Deutsche Postautomation

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TIETZ  WARENHÄUSER



Schon einmal wurde in der Einführung zum Thema VERSANDHAUS QUELLE auch die Entwicklung  der Warenhäuser kurz vorgestellt und soll auch im Thema der TIETZ Warenhäuser nicht fehlen. Die Entwicklung zum Warenhaus in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts schuf eine elementare Einkaufsmöglichkeit der „städtischen Bevölkerung“  mit erheblicher Anziehungskraft und teils glanzvoller Architektur. Gustav Schickedanz  sozusagen in 2. Generation der fulminanten Einzelhandelsentwicklung  erkannte dagegen seine Chance in der Marktlücke durch Versand seiner Waren für die  „ländliche Bevölkerung“  bei mittlerweile gut etablierter Paketversendung. Aus der Gründerzeit dieser ersten Generation der Warenhäuser sind Namen wie URY, KNOPF, WRONKER, BARASCH neben TIETZ teils heute noch ein Begriff in der Erinnerung der Bevölkerung. Die Familie Tietz als Schwerpunkt dieser vorgesehenen Abhandlung  taucht dann im folgenden  Ensemble mit den Namen Leonard und Hermann auf und  dazu einmal eine Zusammenstellung von Brief, Freistempel, Einkaufsquittung und „hauseigenem Notgeld“  aus schwierigen Zeiten.


Die illustrierte Zeitschrift der Deutschen Wirtschaft brachte im Jahr 1928 im 31. Band einen ausführlichen Bericht zu den  Warenhäusern und hier explizit am Beispiel des größten  europäischen Konzerns im Eigenbesitz  HERMANN TIETZ heraus.

Auch ein Ausblick auf das Ende der jüdischen Familie mit ihrem Warenhauskonzern  soll an dieser Stelle schon einmal folgende  Stammkarte des  Freistemplerherstellers  FRANCOTYP geben, die diese ARISIERUNG der LEONARD TIETZ AG  in die WESTDEUTSCHE KAUFHOF AG  sinnfällig dokumentiert. Am 19.9.1933 ist auch im Freistempelabschlag  am Standort Cemnitz der Übergang von Leonhard Tietz AG zur Kaufhof AG vollzogen, wird aber noch im Stempelabschlag  angeführt klein gedruckt unter vormals Leonhard Tietz AG.

                             an dieser Stelle zunächst aber einige Belegbeispiele zur  Entwicklung des Einzelhandels

Feldarbeit im Jahr 1925 aus meinem Wohnort. Man war in ländlicher Umgebung in vielen alltäglich benötigten Dingen Selbstversorger, ein Postverkehr war selten nötig, die Familie wohnte zusammen und bis auf  Handwerksberufe wie  Schneider, Müller und Schmied  war man praktisch autark. In den städtischen Kulturen war für die wachsende Bevölkerung jedoch auch für die tägliche Versorgung ein Geschäftsleben erforderlich. Beispielhaft dazu die Ansichtskarte des Gürzenich in Köln. Als Saal mit ereignisreicher Traditionsentwicklung schon 1447 erbaut und auch eine Adresse für kaiserliche Reichstage des Mittelalters, wurde hier schon im Jahr 1645 ein innerstädtisches  Kaufhaus eingerichtet und erfüllte dann für eineinhalb Jahrhunderte diesen Zweck.

Bei gutem Wetter ist natürlich der öffentliche Marktplatz ein idealer Ort des Einzelhandels  zur Einkaufsmöglichkeit für die Bevölkerung und nachfolgend die Ansichtskarte  mit den Verkaufsständen um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Stuttgart (gest. im Jahr 1899)

                                                    oder das Marktgeschehen in Bad Kissingen (gest. im Jahr 1902)

                                diese Strukturen finden sich weltweit und haben sich durchaus unterschiedlich erhalten

                             nachfolgend Marktgeschehen in Kostroma am Zusammenfluss von Wolga und  Kostroma

                                                                            der Basar in Jerusalem  vor 100 Jahren

                                                                          der große Basar in Konstantinopel (Istanbul)

