Deutsche Postautomation

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Briefannahme, Schalterbetrieb und Briefbearbeitung.



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Portoermittlungs- Automaten  (PIA)


mit online  Münzwertzeichendrucker im System Olivetti



Zunächst an dieser Stelle eine allgemeine Einführung zum Einsatz eines Porto-, Informations- und Ausgabesystems (PIA) angekündigt durch die Deutsche Post im Mitteilungsblatt Nr.19/1998 vom 26.3.1998.

Im Zusammenhang mit dem neuen Poststellenkonzept „Center-Filiale“  wurden an 18 Standorten Selbstbedienungsautomaten zur Portoermittlung 1998 aufgestellt. Beteiligt waren die Firmen Olivetti, Mettler- Toledo und Nagler Metall Technik mit ihren Automaten an jeweils  6 verschiedenen Postämtern. Die Automaten konnten die Briefe wiegen und vermessen, das Portoentgeld je nach Versendungsform errechnen und die passende Automatenbriefmarke auf Wunsch auswerfen. Damit frankiert, konnte die Sendung durch den Kunden in den unten platzierten Briefkasten des Automaten eingeworfen werden. Aber auch zum reinen ATM- Bezug waren die Geräte geeignet mit der Möglichkeit zum Quittungsdruck. Das Konzept war absolut nicht neu. Die Schweizer Firma Frama hatte schon solche Automaten seit 1995 im Betriebsversuch auch in verbesserter Form von 1998, aber eine Beteiligung in Deutschland am PIA- Betriebsversuch fand nicht statt.

Startbeginn war der 24.4.1998 und der Versuch sollte nur über einen kurzen 2- bis 3-monatigen Einsatz erfolgen! An 15 Standorten wurde der Termin 24.4.98 eingehalten, drei Standorte folgten verspätet. Die Firma Olivetti startete in Bad Segeberg, Gera, Hamburg 60, Norderstedt, Uelzen und ab 5.6.98 in Kaltenkirchen mit ihrem letzten PIA- Automaten. Ich danke W. Krause, Horstedt herzlich für die PIA- Olivetti- Fotos und damit für die Möglichkeit der Vorstellung des Automaten. Sicherlich ist vielen ATM- Sammlern die Phase PIA und die Olivetti- Ausgabe bekannt, aber Abbildungen sind auch in der damaligen Presse nicht zu finden!

                                          
                                                   

Links grau getönt Bildschirm  mit Tastatur, darunter angeordnet die Vermessungs- und Waagenfläche  und unten als Konsole der Briefkasten. Rechtsseitig gelb die Steuerzentrale mit Geldeinwurf, Quittungsausgabe und Auswurfschacht für Rückgeld und Automatenmarke.

Ein Ausschnitt zeigt noch verbessert die Anordnung und die Aufforderung: Hier frankieren Sie schnell und richtig!


                       
                                                    


PIA- Olivetti hatte einen Nagler N109 Münzwertzeichendrucker für  Automatenbriefmarken integriert  und bot neben dem Gesamtspektrum von 10 bis 9990 Pfennigen noch einen Minisatz mit den ATM- Wertstufen 100 und 110 an, für den es auch eine Sammelquittung gab.



                                        


Hier eine Ersttagsquittung vom Olivetti- Standort in Uelzen mit Satz- Sammelquittung über 2,10DM. Der Quittungsthermodruck war nicht sehr gut. Auch hier zerstört sich leider ähnlich  den Siemens- Nixdorf- Wertlabeln im ABAS- System  die Dokumentationsmöglichkeit. Der Kontrast ist schon bei obiger Abbildung erhöht und Fotokopien sind dringend zu empfehlen.

                                    

Ersttagsbrief vom PIA- Standort- Olivetti in Norderstedt mit bereits kopierter Automatenquittung vom 24.4.1998.

Bereits am 18.7.1998 -  knapp 3(!) Monate nach Beginn des Betriebsversuches-  hatten die Pia- Automaten ihren Letzttag, so dass Kaltenkirchen mit knapp 6 Wochen die kürzeste Betriebszeit eines Olivetti- Standortes hatte.

Im nachfolgenden Kapitel werden die PIA- Automaten der Firma Nagler vorgestellt.



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