Deutsche Postautomation

Informationen zur deutschen Postautomation im Bereich Freimachung,
Briefannahme, Schalterbetrieb und Briefbearbeitung.



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Belegdokumentation  Selbstbedienungspostämter der DDR

Die folgenden 3 Belege zu den Einschreimarken der Selbstbedienungspostämter beschließen zunächst einmal die Serie der Postbelege in verschiedenen Portowerten. Damit konnten bis dato 59 verschiedene Versendungsformen portogerecht  im Zusammenhang mit den Einschreibmarken der DDR vorgestellt werden. Mit der glücklichen Wiedervereinigung Deutschlands endet hier auch ein Stück postalische DDR – Geschichte. Die Einschreibmarken wurden noch bis 30.6.1990  abgegeben und ihr letzter Verwendungstag war der 31.7.1990, was gelegentlich einfach mit freundlichem Postler auch überschritten wurde. Die folgenden Belege dokumentieren jeweils den offiziellen Letzttag der EM und dies in den sog. VGO – Posttarifen.


Mit den „Dauerluftpostmarken von 1957“ und der Karl – Marx – Stadt kurz vor der erneuten Umbenennung  und diesmal retour nach Chemnitz und der Sonder – Einschreibmarke  FRIEDEN und KULTUR ist dies sicherlich ein Stück deutsche Zeitgeschichte.  Mit Anerkennung der 50 Pfennige aus der EM waren noch für die Briefgebühr (50Pfg.), der Eilbotengebühr (200Pfg.) und der restlichen Einschreibgebühr  mit 100 Pfennigen  (von 150 abzüglich EM mit 50Pfg.) ein Portowert von 3.50 Mark zu leisten und dies wurde mit den Dauerluftpostmarken portogerecht erreicht.

Portogerecht im VGO – Tarif ist oben die Briefgebühr mit 50 Pfennigen verklebt und die Einschreibgebühr zu 150 Pfennigen mit Einschreibmarke (50Pfg.) und Briefmarke zu 1Mark. Sonder – EM „DDR 89“ und Stempel Magdeburg 31.7.1990.
 
Oben das eingedruckte bundesdeutsche Postwertzeichen zu 60 Pfennigen auf einer Postkarte mit Antwortkarte und dies war mit 30 Pfennigen im VGO – Tarif ohne Zusatzleistung eigentlich überfrankiert. Mit der Einschreibsendung und Ergänzung mittels 70 Pfennigmarke und  Anrechnung der 50 Pfennige aus der EM entstand dennoch ein portogerechter Beleg als Einschreibpostkarte.

Vorläufig (?) folgen die letzten beiden DDR – Belege aus der Phase mit den Selbstbedienungspostämtern der DDR.


Sicherlich eine seltene Kombination mit Ausnützung aller möglichen Zusatzleistungen der Post im SB – Verfahren mit Einschreiben, eigenhändig, Rückschein und Eilboten und dies portogerecht mit einer Einzelmarke zu 3 Mark. (R = 50 durch EM; Eil = 50; eigenhändig = 20; Rückschein = 45). Die restlichen 1.85 ergeben sich durch das Briefgewicht in der 3. Gewichtsstufe (100 bis 250g).

Auch hier bestätigt die Adresse eine philatelistische Dokumentation mit dem oben vorgestelltem Beleg und der portogerechten  Zusatzfrankatur zu 2,50 Mark (R = 50 durch EM; eigenhändig = 20; Rückschein = 45). Die restlichen 1.85 ergeben sich durch das Briefgewicht in der 2. Gewichtsstufe (100 bis 250g).       
                                              
Der obige Brief ist zwar als „Doppelbrief“ deklariert, aber bei der Gebührenberechnung ist die 3. Gewichtsstufe ab 100g zu berücksichtigen mit der dem Postentgeld zu 1.85 Mark. Die zugehörige Eilgebühr betrug bekanntermaßen 50 Pfennige und addiert sich portogerecht zum Gesamtbetrag von 2,35 Mark. Absender und Empfänger weisen sich als Philatelisten aus und sind damit öfters mit exotischen aber portogerechten Frankaturen in dieser Serie  der Belege im Selbstbedienungspostamt vertreten.
                                    
Auch in diesem Fall portogerechte Gebühren im zugehörigen Auslandstarif und 3.Gewichtsstufe mit 1,85 Mark und Rückscheingebühr mit 45 Pfennigen zum frankierten Gesamtbetrag mit 2,30 Mark.
                