                                                                                         der Marktplatz in Jaffa

Ob an freier Luft oder wettergeschützt in geschlossenen Räumen die Einzelhändler als meist ortsansässige Familienbetriebe boten ihr spezialisiertes Warenangebot dem Kunden dar. Es wurde gefeilscht, der Kunde ob seiner Zahlungsfähigkeit sorgsam eingeschätzt, ein Betreten des Geschäftes war fast Kauf verpflichtend, wenn auch teils bis Monatsende notiert wurde und das Warenangebot war begrenzt. Dieses Bild änderte sich  mit den Kauf- und Warenhäusern  in den Städten Ende des 19. Jahrhunderts  in fulminanter Weise. Hier nachfolgend erkennbar im Kaufgeschehen der Petersstrasse zur Messezeit in Leipzig aus dem Jahr 1927. Rechts das Warenhaus ALTHOFF und hier war nun der Schritt  vollzogen zum Gesamtangebot  unendlich vieler unterschiedlicher Warenartikeln und -sortimente aber unter einem Besitzer und Verkäufer und dies vielfach sogar aus eigener Produktion und dies noch teils unter griffigen HAUSMARKEN. So war HERTIE schon eine Hausmarke unter TIETZ  vor der Arisierung! Das Warenangebot konnte ohne Kaufzwang betrachtet werden, die Preisauszeichnung war bindend aber knapp kalkuliert und die sofortige Barzahlung  verschaffte dem Händler schnelle Liquidität zum Nachordern.

Im Expansions“fieber“ der Warenhäuser  Anfang des 20. Jahrhunderts  kam Leonhard Tietz  in Köln beispielhaft auf die Idee zur Vergrößerung der Verkaufsfläche und Erweiterung der Schaufensterfronten durch Zusammenfügung von benachbarten Häuserkomplexen und dichter Stadtbebauung  durch eine Durchgangs – PASSAGE  eine Verkaufseinheit zu bilden!

                    dazu hier nachfolgend das Kölner Kaufhaus Tietz mit Eingang zur Kaufhauspassage gest.im Jahr 1907
 
Die überdachte Passage stellte ab dem Jahr 1902 die Verbindung zwischen Hoher Straße und An St. Agatha her und war bis zum Neubau nach schon weiteren 10 Jahren eine höchst frequentierte Einkaufsstraße mit Schaufenstern und Gaslaternenbeleuchtung.

Dies findet sich aktuell in allen Großstädten wieder mit Entwicklung von sog. GALERIESTRUKTUREN. Hier werden Einzelhandelsketten kombiniert und treffen sich in allen Städten gleichbleibend wieder! Der lokale  Einzelhandel aus Familienbetrieben kann hier nicht mithalten und man findet global z. B. Douglas, Mango, H&M usw. in allen Städten in Verkaufsstraßen benachbart oder in Galerien gleich kombiniert untergebracht. Das WARENHAUS unter einem Besitzer ist Alleinanbieter mit einem teils riesigen Sortiment und entsprechend schwieriger Logistik. Dies führte schon in der Anfangszeit der Warenhäuser bis zur Eigenproduktion u.a. von Textil-, Schuh- und Lederwaren. Hier liegt das aktuelle Problem der ursprünglich führenden Warenhäuser mit breitem eigenen Sortiment gegen die spezialisierten global agierenden Warenketten und zunehmend zusätzlich noch in Konkurrenz zum Internetkauf mit bequemer Auswahl in spätabendlicher und heimischer Stunde mit PC-Bezahldienst und Lieferung frei Haus. Hier ist das QUELLE – Versand- und Kaufhaus bei schlechtem Management an erster Stelle beispielhaft als der Paradeverlierer anzuführen. Nur einigen Warenhäusern ist aktuell der Start zusätzlich in die ONLINE – SPARTE gelungen mit Anschluss an die moderne Zeit  z.B. Fa. OTTO – Versand.

