Deutsche Postautomation

Informationen zur deutschen Postautomation im Bereich Freimachung,
Briefannahme, Schalterbetrieb und Briefbearbeitung.



  • Postautomation im Bereich ...




Suche:





                                           
Der unscheinbar wirkende ATM – Wertbrief  mit 10g Gewicht und Luftpostzuleitung erreicht seine hohe Wertstufe nur durch die Versicherungssumme von DM 2500,00. Die Wertbriefversicherung summiert sich aus der Grundgebühr mit DM 4,00 und für die zusätzliche Versicherungssumme  von DM 2000,00 kamen noch 4 x DM 1,00 je 500,00 DM hinzu. Allein schon der Wertbriefversand kostete somit DM 8,00, die Briefgrundgebühr betrug 80 Pfennige und der Luftpostzuschlag 5 Pfennige. Der vorschriftsmäßig rückseitig gesiegelte Brief  belegt gleichzeitig den Ersttag für diese Einzelfrankatur zu DM 8,85 aus dem  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982.


                                 
Der Datapostbeleg ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert und bedarf einiger grundsätzlicher Anmerkungen. Zunächst muss die Weiterleitung der oben vorgestellten Sendung von Hannover nach Hamburg in Form der postalischen Zusatzleistungen Eilboten- und Wertbriefversand   gedanklich  vom eigentlichen Data – Postbeleg getrennt gesehen werden.
Das Bestreben einer sicheren und schnellen Sendungsübermittlung ist untrennbar mit dem Begriff POST verbunden und absolut kein neuzeitliches Problem. Durch die Versendungsformen schon Ende des 19.Jahrunderts mit dem  Bahnhofsbrief, dann Bahnhofszeitungen ab 1927 und  Ersatz dieser Formen mit dem Kursbrief seit 1963 war die deutsche Post eigentlich stets gut aufgestellt und  sah internationalen Bestrebungen  hier einen einheitlichen Standard zu entwickeln zunächst beobachtend gegenüber.  S. erste internationale Konferenz datapost am 14.Mai 1974 in York, England.
                                                       
 
Die englische Post bewarb diese Versendungsform deutlich, wie es auch auf einem Markenheftchen illustriert belegt ist.
       
Begriffe wie DATAPOST, EMS, CHRONOPOST sind diesbezüglich synonym zu finden und  ab 1979 schloss sich Deutschland international an und nahm die inländische Konzeption ab 1982 in ihr Programm. Nachfolgend einmal nur drei Belegbeispiele mit EMS – Dubai, Datapost  Hessische Landesbank und Beutelfahne Flughafen Stuttgart  zur Demonstration.
                
Die monatliche Gebühr für eine individuelle und gleichbleibend definierte und damit zeitlich garantierte Zustellung mit festgelegtem Abgangs- und Empfangspostamt kostete z.B.1982  den stolzen Preis von DM 120,00.  Solche definierten Versendungsformen sind aus dem Bahnhofs- und Kursbriefbereich schon aus früheren Zeiten der deutschen Post bekannt. Erforderliche Ausweise zur Datapostabholung und  postamtlich beglaubigte Unterschriften  sicherten den Datapostverkehr ab.
                         
Postvollmacht und Datapostausweis, wie oben abgebildet, beziehen sich auf den zuvor vorgestellten Beleg für die eingerichtete Verbindung zwischen den Firmen Knabe Gmbh, Kierspe und Lutz & Brand GmbH Hannover.  Während noch eine Eilzustellung beim Empfänger im Datapostbereich möglich war,  wurden Versendungsformen wie Wertbrief oder Einschreiben im Datapostverkehr ausgeschlossen. Nur durch die Weiterleitung von Hannover nach Hamburg im normalen Postbetrieb konnten dann im obigen Beispiel die Versendungsformen  Wertbrief und Eilboten am EPOS I Schalter in Hannover gewählt werden und den ursprünglichen reinen Databrief mit der ATM – Einzelfrankatur entsprechend „ergänzen“. Die Portorechnung summiert sich aus der Briefgebühr mit DM 1,30 für die 2. Gewichtsstufe, der Eilgebühr zu DM 3,50 und der Versicherungsgebühr als Wertbrief mit DM 4,00 zum Gesamtbetrag von DM 8,80.
                                                  
                                      S. zugehörige EPOS I Terminalquittung und Einlieferungsschein Postamt Hannover

                                               
Auch einmal eine grüne ATM aus dem Nagler – MWZD kann in der ansteigenden Portostufenserie  mit 870 Pfennigen vorgestellt werden und dokumentiert gleichzeitig eine „E – Tastenfunktion“ des Postautomaten. Der Brief in der 2. Gewichtstufe erforderte DM 1,70 und die Zusatzleistung Wertbrief DM 7,00. Beides addiert sich zum Endbetrag von DM 8,70. Mit dem Poststempeldatum vom 31.3.1993 konnte letztmalig diese Portophase belegt werden.

                                                 
Die portogerechte Einzelfrankatur  zu 865 Pfennigen mit Datum vom 5.12.1992 ist sicherlich nicht alltäglich. Die „grüne“ ATM – Phase in Berlin lief an den Berliner Postämtern  20,30,41,44 und 51 nur in der Zeit vom März 1991 bis zum März 1993. Hier waren auch übrigens nur SWZD Typ Klüssendorf 829 im Einsatz. S.a. entsprechende Kapitel der Webseite. Im obigen Belegbeispiel war das Berliner Postamt 30 mit seinem SWZD beteiligt. Der Einschreibbrief ging nach Canada und dies noch in der zusätzlichen Form der eigenhändigen Zustellung  und auch der  Luftpostversand sollte wohl noch  im Dezember  eine vorweihnachtliche Aushändigung  gewährleisten. Damit errechnet sich das Gesamtentgeld mit der Standardbriefgebühr mit DM 1,40, der Einschreibgebühr zu DM  3,50, der eigenhändigen Zustellung ebenfalls mit DM 3,50 und dem einfachen Luftpostzuschlag bis 5g mit 0,25 DM. Der wohl „wichtige“ Inhalt war damit ein „Leichtgewicht“, aber der Absender verrät eine philatelistische Dokumentation.                                                            
                                              
                                               Einlieferungsschein, Handquittung und rückseitiger Ankunftsstempel

Auch im unten vorgestellten Fall sicherlich ein philatelistisch induzierter Ersttagsbeleg für die portogerechte ATM -  Einzelfrankatur  aus dem SWZD – Satz von 5 bis 9995 Pfennigen  mit Datum vom 27.9.1982.
                                       
Das Porto errechnet sich für den rückseitig gesiegelten Brief in der 3. Gewichtsklasse mit einer Grundgebühr zu DM 1,90, der Rückscheingebühr mit DM 1,50, der Wertbriefversicherung  zu DM 5,00 (4,00 bis DM 500,00  und zusätzlich weitere DM 1,00  für den erhöhten Versicherungsbetrag auf 600,00 DM) und dem Luftpostzuschlag  mit 4 x 5 Pfennigen zu insgesamt DM 8,60.

                             
Auch mit dem oben vorgestelltem Beleg wurde der Ersttag des SWZD – Satzes vom 27.9.1982 dokumentiert in der portogerechten ATM – Einzelfrankatur zu 855 Pfennigen. Das Porto errechnet sich zunächst aus der Einschreibgebühr mit DM 2,00, dem Eilbotenzuschlag mit DM 3,50 und der Briefgrundgebühr für die 4. Gewichtsklasse von 100 bis 250g mit DM 2,50 auf DM 8,00.  Der Luftpostzuschlag mit 55 Pfennigen postuliert ein Briefgewicht von 220g für 11 x 5 Pfennige und addiert sich somit zum Gesamtbetrag von DM 8,55.

                                     
Die portogerechte ATM – Frankatur zu DM 8,50  mit Datum vom 8.8.1989 erforderte zur Standardbriefgebühr von DM 0,80  noch jeweils DM 2,50 für die Zusatzleistungen Einschreiben, Rückschein und eigenhändig und summierte sich somit auf den genannten Gesamtbetrag. Eine beigefügte Handquittung belegt noch den SWZD am Postamt 701 in München. Hier lag eine Verlegung des SWZD  zum 25.  Januar 1989  aus Gründen der EPOS II Installation  vom Postamt München 1 vor. Siehe auch entsprechende Notierung im ATM – Kapitel Listen und Tabellen unter SWZD Klüssendorf Typen 651 / 829 ab 27.11.1984


                                     

Luftpostversendung  als portogerechte ATM – Einzelfrankatur mit Zusatzleistung Wertbrief  vom Ersttag des  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982. Das Gesamtporto für den rückseitig versiegelten Brief errechnet sich aus der Grundgebühr von 20 bis 50g mit 130 Pfennigen, dem Luftpostzuschlag bei 41g mit 3 x 5 Pfennigen und der Wertbriefversicherung für DM 2000,00 mit 700 Pfennigen. Die Wertbriefversicherung summiert sich aus der Grundgebühr mit DM 4,00 und für die zusätzliche Versicherungssumme  von DM 1500,00 kamen noch 3 x DM 1,00 je 500,00 DM hinzu.

                              

Der Wertbrief in der Gewichtsklasse 50 bis 100g wurde am 27.3.1990 in Mannheim am Postamt 12 aufgegeben, das zu diesem Zeitpunkt noch Standort eines Schalterwertzeichendruckers Klüssendorf  Typ 651 war. Dementsprechend war eine Handquittungsabgabe möglich, wie das obige Beispiel zeigt. Der  Kennbuchstabe v im Tagesstempel passt auch noch zu diesem Zeitpunkt zu den Angaben und Daten in der Auflistung der Erstinstallation zu den SWZD  im entsprechenden Menüpunkt der Webseite. Der zugehörige Postschalter 12 wird wohl in seinen Zuordnungsstrukturen gleich geblieben sein, denn auch der Wertzettel ist weiterhin in diesem Fall ohne Kennbuchstaben. Das Portoentgeld errechnet sich für den 88g schweren Brief mit DM 2,40 und der Wertbriefgebühr zu DM 6,00 zu insgesamt DM 8,40.

                                     
Die 835 Pfennig - Einzelfrankatur stammt portogerecht ebenfalls  vom Ersttag des  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982 und in diesem Fall vom Postamt Bonn1. Das Portoentgeld errechnet sich für den 12g schweren Wertbrief mit der Briefgebühr zu 80 Pfennigen, der Eilbotenzusatzleistung zu 350 Pfennigen und der Wertbriefgrundgebühr bis 500,-DM mit 400 Pfennigen  und hat zum vorhergehenden Beleg noch den Luftpostzuschlag von 5 Pfennigen  zu insgesamt DM 8,35.  
                                                       
Rückseitiges Stempelensemble zum  Luftpost-Wertbrief  mit Eilbotenversendung postlagernd an das Flughafenpostamt in Berlin – Tegel..

                                      
Die 830 Pfennig - Einzelfrankatur stammt portogerecht  vom Ersttag des  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982 auch in diesem Fall vom Postamt Wiesbaden. Hier sollte ja die Terminalpremiere im EPOS I System am 7.10.1982 starten und vielfach wurde daher auch dieses Postamt für die Ersttagsdokumentation des „Lindwurmsatzes“  aufgesucht. Das Portoentgeld errechnet sich für den 11g schweren Wertbrief mit der Briefgebühr zu 80 Pfennigen, der Eilbotenzusatzleistung zu 350 Pfennigen und der Wertbriefgrundgebühr bis 500,-DM mit 400 Pfennigen zu DM 8,30.
                                      
Luftpostversendung  als portogerechte ATM – Einzelfrankatur mit Zusatzleistung Wertbrief  vom Ersttag des  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982. Das Gesamtporto für den rückseitig versiegelten Brief errechnet sich aus der Grundgebühr bis 100g mit 190 Pfennigen, dem Luftpostzuschlag bei 81g mit 5x 5 Pfennigen und der Wertbriefversicherung für DM 1500,00 mit 600 Pfennigen. Die Wertbriefversicherung summiert sich aus der Grundgebühr mit DM 4,00 und für die zusätzliche Versicherungssumme  von DM 1000,00 noch zuzüglich 2 x DM 1,00 je 500,00 DM  erweiterte Versicherungsleistung.

                                             
Die Versendungsformen  ab 800 Pfennigen werden  seltener und weisen gelegentlich trotz philatelistischer Initiative Portoberechnungsfehler auf. Eine Einzelfrankatur zu 805 liegt mir von A. Lehr vor, möchte ich auch nicht unterschlagen, kann jedoch die Portostufe im oben vorgestelltem Briefbeleg  nicht nachvollziehen.

Der Beleg demonstriert noch einmal die kurze Periode der „grünen“  ATM auch an den Standorten der SWZD  in Berlin und in diesem Fall Berlin Postamt 20 (Spandau). Die untere Abbildung zeigt das zugehörige Ensemble mit Einlieferungsschein, Rückschein und Handquittung zum ATM- Bezug.
                                                    
                                             
Das Portoentgeld errechnet sich zum Datum vom 13.2. aus der Briefgebühr in der 1. Gewichtsklasse mit 100 Pfennigen zuzüglich Betrag für die Einschreibversendung mit DM 3,50 und der Rückscheingebühr mit DM 3,50 zum Gesamtbetrag von DM 8,00. Einen Orts-Sondertarif in Berlin gab es zu diesem Zeitpunkt.


                                                    
Erneut hat der gleiche Absender wie bei den beiden  vorherigen  Belegen auch in diesem Fall den ATM- Ersttag aus dem SWZD-Satz von 5 bis 9995 Pfennigen dazu benutzt, auch noch die ATM – Einzelfrankatur zu 795 Pfennigen am 27.9.1982 zu dokumentieren. Das Portoentgeld errechnet sich in diesem Fall aus der Briefgrundgebühr für die 2. Gewichtsstufe mit 130 Pfennigen, dem Luftpostzuschlag mit 15 Pfennigen (5Pfg. pro 20g), den Rückscheinkosten mit 150 Pfennigen und der Wertbriefversicherung (400 plus 100 für zusätzliche Versicherungsleistung auf DM 600,00) zu 500 Pfennigen zum Gesamtbetrag von DM 7,95. Die „Portoakrobatik“ verrät die philatelistisch beabsichtigte  Dokumentation, zeigt aber andererseits auch die Vielfalt der damaligen Versendungsmöglichkeiten auf.

                                                    
Wie erkennbar hat der gleiche Absender wie beim vorherigen Beleg den Ersttag für den Lindwurmsatz von 5 bis 9995 Pfennigen dazu benutzt, auch noch die ATM – Einzelfrankatur zu 790 Pfennigen zu dokumentieren. Das Portoentgeld für den rückseitig gesiegelten Wertbrief errechnet sich daher für die 3. Gewichtsklasse mit DM 1,90 und der  Wertbriefgrundgebühr mit DM 4,00 zu 5,90. Die erweiterte Versicherungsgebühr auf DM 1500,00 mit zusätzlich  2 x 500,00 DM erforderte  DM 2,00 und ergibt somit das Gesamtporto zu DM 7,90.

