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Dietrich – Eckart – Freilichtbühne

Die Dietrich – Eckart – Freilichtbühne auf dem Reichssportfeld wurde Schauplatz  vom 10. bis 12. August 1936 für die Turnwettkämpfe der Olympischen Siele 1936 in Berlin. Dazu die Werbe – Postkarte Nr. 7 vom Propagandaausschuss f. d. Olympischen  Spiele 1936 aus dem Reichssportverlag mit 3 Pfennig Reckturner aus dem Sondermarkensatz und Sonderstempel.


Die olympischen Turndisziplinen wurden an drei Tagen abgewickelt und dazu das Bild Nr. 160 aus dem Cigaretten - Bilderdienst Altona – Bahrenfeld (Foto Schorer) aus dem weit verbreiteten  Sammelbuch zu den Olympischen Spielen in Berlin 1936.

Aber die Freilichtbühne war seit Beginn 1936 durchaus auch namensmäßig mit  Dietrich Eckart  in die nationalsozialistische Propaganda eingebunden und blieb über die Spiele hinaus ein vielfältig  genutzter Veranstaltungsort.
Die Vorstellung einer  Freilichtbühne für 20.000 Zuschauer angelehnt an Vorbilder der Antike  war „NS – tauglich“ und führte zur Einbeziehung in die Gesamtplanung des Reichssportfeldes unter Werner March und dazu ein Lageplan seines Bruders Walter zur Freilichtbühne.


Die Natur kam der planerischen Gestaltung im Nordwesten des Reichssportgeländes entgegen mit einer Senke über 30 Meter  im Bereich eines ehemaligen verödeten Spreearms.


Steile Sitzreihen ermöglichten von allen Seiten freien Blick  auf die schlicht gehaltenen drei Betonblöcke der Bühne ohne weitere Dekorationen und verbunden mit den Kieferbäumen im Hintergrund entstand eine optisch optimal integrierte Naturbühne. Durch unterirdische Zugänge  zu den Betonblöcken und ihren Ausgängen konnten durchaus 1500 Schauspieler  abrufbereit vor dem Zuschauer „versteckt“ werden. Denn Theatervorstellungen waren und wurden  als Rahmenprogramm zu den Olympischen Spielen geplant und durchgeführt und bis in die aktuelle Zeit werden Freiluftveranstaltungen auf der WALDBÜHNE veranstaltet. Eine neue Namensgebung war natürlich erforderlich, denn Dietrich Eckart gilt als Mentor Adolf  Hitlers direkt nach dem 1. Weltkrieg u. a. mit Prägung seiner antisemitischen Entwicklung und Einstellung (s.a. Der Bolschewismus von Moses bis Lenin, Zwiegespräch zwischen Adolf Hitler und mir von Dietrich Eckart).

                                     aber zurück zur Freilichtbühne 1936 und zum olympischen Rahmenprogramm

obiges Programm und nachfolgende Sitzplanung stammen  aus dem amtlichen Führer zur Feier der XI. Olympischen Spiele Berlin 1936

Aus dem Programm möchte ich einmal den  6. August vorstellen mit der Vorführung Das FRANKENBURGER Würfelspiel  mit einer EHREN – Eintrittskarte (Vor- und Rückseite).

                              dazu noch die zugehörige Illustration aus besagtem Bildband im Cigarettenbilder – Dienst

Die amtliche Olympia – Postkarte Nr. 15 aus dem Reichssportverlag in Berlin dokumentiert ein Foto von Dr. Wolf  Strache dann mit dem EINZUG DES HERAKLES aus dem Oratorium von G. F. Händel.

Eine versteckt platzierte raffinierte Technik  brachte  den 20.000 Zuschauern z.B. in Position 6 auch im Freien ein optimales Seh- und Hörvergnügen  trotz Entfernung zum Schauspieler.

Die hellen Punkte entsprechen der Lage von 35 Mikrofonen z.B. 1 und brachten ihren Empfang in das Bühnenhaus 2. Von dort ging die Leitung zum halb versenkten Regiestand 3 unterhalb der Führerloge. Der Tonmeister steuerte von hier die jeweiligen Mikrofonleistungen mit Rückinformation an das Bühnenhaus zu den zugehörigen Lautsprechern (helle Rechtecke im Bühnenhaus und den Podesten) je nach zugehörig positioniertem Mikrofon zum agierenden Schauspieler 5. Zusätzlich waren Großlautsprecher noch im Buschwerk des Kiefernwaldes hinter der Bühne versteckt (aus Wochenschrift für Unterhaltung, Wissen und Lebensfreude Heft Nr. 32 und 4. Jahrgang).

Bei aktuellen Veranstaltungen sind Zeltkonstruktionen oder Leinwandaufbau üblich geworden, wie dies die vorstehende Ansichtskarte dokumentiert



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