Zurück aber zur Warenhausentwicklung am Beispiel TIETZ und dies führt in die Kleinstadt BIRNBAUM im preußisch – polnischen Grenzgebiet zurück bis in das 18.Jahrhundert.
 

TIETZ  WARENHÄUSER -  1. Fortsetzung  22.10.2016


Der obige Briefbeleg dokumentiert eine Gerichtsangelegenheit und das ursprüngliche Schreiben (Innenseite  vom 18.März 1831  nicht abgebildet)  aus EICHBERG  (in diesem Fall besteht die Möglichkeit 3er heute polnischer Zuordnungen)  ging  über eine Weiterleitung in BIRNBAUM mit Datum vom 28.März 1831 nach WESERITZ  im heutigen  Tschechien. Schon damit offenbart sich die Lage von Birnbaum im Grenzgebiet Preußen zu Polen.

Das vorstehende höchst eilige Schreiben (citissime) mit Siegel des 1. Reserve Landwehrregiments aus Posen ging als Militärangelegenheit (Militaria)  aus SAMTER an den preußisch königlichen Landrat in Birnbaum nahe POSEN und dokumentiert die wechselhaften polnisch – preußischen  Besitzzustände, die auch die jüdische Familie TIETZ hier wiederholt getroffen hat. Wohl aus Südfrankreich nach Holland übergesiedelt, folgte im Jahr 1773 ein Urahn dem Angebot des Preußenkönigs zur Übersiedlung wohl nach Tütz (hier stammt vermutlich Name Tietz her) in Pommern und wurde durchaus wohlhabender  Gutsbesitzer.  Durch Kriegswirren wurden die Familie und ihre Nachkommen wiederholt wirtschaftlich ruiniert und siedelten nach Birnbaum über, um mit ihren Familienzweigen als Handelsleute und Fuhrunternehmer ihren Unterhalt zu verdienen. Dabei waren die Einkommensverhältnisse durchaus unterschiedlich verteilt und  der Handelszweig gilt als die „reiche Linie“, die auch in Birnbaum im Jahr 1813 einen Großhandelsbetrieb im Textilbereich unter dem Namen „Gebr. Tietz“ eröffneten und später nach Berlin ihren Geschäftssitz verlegten.

Die obige DEUTSCHE+REICHS+POST  Ganzsache über 5 Pfennige war gerichtet an die Firma Matz & Co. in Berlin und datiert vom 17.12.1881 (Einkreisstempel Birnbaum) und Heinrich Tietz schreibt in einer Geschäftsangelegenheit persönlich mit Unterschrift.

                                                                Rückseite der vorgestellten Geschäftspostkarte

                                      Absenderfreistempel Gebrüder Tietz vom späteren Standort Berlin, Klosterstr. 64

Heinrich Tietz gehörte zum „wohlhabenden Familienzweig“ aus der 2. Ehe von Salomon Hirsch Tietz  und Ehefrau Esther und hier sind die Namen der Brüder Hermann, Chaskel, Julius, Markus und Heinrich erwähnenswert. Die Brüder aus diesem Familienzweig hatten in jungen Jahren ihre Geschäftserfahrungen unabhängig voneinander in Amerika gesammelt und teils im amerikanischen Bürgerkrieg „mitgemischt“. Außer geschäftlichen  Erfahrungen brachten sie auch Pferde mit zurück, die jeweils im preußisch-österreichischem und im deutsch-französischen Krieg gesucht waren und gewinnbringend verkauft werden konnten.
Aus dem „armen Familienzweig“ aus erster Ehe von Salomon Hirsch Tietz ist der Sohn Jakob Tietz und seine Ehefrau Johanna mit einem Fuhrunternehmen erwähnenswert und die beiden wurden Eltern von 6 Kindern, von denen Leonhard und Oskar einmal weltweit das größte Warenhausimperium im persönlichen Familienbesitz  errichten sollten.

