durch Hoffmann von Fallersleben.

Im amtlichen Organ der Deutschen Arbeitsfront einschließlich der NS -Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ erschien im August 1938 ein Bericht über den Aufbau des Volkswagenwerkes und der KdF – Stadt. Nachfolgend einige Ausführungen zum zentralen Veranstaltungsort mit der KdF – Halle in der neu gegründeten Stadt am Mittellandkanal bei Fallersleben.

                                    
                                                        
Im obigen Bild erkennt man die ersten Holzträger der KdF – Halle und im Hintergrund  die Baracken des Gemeinschaftslagers der zukünftigen Stadt des KdF – Wagens.

              
                                       Hier noch einmal die Lage der Cianetti Halle (Plan 1943) an der Clausewitzstraße                       

Die KdF – Festhalle im Gemeinschaftsbarackenlager der zukünftig geplanten Stadt des KdF – Wagens benannte  die Arbeitsfront nach dem Leiter der italienischen „Schwesterorganisation CFLI“  TULLIO CIANETTI  HALLE. Damit wurde anfangs den italienischen Arbeitern zumindest das Gefühl  einer ehrenhaften Wertschätzung vermitteltet, wenn auch Rotwein und Spagetti  erst auf heftigen Protest hin in die Stadt des KdF – Wagens herangeschafft wurden. Die spätere Lage der Italiener nach der Kapitulation im 2. Weltkrieg  war dann geprägt als „Verräterrolle“  und  wurde zum Internierungsgrund  der verbliebenen Arbeiter mit entsprechender Geringschätzung.

Hier aber noch einmal  die Arbeiterführer  der totalitären Regime Italiens und Deutschlands  aus der Schrift der Deutschen Arbeitsfront  DEIN KdF – WAGEN von 1938.

                                           
Nachfolgend die errichtete Cianetti-Halle noch mit Trampelpfaden, Tiefbauarbeiten, Verwaltungsbaracken und das VW – Werk im Hintergrund.

                             
                     
                                         Ansichtskarte mit Blick auf die Cianetti-Halle  und das umgebende Barackenlager

                     
                                Die Cianetti-Halle war der zentrale Veranstaltungsort in der Stadt des KdF – Wagens
                                        Hinweis aus einem Brief zum Treffpunkt in der zentralen KdF – Halle.           
                 
                              Neben kleineren Aufenthaltsbereichen waren auch Räume für Kinovorstellungen vorhanden

                         
                                                        Die Halle war dann  den Großveranstaltungen vorbehalten

                         
                                                                         Dazu ein passendes Veranstaltungsfoto

                      
Jahrhundertfeier des DEUTSCHLANDLIEDES in der geschmückten Tullio-Cianetti-Halle in der Stadt des KdF – Wagens am 27.8.1941. Reichsorganisationsleiter der Deutschen Arbeitsfront Dr. Robert Ley  hält die Abschlussrede der Feierlichkeiten. SA – Standartenführer im Hintergrund auf der Bühne. Foto Atlantic Pressebilderdienst Berlin 1941 und Copyright bei WIEN – BILD (vormals Agentur Schostal). Zeitlich passend dazu eine Ansichtskarte  aus Fallersleben u.a.  auch mit einer Adolf Hitler Straße.

                              
                                             das Deutschlandlied 1841 niedergeschrieben  auf der Insel Helgoland

   
50 Jahre später gedachte Deutschland erneut an das Jubiläum „DAS LIED DER DEUTSCHEN“  mit einer Sondermarke für den Dichter  HOFFMANN VON FALLERSLEBEN und dazu gab es auch dann auch in Wolfsburg  einen passenden Sonderstempel  zur  erneuten Museumseröffnung im Schloss Fallersleben. Das ursprünglich  eigenständige  Fallersleben mit Stadtrechten seit dem Jahr 1929 wurde bei der Gebietsreform im Jahr 1972  in das   Stadtgebiet Wolfsburg  eingegliedert. Sicherlich eine Perspektive, die im Jahr 1941 mit dem  Provisorium der neu gegründeten Stadt des KdF – Wagens  niemand voraussehen konnte!

                    
Ferner findet sich im obigen Ensemble noch eine Vorausentwertung angemeldet am Postamt  Schiffweiler 2 zum 45. Bundestag des BDPh mit Hinweis auf 150 Jahre Deutschlandlied.