Die Gebühr für ein  Wirtschaftspäckchen hatte sich in der DDR zum 1.1.186 auf 1,80 Mark erhöht und summiert sich in diesem Fall mit der Nachnahmegebühr portogerecht zum Gesamtbetrag mit 2,20 Mark und ist damit sicherlich keine häufig zu dokumentierende Versendungsform aus den Selbstbedienungspostämtern der DDR gewesen.
                                       
Die Päckchengebühr im Auslandstarif  vom 1.7.1971 betrug in der Gewichtsklasse von 500g bis 1kg  exakt 2,10 Mark und wurde für diese Geschenksendung von Naumburg nach Wattenscheid portogerecht verklebt und auf den Weg gebracht.

                                                    
Auch in diesem Fall wieder eine bekannte Adresse in Traben – Trabach mit der portogerechten Brieffrankatur zu 1,75 Mark. Die Briefgebühr in der 2. Gewichtsklasse ist mit 80 Pfennigen anzusetzen und addiert sich mit der Eilbotengebühr  und damit 50 Pfennigen und der Rückscheingebühr mit 45 Pfennigen zum  Gesamtbetrag von 1,75 Mark.

                     
Vorstehend ein eingeschriebener Luftpost – Eilboten - Brief in die Schweiz mit der gewünschten Zusatzleistung eigenhändig. Schon diese Zusammenstellung und die Adresse eines bekannten Schweizer Briefmarkenhändlers lassen eine philatelistische Dokumentation vermuten und das geringe Gewicht mit 3g weist wohl auf einen inhaltsfreien Umschlag hin. Das Gesamtporto errechnet sich aus der Briefauslandsgebühr mit 35 Pfennigen, Eilbotengebühr mit 50 Pfennigen, eigenhändige Zustellung mit 20 Pfennigen und dem Luftpostzuschlag mit 5 Pfennigen und addieren sich zum verklebten Gesamtporto mit 155 Pfennigen. Schweizer Ankunftsstempel Rückseitig in 6300 Zug 1 und Datum 19.2.1979.
                           
Oben ein Nachnahmebeleg mit Detailausschnitt der Rückseite. Die deklarierte „Doppelbrief“- Gebühr innerhalb der DDR betrug im Tarif vom 1.1.1967 nur 40 Pfennige. Der Eilbotenzuschlag betrug bekanntermaßen 50 Pfennige  und summierte sich zusammen mit der Nachnahmegebühr zu 40 Pfennigen portogerecht zum verklebten Gesamtbetrag mit 130 Pfennigen. Der Rückseitenausschnitt belegt die Durchgangsstempel.
                                 
Der vorstehende DIN A 5 Umschlag  ging vom Berlin SbPa - Altglienicke (1185) in die Industriestadt Hagen in NRW. Ob hier die Sondermarken zum 150jährigen Jubiläum der Braille- Blindenschrift auf Ulbricht  gemünzt waren, ist nicht mehr zu erfragen. Die Sendung sollte zusätzlich noch als Eilzustellung behandelt werden, wurde auch entsprechend portogerecht frankiert, es fehlt aber der Eilbotenzettel (aber nicht immer war alles in der DDR jederzeit vorrätig).  Briefporto für die 2. Gewichtsstufe in diesem Fall 80 Pfennige und der Eilbotenzuschlag  betrug wie immer 50 Pfennige. 
                                      
Der obige Paketausschnitt datiert nach dem Poststempel aus der Lutherstadt-Wittenberg aus  dem Jahr 1982.  Dies ist zumindest erkennbar mit der Jahreszahl. Das MUSEUM Melanchthon-Haus aus Wittenberg verschickte die Sendung per Nachnahme über 97,50 Mark an den Empfänger in Altenburg. Da die Nachnahmegebühr 40 Pfennige betrug, ist  der Restbetrag der Sendung mit verklebten 80 Pfennigen einem WIRTSCHAFTSPÄCKCHEN zuzuordnen.

Auch im vorstehenden Fall liegt ein philatelistisch inspirierter Beleg aus der Sammlung W. Asbach vor. Das  portogerechte Gesamtentgeld von 115 Pfennigen summiert sich wieder aus der Briefgebühr zu 35 Pfennigen, dem Eilbotenzuschlag zu 50 Pfennigen, der eigenhändigen Zustellung mit 20 Pfennigen und dem Luftpostzuschlag zu 10 Pfennigen in der 2. Gewichtsklasse.