                                                   
Portogerechte ATM – Einzelfrankatur als Wertbrief  mit Luftpostversendung  vom Ersttag des  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982. Das Gesamtporto errechnet sich aus der Briefgrundgebühr bis 20g mit 80 Pfennigen, dem Luftpostzuschlag mit 5 Pfennigen und der Wertbriefversicherung für DM 2000,00  mit 700 Pfennigen. Die Wertbriefversicherung für den rückseitig gesiegelten Brief  berechnet sich aus der Grundgebühr mit DM 4,00 und für die zusätzliche Summe  von DM 1500,00 noch zuzüglich 3 x DM 1,00 je 500,00 DM  Versicherungsleistung.

                                              
Vorgestellt wird ein Adressträger für die Versendung eines Päckchens in die USA  in der Gewichtsklasse 1kg bis 1 1/2 kg mit vorschriftsmäßiger ATM – Einzelfrankatur über DM 7,80. Aufgabepostamt Bonn 3 mit Datum vom 13.10.1988.

                                               
Der Luftpostbrief nach Neuseeland mit den Zusatzleistungen Einschreiben und Rückschein wurde auf der Briefmarkenmesse PHILATELIA `91 in Köln am 25.10.1991 am Versandstellenschalter aufgegeben. Vor Ort war damals die Versandstelle Frankfurt und die Automatenbriefmarke stammt aus dem mitgebrachten Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 829. S.a. entsprechender Punkt auf der Menüleiste unter SWZD Sonderstandorte 651/829 im Kapitel ATM und dort unter Tabellen und Listen. Das Entgeld errechnet sich aus der Briefgebühr mit DM 1,40, den Zuschlagsleistungen Einschreiben und Rückschein mit jeweils DM 2,50 und der Luftpostgebühr mit 3x 15 Pfennigen zu insgesamt DM 7,75. Vorhanden sind dazu die Handquittung über den Bezug der ATM, der Einlieferungsschein und der abgestempelte Rückschein aus Neuseeland.

                                           
Der Wertbrief in der 6. Gewichtsklasse von 500 bis1000g entsprach der Grundgebühr mit DM 3,70 und wurde in Saarbrücken am Postamt 13 mit Datum vom 20.9.1988 aufgegeben. Die ATM- Einzelfrankatur stammt aus dem dortigen SWZD Typ Klüssendorf 651 und ergibt sich aus der zusätzlichen Wertbriefversicherung über DM 500,00  mit DM 4,00. Absender und Empfänger sind bekannte Adressen aus der deutschen ATM- Szene.

                                              
Die Automatenmarke zur portogerechten Einzelfrankatur stammt aus dem Wertespektrum von 5 bis 9995 Pfennigen mit  Ersttag vom 27.9.1982. Aufgegeben am Postamt Wiesbaden 1, gehört der Brief mit 88g in die 2. Gewichtsklasse und weist noch die Zusatzleistungen auf als versicherter Wertbrief und Rückschein zum Zustellungsnachweis. Obendrein war noch Luftpostversand nach Berlin gewünscht. Das Portoentgeld errechnet sich somit aus der Briefgebühr mit DM 1,90, der Wertbriefversendung mit Versicherungswert DM 500,00 und damit DM 4,00, den Rückscheinkosten mit DM 1,50 und dem Luftpostzuschlag mit 5x5 Pfennigen zu insgesamt DM 7,65.

                                                  
Der rückseitig gesiegelte Luftpostwertbrief vom Standort des Schalterwertzeichendruckers am Düsseldorfer Postamt 101 mit Datum vom 15.1.1987 sollte seinen Empfänger in Tunesien erreichen. Ein Ziel das aktuell (März 2011) sicherlich für einen Wertbrief schon aus politischer Hinsicht etwas brisant erscheinen würde. Aber auch damals in  „ruhigeren Zeiten“ erreichte er den Adressaten  nicht  und wurde retourniert mit rückseitig handschriftlichen Vermerken und Durchgangsstempeln. Das Portoentgeld summiert sich aus der Briefgebühr 2. Gewichtsklasse bis 50g mit 180 Pfennigen, der Wertbriefgrundgebühr mit 300 Pfennigen für die Versicherungsleistung von DM 200,00  und einer Zusatzgebühr von 100 Pfennigen  für die Versicherungserweiterung  in erster Stufe und aus dem Luftpostzuschlag mit 9x20 Pfennigen bei einem Briefgewicht von 45g zu insgesamt DM 7,60.

                                     
Der Luftpostbrief nach Kanada erreicht die portogerechte ATM- Einzelfrankatur zu 750 Pfennigen  mittels der zusätzlichen Versendungsformen Einschreiben und Eilbotenzustellung. Die Automatenmarke stammt vom Schalterwertzeichendrucker am Postamt Hannover 1 und eine entsprechende Handquittung mit zugehörigem Datum vom 19.4.1985 liegt ebenfalls wie der Einlieferungsschein vor. Das Gesamtentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr bis 20g mit DM 1,20, der Einschreibgebühr mit DM 2,00, der Eilbotenzustellung mit DM 3,50 und dem Luftpostzuschlag für 4 x 0,20 DM  zu insgesamt DM 7,50.

                      
Sicherlich philatelistisch initiiert ist die Dokumentation der letzten „ÜBERLANDPOSTFAHRT  Hof – Nürnberg mit UMARBEITUNG“ mit Datum vom 27.5.1988 und entsprechendem Poststempel. Als Luftpostversendung mit Eilzustellung in der Sonderform „nachts“  liefert die puristische ATM- Einzelfrankatur dazu in der Wertstufe DM 7,45 ein passendes briefliches Gesamtbild. Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr (20-50g=130), der Eilzustellungsgebühr auch NACHTS (600) und dem Luftpostzuschlag (3x5 je 20g=15) zum Gesamtbetrag von 745 Pfennigen (Briefgewicht 43g).

                                                          
An dieser Stelle möchte ich auch einmal wieder ein damals noch übliches und höchst informatives Rückseitenbild im Bildausschnitt  nicht unterschlagen!


                                           
Der Brief vom 6.6.1990 weist die Zusatzleistungen Einschreiben und Rückschein auf, die in der zugehörigen Portoperiode mit je DM 2,50  anzusetzen sind. Die Restgebühr von DM 2,40 zum Gesamtporto von DM 7,40 ergibt sich aus der Briefgebühr für die Gewichtsklasse von 50-100g. Das Postamt Kiel 1 war zum betreffenden Zeitraum Standort eines SWZD vom Typ Klüssendorf 651 seit dem 27.11.1984 s.a. entsprechende Auflistung auf der Webseite unter dem  Menüpunkt Listen/  Tabellen.
                                                  
Die portogerechte Einzelfrankatur mit grüner Automatenbriefmarke über DM 7.35 ist sogleich Ersttag in dieser Form mit Datum vom 27.9.1982  aus dem ATM- SWZD- Satz von 5 bis 9995 Pfennigen gewesen.  Das Porto errechnet sich für den Brief  mit  DM 0.80, Inlands- Lp- Zuschlag bis 20g mit DM 0,05, der Wertbriefgrundgebühr zu DM 4.00 plus DM 1.00 für den erweiterten Versicherungsschutz auf DM 600,00 und der Rückscheingebühr von DM 1,50  zum Endbetrag von DM 7.35. Rückseitig gesiegelt. Rückschein mit Stempel Berlin liegt vor. 
                      
                                                 
Die ATM- Einzelfrankatur in der Wertstufe DM 7,30 stellt sich als eingeschriebener Luftpostbrief dar mit der zusätzlichen Versendungsform Eilboten von Düsseldorf nach New York. Der linksseitig abgeschlagene Gummistempel wirbt für die INTERPEX `86 in New York mit dem Bild der Freiheitsstatue und dem Veranstaltungsort im Madison Square Garden. Rechtseitig ist ein grüner Gummistempel als Ankunftsstempel  angebracht. Rückseitig liegt ein Rollenstempel des Postamtes Düsseldorf- Flughafen vor. Die Aufgabe in Düsseldorf am Postamt 101 verrät für die ATM- Einzelfrankatur die Herkunft aus dem dort stationierten SWZD Typ Klüssendorf 651 s.a. entsprechender Punkt auf der ATM- Webseite unter Listen und Tabellen. Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr (120), der Einschreibgebühr (200), dem Eilbotenzuschlag (350) und dem notwendigen Luftpostzuschlag mit 3x20 Pfennigen für den Brief im Gewicht bis 15g zum Gesamtbetrag von 730 Pfennigen.            

                                       
Die Vorlage zur 720er ATM- Einzelfrankatur stammt freundlicherweise von A. Lehr, Dietzhölztal. Abgebildet ist eine eingeschriebene Auslandsnachnahmeversendung nach Schweden vom Terminal Wiesbaden im EPOS – I - System mit Datum vom 16.7.1984 (s.a. Menüpunkt EPOS - I auf der Webseite). Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr zu DM 1,20, der Einschreibgebühr zu DM 2,00 und der Nachnahmegebühr mit Kontogutschrift per Zahlkarte zu DM 4,00 bei Beträgen bis DM 100,00. Die Belegserie ist zusätzlich komplett abgebildet mit Terminalquittung über die Gebühr für Briefsendung, dem Einlieferungszettel und dem Postgiro- Gutschriftsabschnitt. Die Kenndaten stimmen mit den Angaben unter dem entsprechenden Menüpunkt auf der Webseite überein mit Tagesstempelbuchstabe ta, Kassennummer 922 und R- Zettel- Kennbuchstabe s am Schalter 22 in Wiesbaden Postamt 1. 

                                           
Die portogerechte Einzelfrankatur mit grüner Automatenbriefmarke mit Wertzeilenaufdruck über DM 7.15 ist sogleich Ersttag in dieser Form mit Datum vom 27.9.1982  aus dem  ATM- SWZD- Satz von 5 bis 9995 Pfennigen gewesen.  Das Porto errechnet sich für den ausgewiesenen und rückseitig gesiegelten Wertbrief mit  83g Gewicht per Inlandsluftpost mit der Briefgrundgebühr zu DM 1.90, Lp-Zuschlag mit DM 0.25 (5x 0.05) und der Wertbriefgrundgebühr zu DM 4.00 plus DM 1.00 für den erweiterten Versicherungsschutz auf DM 600,00 zum Endbetrag von DM 7.15.

                                            
Wir sehen einen Luftpostbrief vom Postamt Braunschweig 31 mit Datum vom 2.5.1988 nach Pakistan mit den zusätzlichen Versendungsformen Einschreiben und Eilboten. Der 2.8.1988 dokumentiert die Inbetriebnahme eines Schalterwertzeichendruckers vom Typ Klüssendorf 651 nach Umsetzung vom Postamt Hannover 1. S.a. Menüpunkt Tabellen und Listen der Webseite und hier das Unterkapitel „SWZD Klüss. 651/ 829 ab 27.11.1984. Das Postamt Hannover 1 war Erprobungspostamt im EPOS II  System  geworden, was nach den damaligen Bestimmungen zur Umsetzung der SWZD führte bis auf die Ausnahme in Münster am Postamt 11. Das Porto errechnet sich aus der Briefgebühr mit DM 1,20, Einschreiben DM 2,00, Eilbotenzustellung mit DM 3,50 und dem Luftpostzuschlag mit 2 x 0,20 DM  für das Briefgewicht mit 10g.

                
Der Wertbrief  in die Schweiz markiert mit Datum vom 1.4. 1993 den Ersttag eines neuen Posttarifs. Der Brief in der 2. Gewichtsstufe erforderte mit 24g ein Portoentgeld von DM 2,00 und für die Wertversicherung bis DM 200,00 ein Zusatzentgeld von DM 5,00  und addiert sich so zum Gesamtporto von DM 7,00. Dieser Wert war im Klüssendorf 631 im Tastensatz programmiert  und die zugehörige Quittung stammt vom Standort Nr. 5 in 5300 Bonn Postamt 12.

                                            
Der Luftpost-Einschreib-Eilbrief nach Berlin wurde am Sonderschalter des Postamtes Bonn 1 auf dem Ausstellungsgelände  40.Jahrestag Luftbrücke Berlin aufgegeben und mit dem dortigen Werbestempel versehen. Die ATM stammt vom SWZD im Postamt Bonn 2 (Handqutittung vorhanden). Das Portoentgeld errechnet sich für den Brief in der 2. Gewichtsklasse mit DM 1,30, der Einschreibgebühr zu DM 2,00, dem Eilzuschlag in Höhe von DM 3,50  und dem Luftpostzuschlag bis 60 Gramm mit 15 Pfennigen zu insgesamt DM 6,95. Rückseitig Ankunftsstempel Berlin.

                          
Der großformatige und rückseitig gesiegelte Wertbrief mit einer Versicherungssumme von DM 1000,00 wurde in Mannheim am Postamt 12 und mit Datum vom 5.3.1987 aufgegeben. Die Automatenmarke stammt vom dortigen SWZD Typ 651 Klüssendorf. Das Entgeld errechnet  sich aus der Briefgebühr in der 3. Gewichtsstufe mit DM 1,90, der Wertbriefgrundgebühr  mit DM 4,00 und der Zusatzgebühr  von  DM 1,00  für die erweiterte Versicherung um DM 500,00 auf  DM 1000,00.

                                            
Der Luftpost- Wertbrief wurde freigemacht mit portogerechter Einzelfrankatur vom Ersttag aus dem ATM- Spektrum von 5 bis 9995 Pfennigen  mit Datum vom 27.9.1982 und Aufgabe am  Postamt 1 in Wiesbaden. Das Entgeld errechnet sich aus der Briefgebühr mit 80 Pfennigen und dem Luftpostzuschlag zu 5 Pfennigen., weiterhin summiert sich die Zusatzleistung Wertbrief mit 400 Pfennigen und die zusätzliche Versicherungssumme auf DM 1500,-  mit  2x 100 Pfennigen pro 500,- DM zu insgesamt DM 6,85. Der Wertbrief ist rückseitig vorschriftsmäßig gesiegelt.

                                 
Der Eilbrief an den Polizeioberkommissar B. auf dem 4. Polizeirevier in Hannover sollte im Zweifel sogar nachts seinen Empfänger erreichen. Aufgabe am Terminal EPOS I in Bonn mit Datum vom12.1.1984. Die rückseitigen Ankunftsstempel dokumentieren eine Zustellung in Hannover am 13.1. um 3Uhr. Das Porto errechnet sich aus der Briefgebühr zu DM 0,80 und der Eilgebühr mit Nachtzustellung und DM 6,00. Die Terminalquittung belegt den Postwertzeichenkauf passend zum 12. Januar 1984.