02.09.2014 unter dem Menüpunkt  VW – dies und das
folgt eine 3. Fortsetzung mit Ergänzungen  zur bisherigen Ausarbeitung.
Im  Menüpunkt Planung und Bau von Werk und Stadt   können noch 2 Ansichtskarten  eingefügt werden mit Detailansichten vom Kraftwerksbau in der Stadt des KdF – Wagens. Die Fotos wurden aus süd-westlicher und süd-östlicher Richtung aufgenommen.

                               
                               
Im amtlichen Organ der Deutschen Arbeitsfront einschließlich der NS - Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ erschien im August 1938 ein  interessanter Bericht über den Aufbau des Volkswagenwerkes und der KdF – Stadt. Daraus nachfolgend ein Bildausschnitt.
                                                           
Das folgende Foto zeigt noch „Trampelpfade“ zur errichteten Tullio Cianetti – Halle, Tiefbauarbeiten sind linksseitig zu erkennen und zur Bahn hin schon Baracken des Gemeinschaftslagers aus dem Bereich der Verwaltungs- und Bankeneinrichtungen.

                            
Zur Grundsteinlegung wurde in der Abhandlung ein „Fahrendes Postamt“ der DDR – Post vorgestellt und kann durch ein Foto des original Postwagens der Reichspost  ersetzt werden. Die Dienststunden sind von 10-20 Uhr angeschlagen und es gab einen Postschalter nur für Sonderstempel und einen Schalter für die Wertzeichenabgabe und  Aufgabe von Einschreibsendungen.

                         

Die Geschäftsstelle der Deutschen Bank in der KdF- Stadt wurde im Lageplan gekennzeichnet und hier wurde auch der wichtige Geldverkehr für das Ausland geregelt insbesondere für die angeworbenen Arbeiter aus Italien 1938. Nachfolgend Vorstellung der DEUTSCHEN BANK auf Briefpapier mit Übergang  von der Stadt des KdF – Wagens zur Stadt Wolfsburg.

                      
Briefpapiervordruck der Deutschen Bank aus der Zeit des KdF – Wagens unter Weiternutzung im Dezember 1946. Dabei wurde 2x  der Schriftzug Stadt des KdF – Wagens mit Wolfsburg überdruckt und einmal bei der Telefonnummer belassen ohne Überdruck. Interessanterweise wurde die Stadt des KdF – Wagens schon mit der Postleitzahl 20 ausgewiesen, damit resultiert der Briefvordruck vermutlich aus dem Jahr 1944.


26.06.2014

Der KdF – Wagen wurde Propagandaträger Nummer 1. Nachfolgend die Fahrt nach dem Motorradrennen am 7.8.1938 auf dem Sachsenring mit dem DKW -  Doppelsieg  durch Kluge und Petreuschke. Hier auf einem Foto im Bensheimer Tageblatt vom 9.August 1938. Das  Volkswagen - Cabriolet steuerte übrigens Hühnlein  (Korpsführer des NSKK und Präsident der „Obersten Nationalen Sportbehörde für die Deutsche Kraftfahrt“).

            

Schon in der letzten Vorstellung unter VW – dies und das  wurde der KÄFER als Werbeträger in der Philatelie vorgestellt. Nachfolgend noch ein Freistempelbeispiel aus Wolfsburg

             
                  Die Polizei in Wolfsburg „lehnt sich natürlich im Werbeteil des Absenderfreistempels an einen Käfer “ !          

Die ADLERWERKE wurden im Thema VOLKSWAGEN schon mehrfach vorgestellt spez. im Menüpunkt allg. automobile Entwicklung.  Zur Erinnerung hier noch einmal ein kurzer Rückblick.
Mit den Adlerwerken – vormals der H. Kleyer AG -  ist eine weitere renommierte Autofirma anzuführen, die unter dem Erstgründer Heinrich Kleyer 1880  ihren Ausgang auch über die Fahrradherstellung nahm. Zur Jahrhundertwende 1900 kamen die Auto- und Motorradproduktionen am Stammsitz in Frankfurt/Main hinzu. Fortschrittliche und technisch richtungsweisende Automobilkonstruktionen mit u.a. 2 Bremssystemen, Motor- und Getriebeverblockung und Kardanwellenentwicklung  brachten den Erfolg  mit  einem Fünftel der deutschen Autoproduktion  Ende der 1920er Jahre. Unter dem Konstrukteur H.G. Röhr wurden Einzelradaufhängung und Frontantrieb in den 1930er Jahren weitere wichtige technische Innovationen.