                                            
Der obige  Luftpostbrief  wurde am 16.04.1979  in Berlin SbPa-1017 auf den Weg gebracht und sollte sein Ziel in der Republik NIGER  in Westafrika erreichen. Zur Auslandsbriefgebühr mit 35 Pfennigen addierte sich noch die Eilbotengebühr mit 50 Pfennigen  und zusätzlich der Luftpostzuschlag für die ZONE 2 im Tarif vom 1.7.1971 mit 20 Pfennigen hinzu und erklärt das verklebte  Gesamtport zu 105 Pfennigen. Rückseitiger Ankunftstempel aus der Stadt NIAMEY der Hauptstadt der Republik NIGER mit Datum vom 23.4.1979 wurde diesmal nicht abgebildet.
                                          
Von der  Briefmarken–Freundschafts-Ausstellung  BERLIN-MOSKAU-PARIS im Palast der Republik mit Sonderstempel vom 22.8.1979  ging dieser Sammlerbeleg nach Trenčin und erreichte dort sein Ziel erst am 12.9.1979 s. rückseitiger Ankunftsstempel. Das Porto errechnet sich aus der Auslandsbriefgebühr zu 35 Pfennigen, der Eilbotenzustellung mit 50 Pfennigen und dem Luftpostzuschlag zu 15 Pfennigen und in diesem Fall Freimachung mit der Einzelfrankatur zu 1 Mark  aus dem Block 45 und der Mi.-Nr. 2125 aus dem Jahr 1976.
                                                                            

                                   Nachfolgend ein buntes Belegbild mit etlichen  Zustellungsanforderungen  an die Post
                                            
Sämtliche Anforderungen waren auch im SB – Verfahren möglich und das Gesamtporto zum Brief errechnet sich aus der „Auslands“grundgebühr mit 35 Pfennigen, der Rückscheingebühr ebenfalls im „Auslands“tarif mit 45 Pfennigen und dem Entgeld für die eigenhändige Zustellung mit 20 Pfennigen zum portogerechten Gesamtbetrag mit 1 Mark. Rückschein nicht abgebildet.
                                   
Der vorstehende portogerechte Luftpostbrief ging von ALTENBURG nach HOLLYWOOD und hier zum NORTH BEACH, FL  und dazu unten der rückseitige Ankunftsstempel, wenn auch in leider in etwas reduzierter Form. Die Poststempel bestätigen einen  Briefweg  vom 22.5. bis zum 30.5.  und damit eine adäquate 8tägige Reisezeit. Das Porto errechnet sich aus der Auslandsgebühr mit 35 Pfennigen und 2x 30 Pfennigen für den Lp-Zuschlag  (30 Pfennig je 5g in der 3. Zone) zur portogerechten verklebten Freimachung mit 95 Pfennigen mit Marken aus der Leuchtturmserie aus dem Jahr 1974 (Mi.-Nr. 1953 bis 1957).
                                                                               
Die VEB  (volkseigenen Betriebe) HOPFEN und MALZ mit ihren Standorten Leipzig und Dresden hatten wohl eilige und wichtige Post mit Datum vom 24.7.1978. Der Briefvordruck aus Leipzig wurde in Dresden mit einem Nebenstempel  überdruckt. Zur Freimachung konnte in Dresden der Absenderfreistempel des VEB DRESDNER BRAUEREIEN  genutzt werden, dies war eine Umfirmierung aus vorhandenen Brauereistrukturen zum 1.1.1969. Der angelagerte und benachbarte VEB Hopfen und Malz in Dresden hatte allerdings seine verwaltungsmäßige Zentrale in Leipzig.

                                            
Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr in der 2. Gewichtsstufe mit 40 Pfennigen und der Eilbotenzustellung und 50 Pfennigen zum ausgedruckten Gesamtbetrag im Freistempelabschlag von 90 Pfennigen.
                                                                                   