                                   

                                                         
Kurzfristig konnte mit den grünen Automatenmarken (bis 30.6.2002) noch im Briefannahmesystem der Fa. Samkyung zufrankiert werden. Das Gesamtporto für den Brief vom 15.6.2002 in der 1. Gewichtsklasse mit Zusatzleistung eigenhändig und Übergabe-Einschreiben betrug 4.40 Euro (Brief 0,56, Übergabe- R 2,05 und eigenhändig 1,79). Die Vorfrankierung mit der ATM zu DM 6,75 wurde vom Automaten unter Berücksichtigung des DM - EURO-Umrechnungsfaktors  von 1,95583 zu Euro 3,45 angerechnet. Die fehlenden 0,95 Euro wurden entsprechend auf dem Label aufgedruckt und mit der dazugehörigen Quittung einschließlich Einlieferungsdaten dokumentiert
  
                                                      
Die 670 Pfennig – Einzelfrankatur errechnet sich aus der Briefgebühr in der 2. Gewichtsklasse mit 170 Pfennigen und der Eilbotengebühr zu 500 Pfennigen. Der Brief ist eine Eilbotenversendung vom Postamt Friedrichshafen 1 mit Datum vom 15.5.1992 und die Automatenmarke stammt vom dortigen Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 651, der ursprünglich seinen Standort in Freiburg hatte und dort dem EPOS II System weichen musste. S.a. Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen und dort unter SWZD Klüssendorf 651 und 829 ab 27.11.1984.


                                                
Der Luftpost- Eilbrief nach Kanada stammt vom Schalterwertzeichendrucker mit Standort Postamt 1 in Rheine und belegt mit Datum vom 1.4.1989 den Ersttag eines neuen Posttarifs. Die Standardbriefgebühr betrug dementsprechend 140 Pfennige, die besondere Versendungsform Eilboten verlangte 500 Pfennige und der Luftpostzuschlag für den Brief  bis 5g mit 25 Pfennigen summierten sich zum Gesamtporto von DM 6,65. Der Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 stammt vom Postamt Münster 11. Der Standortwechsel resultierte aus der dortigen EPOS- Installation. S.a. Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen und dort unter SWZD Klüssendorf 651 und 829 ab 27.11.1984.

                                               
Die Drucksachenversendung erforderte 1988 nach Österreich noch die Anwendung der Auslandstarife. Damit errechnet sich das Gesamtporto mit der Drucksachengebühr zu 60 Pfennigen, der Einschreibgebühr mit 200 Pfennigen und der Nachnahmegebühr mit 400 Pfennigen zum Gesamtentgeld von DM 6,60. Hildesheim war ferner Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 829 s.a. entsprechender Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen ( Beleg über PWZ vorhanden). 
                                            
Die Eilboten- Luftpostversendung von Wiesbaden nach Berlin dokumentiert mit dem 27.9.1982 erneut den Ersttag des Mammutsatzes in den ATM-Wertstufen im SWZD – Spektrum von 5 bis 9950 Pfennigen. Das Portoentgeld errechnet sich für den 220g schweren Brief mit der Briefgebühr von 250 Pfennigen, der Eilbotenversendung mit 350 Pfennigen und 11x 5 Pfennigen Luftpostzuschlag zu DM 6,55.

                                   
Der Wertbrief wurde am Postamt 13 in Saarbrücken aufgeliefert. Die Automatenmarke im Gesamtportowert DM 6,50 stammt vom dort eingesetzten Schalterwertzeichendrucker am Postamt 13 in Saarbrücken Typ Klüssendorf 651. Das Datum lautet 6.4.1985. Das Portoentgeld errechnet sich für den 231g Brief mit 250 Pfennigen Briefgebühr und für die versicherte Versendungsform bis DM 500,00 mit 400 Pfennigen zu insgesamt  DM 6,50.

                                       
Die mit 645 Pfennigen portogerecht freigemachte  Einzelfrankatur stammt vom Ersttag des SWZD - Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen und damit Datum vom 27.9.1982. Aufgegeben wurde der Brief am Postamt 1 Wiesbaden.  Das Portoentgeld errechnet sich für den Brief in der 2. Gewichtsklasse (130), Wertbrief über DM 600,- (400 plus100) und dem Luftpostzuschlag mit 3x 5 je 20g (15) insgesamt zu 645 Pfennigen..

                                             
Die 640 Pfennig Einzelfrankatur  mit Datum vom 7.7.1985 macht einen recht bunten Eindruck. Der rückseitige Text verrät eine dringende Terminverschiebung  in vorliegender schriftlicher Postkartenform, da eine telefonische Verbindung nicht zustande kam (und Handys damals noch nicht üblich waren). Dem Absender war auch die eventuelle Nachtzustellung wichtig, die er aber freundlicherweise handschriftlich auf 1Uhr früh begrenzt hat. Die Stempelserie und die postalisch handschriftlichen Eintragungen verraten aber, dass die Zustellung  mangels Zustellmöglichkeit gescheitert ist. Das Portoentgeld summiert sich aus dem Posttarif für die Ortspostkarte Berlin mit 40 Pfennigen und dem Eilzuschlag  zwischen 22 und 6 Uhr mit DM 6,00.
                             
                                           
Die 635 Pfennig ATM - Einzelfrankatur stammt in Berlin vom Postamt 30 mit Datum vom 19.3.1993. Dies war gleichzeitig der letzte Betriebstag des dort eingesetzten Schalterwertzeichendruckers Typ 829 Klüssendorf (s.a. entsprechender Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen). Nach der Wiedervereinigung waren in Berlin die dortigen Münz- und Schalterwertzeichendrucker von 1991 und damit Ende der eigenen Berliner Automatenmarke noch für 2 Jahre mit der altbekannten grünen ATM bestückt. Das Portoentgeld für den Beleg nach Kanada  errechnet sich aus der ermäßigten Drucksachengebühr (60), der Einschreibgebühr (350) und dem Luftpostzuschlag für den 45g Brief (9x25=225) zu insgesamt DM 6.35.
                                 
Das „Rückseitenensemble“ zeigt den kanadischen roten Sicherheitsstempel und den entsprechenden Label mit Barcode-Ausstattung. Ferner sind noch abgebildet die Handquittung über das ATM- Postwertzeichen zu DM 6,35 und der Einlieferungsschein vom Postamt Berlin 30.

                                             
Die Abbildung zeigt eine 630 Pfennig – ATM – Einzelfrankatur als eingeschriebenen Luftpostbrief in die USA mit zusätzlicher Eilbotenversendung. Mit Datum vom 14.4.1988 Postamt Essen 1 und gleichzeitig vorhandener Handquittung über das Portoentgeld mit Stempel Postamt Frankfurt 1 wird der Ersttag eines Sonderstandortes des Klüssendorf Schaltwertzeichendruckers Typ 829 anlässlich der 7. Internationalen Briefmarkenmesse in Essen belegt s.a. ATM - Menüpunkt Listen und Tabellen auf der Webseite. Das Portoentgeld errechnet sich aus der Drucksachengebühr (60), Einschreiben (200), Eilboten (350) und Luftpostzuschlag bis 5 Gramm (20)  jeweils in Pfennigen zu insgesamt DM 6,30.

                                         
Vorgestellt wird eine eingeschriebene Luftpostversendung nach Neuseeland vom Sonderstandort eines Klüssendorf Schalterwertzeichendruckers Typ 829  vom Einsatz der Börse Südwest in Sindelfingen im Oktober 1992. Die entsprechende Handquittung ist vorhanden und ich verweise  in diesem Zusammenhang auch auf den Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen und hier auf die Auflistung der Sonderstandorte der SWZD.

                                        
Die 620 Pfennig- Einzelfrankatur stammt vom Schalterwertzeichendrucker Postamt 90 in München (s.a.Menüpunkt Listen und Tabellen) mit Datum vom 26.7.1989. Es handelt sich ja um umgesetzte SWZD im Rahmen der EPOS II Installation und in diesem Fall vom Postamt München 1. Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr in der 2.Gewichtsklasse mit DM 1,70, der Einschreibgebühr von DM 2,50 und dem Nachnahmeentgeld zu 2,00 DM. Die Quittierung über die Nachnahmesendung betrug 60 Pfennige und wurde mit einer zweiten ATM auf dem Einlieferungszettel  belegt.
                           
Für beide Automatenmarken hat der Schalterbeamte sog. Hand-Einzelquittungen  als Belegnachweise ausgehändigt.


                                         
Wir sehen eine Einzelfrankatur zu 615 Pfennigen vom Ersttag  27.9.1982 der grünen ATM aus dem sog. Schalterwertzeichenspektrum mit seinen Wertstufen von  5 bis 9995 Pfennigen. Das Gesamtentgeld  summiert sich aus dem Brieftarif in der Gewichtsklasse 50-100g mit 190 Pfennigen, dem Wertbriefzuschlag mit 400 Pfennigen und dem Luftpostzuschlag mit 5x5 Pfennigen zu  insgesamt DM 6,15. Aufgegeben vom Postamt 1 in Wiesbaden nach Berlin 47.

                                             
Die 610 Pfennig- Einzelfrankatur offenbart offensichtlich ihren philatelistischen Ursprung mit illustrierter Sonderkarte zur Lephila`86 (18.4. bis 19.4.1986) in Lebach Saarland. Dies war gleichzeitig auch ein Sonderstandort eines Schalterwertzeichendruckers Klüssendorf Typ 651  in der Drucktype 2 durch Auslagerung während der Ausstellung vom regulären SWZD- Standort Saarbrücken  Postamt 13. Auch wenn die Ausstellung ab 18.4. lief, wurde der SWZD nur am 19. und 20.April eingesetzt. Der anlässlich der Briefmarken- Ausstellung „Gegenwarts- und Zukunftsphilatelie“ erhältliche Sonderstempel hatte direkten ATM- Bezug mit dem senkrechten Schriftzug ATM abgebildet in einer Pyramide. Das Gesamtporto errechnet sich aus der Postkartengebühr mit 60 Pfennigen, der Einschreibgebühr mit 200 Pfennigen und dem Eilbotenentgeld zu 350 Pfennigen.

                                   
Die ATM – Einzelfrankatur unterscheidet sich zum vorher gezeigten Beleg in der Versendungsform nur durch den zusätzlichen Luftpostzuschlag mit 5 Pfennigen und damit Portoentgeld DM 6,05. Erwähnenswert ist mit dem Datum 1.4.1989 der Ersttag eines neuen Posttarifs und die ATM stammt aus einem umgesetzten Schalterwertzeicherndrucker Typ Klüssendorf 651 vom Standort Münster nach Rheine zum Postamt 1.  S. entsprechende Tabelle im Kapitel ATM nach Listen und Tabellen. 

                                       
Der vorgestellte Inlands- Eilbrief mit der ATM- Einzelfrankatur zu 600 Pfennigen errechnet sich recht einfach im Tarif vom 1.4.1989. Standardbriefgebühr mit DM 1,00 und Eilbotengebühr mit DM 5,00 summieren sich zum Entgeldbetrag von DM 6,00. Erwähnenswert ist postgeschichtlich der Bonner Sonderstempel vom 1.7.1989 mit der Würdigung: Inkrafttreten Poststrukturgesetz. Dokumentiert wurde in diesem Fall der Beginn der I. Postreform mit Aufgliederung  der Deutschen Bundespost in die drei eigenständigen öffentlichen Unternehmen: Deutsche Bundespost Postdienst, Deutsche Bundespost Postbank und Deutsche Bundespost Telekom. Diese Aufsplitterung war der erste vorbereitende Schritt auf dem Weg zur Privatisierung, die 1995 mit der II. Postreform eingeleitet wurde.

                                       
Vorgestellt wird die Einzelfrankatur zu 595 Pfennigen als eingeschriebener Luftpostbrief nach Singapur. Die grüne ATM stammt vom Schalterwertzeichendrucker  Typ Klüssendorf 651  und seinem letzten Einsatztag am Standort Saarbrücken Postamt 13 mit Datum vom 19.3.1993 und ist mit entsprechender Handquittung belegt. S.a. folgende Quittungsbelege.
                                                 
Das Briefporto errechnet sich aus der Standardbriefgebühr bis 20g mit 140 Pfennigen, der Einschreibgebühr mit 350 Pfennigen und dem Luftpostzuschlag für den 15g Brief mit 3x35 Pfennigen zu insgesamt DM 5,95
  
                                   
Die ATM- Einzelfrankatur zu 590 Pfennigen entspricht im Posttarif vom 1.7.1982 der Briefgebühr in der 3. Gewichtsklasse von 50-100g zu DM 1,90 und summiert sich mit dem Wertbriefgentgeld  für die Versicherung bis DM 500,00 mit der Gebühr von DM 4,00  zu insgesamt DM 5,90


                                         
Die abgebildete ATM – Einzelfrankatur zu  DM 5,85   wurde am Ersttag des SWZD – Spektrums von 5 bis 9995 Pfennigen am Postamt Wiesbaden als Wertbrief versichert über DM 600,- per Luftpost  nach Berlin aufgeliefert. Die Versicherungsgebühr für den Standardwertbrief bis 500,00 DM betrug DM 4,00 und erhöhte sich je 100,00 DM um eine weitere Mark und in diesem Fall damit auf DM 5,00. Standardbriefgebühr mit DM 0,80 und Lp- Zuschlag mit DM 0,05 summieren sich somit zum Gesamtbetrag von 585 Pfennigen.


                                     
Die ATM - Einzelfrankatur zu 580 Pfennigen stammt vom Postamt 11 in Münster. Hier war ein Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 in Betrieb, der beginnend am 1.12.1988 einen befristeten Einsatz hatte kombiniert im EPOS II System. Dies war eine einmalige Ausnahmesituation und lief im offline Status bis zum 7.3.1989. Ich verweise auf den Menüpunkt Listen/Tabellen im ATM - Kapitel dieser Webseite unter SWZD Klüssendorf Typ 651 und 829 ab 27.11.1984. Das Portoentgeld errechnete sich aus der Postkartengebühr zu 60 Pfennigen, der Eilbotengebühr zu 350 Pfennigen und der Nachnahmeversendung zu 170 Pfennigen zum Gesamtentgeld von DM 5,80. EPOS II Quittung vom Ersttag in Münster.


                            
Die ATM – Einzelfrankatur  mit Entgeld zu 575 Pfennigen  stammt freundlicherweise  aus der Sammlung von A.Lehr, Dietzhölztal und ist in vielfacher Hinsicht bemerkenswert. Zunächst ist die Aufgabe am Schalterterminal in Wiesbaden Postamt 1 mit Datum vom 8.6.1984 zu vermerken. Tagesstempelbuchstabe „ta“, R-Zettel – Kennbuchstabe „s“ und Kassennummer 922 entsprechen den Angaben im ATM – Kapitel dieser Webseite unter dem Menüpunkt ATM nach Listen/ Tabellen. Die Automatenbriefmarke aus dem Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 667 mit online – Nutzung zeigt eindeutig die Type I, die in den 5Pfennig- Wertstufen nur im EPOS I System erhältlich waren. Die Versendungsform nach Schweden ist als eingeschriebene ( 200 ), eigenhändige ( 150 ) Drucksache ( 60 ) per Luftpost ( 15 )  und Rückschein ( 150 )  in dieser Form  und Kombination sicherlich extrem selten. In Klammern sind die Pfennigentgelte vermerkt aus dem gültigen Posttarif vom 1.7.1982.