Nachfolgend  noch einmal der Absenderfreistempel als Komusinaentwurf aus dem Jahr 1928.                                                                                   
          
                                       und nun noch die Francotypausführung mit neuem LOGO aus dem Jahr 1931.
          

Im Menüpunkt  Kriegsende,  Amerikaner und Briten in Wolfsburg  wurde Heinrich Nordhoff als neuer deutscher Manager im November 1947 im Volkswagenwerk bereits vorgestellt.

                                             Heinrich Nordhoff

Nordhoff - mit automobiler Erfahrung bei General Motors - war wichtiger und erfolgreicher Werksleiter im OPEL - LKW – Werk Brandenburg während des Krieges. Die „Blitz“ – LKW waren die tragende Säule der  Deutschen Wehrmacht gewesen  und unter dieser Perspektive war eine Wiederanstellung  für  GM  -  Amerika von  Nordhoff  nicht vorstellbar.

                     
Zum obigen Absenderfreistempel mit dem OPEL-BLITZ-Werk in Brandenburg kann nun noch ein  seltener Freimarkenstempler (584 aus Dresden) des Automobilhauses  Louis Glück passend hinzugefügt werden.

                    

Nordhoff nahm also dafür  das Angebot  der  Briten in Wolfsburg  an. Mit seinen Managementerfahrungen  im Automobilsektor  und seinem  akribischen  Arbeitseinsatz   konnten sich die Mitarbeiter identifizieren und spez. nach der Währungsreform wurde Werk und Auto zum Wirtschaftswundersymbol der Deutschen Nation und der jungen Deutschen Bundesrepublik  mit Gründung September 1949.

Vernachlässigt wurde  in der Abhandlung Kriegsende,  Amerikaner und Briten in Wolfsburg, dass durchaus nach Kriegsende schon vor  Nordhoff  mit Dr. Hermann Münch ein deutscher Treuhänder  unter der britischen Geschäftsführung  tätig war. Er wurde Juni 1946 auch Generaldirektor der Volkswagen AG,  empfahl sich als Jurist  mit Erfahrung in Industriegesellschaften und in der Nachkriegszeit durch seine NS- distanzierte Vergangenheit.
Nachfolgend ein Schreiben  Münchs mit Datum vom 5. Juni 1946 mit seiner Wohnadresse auf dem Steimkerberg  mit dem Birkenweg 28.

                  
Der Wunsch der Briten  in der schwierigen Nachkriegszeit einen eher zusätzlich noch technisch versierten  Werksleiter  zu finden, führte dann zur Berufung von Nordhoff und Münch schied  enttäuscht und desillusioniert  ob dieser Ablösung bei der Volkswagen AG aus. Allerdings sind retrospektiv seine Verdienste um Volkswagen  durchaus erwähnenswert mit der Verlegung des VW-Geschäftssitzes von Berlin nach Wolfsburg, Einführung einer verbesserten Kostenkontrolle und   Ansätze zur Mitbestimmung der Arbeitnehmerschaft.

Auch Entwicklungen  der Wolfsburger KfZ - Betriebe wurde schon einmal  vorgestellt und hier noch zwei Ergänzungen. Zunächst einmal noch ein Brief der KfZ-Reparatur-Werkstatt  und Fahrschule HEINRICH SCHWEN, der mit Briefdatum vom 24.11.1945 noch in der Arndstraße firmiert und dies wurde  die heutige Lessingstraße.

                    
Ferner hier noch das AUTOHAUS WOLFSBURG von H.-W. Knott mit einem  Absenderfreistempel aus dem Jahr 1963.