                                                                               Rückseitiger Ankunftsstempel in Leipzig

                                             
Der  DEUTSCHE TURN- UND SPORTBUND DER  DDR in Berlin hatte wohl eine wichtige und schnell zuzustellende Nachricht für die FIFA (Federation Internationale de Football Association) in Zürich. Vielleicht war es nur ein nachzureichendes Dokument mit Versendungsdatum vom 4. April 1986, denn am 31. Mai begann die Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko. Rückseitig  findet sich der Poststempel EILZUSTELLUNG Zürich am 6. April und 24 Uhr und der Zustellstempel  Zürich-Neumünster am folgenden 7. April um 6 Uhr in der Frühe. Schwer kann der Briefinhalt nach dem Portowert im Absenderfreistempel allerdings nicht gewesen sein. Zur Auslandsgebühr mit 35 Pfennigen addierte sich die bekannte Eilgebühr mit 50 Pfennigen. Der Luftpostzuschlag  mit 5 Pfennigen zum freigestempelten Gesamtbetrag von 90 Pfennigen lässt nur noch ein Briefgewicht bis 5g zu. Es kann spekuliert werden, vielleicht war es nur ein Briefblatt mit wichtigen Ergänzungsdetails oder eine  fehlende wichtige Unterschrift auf einem Dokument.
                                                                        

                               Den nachfolgenden Brief ziert die Blockausgabe zur Wiedereröffnung der Semperoper
                                          
Mit 85 Pfennigen eignete sich  die Blockausgabe mit Bildern der zerstörten und restaurierten Oper in Dresden zur portogerechten  Einzelfrankatur des  Einschreib–Eilbriefes  nach Kassel.

          
Das eingeschriebene Wirtschaftspäckchen wurde am 16.8.1968 im SB-Postamt Leipzig  auf den Weg nach Ronneburg gebracht. Bis zum  1.7.1981 galt für die Bundesrepublik noch der Inlandstarif und damit war die Sendung des Volksbuchverlages mit 80 Pfennigen portogerecht freigemacht.
                              
Der obige Paketausschnitt mit Datum aus dem Januar 1981  belegt eine Sendung des VEB Orsta - Hydraulik Suhl an den VEB Wälzlagerwerk  in Zella-Mehlis. Obwohl nicht deklariert, handelt es sich wohl auch um ein Wirtschaftspäckchen mit Versand innerhalb der DDR und der portogerechten Gebühr zu 80 Pfennigen. Eine Paketsendung wäre um 10 Pfennig überfrankiert, da  es sich hier um die 1. Entfernungszone handelte. In der 2. Entfernungszone hätte  das Paketporto bis 5kg Gewicht dann allerdings 80 Pfennige gekostet, aber Absender und Empfänger sind praktisch benachbart und diese Kenntnis sollte die VEB-Poststelle schon berücksichtigt haben.
                                      
Die vorstehende Nachnahmesendung ging vom SB-Postamt in Dresden an den Empfänger in Birkenwerder. Die Jahreszahl auf der Ulbrichtmarke zu 80 Pfennigen lässt sich zumindest mit 1977 „erahnen“ und in diesem Fall ist eine portogerechte Versendung eines Briefes in der 2. Gewichtsklasse ab 20g mit der Gebühr zu 40 Pfennigen und der Nachnahmegebühr im gleichen Betrag anzunehmen.
                                        
Der obige Einschreibbrief ging an einen bekannten Philatelisten in Wissen an der Sieg  und die portogerechte Gebühr  für die 2. Gewichtsklasse wurde mit dem kompletten Heftchenblatt 17 (Mi. – Nr. 4 x 1864) aus dem Jahr 1973 entrichtet. Briefbeleg mit Datum 4.5.1977.
                                      
Die Eil-und Einschreibsendung lief vom Halberstadt nach Kleinberndten  einem heutigen Ortsteil von Sondershausen. Ferner findet sich ein Drucksachenstempel, der teils von der Einschreibmarke Halberststadt überklebt ist. Die Gebühr der Sendung errechnet sich aus der Eilzustellung mit 50 Pfennigen und einer Drucksachengebühr in der 3. Gewichtsklasse zu 25 Pfennigen und  Freimachung mit Mi.-Nr.1624. Rückseitige Durchgangsstempel folgend abgebildet.
                                                                            
                                   Nachfolgend  ein eingeschriebener Luftpostbrief  mit „buntem“ Erscheinungsbild
                                      
Der Brief - aufgegeben am Flughafen Berlin–Schönefeld  mit Datum vom 14.4.1984 - sollte seinen Empfänger in Australien erreichen. Die insuffiziente Adresse und die „geplante“ Rücksendung nach Mannheim lassen die philatelistische Absicht erkennen. Dazu noch das ebenso „bunte“ Rückseitenbild des Briefbeleges.
                                      
Das Porto zu 75 Pfennigen  entspricht der Auslandsbriefgebühr mit 35 Pfennigen und dem Luftpostzuschlag für die Zone 5 mit 40 Pfennigen in der 1. Gewichtsstufe.
                