                                  
Die Abbildung zeigt die 570 Pfennig- Einzelfrankatur mit Datum vom 8.3.1989 auf einem Adressaufkleber und eingeschriebenem Brief mit ATM- Freimachung vom Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 651 in Saarbrücken am Postamt 13. Das Portoentgeld errechnet sich im Tarif vom 1.7.1982 mit der Einschreibgebühr von DM 2,00 und der Briefgebühr in der 6. Gewichtsklasse ab 500g mit DM 3,70 zu insgesamt DM 5,70. Dieser Posttarif endete zum 31.3.1989.

                                    
Der eingeschriebene Luftpostbrief nach Kanada  mit Datum vom 19.3.1993 dokumentiert den Klüssendorf  Schalterwertzeichendrucker Typ 651 mit seinem Letzttag am Standort in Stuttgart Postamt 50. Siehe auch entsprechende Dokumentation im Menüpunkt Tabellen und Listen. Einschreibgebühr DM 3,50,  Standardbriefgebühr DM 1,40 und für den 15 bis 20g schweren Luftpostbeleg 3 x 0,25 DM  summieren sich auf DM 5,65.
                                                  
Rückseite mit kanadischen Eingangs- und Durchgangsstempeln.

                                                              
Die 560 Pfennig- Einzelfrankatur mit Datum vom 18.3.1993  von einem  Nagler- Standort als Wahlwert- ATM  errechnet sich aus Einschreibgebühr DM 3,50, Standardbriefgebühr zu DM 1,40 und 2x 0,35 Luftpostzuschlag Südamerika für den 10g Brief.

                                       
Die grüne Automatenmarke  zu 535 Pfennigen kann ich wieder als Basisfrankatur  zum PDL-Automaten von Samkyung und dem Standort Herne vorstellen. Die Versendungsform wurde einprogrammiert nach Abfrage des Automaten als EINSCHREIBEN/EIGENHÄNDIG. Die Standardbriefversion in eigenhändigem Übergabeeinschreibverfahren kostete Euro 4,40 (56 Cent Brief, eigenhändig 179 Cent und 205 Cent Einschreiben). Die grüne ATM wurde vorfrankiert vom PDL – Automaten mit Euro 2,84  unter DM / Euro- Verrechnungsfaktor 1,95583  berücksichtigt und damit im Label die Differenz mit Euro 1,56 ausgedruckt. Der Briefbeleg entspricht der Versendungsversion zu DM 5,35 nur dort war der Labelwert entsprechend  mit Euro 1,66 vom Automaten errechnet worden.


                                                            
Der eingeschriebene Brief (350) in der normalen Landbriefzustellung (200) und Datum vom 30.4.1993 nach China  wurde im kurz zuvor eingeführten  Posttarif vom 1.4.1993 aufgegeben aber als grüne ATM in Einzelfrankatur zu 550 Pfennigen noch vor der Einführung des neuen Sanssouci-Motivs vom 19.5.1993.


                                           
Die 545 Pfennig- Einzelfrankatur errechnet sich für den 45g schweren Luftpost-Wertbrief nach Berlin aus 130 Pfennigen Briefgebühr 2. Gewichtsstufe, Wertbriefaufgabe zu 400 Pfennigen und 3 x 5 Pfennigen je 20g Luftpostzuschlag. Der Stempel Wiesbaden 1 vom 27.9.1982 belegt ferner den Ersttag der Automatenmarken im Spektrum 5 bis 9995 Pfennigen.

    
Die 540 Pfennig- Einzelfrankatur errechnet sich aus dem Briefentgeld zu 180, Einschreibgebühr mit 200 und Luftpostzuschlag  für einen Brief in der Gewichtsklasse 40 g mit 160 zu insgesamt 540 Pfennigen. Der Brief trägt einen rückseitigen canadischen Durchgangsstempel und wurde in Hannover am Postamt 1 am 12.7.1985  aufgegeben. Die Handquittung  bestätigt Hannover 1 als Standort eines Schalterwertzeichendruckers  Typ Klüssendorf 651 und ich verweise auf die entsprechende Tabelle im Menüpunkt Listen und Tabellen. Stempelbuchstabe „s“ und Einschreibkennung „ak“ sind seit dem 3.6.1983  unverändert geblieben und nachweisbar.

                                         
Die grüne Automatenmarke  zu 535 Pfennigen kann ich  als Basisfrankatur  zum PDL-Automaten von Samkyung und dem Standort Herne vorstellen.
                                         
Die Versendungsform wurde einprogrammiert nach Abfrage des Automaten als EINSCHREIBEN/EIGENHÄNDIG. Die Standardbriefversion in eigenhändigem Übergabeeinschreibverfahren kostete Euro 4,40 (56 Cent Brief, eigenhändig 179 Cent und 205 Cent Einschreiben). Die grüne ATM wurde vorfrankiert vom PDL – Automaten mit Euro 2,74  unter DM / Euro- Verrechnungsfaktor 1,95583  berücksichtigt und damit im Label die Differenz mit Euro 1,66 ausgedruckt.

                                        
Die 530 Pfennig- Einzelfrankatur stammt vom Inbetriebnahmetag des Schalterwertzeichendruckers am Standort Braunschweig Postamt 31 mit Datum vom 2.5.1988. Dies war eine Umsetzung vom Postamt Hannover 1 im Rahmen der EPOS  II Installation. Ich verweise auf das Kapitel Automatenmarken nach Listen und  Tabellen und Schalterwertzeichendrucker  651 und 829 von Klüssendorf. Beim Inbetriebnahmedatum hatte sich ein Fehler eingeschlichen, der bereits korrigiert wurde. Ich bitte um entsprechende Berücksichtigung in einer evtl. vormals ausgedruckten Liste. Im noch zuständigen Posttarif vom 1.7.1982 errechnet sich das Entgeld aus der Standardbriefgebühr mit DM 1,20, der Eilgebühr mit DM 3,50 und  3x  Luftpostzuschlag ( -,20 DM je 5g) für den 15 g Brief mit  DM 0,60 zum Gesamtbetrag von DM 5,30.
                        
                                          
Ein Luftpost-Einschreibbrief  vom 3.11.1989 dokumentiert die 525 Pfennig- Einzelfrankatur und gleichzeitig einen Sonderstandort für den Klüssendorf Typ 829 Schalterwertzeichendrucker (s. a. Tabellenauflistung im entsprechenden Menüpunkt der Webseite) aus Köln anlässlich der Philatelia  89.

                                         
Abgebildet ist die 520 Pfennig-Einzelfrankatur mit Datum vom 18.3.1993 von einem Naglerstandort. Über die sog. E-Taste war der ATM- Wunschwert je nach Geldeinwurf programmierbar. Das Portoentgeld errechnet sich für den Brief in der 2. Gewichtsklasse mit DM 1,70 im Tarif vom 1.4.1989 und die zugehörige Einschreibversendung mit DM 3,50 im Posttarif vom 1.7.1992 zum Gesamtbetrag von DM 5,20.

                                               
Die Abbildung zeigt die 515 Pfennig- Einzelfrankatur als eingeschriebenen Luftpostbrief mit Stempel vom  Postamt Bonn 2 und damit Standort eines Schaltwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 651 mit Datum vom 19.3.1993. Dieses Datum war auch allgemein der Letzttag der Schalterwertzeichendrucker und ich verweise auf die entsprechende Tabelle unter Liste/Tabellen im Kapitel Freimachung mit ATM. Das Portoentgeld errechnete sich für den Luftpostbrief bis 5g mit DM 1,40, Einschreibversendung DM 3,50 und Luftpostzuschlag nach Nordamerika mit DM 0,25 bis 5g zu insgesamt DM 5,15.

                                                       
Einschreibbrief vom Standort  des Schalterwertzeichendruckers  Klüssendorf Typ 651 in Saarbrücken Postamt 13 mit Datum vom 22.11.1988  in der Gewichtsklasse von 250 – 500g und Entgeldgebühr  DM 3,10 zuzüglich  DM 2,00 für die nachzuweisende Versendung im Einschreibversand.

                                      
Die 505 Pfennig-Einzelfrankatur ist eine Ersttagsverwendung vom 27.9.1982 aus dem Schalterwertzeichenspektrum von 5 bis 9995 Pfennigen in der Drucktype II, aufgegeben am Postamt 1 in Wiesbaden. Das Portoentgeld errechnet sich für den Luftpostbrief  mit 220g nach Berlin im Tarif vom 1.7.1982 für die Briefsendung (100 - 250g) mit DM 2,50, für die Einschreibversendung mit DM 2,00 und für den Luftpostzuschlag mit 11 x 5 Pfennigen (pro 20g 5 Pfennige Lp - Zuschlag) zu insgesamt DM 5,05.
  
                                             
                                      Schalterminalquittung im EPOS I System vom Standort Bonn über DM 5,00 zur
                                   Automatenmarke als Briefsendung  im Postzustellungsauftrag. Datum 13.07.1984
                                      
Ein Postzustellungsauftrag  kann nur nach den Bestimmungen der Zivilprozessordnung zugestellt werden und wird daher hauptsächlich von Gerichten, Notaren und Behörden  genutzt. Das zuzustellende Schriftstück liegt in einem inneren Umschlag  und wird zusammen mit der vom Absender vorbereiteten Zustellungsurkunde  im äußeren Umschlag  gemäß obiger Abbildung an das betreffende Postamt gerichtet. Die zugehörige Urkunde dokumentiert die Form der Zustellung für den Auftraggeber. Das Portoentgeld – im obigen Fall DM 5,00 -beinhaltet die Beförderung des Postzustellungsauftrages, die Dokumentation der Zustellung und auch die Rücksendung der Zustellungsurkunde an den Auftraggeber.
  
                                            
Die Einzelfrankatur zu 495 Pfennigen errechnet sich für den Luftpostbrief über 15g nach Argentinien im Tarif vom 1.4.1989 (Ersttagsverwendung) mit 3 x 35 Pfennigen, der Einschreibversendung mit 250 Pfennigen und dem Standardbrief im Auslandstarif bis 20g mit 140 Pfennigen zum Gesamtbetrag von DM 4,95. Siehe auch folgende Einlieferungsbelege.
                                      
Die Handquittung über den Einzelwertverkauf der Automatenmarke mit Datum vom 1.4.1989 dokumentiert gleichzeitig den SWZD Standort Essen Postamt 1 ( seit  15.2.1989 ). Die passenden Daten zu den Tagesstempelbuchstaben mit ji und im Einschreibzettel h finden sich wieder in der zugehörigen Liste/Tabelle zum Einsatz der SWZD Klüssendorf Typen 651/829.

                                               
Der vorgestellte Brief datiert vom 21.8.1990. Der Posttarif vom 1.4.89 ergab in der Gewichtsklasse von 50-100g  DM 2,40 und die Einschreibversendung wurde zusätzlich mit DM 2,50 verrechnet zum Gesamtentgeld  von DM 4,90.
  
                                           
Die 485 Pfennig - Einzelfrankatur wird vorgestellt als Luftpost - Wertbrief  nach Berlin und ergänzt die vorherige Briefvorstellung durch den Luftpostzuschlag um 5 Pfennige. Dennoch ist eine Besonderheit damit verbunden. Der Abgangsstempel belegt mit Wahrenholz 3  (mit Datum 31.12.1986 und Postleitzahl 3126 )  eine sog. Poststelle II. Hier liegt kein eigener Wertbrief- Aufgabezettel mit Eindruck Wahrenholz vor, sondern das Postamt Wittingen mit der Postleitzahl 3120 betreut die entsprechende Versendungsart und nutzt dazu einen Wertbriefaufkleber mit dem seltenen  Zusatz  Wittingen Land.

                                            
Die 480 Pfennig- Einzelfrankatur  resultiert im Tarif 1.7.1982 aus der Gebühr für den Standardbrief mit 80 Pfennigen und Wertbriefzuschlag ( bis 500 DM) mit 400 Pfennigen  zum Gesamtentgeldbetrag von DM 4,80. Gleichzeitig ein Ersttagsbeleg für die grüne Automatenmarke aus dem  Schalterwertzeichendrucker mit Datum vom  27.9.1982 und nur in Weiden mit dem Standort der Versandstelle waren schon damals Klüssendorf SWZD Typ 651 im Einsatz. Siehe auch Kapitel ATM und Menüpunkt Listen und Tabellen.

               
Wieder einmal ist der Versand der DBZ ( Deutschen Briefmarkenzeitung ) hilfreich zur Dokumentation einer grünen ATM- Einzelfrankatur. Eilzustellung war im  Streifbandversand und Postzeitungsvertrieb meines Wissens nach seit 1.1.1982 möglich. Dadurch summiert  sich  das Gesamtentgeld für die Streifbandsendung mit Datum vom 30.10.1987 im Tarif vom 1.1.1986 bei einem Gewicht bis 500g  und einer Gebühr von 125 Pfennigen zuzüglich Eilgebühr mit 350 Pfennigen zu  insgesamt  DM 4,75.

                              
Die 470 Pfennig Einzelfrankatur resultiert mit Datum vom 4.5.1992 als Auslandsbrief  (aber im Inlandstarif nach Österreich  ab 1.1.1986) zu DM 1,00  und  Wertbriefentgeld Ausland für Beträge bis 200,00 DM im Tarif vom 1.4.1989  mit DM 3,70 zum Gesamtbetrag von DM 4,70. Ferner war das Postamt Bochum 1 Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ  651 zum angeführten Zeitpunkt. Siehe  auch entsprechende Tabellen und Listen im ATM- Kapitel.
  
                                        
Obwohl vom Aspekt her ähnlich zum vorherigen Luftpostbeleg als Drucksache in ermäßigter Gebühr  errechnet sich das Portoentgeld für den Brief nach USA mit Datum vom 11.3.1991 deutlich unterschiedlich: Standardbriefgebühr 140 Pfennige, Einschreibgebühr 250 Pfennige und Luftpostzuschlag für den Brief bis 15g mit 3 x 25 Pfennigen und damit 75 Pfennigen LP-Gebühr  zum Gesamtentgeld von DM 4,65.

                                      
Abgebildet ist die 460Pfennig- Einzelfrankatur vom Naglerstandort Oerlenbach mit Datum vom 31.März 1993  als eingeschriebener Luftpostbrief nach Canada. Das Porto errechnet sich für eine Drucksache zu ermäßigter Gebühr in der Gewichtstufe bis 10g mit 2 x 25 Pfennigen zuzüglich Drucksachengebühr in der ermäßigten Gebührenstufe mit 60 Pfennigen und der Einschreibgebühr als nachzuweisende Versendungsform mit 350 Pfennigen zu DM 4,60. Dies war ferner ein Letzttag in dieser Luftposttarifform. 

                                      
Vorgestellt wird die Einzelfrankatur zu 455 Pfennigen mit Sonderstempel 50Jahre Tag der Briefmarke aus Berlin 41 mit Datum vom 14.10.1986. Das Portoentgeld errechnet sich für den Standardbrief mit 80 Pfennigen, Luftpostzuschlag 5 Pfennige, Nachnahme 170 und Einschreiben 200 Pfennige zu DM 4,55.