             
1957 gründete Hans-Wolfgang Knott das Autohaus Wolfsburg  mit VW- und später AUDI – Vertretung. 1988 übernahm Wolfgang Heitmann  das Autohaus Wolfsburg von Knott  und mit Ausweitung nach Vorsfelde und Fallersleben. 1998 übernehmen Heitmann und Hotz noch das alte KfZ - Unternehmen Schade in Wolfsburg und fusionieren schon 1999 zum AUTOHAUS HOTZ und HEITMANN, WOLFSBURG mit Folge starker Expansion u.a. Braunschweig, Salzwedel, Detmold, Lage, Lemgo und Bad Salzuflen und mit den Marken VW, AUDI  und SKODA.

                                                     

11.06.2014
Die erste Einstellung im Thema VW – dies und das  eröffnet damit ein buntes Bild  zum bisherigen Thema VOLKSWAGEN  ohne Anspruch auf eine chronologische Beziehung oder thematische Einordnung.

In den  Menüpunkten Standortwahl, Planung und Bau wurden auch mehrfach  die HERMANN GÖRING WERKE in DRÜTTE bei BRAUNSCHWEIG  erwähnt und dazu nachfolgend ein  Absenderfreistempel, der auch nachträglich passend in die Ausarbeitung eingefügt wurde.

                  
Nun folgt ein nachträglicher Hinweis, um Missverständnissen vorzubeugen. Die KdF- Sparkarten  weisen in der ersten und roten Serie eine Gebührenmarke über 1 RM für die Bearbeitung  im Stil der Kdf-Wagen-Sparmarke zu 5 Reichsmark auf. Diese Gebührenmarke vorderseitig war aber  eingedruckt und keine lose Klebemarke. Dazu folgend noch einmal ein Detailausschnitt.
                                                        
Folgend einmal  Paketversendungsdokumente zum Volkswagen aus 70 Jahren VW – Geschichte von 1944 bis 2014.

                                                         
                            
                             
Die VW – Werbung für den PHAETON wurde schon einmal als sehr selbstbewusst vorgestellt. Vielleicht hatte man sich am Absenderfreistempel der Stadt FRANKFURT aus dem Jahr 1936 orientiert, dessen Aussage  sich diesbezüglich kaum noch steigern lässt.

                                
                                
Überzeugend reicht grafisch ein Strich im Werbestempel und auch in der Werbekarte der Volkswagen Canada Ltd., um den VW - Käfer in seiner Silhoutte unverwechselbar zu definieren!
              
Die Werbekampagnen der VW-AG waren häufig sehr originell und hatten schon immer das nötige Selbstbewusstsein für Ihr Produkt: den KÄFER.  Dazu eine Werbung aus dem Jahr 1967 der Volkswagen - AG, Wolfsburg.

                                                 
Auch Jahre nach der Produktionseinstellung bleibt der KÄFER ein erinnerungsträchtiges und anscheinend  auch werbewirksames Motiv, wie es der Absenderfreistempelabschlag der Sparkasse Steinfurt  im FRANKIT-System aus dem Jahr 2010 belegt.

            
Auch die  professionelle Philatelie greift  mit  dem Markenheftchen und Marke individuell das KÄFERMOTIV  auf und weiß sich seinen Mythos zur Aufmerksamkeit zu nutzen.

                                
                                
Die Bausparkasse Schwäbisch Hall  offeriert nicht weniger werbewirksam den VW-Transporter Bulli ebenfalls auf einer Portocard individuell  

                                 
                                                                         und dazu die zugehörige Innenansicht

                                 
Auch die Versandstelle selbst der Deutschen Post AG  wirbt vorderseitig mit ihrer aktuellen Philateliekompakt  Broschüre mit dem VW-Bulli  als Freizeitmobil aktuell im Mai 2014.

              
Da die VW- Transporter etwas „zu kurz“ gekommen sind, folgt noch einmal passend eine Serie  von  Absenderfreistempeln  an dieser Stelle zum  ehrwürdigen Typ 1.  

                                                        
Dazu noch eine Anzeige  der VW-AG, Wolfsburg aus dem Jahr 1962  mit der „sagenhaften“ Preisangabe von 5.745.-DM.

                                                              

                                Auch  zu Wolfsburg  noch einmal beispielhaft neuere Absenderfreistempel zur Ergänzung

                                     

Fortsetzung soll folgen, allerdings im Menüpunkt VW - dies und das  zukünftig oben anstehend und eingereiht.




zum Seitenanfang  |   Seite drucken