Sicherlich zeigt obiges Belegbeispiel eine philatelistische Dokumentation. Schon die portogerechte  Zusammenstellung  der Zusatzversendungsformen mit Rückschein  und 45 Pfennigen im „Auslands“tarif und der Drucksachengebühr in der 2. Gewichtsstufe ab 20g   mit 30 Pfennigen für den Brief nach Traben- Trabach am 3.Dezember 1980 aus Bad – Schmiedeberg  ist recht ungewöhnlich.  Spezialsammler auf dem Gebiet der Einschreibmarken erkennen wohl auch die beteiligten Personen  in diesem Fall an der Briefanschrift und der Rückscheinadresse.
                                           
Abermals ist oben eine portogerechte Postkarte mit philatelistischer Absicht zu erkennen. Die Sonderpostkarte zur Veranstaltung „DDR 84“  wurde mit 75 Pfennigen freigemacht und von Halle nach Kassel  abgeschick. Mit 3 x 25 Pfennigen  (Freimarke: Aufbau in der DDR Mi-Nr 2022) für den Auslandstarif Postkarte mit 25 Pfennigen und Eilzuschlag zu 50 Pfennigen sehen wir eine schöne portogerechte Mehrfachfrankatur. Vorderseitiger Ankunftsstempel Kassel.

                                
Obige Abbildung dokumentiert eine Päckchenaufgabe im Selbstbedienungspostamt APOLDA mit Datum vom 18.April 1970 nach Weimar. Im Posttarif vom 1.1.1967 betrug die Gebühr 70 Pfennige und wurde mittels Einzelfrankatur und Ulbrichtmarke entrichtet und Einschreibmarke für die nachzuweisende Sendung Apolda 1.
                       
Die Päckchensendung  nach Theringsfehn  (Leer-Ostfriesland) ging mit  SB – Auflieferung am Postamt Naumburg mit Datum vom 18.1.1971 auf den Weg. Die Gebühr wurde ebenfalls mit 70 Pfennigen und Ulbrichtmarke  geleistet, denn erst ab 1.7.1971  hätte für Sendungen in die Bundesrepublik der Auslandstarif seine Gültigkeit gehabt.
                                                   
Obige Abbildung dokumentiert eine R-Eilsendung innerhalb der DDR mit Sonder-Einschreibmarke zur Otto-v.-Guericke-Ehrung und mit passendem Sonderstempel aus Magdeburg  vom 19.10.1986. Zur Einschreibmarke kam hier die Briefgebühr mit 20 Pfennigen und die Eilgebühr mit 50 Pfennigen hinzu und Freimachung mittels Einzelfrankatur  MiNr 2085 und nach 300 Jahren ein “Blick in den eroberten Weltraum“. Rückseitig  sind  allein 3 Durchgangsstempel zu registrieren und belegen wunderbar den Postweg mit Abgangsstempel Magdeburg 20.10. und 17 Uhr, ein Bahnpoststempel  Leipzig-Schwerin  und Zug 736 mit identischem Tagesdatum und Poststempel Torgelow  mit 21.10. und 6 Uhr  morgens. Bei Belegen bis in diese Zeit lohnt sich noch ein Blick auf die Rückseite.
                                  
Die Briefmarkenausstellung  der Jugend der DDR in Erfurt vom 23.9. bis 2.10.1988 wurde mit Sondermarke, Sonderstempel und Sonder-Einschreibmarke bedacht.
                                         
Der Sonderstempel traf mit den Porträts von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg  sicherlich auch eine politische Aussage  und in diesem Zusammenhang hat der Name EDEN (Hotel in Berlin) leider im Jahr 1919 eine unrühmliche Ortsbeziehung.  Die portogerechte Freimachung mit 70 Pfennigen resultiert aus der Auslandsdrucksachengebühr mit 20 Pfennigen und der Eilversendung mit 50 Pfennigen. Rückseitiger Ankunftsstempel.
                                                                                
Die folgende Einschreibsendung  vom SB-Postamt Merseburg  und mit Datum vom 18.6.1981  lässt eine fingierte Anschrift  und damit eine philatelistische Absicht vermuten.
                                      