                                       
Anläßlich der Philatelia 1992 in Berlin war die Versandstelle nicht nur mit einem Klüssendorf Schalterwertzeichendrucker Typ 829 vertreten, sondern stand auch mit einem Nagler- Münzwertzeichendrucker vor Ort. Für die vorgestellte Einzelfrankatur zu 450 Pfennigen mit Nagler- ATM  errechnet  sich das Entgeld aus der Standardbriefgebühr von DM 1,00 noch aus dem Portotarif vom 1.4.1989 und die Einschreibgebühr als Zusatzleistung mit DM 3,50 aus dem Tarif zum 1.7.1992.

                                     
Die vorliegende Belegdokumentation mit Einzelfrankatur „grüne ATM“ über DM 4,45 stammt freundlicherweise von A. Lehr, Dietzhölztal. Die Portoentgeldberechnung summiert sich aus 60 Pfennigen für Drucksache Ausland in ermäßigter Form, Einschreibentgeld DM 3,50 und Luftpostzuschlag Singapur 35 Pfennige. Der Beleg ist in mehrerer Hinsicht bemerkenswert. Zum einen ist es ein Letzttag vom Schalterwertzeichendruckereinsatz vom  Standort Saarbrücken Postamt 13 (s. auch entsprechende Tabelle im ATM- Kapitel) und ferner waren Luftpostzuschläge in dieser Form nur noch gut 10 Tage möglich.

                                     
Vorgestellt wird die 440 Pfennig- Einzelfrankatur einmal  von einem Naglerstandort  mit typischem ausgeprägten DBP-Druck in der Wertzeile. Stempel Würzburg Postamt 13 mit Datum vom 23.6.1992. Noch im Tarif vor dem 1.7.1992 ergibt sich die Portoentgeldberechnung aus der Einschreibgebühr zu DM 2,50, dem Standardbriefporto zu DM 1,40 und dem Luftpostzuschlag von 2x 25 Pfennigen bei angenommener  Gewichtsklasse bis 10g summiert  auf DM 4,40.
                 
                                        
Die 435 Pfennig- Einzelfrankatur auf einem illustriertem Feldpostumschlag von der Heeresübung 1986  „Fränkischer Schild“. Angelehnt an den vorherigen Beleg errechnet sich hier noch der Luftpostzuschlag zur Eilbotenversendung beim Standardbrief zum Gesamtentgeld von DM 4,35 hinzu. Der Feldpoststempel hat die FpA 4212. 
                                        
                                  Rückseitig befinden sich noch der Stempel der Feldpostleitstelle 4200 und die
                                  Eilbotenstempel von Berlin 51 und 11 und der Durchgangsstempel 6250/22/15
  
                                            
Die Einzelfrankatur zu 430 Pfennigen mit Datum vom 8.9.1986 stammt aus Hamburg vom Postamt 36 und somit vom Standort eines  Schalterwertzeichendruckers Typ 651 der Firma Klüssendorf. Ich verweise auch diesbezüglich auf die Tabellenauflistung im Menüpunkt Listen und Tabellen und hier SWZD Typ 651 und 829 Klüssendorf. Das Portoentgeld errechnet sich mit 80 Pfennigen für den Standardbrief und 350 Pfennigen für die Eilbotenzustellung zum Endbetrag  DM 4,30.

                                               
Die 425Pfennig-Einzelfrankatur stammt vom Ersttag des Kombinationsstandortes EPOS II und des  Klüssendorf Schalterwertzeichendruckers am Postamt 11 in Münster mit Datum vom 1.12.1988. Die Drucksachenversendung in das benachbarte Österreich  kostete 60 Pfennige, die Eilbotenversendung wurde mit 350 Pfennigen belastet  und der Luftpostzuschlag mit 15 Pfennigen summierte sich zum Gesamtentgeld  von 425 Pfennigen.
                                               
Das obige Bild zeigt  die zugehörigen Ausschnitte der Wiener Durchgangsstempel auf der Belegrückseite und der EPOS II Quittung über den Bezug des Automatenpostwertzeichen  über 4,25 DM

                                               
Die Einzelfrankatur zu 420 Pfennigen stammt vom Sonderstandort des Klüssendorf Schalterwertzeichendruckers auf der Börse Südwest in Sindelfingen während des Einsatzes vom 25.10. bis zum 27.10.1991. Die Portostufe errechnet sich aus der Einschreibversendung mit 250 Pfennigen und der Briefgebühr in der zweiten Gewichtsstufe zu 170 Pfennigen.
         
                                      
415 Pfennig- Einzelfrankatur als Postkarte mit Eilboten- und Luftpost-Zuleitung. Zur zuvor gezeigten Portostufe 410 kommt hier noch der Luftpostzuschlag mit 5 Pfennigen zum Tragen. Es liegt eine Antwortpostkarte vor mit, die im anhängenden Antwortteil vorschriftsmäßig die Anschrift innen liegend aufweist, so dass die Durchgangsstempel der Eilzustellung mit Düsseldorf 1, Düsseldorf- Flughafen, Berlin 11 und 77 auf der Blankoseite abgeschlagen  wurden.
Die nachfolgende Abbildung zeigt den zugehörigen – noch anhängenden Antwortteil – vorfrankiert mit Berliner Automatenmarke  65 Pfennige als Postkarten- Luftpost- Entgeld. 
                                           
Die Anschrift nach Bielefeld  ist im Grauton gedruckt, der schlecht zur Darstellung kommt. Die beiden Handquittungen bestätigen den Kauf der Automatenmarken  mit bundesdeutschem  und Berliner Motiv am Versandstellenschalter  der Versandstelle Frankfurt anlässlich des Sondereinsatzes mit Schalterwertzeichendruckern auf der Rhein-Ruhr-Posta 1987 in Düsseldorf. Dies war der erste Kombinations- Sonderstandort für die beiden ATM- Motive mit Schalterwertzeichendruckern Typ Klüssendorf 651. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die dazugehörige Tabelle Sonderstandorte der SWZD Klüssendorf 651 und 829. Die zeitgleiche Quittierung mit Tagesstempel Frankfurt der Versandstelle und andererseits die Postkartenentwertung mit Sonderstempel Düsseldorf und Datum 21.6.1987  erklärt sich durch die übliche Vorstempelung der Quittungsblöcke durch die Versandstelle  zur Arbeitserleichterung der Postbeamten im Messesonderpostamt.


                                              
Die Versandstellen für Postwertzeichen gaben Anforderungskarten zur Bestellung von Vorratslisten an ihre Kunden aus. Diese Anforderungsdrucksache wurde stets freundlicherweise mit der Bestellung wieder retourniert.
                                               
Durch den rückseitigen handschriftlichen Text war die Drucksachenversendung nicht möglich, die Postkartennutzung erlaubte aber die Eilbotenversendung. Portoentgeld  für die Postkarte 60 und Eilbotenzustellung 350 Pfennige und damit 410 Pfennig- Einzelfrankatur. Diverse Durchgangsstempel


                                            
Mit der Vorstellung der  ATM- Einzelfrankatur zu 405 Pfennigen greife ich auf einen Wiesbadener Terminalbeleg zurück, der freundlicherweise von A. Lehr, Dietzhölztal zur Verfügung gestellt wurde. Die Drucksache war als Eilbotenversendung per Luftpost in die DDR möglich. Da die Briefaufgabe, wie die Terminalquittung zeigt, als Briefsendung erfolgte und damit die Entgelderrechnung über das EPOS I Computersystem lief, wäre auch eine fehlerhafte Portoerrechnung  eine Neuentdeckung. So gilt in diesem Fall Standarddrucksache 50 Pfennige, Luftpostzuschlag bis 20g 5 Pfennige und Eilbotenzuschlag 350 Pfennige  und ergibt somit eine Gesamtsumme von 405 Pfennigen. Abgestempelt mit Tagesstempel tb (Postschalter 23 mit Kassennummer 921) in Wiesbaden am 9.5.1984.



                                        
     
Die 400 Pfennig „grüne ATM“ als Einzelfrankatur stellt in mehrfacher Hinsicht eine Besonderheit als Gebührentgeld  auf einer Postanweisung  dar. Bis zum 31.12..1991 betrug im Verkehrsgebiet Ost bis 100,00 DM das  Überweisungsentgeld  DM 4,00. Während in der Bundesrepublik ab August 1962  die Gebühren zur Postanweisung in der Regel nur noch bargeldlos am Postschalter verrechnet wurden, war die Entgeldentrichtung in der DDR und später im Verkehrsgebiet  Ost durch Freimachung mit Briefmarken noch möglich und auch noch gewohnheitsgemäß. Die Stammabschnitte mit entwerteter Briefmarke waren eigentlich zu vernichten, aber „philatelistische Begierde oder nachlässige Beamte“ sorgten für die Zugänglichkeit! Interessant sind nun besonders Belege aus dem Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung  im Postschalter (Firma ROBOTRON in der DDR und VGO) mit charakteristischer Computerentwertung der Marken und im obigen Fall einer grünen Automatenbriefmarke  zu 400 Pfennigen. Die Aufgabe erfolgte am Postamt 1030 Berlin 3 (Paketpostamt) am 18.12.1991 mit der Kassennummer 3208 0044. In der 5stelligen Buchungsnummer 15570  war die Uhrzeit in den ersten 4 Stellen verschlüsselt und in diesem Fall mit 15.57 Uhr. Die 5. Ziffer codierte in Zehntelsekunden z.B. 1 entsprach 10 Sekunden, 2 dementsprechend 20 Sekunden usw. Die Postanweisung war seit dem Jahr 1885 eine häufig genutzte Geldanweisung des „kleinen Mannes“ und wurde daher praktisch  nur für kleinere und mittlere Beträge verwendet, die freundlicherweise die Post oder der Postbote auszahlte. Wer hatte schon früher ein Geldkonto zur Überweisung. So hat auch der zunehmend bargeldlose Geldverkehr die Postanweisung unnötig gemacht und seit Mitte 2002 ist sie aus dem Postalltag  verschwunden. Sowohl Absender, Empfänger und Anweisungsbetrag im abgebildeten Beispiel bestätigen eine philatelistische Dokumentation. Aber dies war, wie schon einmal vermerkt, bei vielen Zeppelinzuleitungen  vor  70 Jahren ebenso.


                                                                      
                                                  395 Pfennig Zusatzfrankatur PDL-Automat-Samkyung vom 1.6.2002
                                   
Der Postdienstleistungsautomat  PDL der Firma Samkyung erlaubte kurzfristig noch die Zusatzfrankatur in alter DM-Währung bis zum 30.6.2002. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Vorstellung der „grünen ATM - Werte zu 195 und 325“ in der laufenden Belegvorstellung. Die untere Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus der zugehörigen Automaten- Einlieferungsquittung und dem rückseitig verklebten Einschreib-Zusatzlabel mit passender Identnummer. Das Portoentgeld errechnete sich aus dem Briefporto zu 56 Cent, Übergabeeinschreiben zu 2,05 Cent und eigenhändige Zustellgebühr zu 1,79 Cent. Zur Gesamtgebühr von 440 Cent wurde die Teilfrankatur der ATM- Wertstufe mit 395 Pfennigen  und Umrechnungsfaktor 1,95583 zum Euro vom PDL-Automaten mit 202 Cent  errechnet und das Restentgeld mit 2,38 Euro auf dem Einlieferungsbeleg quittiert und auf dem PDL-Label ausgewiesen 


                                          
Die 390 Pfennig-Einzelfrankatur als Einschreibbrief nach Paraguay mit Datum vom 23.6.1992. Hier einmal eine Automatenbriefmarke aus dem Münzwertzeichendrucker  Nagler Typ N 101 und Aufgabe Briefstempel Würzburg 13. Die Portoentgeldberechnung  ergibt sich aus 140 Pfennig Auslandsbrief und Einschreibgebühr  zu 250 Pfennigen. Die Wertstufe zu 390 Pfennigen war über Wahlmöglichkeit durch E-Taste und entsprechenden Geldeinwurf zu erhalten ( s. auch entsprechende Abhandlungen im Kapitel ATM und Nagler Typ N 101 ).


                                         
Der Luftpostbrief nach Übersee als 385 Pfennig- Einzelfrankatur stammt von einem bekannten  ATM- Sammler und dokumentiert sowohl mit Mannheim 12 einen Standort des Klüssendorf Schalterwertzeichendruckers Typ 651 und mit Datum 1.4.1989 den Stichtag einer Portotarifänderung. Der Tarifentgeldberechnung lag wohl ein Gewicht von 25g zu Grunde mit 210 Pfennigen Briefgebühr  (20-50g)  und 175 Pfennigen Übersee-Luftpostzuschlag (5x35) und damit Summe 3,85 DM. Briefversender und Schalterbeamter haben sich meines Erachtens aber zum Schaden der Post verrechnet ( s. Neuseeland 45 Pfennige Luftpostgebühr pro 5g Tarif 1.4.1989 ?!).

                                      
Der Brief mit der 380 Pfennig ATM- Einzelfrankatur weist einige Besonderheiten auf. Zunächst mit Datum vom 28.03.1991 abgestempelt in Berlin 2, stammt der Beleg aus den letzten Tagen der DDR und dem Verkehrsgebiet Ost. Die Wertbriefgebühr von DM 3,00 errechnet sich mit 1,50 DM Grundgebühr und 3x 0,50 je 200,-DM  Wertangabe. Der Luftpostzuschlag mit 30 Pfennig bis 10g addiert sich mit der Wertgebühr zu DM 3,30. Die Briefgebühr Ausland betrug 70 Pfennig. Die in diesem Fall portogerechte 50 Pfennig Briefgebühr ergibt sich noch aus der Zugehörigkeit von China zu den OSS- Ländern im Abkommen mit der DDR. In den OSS- Ländern ( Organisation für die Zusammenarbeit der sozialistischen Länder) galt Inlandsbegühr  bei Postkarten und Standardbriefen bis 20g.