Wohnhaus  Jakob und Johanna Tietz  und  Geburtshaus Leonhard (1849) und Oscar (1858) aus „50 Jahre Leonhard Tietz“  Selbstverlag Köln und Druck A. Bagel AG, Düsseldorf 1929.

Beide Söhne waren im elterlichen Haushalt und  Fuhrunternehmen  von Jugend an tagtäglich mit Arbeit eingespannt und  die Schulzeit war in der Regel im Alter von 13/14 Jahren beendet und die Lehrausbildung stand an. Birnbaum zur damaligen Zeit mit einem hälftigem Anteil an deutschen Bürgern und jeweils ein Viertel Juden und Polen verkörperte ein tolerantes kleinstädtisches Leben, das mit „strafversetzten Schullehrern aus der 1848er Revolution“ auch noch Fortschrittsgedanken  in der Provinz für die Schuljugend parat hatte.

Ansichtskarte Birnbaum (Verlag J. Falkowski, Birnbaum) geschrieben als Feldpost 1915 mit einer Totalansicht und ihrer Lage an der Warthe.

Ihre Lehrjahre absolvierten Leonhard und der 9 Jahre jüngere Bruder Oscar nacheinander in Prenzlau  und in dortigen Warenhandlungen über Textil bis Schrott. Obwohl deren Besitzer aus dem familiären Umfeld stammten, waren wohl die „Lehrjahre keine Herrenjahre“  und an 7 Tagen die Woche ausgefüllt mit Verkauf, Kontorarbeit und Buchhaltung. Dabei wurde wohl die Basis gelegt nicht nur für sichere und perfekte Beurteilung von Rohstoffqualitäten sondern auch grundlegende kaufmännische Kenntnisse waren erfolgreiche Ziele ihrer harten Lehrjahre.

Auf dem ganz rechten letzten Haussims und speziell der Schaufensterscheibe ist mit Lupe noch ein W. Tietz zu entziffern, ob hier ein Bezug zur früheren Lehrstelle  von Leonhard und  Oscar bestand, ist vermutlich nicht mehr  zu klären.



2. Fortsetzung  29.10.2016      TIETZ  WARENHÄUSER
Der weitere Weg der Brüder Leonhard und Oscar Tietz hatte durchaus Parallelen und auch  berufliche Verknüpfungsphasen.  Leonhard war sogar über einen Zeitraum von ca. 9 Jahren als reisender Handelsvertreter für die Gebrüder Tietz, Birnbaum  tätig, die später ihren Firmensitz nach Berlin verlegten.

Der Drang in die Selbständigkeit führte Leonhard zur ersten Geschäftsgründung im Textilbereich mit einem Partner aus Schulzeiten 1876 in Frankfurt an der Oder. Die Partner trennten sich rasch nach 2 Jahren und Leonhard startet frisch verheiratet mit seiner Frau Flora in Stralsund erneut in dieser Branche in die eigenverantwortliche  Niederlassung. Nachfolgend das Gründungsgeschäft in Stralsund  mit einer Abbildung aus „50 Jahre Leonhard Tietz“  Selbstverlag Köln und Druck A. Bagel AG, Düsseldorf 1929.

Der Bruder Oscar war nach seiner Lehre  zunächst für den Bruder Leonhard tätig, handelte dort im rigiden Familienverständnis der Onkel Chaskel, Julius und Heinrich mit unlauterem Geschäftsgebaren und schlug sich daraufhin entlassen mit  unterschiedlichen Tätigkeiten  in Berlin weiter durch, experimentierte chemisch auf fundierter Rohstoffkenntnis mit  der Möglichkeit beschleunigter Spitzenstickerei und überzeugte den noch  weiteren und ihm wohl gesonnenen Onkel Hermann zur gemeinsamen Geschäftsinvestition in Gera. Eröffnungsannonce aus der illustrierten Zeitschrift der Deutschen Wirtschaft im Jahr 1928. Eröffnet wurde unter dem Namen des Geld gebenden Onkel Hermann Tietz und so blieb es auch später im Rahmen der Filialgründungen.