Schon  die rückseitige Absenderangabe  mit BRD-Anschrift bestätigt die „geplante Rücksendung“ an einen Sammlerfreund in Kassel. Die Postgebühr errechnet sich aus  der Briefauslandsgebühr im Standardformat mit 35 Pfennigen und der Luftpostzuschlag betrug  im Tarif vom 1.7.1971 und der Zone 3 für die USA 30 Pfennige und addierte sich so portogerecht zum freigemachten Betrag mit 65 Pfennigen. Hier noch die besagte Rückseite des USA – Beleges.
                                                         
Die nachfolgende Auslandspostkarte mit einem eingedruckten Wertzeichen zu 25 Pfennigen hatte ihr Ziel in Australien und datiert vom 3.April 1989. Der Luftpostzuschlag erforderte in diesem Fall die verklebte 40 Pfennigmarke für die 5. Gebührenzone
                                         
  und die rückseitigen Poststempel verraten doch eine recht zügige Zustellung  bis „zur anderen Seite des Globus“.                                                          
                                                                      

                                 Nachnahmebelege  aus den Selbstbedienungspostämtern finden sich sehr selten.
                                         
Im obigen portogerechten Beispiel nutzte ein Briefmarkenhändler diese Versendungsform zum Ausgleich seiner Forderungen über 91,35 Mark mit Datum vom 11.12.1976 am SB- Postamt Reichenbach 1. Das Briefporto im Fernverkehr betrug 20 Pfennige und die Nachnahmegebühr 40 Pfennige.
                                         
Der Ortsbrief innerhalb Berlins erforderte ein Postentgeld von 10 Pfennigen und die Eilbotengebühr war mit 50 Pfennigen abgegolten. Portogerechte Freimachung mittels 60 Pfennig Briefmarke. In diesem Fall noch Sondereinschreibmarke  zur JUNIOR-SOZPHILEX 83 und dazu  noch der zugehörige Sonderstempel  vom 7.8.1983.
                                      
Die dickwandige Packpapierhülle gehört zum Brief aus der Karl-Marx-Stadt nach SCHWEDR. Der Brief datiert vom 6.10.1987 und das verklebte Portoentgeld  mit 60 Pfennigen lässt auf die 4. Gewichtsklasse  von 250 bis 500g schließen.
                                           
Das Reisebüro Dresden hatte eine eilige und wichtige Postkartenachricht  an die KAP Bobritzschtal  mit Datum vom 7.1.1976. Die geplante Schlittenfahrt  für den 17.Januar 1976 hatte nicht genügend Teilnehmer rekrutiert und wurde abgesagt. Die Postkartengebühr betrug auch im Fernverkehr im Posttarif vom 1.1.1967 nur 10 Pfennige und addierte sich mit dem Eilbotenzuschlag von 50 Pfennigen zum ausgewiesenen Gesamtporto von 60 Pfennigen und Freimachung mit 2 Ulbrichtmarken zu je 30 Pfennigen. Dazu noch der Text  der Rückseite
                                           
Nachfolgend ein eingeschriebener Luftpostbrief mit der Zusatzleistung eigenhändige Zustellung und der portogerechten  Frankatur zu 60 Pfennigen für den Brief mit Datum vom 26.11.1985.

 Das Entgeld summiert sich aus der Briefgebühr im Standardtarif und 35 Pfennigen, mit dem Betrag zu 20 Pfennigen für die eigenhändige Zustellung und der Luftpostgebühr zu 5 Pfennigen (1.Gewichtsklasse) zum genannten Gesamtbetrag von 60 Pfennigen.

Nachfolgend eine eingeschriebene Drucksachensendung und  damit sicherlich auch eine relativ seltene  Versendungsvariante
                                       
Zur Drucksachengebühr mit 5 Pfennigen kam auch hier noch die Eilbotengebühr mit 50 Pfennigen hinzu. Der Briefbeleg ging am 8.3.1976 vom SB-Postamt Sangerhausen 4 nach Altenberg
                                        
Der obige  Luftpostbrief  wurde am 13.10.1981  in Gera 1 auf den Weg gebracht und sollte sein Ziel in der Republik NIGER  in Westafrika erreichen. Zur Auslandsbriefgebühr mit 35 Pfennigen addierte sich hier noch der Luftpostzuschlag für die ZONE 2 im Tarif vom 1.7.1971 mit 20 Pfennigen hinzu und erklärt das verklebte  Gesamtport zu 55 Pfennigen. Dazu rückseitiger Ankunftstempel (vergrößert) aus der Stadt NIAMEY der Hauptstadt der Republik NIGER.
                                                                        
Nachfolgend  ein Rückscheinbeleg, der per definitionem eigentlich portofrei zu nutzen war
                                        
Der Empfänger des Rückscheinbeleges wollte wohl eine schnelle und nachzuweisende  Bestätigung  und  nutzte die Einschreibmarke am SB- Postamt 1 in Erfurt und die Einzelfrankatur mit der Briefmarke zu 50 Pfennigen war noch in diesem Fall der Eilbotenzustellung geschuldet.
                                        
Eingangsstempel Kassel  am 2.3. 1984  mit 23 Uhr – Einstellung und Aushändigungsvermerk  für den 3.3. gegen 8 Uhr 30 und Empfängerunterschrift.