  
                                 
Die 375 Pfennig- ATM- Einzelfrankatur ist sicherlich ein interessanter und schon postgeschichtlicher Beleg. Die Entwertung mit Datum vom 27.5.1988 zeigt die letztmalige mögliche Bearbeitung und Zuleitung  im Bus der Überlandpost  von Tuttlingen zum Flughafen Stuttgart. Die Einstellung der Überlandpostkurse erfolgte Mai 1988. Die busähnlichen Kraftwagen waren im Innern den Bahnpostwagen in der Ausstattung angepasst. Im Wesentlichen  diente  dieser vorwiegend  nächtliche Fahrzeugeinsatz zum Einsammeln  von Briefzuleitungen auf zeitlich festen  Kursstrecken z.B. zum Flughafen mit Anschluss an den  nächtlichen Luftpostverkehr. Dies dokumentiert sich bei noch nicht bearbeiteter Briefzuleitung im  benutzten ovalen Überlandpoststempel mit Kursangabe ähnlich den Bahnpoststempeln. Die Nachnahmesendung zeigt das seit dem Jahr 1911 übliche rote Dreieckssignet aus der Rollenform. Die Entgelderrechnung basiert auf 190 Pfennigen für den Brief in der Gewichtsklasse von 50 bis 100 Gramm, dem Nachnahmezuschlag zu 170 Pfennigen und dem innerdeutschen Luftpostzuschlag für 3x5 Pfennige je 20g (Brief also 50 bis 59g). Die postlagernde  Zustellung veranlasste das Eingangspostamt  den schwarzen dreieckigen Fristenstempel (üblich seit dem Jahre1927) mit der Zahl 6 abzuschlagen. Damit war der Brief  bis zum 6. Juni mit der terminierten Lagerfrist ( in diesem Fall für 10 Tage) versehen.
                                        
Die Rückseite vermerkt mit Datum 7.6. die Nichtabholung  und kennzeichnet die Adresse zur Rücksendung. Das Eingangsdatum vom 13.6.1988 wurde vorderseitig mit Gummistempel vom Empfänger und eigentlichem Absender privat festgehalten. Der Beleg bestätigt ein altes  philatelistisches Sprichwort „die Marke flüstert, der Brief erzählt“.

                                         
Die 370 Pfennig- Einzelfrankatur  hier einmal in Form einer grünen Nagler- Automatenmarke vom Ortsautomaten und Standort Dinkelsbühl. Die Blindensendung (Cecogramm) ist portofrei, erfordert jedoch für die Einschreibversendung 350 Pfennig Entgeld zusätzlich. Der Luftpostzuschlag ins europäische Ausland betrug damals für Sendungen bis 50g 20 Pfennig Aufschlag, wenn es sich nicht um Standardbrief oder- postkarte handelte.

                          
Die 365Pfennig-ATM einmal als portogerechte Zusatzfrankatur für die Luftpost-Eilboten- Rückantwort nach Berlin. Die Vorfrankatur mittels Absenderfreistempel erfolgte mit DM 1,30 für den Brief in 2. Gewichtsstufe. Der Luftpostzuschlag für die 2. Gewichtstufe erforderte ab 45Gramm 15 Pfennige. Mit dem Eilbotenzuschlag zu 350 Pfennigen addierte sich ein Gesamtbetrag zu 365 Pfennigen. Die Inbetriebnahme des SWZD Typ Klüssendorf 651 in Kiel am Postamt 1 am 27.11.1984 erlaubte die passende Entgeldergänzung mittels Einzelautomatenmarke.
                                                             
                           Handquittung Kiel 27.11.1984 über ATM DM 3,65 Inbetriebnahme  SWZD Klüssendorf 651



                              
             
Die 360 Pfennig- Einzelfrankatur stammt vom  Sondereinsatz eines SWZD vom Typ Klüssendorf 829 anlässlich der 7.Internationalen Briefmarkenmesse in Essen vom 14.4. bis 17.4.1988. Die Versandstelle Frankfurt hatte vorbereitete Handquittungsblöcke dabei zum Bezugsnachweis von Postwertzeichen. Diese Handhabung wurde recht häufig zur schnelleren Kundenbedienung  genutzt.  
                                       
Der Poststempel Frankfurt kollidiert  daher nicht zum tagesgleichen Poststempel des Einlieferungsscheins vom 14.4.1988 am Messe- Versandstellenschalter in Essen. Der Luftpost-Einschreibbrief ging nach Nepal und trägt rückseitig den Ankunftsstempel von Kathmandu vom 19.4.1988. Portoentgeld 120 Brief, 200 Einschreiben , 40 Lp-Zuschlag bis 5g.


                                     

Die 355 Pfennig- Einzelfrankatur als Einschreib- Luftpostsendung bis 20 g nach Berlin und hier einmal als eingeschriebene Feldpostversendung mit Datum vom 11.10.1989. Der Beleg entstammt nach meiner Erinnerung aus der Feldpostversorgung zur Heeresübung  „Holsatia1989“.


                    

Die 350 Pfennig ATM- Einzelfrankatur als Luftpostpäckchen in die DDR  mit Eilzustellung und Datum vom 15.3.1990. Die zugehörige Automatenbriefmarke wurde am Klüssendorf- MWZD Typ 631 am Flughafen Köln gezogen und kann mit entsprechender Automatenquittung belegt werden. Die 30g Geschenksendung erforderte als Päckchen bis 100g Portoentgeld 1,40 DM und die Eilversendung 2,00 DM jeweils im DDR – Sondertarif.  Der Luftpostzuschlag bis 2x20g betrug 10 Pfennige und war für Päckchen in die DDR noch zugelassen. Im Gegensatz dazu entfiel ab  28. Februar 1990 der innerdeutsche Luftpostzuschlag für Briefsendungen nach Berlin  und in die DDR.




                            

Die 345Pfennig- ATM-Einzelfrankatur als Marine-Schiffspostbeleg mit Stempel vom 23.04.1987. Der Brief in der Gewichtsstufe 40-50g nach Berlin erforderte 130 Pfennig Briefgebühr, 15 Pfennig Inland-Luftpostzuschlag und 200 Pfennig Einschreibgebühr. Nebenstempel vom Schulschiff Deutschland mit den Stationen der Weltreise und ihren Aufenthaltszeiten im Cachet. Die Station Palermo (zweiter Nebenstempel) entsprach dem Abgangsstempel vom 23.4. bis 27.4.1987.

         
       
                    

März 1991 wurden die Berliner  Automatenmarkendrucker mit dem bundesdeutschen ersten ATM Motiv bestückt. Das ermäßigte Eilbotenporto nach Ostberlin  bzw. ins VGO- Gebiet erlaubte noch die Verwendung bis Ende März 1991. Hier eine seltene Eilbotenversendung von West- nach Ostberlin in der 3.Gewichtsstufe und Portoentgeld  zu 340 Pfennigen mit Datum vom 30.3.1991 vom Postamt Berlin 20 und damit Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 829.


                                          

Die 335 Pfennig- Einzelfrankatur stammt vom  Postamt 2  in Bonn mit Datum  2.4.1990. Der dortige Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 651 lief noch bis März 1993. Das mittlere Typenrad zeigt eine Dejustierung im Wertzeilendruck nach unten. Handquittung  über den Bezug von Postwertzeichen und Einlieferungsschein für die Einschreibaufgabe vorhanden. Seit dem 1.4.1990 war der Versand von Briefdrucksachen in die DDR zugelassen.
    

           
                              
Die Einzelfrankatur zu 330 Pfennigen dargestellt am Beispiel des Schalterwertzeichendruckers am Standort Freiburg im Breisgau und Datum vom 4.10.1988. Einschreibbrief in der 2. Gewichtsstufe und Portoentgeld 130 Pfennige mit Einschreibgebühr zu  200 Pfennigen. Einlieferungsschein und Handquittung über ATM- Bezug vom SWZD.
    
      
                                     

Das Belegbeispiel zur Dokumentation der 325 Pfennig- ATM- Frankatur greift wieder auf die Kombinationsmöglichkeit mit dem Postdienstleistungsautomaten der Firma Samkyung  zurück. In diesem Zusammenhang ist der Text zum Belegbeispiel mit 195 Pfennig vergleichbar (s. dort ). Durch die Postgültigkeit der grünen Automatenbriefmarke bis zum 30.6.2002 war die gemeinsame Nutzung  im PDL- Automaten am Standort Herne 2 seit dem 23.4.2002 möglich. Das Gesamtentgeld  von 2,09 Euro für den Einwurf- Einschreibbrief errechnete der Automat unter Berücksichtigung von 1,67 Euro für den 3,25 DM- Wert der Automatenmarke und wies den Differenzbetrag mit 0,42 Euro auf dem PDL- Label aus (Einlieferungsquittung vorhanden). Datum 8.6.2002. Schalter – Zusatzlabel mit entsprechend  passender IDENTNUMMER.


                                               

Die 320Pfenig- Einzelfrankatur als  Auslandseinschreiben vom Schalterwertzeichendrucker Standort Postamt Hamburg 36  mit Datum vom 26.6.1986. Einlieferungsschein und Handquittung über ATM- Bezug vorhanden. Portoberechnung (Brief 120, Einschreiben 200).
             

                                    
315Pfennig- Luftpost- Nachnahmeversendung aus Berlin vom 9.4.1987. Postamt Berlin 12  war Versandstellenschalter und somit seit dem 2.2.1987 mit SWZD ausgestattet  Typ Klüssendorf 829. Die Abstempelung erfolgte mit Handwerbestempel  Motiv Münzwertzeichendrucker und Schloss Charlottenburg als Werbung für die Einführung der eigenen Automatenbriefmarke Berlin zum Ersttag 4.5.1987. Portoberechnung (2.Gewichtsstufe Brief 130, Nachnahme 170, Luftpostzuschlag 15 Pfennige).

                                  
Die Einzelfrankatur zu 310 Pfennigen im Sondertarif DDR als Päckchen im Einschreibversand. Das  Postamt Braunschweig 31 war  Standort  mit Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 vom 2.5.1988 bis 19.3.1993. Dies war eine Umsetzung aus Hannover1. Dort wurde  die EPOS 2.Generation installiert und deshalb erfolgte die Umsetzung. Nur in Münster 11 war ja eine gemeinsame Aktivität im Postschalterbetrieb wenn auch in offline- Version.

                                            
Die 305 Pfennig- ATM- Einzelfrankatur ist darstellbar in der 2. Gewichtsstufe als Auslandsdrucksache im Einschreibverfahren und Luftpostzuschlag für europäisches Ausland. Portoberechnung: Auslandsdrucksache 90, Einschreiben 200, Luftpost Europa Drucksache 15.
                                 
Als weitere Besonderheit ist mit Datum vom 7.3.1989 am Postamt 11 in Münster ( Domplatz) der Letzttag  im offline Betriebsversuch  mit Schalterwertzeichendrucker und EPOS-II-System darstellbar (EPOS- II Quittung).Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf das Kapitel Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 651 und 829.


                                            

Vorgestellt wird die grüne Automatenbriefmarke mit Nagler Wertstufenaufdruck im Nadeldruckverfahren N24 als 300Pfennig Brief- Einzelfrankatur in der 3. Gewichtsstufe (ab 50g) und im Tarif 1.9.1993. Die Entwertung erfolgte mit Maschinenwerbestempel und Datum vom 14.9.1993 durch die Briefverteilanlage Berlin 11. Der Brief erhielt (schlecht darstellbar) eine rote Linear- Briefabgangscodierung.
Die grüne Automatenbriefmarke mit Nagler N24 Wertstufenaufdruck ist eine diskussionswürdige Spezialität der deutschen ATM- Szene und wird aus diesem Grunde extra hier eingefügt. Es erfolgten damals  jahrelange Streitigkeiten über die Herkunft und die Frage nach möglichen Manipulationen. Denn eigentlich sollten zu dem Zeitpunkt sämtliche grünen ATM- Vordruckrollen vernichtet sein. Ausgerechnet aber eine Fehlverwendung im Nagler N 104 in Herzberg/Harz  im Januar 1995 (und damit 2 Jahre nach ATM- Vordruckwechsel) sollte noch irrtümlich möglich gewesen sein?! Der neue ATM- Michel- Katalog berichtet von einer Fehllieferung der Versandstelle selbst am 14.9.1993 sozusagen in einer Vorablieferung, denn die ersten Nagler N104 mit Druck  N24 wurden erst ab Oktober 1993 als Standortgeräte in Betrieb genommen. S. auch Kapitel ATM und Versandstelle.
Das philatelistische Denken war damals noch sehr geprägt von der hoheitlichen Amtsvision der Deutschen Post.
Nicht korrekt durchgeführte Amtsanweisungen durch unaufmerksame Beamte waren fast unvorstellbar, frevelhaft und würden sicherlich schwere Disziplinarverfahren zur Folge haben“.
Wer aktuell (Dezember 2008) die postalisch nicht gewollten Fehlverwendungen im ATM- Geschehen im Rahmen des Motivwechsels beobachtet, wird die damalige  Diskussion um die grüne ATM mit N24 Wertstufenaufdruck als „kleinlich“ bezeichnen! Ich vermute damals tatsächlich eine initiale Fehllieferung der Versandstelle, schließe aber anschließende Manipulationen auch nicht aus. Dieser Ausflug in eine veränderte Deutsche Post war erlaubt. Gerade die Automatenmarken mit Bestückung und Wartung der Automaten durch zahlreiche Hände in ahnungsloser Vorstellung von „philatelistischer Dokumentationswut“ hat auch wieder einen zeitgenössischen Reiz. Hier wird die Philatelie allerdings wieder zum Nervenkitzel und nicht zur geruhsamen Eroberung z.B. einer übersichtlichen altdeutschen Thurn- und Taxis- Sammlung als abgeschlossenes Themengebiet.


                                
Die Einzelfrankatur zu 295 Pfennigen rechnet sich portogerecht als Luftpostbrief zu 180g in der 4.Gewichtsklasse zu 250 Pfennigen  (100 – 250g ) und 9 x 5 Pfennige je 20g Luftpostzuschlag. Mit Datum vom 27.9.1982 liegt ferner eine Ersttagsverwendung vor im SWZD- Spektrum der Automatenbriefmarken von 0.05 bis 99.95DM. Stempel Wiesbaden.


                                                              
Eingeschriebene Luftpostdrucksache nach HONGKONG mit Datum vom 22.8.88 und Stempel Postamt Hagen1. Eine Handquittung zum Bezug der Automatenbriefmarke liegt vor, denn Hagen1 war Erprobungspostamt im Schalterwertzeichendrucker- Einsatz Typ Klüssendorf 651 seit dem 27.November 1984.(Portorechnung  R 200, Lp 30, DS 60 Pfennige)
                                                                        
                                        
Die 285Pfennig- Einzelfrankatur als eingeschriener Luftpostbrief nach Berlin. Die Automatenbriefmarkemarke stammt mit Handquittung ( nicht abgebildet) von SWZD Postamt Bonn 2. Der Brief wurde auf der Ausstellung „Blockade und Luftbrücke“ in der Berliner Landesvertretung in Bonn an einem Ausstellungsschalter des PA Bonn 1 aufgeliefert. Werbestempel der Deutschen Post zum 40.Jahrestag  LUFTBRÜCKE BERLIN . Zusatzstempel der Stiftung Luftbrückendank.


                                            
280Pfennig Einzelfrankatur als eingeschrirebener Brief als Marineschiffpostaufgabe (Schulschiff  Deutschland) mit Marine-R-Zettel und Marineschiffspoststempel. Gleich der Bahnpostabfertigung eine verschwundene mögliche Dienstleistung der Deutschen Post.
                                                                                                                                                                                           

                                          
                                     Die 275Pfennig- Einzelfrankatur als „Drei-Länder-ATM-Brief“ mit Datum vom 31.1.1989.