                                                    1.März 1882 und das kleine Ladengeschäft im Haus Anton Perzel


Nach Oscars Idee wurde in einer Weberei in Plauen produziert und trotz Anfeindungen der Konkurrenz etablierte er sich mit Unterstützung von Onkel Hermann und dessen „Ziehtochter Betty“  äußerst erfolgreich. Betty war zugleich  Cousine von Oscar und nach dem Tod ihrer Mutter in den USA übernahm Onkel Hermanns ihre Betreuung. Leonhard und Oscar handelten einvernehmlich mit dem Konzept von JEMOLI, der seit 1833 in Zürich die europäische Einkaufswelt überrascht hatte  mit fixen und knapp kalkulierten Preisen bei sofortiger  Barzahlung und freier Besichtigung der Ware.

                                 die im Jahr 1900 gestempelte Ansichtskarte vermittelt den erfolgreichen Werdegang

Dieses Verkaufskonzept verärgerte nicht nur die lokale Konkurrenz am Standort Gera und Stralsund sondern auch  erneut die Handelsvorstellungen der Onkel Heinrich, Chaskel und Julius  und deren Bruder Hermann verlies unter familiären Druck  seinen Neffen Oscar und mit finanziellem Gewinn. Aber dies war nur vorübergehende Sachlage. Onkel Hermann blieb dem „Team Oscar und Betty“ verbunden und  brachte sich erneut und tatkräftig an vielen späteren Standorten  wieder in die Geschäftsaktivitäten ein.

Die Zeit war wohl reif für dieses Warenhauskonzept und dazu berühmte Beispiele

Vorstehende Ansichtskarte aus dem Jahr 1900 zeigt das Le Bon Marché  Warenhaus  der Gebrüder VIDEAU in Paris, die seit 1837  Kaufhaus – Geschichte bis in die aktuelle Zeit geschrieben haben und dies gilt ebenso für das legendäre Kaufhaus Harrods in London gegründet im Jahr 1834 von Charles Henry Harrod  mit durchaus wechselvoller Geschichte bis in die Gegenwart.

                                         die obige im Jahr 1911 gestempelte Karte zeigt die  Neubauversion seit 1894
 
                                                                       Handschuhverkauf im Le Bon Marché  

Während im Bon Marché  spez. die Damenwelt im Textilbereich umworben wurde, war  und blieb Harrods das Kaufhaus der gehobenen Preisklassen mit zusätzlichem Angebot umfassender Dienstleistungen mit u.a. Friseur, Reisebüro und selbst Versicherungsverkauf!
Ob Leonhard und Oscar Tietz die Verkaufsidee von  Jemoli, Harrods oder Videau  studiert oder gekannt haben, ist nicht sicher, aber beide Tietz – Brüder wurden damit extrem erfolgreich  und auch im Gründungshaus Gera konnten dann später solche Werbeanzeigen platziert werden.

                            die folgenden Quittungsbelege sollen die beanspruchte Gleichstellung  dokumentieren

Aus den  bescheidenen anfänglichen kleinen Geschäftsläden der Tietz - Brüder wurden erfolgreiche Unternehmen entwickelt  und dies mit tatkräftiger  Unterstützung  der Ehefrauen und erfolgreichen Mitarbeitern aus dem jüdischen Familienkreis.  So konnten Leonhard und Oscar auch ihre Vorstellungen von architektonisch anspruchsvollen und repräsentativen Warenhäusern gleich Paris, London und Zürich  nicht nur träumen sondern zunehmend  gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch verwirklichen.
Dazu das Warenhaus Hermann (Oscar) Tietz in der Leipzigerstraße in Berlin auf einer Ansichtskarte gestempelt im Jahr 1904.

Auch die Postautomation mit einem Absenderfreistempel und hier aus dem Jahr 1927  zog in das legendäre Kaufhaus ein.


Fortsetzung folgt



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