                                    
Der oben abgebildete ausgeschnittene Adressträger dokumentiert eine Drucksachensendung von Ostberlin nach München mit Datum vom 1.7.1973. Seit 1.7.1971 waren Sendungen aus der DDR in die Bundesrepublik und nach Westberlin im Auslandstarif  zu berechnen. Für die Drucksache im Tarif vom 1.7.1971 ist mit 45 Pfennigen damit ein Gewicht von 100 bis 250 g anzusetzen.
                                        
Zur  Briefgebühr von 35 Pfennigen addierte sich der Luftpostzuschlag mit 5 Pfennigen zum Gesamtbetrag von 40 Pfennigen und die portogerechte  Freimachung erfolgte mit dem Markenheftchen Michel-Nummer 5 aus dem Jahr 1971 und dem  Heftchenblatt Nummer 12. Brief vom 22.6.1977 von Dresden nach Wissen an der Sieg. 
                                       
Obige Karte hat rückseitig die Kopie einer alten Dresdner Stadtansicht und ging als Drucksache per Luftpost in die USA mit Datum vom 13.12.1979. Dafür war die Auslandsgrundgebühr mit 20 Pfennigen zu entrichten  im Tarif vom 1.7.1971 und  der Luftpostzuschlag im gleichen Tarif addierte sich für die  entsprechende ZONE 3  ebenfalls mit 20 Pfennigen zum  portogerechten Gesamtbetrag  von 40 Pfennigen.

Im Inlandstarif vom 1.1.1967 waren für den obigen Brief 20 Pfennige zu entrichten und erhöhten sich mit der Gebühr für die eigenhändige Zustellung im Tarif vom 1.7.1971 um weitere 20 Pfennige zum Gesamtentgeld von 40 Pfennigen. Die Reichsbahn-Sparkasse in Magdeburg nutzte zur Freimachung ihren Absenderfreistempel portogerecht und dies mit Datum vom 1.10.1980 nach Salzwedel.

                              
                      Vorgestellt wird ein Brief aus Halle nach Naumburg vom 29.1.1971 in der 2. Gewichtsstufe
                                      
Die Drucksache der Kreisbeschwerdekommission des FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) in Berlin erforderte mit Datum vom 5.5.1981 in der 2. Gewichtsstufe 15 Pfennige und summierte sich mit der Rückscheingebühr zu 25 Pfennigen zum Gesamtbetrag von 40 Pfennigen und die Freimachung  erfolgte mit dem Absenderfreistempel des Kreisvorstandes  FDGB PRENZLAUER BERG. Vermutlich wollte die Kommission unbedingt den Zustellungsnachweis z.B. einer Urkunde oder eines Formulars.
                                       
Portogerechter Einschreibbrief mit Datum vom 27.12.1974 von Berlin nach München. Die Einschreibmarke vom Postamt Berlin 1102  (Berlin-Pankow, Pichelswerderstraße 12) wurde  am Postamt Berlin 104  (Am Nordbahnhof 3)  grün überdruckt und mit dem Bahnpostamtsstempel (BPA) entwertet.
                                      
Brief von Cottbus am 30.6.1990 portogerecht nach Bochum mit 35 Pfennigen im Grundtarif. 2 Besonderheiten sind beachtenswert. Einmal der 2sprachige Poststempel mit dem serbischen Zusatz CHOSEBUZ  und mit dem Datum war nach den Verfügungen und Mitteilungen des Ministeriums für das Post- und Fernmeldewesen laut Veröffentlichung vom 25.6.1990  der 30.6.1990 Verkaufsletzttag  für Einschreibmarken (EM) an den Selbstbedienungspostämtern der DDR. Der Aufbrauch vorhandener  EM war bis zum 31.7.1990 erlaubt.
              