                                   

In jeder Hinsicht ist der eingeschriebene Luftpostbrief philatelistisch beeinflusst. Zunächst aufgegeben in Münster während der EPOS- Phase mit Automatenbriefmarke aus offline-Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 und EPOS- Quittung über DM 2,75. Der Weg lief über die Türkei / Ankara  und weiterleitend nach Bolivien / La Paz  jeweils postlagernd und zurück nach Deutschland / Köln. Die Gebührenleistung erfolgte durch türkische und bolivianische Automatenbriefmarke und ebenfalls aus  Klüssendorf  Schalterwertzeichendruckern  der genannten Länder. Bolivien mit Datum 2.3.1989 ein ATM- Ersttag und zusätzlich Taxstempel La Paz.  Sicherlich ein schöner Vorgriff auf die spätere  weltweite Einführung der Automatenmarken in mittlerweile 60 Ländern (2008). Portoberechnung  Münster( Einschreiben 200-, Drucksache 60-, Luftpost 15-Pfennige ).


                         
Die 270 Pfennig- Einzelfrankatur als Drucksache (105 bis 120g) und Luftpostsendung nach Südamerika- Brasilien mit Stempel vom 16.5.1983 ( 90 Pfennig Drucksache und 6x 30 Pfennig Lp- Zuschlag je 20g).


                                         
Im Tarif vom 1.4.1989 war die Büchersendung in die DDR  noch postalisch bis 31.3.1991 in dieser Form möglich. Die Einzelfrankatur  zu 265 Pfennigen setzt sich zusammen aus 60 Pfennig Büchersendung bis 50g, 200 Pfennig Eilbotentarif und 5Pfennig Luftpostzuschlag. Das Typenrad  des SWZD zeigt in der letzten Position eine Verschiebung im Wertzeilendruck

                                              
Die 260 Pfennig- Einzelfrankatur stammt aus dem Spektrum der Schalterwertzeichendrucker mit dem Wertstufen von 5 bis 9995 Pfennigen. Mit Datum vom 27.9.1982 wird der Ersttag hier dokumentiert als eingeschriebene Postkarte mit dem Sonderstempel Wiesbaden zur Terminaleröffnung, die allerdings erst am 7.10.1982 stattfand. Zum 27.9. konnten nur vorab bezogene Marken der Versandstelle genutzt werden.


                             
                                                 
Im Tarif vom 1.7.1982 war die Einzelfrankatur mit 255 Pfennigen als Brief in der ersten Gewichtsstufe als Nachnahmesendung mit Luftpostzuschlag Inland darstellbar  (80+170+5). Brief mit Datum vom 12.4.1986 aufgegeben am Postamt Flughafen Berlin-Tegel.

                                                 

Wir erinnern uns an die Postgültigkeit bundesdeutscher Briefmarken vom 1.7.1990 bis zum 31.3.1991i m Verkehrsgebiet Ost (VGO) der ehemaligen DDR.  Hier eine Verwendung der grünen ATM als Einzelfrankatur  über 250 Pfennige als eingeschriebener Luftpostbrief bis 10Gramm nach Australien. Aufgegeben am 27.3.1991 im Postamt Berlin 2. Rückseitig Durchgangs- und Ankunftsstempel.



                            
                              




Wir sehen eine Einzelfrankatur über 245 Pfennige als Luftpost (Europa) Päckchenversand nach England mit Zolldeklaration ( Schokolade im Wert von 8DM). Das Porto errechnete sich in der Periode ab  1.7.1982 bei 250 Gramm Gewicht aus der Grundgebühr von 170 Pfennigen und 5 x 15 Pfennigen Luftpostversand. Die Aufgabe erfolgte am 18.2.1985 in Regensburg. Das Postamt 11 am Domplatz in Regensburg war seit dem 27.11.1984 Versuchsstandort und bestückt mit einem Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 651 (s .a. dortiges Kapitel). Die Handquittung  belegt den Verkauf der Automatenbriefmarke.



     



                                                                         
Die 240Pfennig Einzelfrankatur ist in verschiedenen Versendungsformen zu finden. Hier eine interessante Verwendung in Berlin vom 30.3.1991 als Eil- Postkarte. Gegen Ende März 1991 wurden die Berliner Münzwertzeichendrucker mit der grünen ATM bestückt und die wegfallende Berliner ATM mit dem Motiv Schloss Sanssouci ersetzt. Daher konnte nur sehr kurzfristig noch in Berlin das Ortsporto bzw. der ermäßigte Sondertarif ins Verkehrsgebiet Ost mit der ersten grünen Automatembriefmarke dokumentiert werden.


                                                                   
                                                                           
                                             

235Pfennig portogerechte Einzelfrankatur als Luftpost- Nachnahme- Postkarte (Postkarte 60, Nachnahme 170 u. Luftpost 5Pfennige) von Berlin nach München mit Quittungsbelegen. Die Einlieferungsquittierung erfolgte mit 50Pfennigen auf dem Einlieferungsschein. Mit Datum 2.2.1987 ferner ein Ersttag der grünen Automatenbriefmarke in Berlin am Postamt 12 Versandstellenschalter mit Handquittierung über den Postwertzeichenkauf in Form der ATM.  Die Versandstelle war mit Schalterwertzeichendruckern des Typ 829 von Klüssendorf ausgestattet. S. auch Kapitel Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 u.829 und Kapitel Versandstelle beides im Thema Freimachung mit Automatenbriefmarken


       
     
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Rückseite
                       
                                                                                                      


Abgebildet die 230Pfennig- Einzelfrankatur Einschreiben als Luftpostzuleitung ( Europa ohne Zuschlag) nach Großbritannien  vom Erstinbetriebnahmetag des Münzwertzeichendruckers Klüssendorf Typ 631 am Standort Starnberg  mit Datum vom 27.1.1981 s.a. Kapitel ATM- Freimachung u. Klüssendorf Typ 631.  Die Zuleitung zur Fregatte „Braunschweig“ vom 2.Geleitgeschwader der Bundesmarine scheiterte in Portland/Großbritannien  („war wohl vermutlich ein schnelles Schiff und schon unterwegs“) und wurde nach Lissabon dem nächsten Anlaufhafen umdirigiert. S. Rückseite des Beleges von W. Schießl, Hofolding


           

                                                                                                                              
                                                                                                                                                               Vorderansicht
                                            
                                                                                          

Bei dieser portogerechten Zusatzfrankatur von 225Pfennigen zur  eingeschrieben Luftpostpostkarte mit 40Pfennig „vor“frankiert aus dem „Satz für die Jugend, Berlin, 1975“ bedarf es mehrerer Anmerkungen (s. auch Hinweise zur 135Pfg.Einzelfrankatur). Zunächst wurde eine Postmuseumskarte der Deutschen Postreklame GmbH von 1984 benutzt, die vorderseitig die erste Eisenbahn  Nürnberg- Fürth von 1835 zeigt und zur Jugendmarke aus Berlin 1975 wird im Stempelbild passend das Motiv einer alten Dampflokomotive aufgegriffen. Wie schon beim Wertstempel zu 135Pfennigen vermerkt, war die Versandstelle Weiden auf der Verkehrsausstellung in Nürnberg mit einem Schalterwertzeichendrucker der Fa. Klüssendorf Typ 651 vor Ort mit der Drucktype I als Ausnahme (s .auch Kapitel Klüssendorf Typen 651, 667 und 829). Die Ausstellung „150 Jahre Deutsche Eisenbahn“ war im Verkehrsmuseum Nürnberg untergebracht. Datum vom 15.6.1985. Gesamtfrankatur 265Pfennige. (Postkarte 40, Luftpostzuschlag 5 und Einschreiben 200 Pfennige)


                                        
Die Verwendung der grünen ATM im Verkehrsgebiet OST als Einschreibsendung (150Pfg.) und  Auslandsbrief nach Frankreich  im Standardtarif (70Pfg.) und damit zur 220Pfennig- Einzelfrankatur


                                           
Die 215Pfennig Einzelfrankatur  als Luftpostbrief nach Canada  im Tarif vom 1.4.1989 (140Pfg. und 75Pfg. bei 15g) mit gelber (schlecht sichtbarer) canadischer  Eingangscodierung

   
                                        
Die 210 Pfennig- Einzelfrankatur im deutschen Zollausschlussgebiet „Büsingen“. Hier als Einschreibsendung  im Sondertarif  (Inlandsgebühr Schweiz). Portogerechte Verwendung am ersten Einsatztag des Sondertarifstempels für Sendungen in die Schweiz mit Datum 1.10.1986


                                        

Die ATM- Wertstufe 205 Pfennig (in Type I s. a. Kapitel SWZD Klüssendorf 667) als Blindensendung vom Schalterterminal EPOS I Wiesbaden  mit Einzelquittung über „Gebühr für Briefsendung“ mit Datum  vom 30.7.1984. Die kostenlose  Blindensendung war mit den im Bereich der deutschen Bundespost zulässigen besonderen Versendungsformen Einschreiben und Luftpost mit 205 Pfennig Entgeld portogerecht belastet.



                     

Der  200Pfennigwert der grünen ATM hier einmal zum Beispiel nicht als Aerogramm- Einzelfrankatur sondern  als  Einlieferungsbescheinigung  des Postamtes auf einer Seite im Posteinlieferungsbuch. In der Regel findet man die Quittierung für eine Nachnahmesendung auf dem Einlieferungszettel. Da in diesem Fall 4 Sendungen tages- und zeitgleich eingeliefert wurden, waren 4x50Pfennig und damit 200Pfennig als Einlieferungsbescheinigung fällig. Die konnten nur deshalb in einem ATM- Einzelwert dargestellt und quittiert werden, da der aufgesuchte Schalter im Postamt Hannover 1 zum damaligen Zeitpunkt (29.5.1986) mit einem Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 ausgestattet war. S. a. Kapitel Klüssendorf Typ 651 und 829.
                  



                                      


                                                                                                          Auf den ersten Blick  liegt eine Einzelfrankatur grüne ATM mit 195Pfennigwertdruck vor mit Datum vom 8.6.2002 und Tagesstempel Herne. Aber mit vorgegebenem ATM- Wert  wird der Brief erst tarifgerecht durch den Wertlabel zu Euro 1,09. Der abgebildete Einwurf- Einschreibbrief zu insgesamt 2,09 Euro bedurfte mehrerer Voraussetzungen. Erstens noch der Postgültigkeit der grünen Automatenmarke bis zum 30.6.2002. Die kurz zuvor aufgestellten PDL- Automaten (Postdienstleistungs- Automat) der Firma Samkyung  erlaubten und erkannten ferner zweitens die Einlieferung teilfreigemachter Sendungen. In dieser Möglichkeit ähnelt die Briefannahme wieder den alten Beispielen des Münzfreistemplers Hänel&Schwarz Berlin 1931-1938 und dem Barfreimachungsbriefkasten Francotyp Berlin 1954/55! S. dortige Kapitel. Bei der Menueführung am PDL-Automaten fragte eine freundliche Automaten- Frauenstimme bei der Briefeingabe nach dem Wert der erkannten Vorfrankierung und bat um passende Euroangabe. Unter Berücksichtigung des offiziellen Umrechnungsfaktors 1,95583 von Euro zur guten alten DM entsprach der ATM- Wert zu 1,95 DM umgerechnet 0,997 Euro und wurde mit dem Labelwert von 1,09 zur portogerechten Gesamtfreimachung von Euro 2,09. Der PDL- Automat dokumentierte im Einlieferungsschein Betrag, Sendungsnummer und Postamtsbezeichnung. Es konnten sogar Absender und Empfänger mit jeweiliger Namensnennung über Tastatureingabe festgehalten werden s. Einlieferungsschein. Dann bedurfte es nur noch postseitig einer sammlerfreundlichen Behandlung des Beleges, denn eigentlich war der PDL- Wertlabel mit dem Schaltereinschreiblabel zu überkleben und der freigemachte Betrag unter Verwendung von Wertzeichen des Postamtes auf dem Brief zu quittieren und zu stempeln. Ausführliche Vorstellung erfolgt im vorgesehen Kapitel Briefannahmeautomation und PDL.




                                          
Die Frühversendung der  neuen Automatenmarkenwerte durch die Versandstelle für die Portotarifänderung zum 1.7.1982 erlaubte die Nutzung des neuen ATM- Wertes zu 190Pfennigen im alten Tarif als Auslandsbrief in der 3. Gewichtsstufe bei postalisch tolerierter „aus 1.Briefkastenleerung“. Aktuell wäre sonst ab 1.7.1982  dafür der 230Pfennigwert im Wertstufeneindruck der ATM für das Portoentgeld fällig gewesen.

                                          
Der 185Pfennigwert als portogerechte  Einzelfrankatur zum Ersttag der neuen Tarifsätze ab 1.4.1989 als Luftpostweltbrief in der Ländergruppe III (140+45). Hier einmal noch mit Bahnpoststempel Zug 14071 auf der Strecke Frankfurt (Main)- Basel. Auch diese Form der Markenentwertung und Umarbeitung für direkt zugeleitete Briefe zum Bahnpostwagen sind seit 31.5.1987 nach 150 Jahren Nutzung Bahnpostgeschichte.
  

                                  
180Pfennig- Einzelfrankatur als Brief in der 4. Gewichtsstufe (100-200g) vom Inbetriebnahmetag  20.1.1981  des  Klüssendorf MWZD 631 am Standort Lübeck 101


                                                                 
Die 175Pfennigfrankatur als Luftpostbrief im Tarif vom 1.4.1989 in der Ländergruppe II (140+35) vom Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf  829 und Standort Berlin 20 . Mit Datum vom 19.3.1993 wurde ferner der letzte Einsatztag und damit die Abgabemöglichkeit der grünen ATM in Berlin im Schalterbetrieb dokumentiert. Bei den Versandstellen konnte die grüne ATM noch bis zum 31.3.1994 bezogen werden. S. Kapitel Klüssendorf 651 und 829.


                                               
Es gab zur Portoänderung am 1.4.1989 im Klüssendorf 631 einen neuen Tastensatz mit angepassten Wertstufen s.a. dortiges Kapitel. Hier der neue 170 Pfennigwert aus dem neuen Satz mit Ersttagsverwendung und Automatenquittung als Einzelfrankatur in der 2.Gewichtsstufe ( 20 bis 50Gramm) vom  PA 7800 Freiburg 1 und  Standort Nr.1


                                                          
165Pfennig- Einzelfrankatur im Sondertarif DDR als Päckchen im Luftpostversand (100Gramm). Handquittung ( nicht abgebildet ) zum ATM- Bezug liegt vor, da Bonn 2 am 15.3.1990 noch Standort eines Schalterwertzeichendruckers war.

                                                  
Die 160Pfennig- Einzelfrankatur  dokumentiert mit Datum 9.1.1989 und Tagesstempel Friedrichshafen 11 den Ersttag des SWZD Klüssendorf 651 an diesem Standort als Briefdrucksache portogerecht in der 3. Gewichtsstufe (50 bis 100Gramm).


                                       
Die 155Pfennig- Einzelfrankatur vom SWZD- Letztag im EPOS- System Münster mit Datum vom 7.3.1989 ist wohl nicht portogerecht (Weltbrief 120Pfennige und 2x20Pfennige für 2x 5Gramm Luftpost Gruppe I macht 160Pfennige). Zwar vom Schalterbeamten mit EPOS- Quittung verkauft, erfolgte für den Brief nach Südafrika eine Nachtaxierung. Der Beleg war mit 5Pfennig unterfrankiert. Nach Aussage von J. Meyer, Saarbrücken, der zur damaligen Zeit häufiger in Sachen ATM in Südafrika weilte, hat er den Brief in Durban ausgelöst. Die Quittierung erfolgte vorderseitig mit  ATM-  RSA  00.19 Rand mit Stempel vom 12. April 1989. EPOS- Quittung verkleinert dargestellt.


                                               
An dieser Stelle einmal eine 150Pfennig- Einzelfrankatur  als Wahltastenwert aus einem Nagler N 101 Münzwertzeichendrucker und mit Standort Kehlheim 1 sogar ein Solargerät. Mit Datum  vom 19.3.1993 ferner eine Erstinbetriebnahme. Siehe Kapitel Nagler N101  und  N101 Solar- Automatenversion.


                                       
145Pfennig Einzelfrankatur als Luftpostbrief in der Gewichtsstufe 2 (45Gramm) mit Luftpostzuschlag 15 Pfennig für (je 20g  waren 5 Pfennig erforderlich). Mit Datum 2.2.1987 und Handquittung  dokumentiert sich in diesem Fall Ersttag und Erstverwendung eines SWZD Klüssendorf 829 im Versandstellenschalter des Postamtes Berlin 12 ( Goethestrasse) mit grüner Automatenbriefmarke. S. auch Kapitel Klüssendorf  SWZD 651 und 829.


                                          
Die Einzelfrankatur 140Pfennige dokumentiert mit Datum vom 31.3.1993 die letzte Verwendungsmöglichkeit in Form der Briefdrucksache als eine  der wegfallenden Sendungsarten zum 1.4.1993. Die Automatenbriefmarke stammt aus dem MWZD Regensburg 12 Standort Nr.3 mit passender Quittung  vom 31.3.1993


                                         
Die 135Pfennig- Einzelfrankatur als Luftpost- Päckchen nach London. Der Beleg ist in mehrfacher Hinsicht interessant. Der ovale Sonderstempel dokumentiert namentlich die Versandstelle für Postwertzeichen in Weiden mit Ortsstempel NÜRNBERG 1. Die Erklärung liegt in der Ausstellung 150 Jahre deutsche Eisenbahn im Verkehrsmuseum Nürnberg und hier besetzte die Versandstelle  Weiden mit Unterbrechungen im Mai, Juni, Juli, August, September, November und Dezember 1985 das Ausstellungspostamt. Es war auch ein ausgelagerter Schalterwertzeichendrucker der Versandstelle im Einsatz und dieser druckte nun eindeutig und ausnahmsweise Automatenbriefmarken in Type I. Die Erklärung liegt wohl im beendeten  EPOS-1- Versuch in Wiesbaden, Bonn und Hannover zum 31.7.1984. Fünf der dortigen SWZD 667 druckten in Type I und die zurückgezogenen Geräte dienten wohl als Ersatzteillager hier im Typ Klüssendorf 651 und Sondereinsatz  Nürnberg. Ebenso verhielt es sich noch in Hof (Saale) zum Tag der Briefmarke . Auch hier war die Verandstelle Weiden mit einem Sondereinsatz  und SWZD in Drucktype I vor Ort vom 14.10. bis 19.10.1985. Letztmalig konnte die Ausnahme SWZD und Type I beobachtet werden auf der Südwestbörse in Sindelfingen im Schalter des Sonderpostamtes vom 24.10. bis 28.10.1986. S.a. Kapitel SWZD Klüssendorf Typ 667 , 651 und 829


                                       
Die grüne Automatenmarke war gültig bis zum 30.06.2002 und erlaubte somit auch am 5.2.2002 noch die Verwendung als 130Pfennig- Einzelfrankatur  in Form der kompakten Warensendung. Bild zeigt einen Briefausschnitt der großformatigen Vorlage.


                                                              
Die 125Pfennig- Einzelfrankatur in der Drucksachen- Luftpost Verwendung nach Australien. Solingen war vom 14. bis 16.4. 1989 Standort der Rhein- Ruhr- Posta und die Versandstelle hatte hier einen Sonderstandort mit Schalterwertzeichendruckern  mit Ausgabe Bund- ATM

                                                    
120 Pfennig- Einzelfrankatur als Weltpostbrief bis 20g  mit ATM vom Klüssendorf - MWZD 631 mit Quittung ( blass, zur Abbildung nicht geeignet) und Datum 3.2.1988.  Der Standort Lübeck 101 zählte zu den Erstinbetriebnahmen mit Datum 20. Januar 1981 und zeigt im Druckwerk noch die Zifferntype I


                                                       
Im Streifbandversand der DBZ habe ich auf der Startseite der Homepage die 115Pfennig- Einzelfrankatur schon gebührend vorgestellt. Hier  in der ATM- Belegserie nun dargestellt als Drucksache im Luftpostdienst (GruppeII)  und mit Datum  vom 19.3.1993 wird der Letzttag des SWZD im PA Saarbrücken 13  dokumentiert .


                                   
110 Pfennig- Einzelfrankatur im Sondertarif Päckchen DDR (Tarif 1.7.1982 bis 100g) Inbetriebnahme Ersttag 3. Generation Klüssendorf 631 Standort Kassel 1 vom 22.10.1986 Automatenquittung vorhanden. Beleg verkleinert. S. Kapitel Münzwertzeichendrucker  631.

                                                 
105 Pfennig- Einzelfrankatur vom Letztag Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf 651 offline- Einsatz im EPOS-System Münster vom 7.3.1989  (s a. Kapitel SWZD 651 und 829 Klüssendorf).


                                                 
                       
Die 100 Pfennig- Einzelfrankatur als Nagler-N101-Ersttag in Oerlenbach vom 14.5.1992 in der Farbvariante „grünlicholiv im Unterdruck und Stern“ ( s.a.Kapitel Nagler N101)



                      

Die 95 Pfennig- Einzelfrankatur findet sich gelegentlich auch als Luftpost – Druchsache – Ausland. Hier aber als verkleinerte Abbildung einer großformatigen Massendrucksache des ehemaligen Briefmarkenhauses Krüger  vom März 1993 (200g bis 250g)
                                     
                                                                                                                                                      
                                                                            
Den 90Pfennigwert in Einzelfrankatur findet man u.a. auch in der Verwendung als Luftpostzuschlag zur Auslandspost. Die DBZ benutzte glücklicherweise öfters Automatenbriefmarken zur Streifbandversendung, hier in der 90Pfennigwertstufe  mit frühem Datum vom 3.2.1981! Als zusätzliche Besonderheit ist die Wertziffer 9 nach unten verschoben und oberhalb der Ziffer 9 taucht ein schwarzer Querdruck vom Ziffernrad auf.


                                             

Auch Luftpostbriefe und Streifbänder dokumentieren den 85Pfennigwert in Einzelfrankatur. Kursbriefe (hier 18.1.1985) zur schnellstmöglichen Zustellung unter Verwendung der Automatenbriefmarke sind relativ selten  zu finden. Der beantragte festgelegte Postverbindungsweg wird geprüft und nach Genehmigung kann mit besonderem Ausweis zum bestimmten Zeitpunkt die Post am Zustellpostamt in Empfang genommen werden. Als Besonderheit ist im obigen Beleg noch die zusätzliche Luftpostbeförderung im Versandweg integriert. Der Kursbrief ist besonders zu kennzeichnen mit roter Umrandung. Die Gebühr entspricht der Briefgebühr. Die Vorauskosten für die Kursbriefeinrichtung  betrugen damals pro Woche  40,00DM. Der obige Beleg zeigt rückseitig  Durchgangs- und Ankunftsstempel.


                                         
Hier einmal eine 80Pfennig- Einzelfrankatur vom 2.5.1988 vom Postamt Goslar 1 und damit Ersttag eines Versuchsstandortes eines Schalterwertzeichendruckers und hier sogar  ein Typ Klüssendorf 829 ( verlegt aus Hildesheim s.a. Kapitel SWZD Klüssendorf 651 und 829). Da ein Einsatz in offline- Version  vorliegt, ist nur eine „Handquittung“ über DM-,80 möglich.
   

                                                             
Eine Auslandsdrucksache in 75 Pfennig- Einzelfrankatur vorgestellt hier in Type I direkt über das Terminal Wiesbaden mit Datum vom 2.2.1983. Die Kassennummer 925 im Quittungsdruck ist kein Irrtum. Der Michelkatalog führt zwar nur die Kassennummern 921, 922, 923 u. 924 auf, aber zwischen Dezember 1982 und Februar 1983 wurde eine 5. Kassennummer sporadisch unter 925 geführt (selten). Brief nach England mit zweireihiger typischer Eingangscodierung in blauer Punktierung.

                                     
Büchersendungen sind portobegünstigt und unterliegen deshalb bestimmten Anforderungen und müssen in der Regel zu Prüfzwecken „offen“ versendet werden. Hier vorgestellt in der Gewichtsstufe 100 bis 250 g als 70Pfennig- Einzelfrankatur zur Katalogversendung im atm forum Verlag  unter der  Redaktion von. Wolfgang  Maassen  mit  Datum vom 25.11.1986

                                                           
Die 65 Pfennig- Einzelfrankatur als Anschriftenprüfung mit Datum vom 7.9.1984. Anschriftenprüfungen im Postdienst sind nicht so häufig und in der hier gezeigten zusätzlichen Luftpostform selten anzutreffen. Hier wurde  ferner das Fernmeldeamt involviert  zum Rufnummerncheck und mit Straßenangabe statt Postfachangabe.  Das Portoentgelt im Anschriftenprüfungsdienst der deutschen  Post entsprach dem Postkartentarif.


                                            
Die 60Pfennig- Einzelfrankatur hier einmal mit dänischem „Paquebot“- Stempel der M/F Danmark. In solchen Fällen ist die deutsche Frankatur- hier für die Drucksachenversendung- zu Auslandsgebührensätzen zugelassen. Datum vom 9.6.1986


                                         
Hier die 55Pfennig- Einzelfrankatur  als Luftpost- Drucksache in die DDR mit Datum 29.9.1982 und Stempel Bonn 1. Die Gebührensätze für die DDR  erlaubten ja teils Inlandsgebühren unter „gesamtdeutschen Aspekten“!



                                                            
Die 50Pfennig- Frankatur auf Postkarte ist nicht so häufig aus der Portophase bis zum 30.6.1982 zu finden, wie man glauben möchte. Besonders Belege der ersten 14 MWZD sind in Einzelfrankatur aus dieser Zeit recht interessant. Der obige Beleg dokumentiert gleichzeitig noch die Inbetriebnahme des MWZD in Frankfurt  Standort Postamt 70 mit Datum 9.1.1981. Siehe auch Kapitel Münzwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 631.


                                         
                          
Die Streifbandversendung mit 45 Pfennig und Datum 31.12.1982 und Stempel Wiesbaden zeigt eindeutig eine Automatenbriefmarke in Type I. Die ATM wurde wohl dort am Schalterterminal  erworben. Die dortigen Drucker gehörten ja zur Klüssendorf- Baureihe 667 s.a. entsprechendes Kapitel  mit den ergänzenden Informationen (nur 5 Drucker der Serie Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Baureihe 667 druckten in ATM- Type I ). Tarif 1.1.1982 Streifband bis 50g.

                                             
Für die 40 Pfennig- Einzelfrankatur gibt es zahlreiche portogerechte Verwendungsbeispiele. Interessant ist die Postkarte im verbilligten Berliner Ortstarif nachdem noch die Westberliner MWZD mit „grüner ATM“   ab 15.3.1991 bestückt worden waren. Hier passend mit ATM- Quittung und Datum 22.3.1991. Die 40 Pfg.- ATM konnte nur am Klüssendorf 631 in Westberlin mit Quittung gezogen werden bis 31.3.1993(s.auch Kapitel Klüssendorf Typ 631).


                                    
35 Pfennig- Frankatur  in Ersttagsverwendung  aus dem SWZD- Spektrum von 5 bis 9995  mit Datum  27.9.1982.
als Massendrucksache der Firma Sieger aus Lorch.

                                                    
30 Pfennig- Einzelfrankaturen sind  in Form von Massendrucksachen recht häufig. Mit der Verwendung als Postkartenporto im VGO- Tarif im Rahmen der Wiedervereinigung liegt ein schönes Zeitdokument deutscher Geschichte vor ( Datum 23.08.1990 ).


                                   
                    
25 Pfennig- Einzelfrankaturen sind eine echte Klippe bei der Suche nach portogerechten Versendungen. Neben einem Luftpostzuschlag zur Sammelanschriftenprüfung (s. 20er Frankatur) sind mir nur Blindensendungen bekannt. Hier eine Verwendung nach Canada mit roter Eingangscodierung. Der oben sichtbare Einzeiler in schwarzer Schrift ist mit dem Anschriftenleser kombiniert und dokumentiert für den Empfänger noch einmal das Eingangsdatum und die Laufzeit (hier 31.3. bis 4.4.) zu Prüfzwecken. Letzteres aus den USA seit  Januar 1989 in dieser Form bekannt.

          
                                    
Der 20Pfg.-Wert findet sich ebenfalls gelegentlich als Luftpostzuschlag zur Blindenpost. Hier als Einzelfrankatur und Gebühr im Sammelauftrag  zur Anschriftenprüfung. Die Marke ist mit Automatenquittung passend zum Stempeldatum vom 31.3.1989 aus dem Klüssendorf 631 Standort Starnberg 1 und damit gleichzeitig Letzttag für diesen Wert im Tastensatz.

                                   
15Pfg.-Einzelfrankaturen sind mir bis dato nur als Luftpostzuschlag zur Blindenpost bekannt. Der abgebildete Beleg zeichnet sich dennoch durch Besonderheiten aus. Ersttagsverwendung vom 27.9.1982 für den 15Pfg.-Werte aus dem Satz von 5 bis 9995.  Ferner vor und rückseitiger griechischer Ankunftsstempel und Text rückseitig in geprägter Brailleschrift.


                                    
Einzelfrankaturen mit dem 10Pfennigwert liegen als Luftpostzuschlag zur Blindenpost vor. Hier einmal  als Ergänzungsfrankatur für Rückantwort- Brief anstatt vorgesehener Briefdrucksache zum Absenderfreistempler mit 50 Pfennig vom 30.12.1980 und ATM- Ersttag 10Pfg.  vom 2.1.1981 aus Wöllstein- eine „ Angelegenheit in Sachen Wein“.

                                   
        
Einzelfrankaturen für den 5 Pfennigwert findet man in der Regel als Luftpostzuschlag für Postsachen (z.B. Nachricht Telefonanschluß) oder bei der Grundgebühr freien Blindenpost. Hier einmal als Luftpostzuschlag auf Rückschein in diesem Fall als Rücksendung vom dt. Patentamt Berlin  mit Datum 10.07.1989



zum Seitenanfang  |   Seite drucken