Das obige großformatige (DIN A 4)  Programmheft erforderte im Posttarif vom 1.7.1971 bis 100g eine Gebühr von 30 Pfennigen im  Auslandstarif von Ost- nach Westberlin und ging im Selbstbedienungspost als Einschreibsendung am 12.1.1990 auf den Weg.
                                        
Eine Rohrpostversendung ausgehend vom SB-Postamt in Berlin 66  nach Berlin 117 ist sicherlich nicht allzu häufig  zu entdecken. Die Sendung wurde am 23.4.1969 entwertet und hat rückseitig (nicht abgebildet) den Durchgangsstempel  vom Postamt Berlin 104 um 20Uhr. Die Briefortsgebühr betrug 10 Pfennige und addierte sich mit dem Rohrpostzuschlag von 20 Pfennigen zum vorliegenden Gesamtporto von 30 Pfennigen.
                                                                                    
In Halle gab es 1984 die Veranstaltung „DDR 84“ und dazu einen passenden Sondereinschreibzettel für die Selbstbedienungsaufgabe.  Die Postkarte nach Österreich verlangte  zur Freimachung 25 Pfennige und der Luftpostzuschlag mit 5 Pfennigen addierte sich zum Endbetrag von 30 Pfennigen. Datum 15.7.1984.
                                          
                                       
Die Stadtsparkasse Dresden brachte den obigen Briefbeleg am Selbstbedienungspostamt Dresden 16 am 20.5.1982  innerörtlich (Entgeld 10 Pfennige) zum Postamt Dresden 28 auf den Weg und die Zusatzleistung eigenhändig erforderte noch 20 Pfennige zum ausgewiesenen Gesamtbetrag von 30 Pfennigen im Absenderfreistempel.
                                          
Die Drucksache erforderte ab 100g im Tarif vom 1.7.67 die Gebühr von 25 Pfennigen und wurde am 19.8.1970  auf dem Selbstbedienungspostamt in  Rathenow aufgegeben.


Oben eine eingeschriebene Drucksache mit zusätzlicher Luftpostversendung. Es galt im Posttarif  vom 1.7.1971  die Drucksachengebühr für die Sendung vom 20.12.1976 die Auslandsgebühr mit 20 Pfennigen und erhöhte sich mit dem Luftpostzuschlag zu 5 Pfennigen (1.Gewichtsklasse) zum Gesamtbetrag von 25 Pfennigen.

                                            
Die Postkartengebühr betrug im Tarif 1.7.1971  nach  Westdeutschland im erforderlichen Auslandstarif 25 Pfennige und in diesem Fall als eingedrucktes Postwertzeichen und hatte  eine  Nachricht nach Frankfurt mit Datum vom 10.7.1975. Der Absender vermerkte rückseitig, dass aktuell am Postamt Leipzig 7017 (Hauptbahnhof)  der Sb- Einschreibzettel 701 in  einer Fremdverwendung läuft.
                                          
Das REISEBÜRO der Deutschen Demokratischen Republik mit seiner Generaldirektion in Berlin nutze am 30.4.1987 zur Freimachung ihren Absenderfreistempel (Postamt 102)  für den Fernbrief nach Erfurt  und dies portogerecht mit der Werteinstellung zu  20 Pfennigen. Sb-Einschreibzettel 102 Berlin 2.


                               
Der eingeschriebene Ortsbrief mit Datum vom 13.12.1968  erforderte im Posttarif vom 1.9.1967  ein unverändertes und rückblickend preiswertes Entgeld mit 10 Pfennigen
                                      
Vorstehend eine Sonderpostkarte mit eingedruckter 10 Pfennigmarke (Berlin, Palast der Republik) zur Briefmarkenausstellung  NATURWISSENSCHAFTEN und TECHNIK in Magdeburg vom 11.bis 19.10.1986. Entwertung mit zugehörigem Sonderstempel OTTO v. GUERICKE und dazu passend noch der Sondereinschreibzettel. Portoentgeld der Fernpostkarte im Tarif vom 1.1.1967 unverändert 10 Pfennige.
                                      
Das Hauptpostamt P1 in 108 BERLIN brachte am 7.8.1986 obige eingeschriebene Drucksachenkarte auf den Weg (Posttarif vom 1.1.1967) an den Empfänger in THALE.
                               
Die kostenlose Rücksendung an den Leiter des Wehrkreiskommandos in Halle  erforderte nur die Einschreibgebühr  und dies erfolgte mittels Selbstbedienung auf dem Postamt Halle 4036 am 19.November 1981 und entsprechendem Einschreibnummernzettel.




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