Deutsche Postautomation

Informationen zur deutschen Postautomation im Bereich Freimachung,
Briefannahme, Schalterbetrieb und Briefbearbeitung.



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Aus der Sammlung von A. Lehr, Dietzhölztal  kann  eine seltene ATM – Einzelfrankatur zu DM 54,00 vorgestellt werden in Form einer frankierten Beutelfahne. Die deklarierte Büchersendung  ging von München  nach Japan. Der  japanische Rechtsanwalt aus München hatte wohl Fachliteratur für den Kollegen an der rechtswissenschaftlichen Fakultät in Fukuoka  auf den Weg gebracht. Drucksachen waren bis 30kg versendungsfähig und wurden hier im Aufgabejahr 1986 mit 2,00 DM pro kg berechnet. Somit lag der Sendung wohl ein Gewicht von 27kg zu Grunde. Die Drucksachen zu ermäßigter Gebühr erforderten in dieser Form ein Mindestgewicht von 3kg.

                                      
Die oben vorgestellte ATM – Einzelfrankatur  liegt in meinem Archiv ohne Namensnennung des Besitzers. Zunächst einmal herzlichen Dank, vielleicht meldet sich ja der Inhaber wieder. Absender  und Empfänger der Paketversendung in die USA entsprechen der Paketvorstellung mit der Wertstufe zu  DM 31,20. Auch das Postamt Bonn 3 ist in diesem Fall Aufgabeort und der  wesentliche Unterschied liegt in der höheren Gewichtsklasse. Die Aufgabe erfolgte am  4.11.1985 und die zugehörige  Zollerklärung entspricht wohl einem frühen „Weihnachtspaket“ mit u.a. Christstollen und  Weihnachtsgebäck. Die Paketgebühr in die USA betrug im Tarif vom 1.7.1982 (gültig bis zum 1.4.1989) in der Gewichtsklasse von  11 bis 12 kg DM 51,30 und wurde mit einer ATM – Einzelfrankatur mit entsprechendem Werteindruck  portogerecht geleistet.

             
Passend zum nachfolgenden Beleg kann ein Wertbriefumschlag aus der Sammlung O.Hirth, Stuttgart vorgestellt werden mit der seltenen ATM – Einzelfrankatur zu DM 45,60  und Datum vom 31.7.1991. Auch hier handelt es sich um einen Wertbrief der ZAHLSTELLE der JUSTIZVOLLZUGSANSTALT  an die JVA ( Justizvollzugsanstalt ) in Aichach gerichtet und nur der höhere Versicherungsbetrag  mit 16.000 DM und das Briefgewicht sind wesentlicher Unterschied zum nachfolgenden Beleg. In München Postamt 90 war mit Datum vom 31.7.1991  noch der Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 in Betrieb, der bis dato in München Postamt 1  aufgestellt war und nach EPOS – II – Installation dort weichen musste s.a. Menüpunkt ATM  LISTEN / TABELLEN. Das Portoentgeld  summiert sich aus der Briefgrundgebühr für das  ausgewiesene Gewicht mit 69g und damit DM 2,40 und der Wertbriefgrundgebühr bis 500 DM Versicherungssumme zu DM 6,00. Für die erhöhte  Wertversicherung  um DM 15500,00 waren pro 500 DM Versicherungssumme DM 1,20 zu leisten und damit ergibt sich der Restbetrag mit 31 x 1,20  zu  DM 37,20. Damit betrug  bereits die Versicherungsgebühr des Briefes 43,20 und summierte sich mit der Briefgebühr zum portogerecht ausgedruckten ATM – Gesamtwertbetrag von DM 45,60.

              
Der rückseitig gesiegelte und großformatige Wertbrief war in München 1991 von der ZAHLSTELLE der JUSTIZVOLLZUGSANSTALT  an die JVA ( Justizvollzugsanstalt ) in Aichach gerichtet und mit 10.000 DM versichert. In München Postamt 90 war mit Datum vom 25.1.1989  ein Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 in Betrieb, der bis dato in München Postamt 1  aufgestellt war und nach EPOS – II – Installation dort weichen musste s.a. Menüpunkt ATM  LISTEN / TABELLEN. Das Portoentgeld  summiert sich aus der Briefgrundgebühr für das  ausgewiesene Gewicht mit 400g und damit DM 4,00 und der Wertbriefgrundgebühr bis 500 DM Versicherungssumme zu DM 6,00. Für die erhöhte  Wertversicherung  um DM 9500,00 waren pro 500 DM Versicherungssumme DM 1,20 zu leisten und damit ergibt sich der Restbetrag mit 19 x 1,20  und DM 22,80 zum portogerecht ausgedruckten ATM – Gesamtwertbetrag mit DM 32,80.

                                             
Schon der Empfänger  der obigen ausgefallenen  Sendung verrät einen ATM – Spezialisten der 1. Stunde, der die Fahrradversendung  zur seltenen ATM – Einzelfrankatur aus dem Standort des SWZD  des Postamtes Münster 11  nutzte.
                              
Die Portoentgeldberechnung ergibt sich aus folgender Summierung: Paketgebühr bis 20 kg mit DM 14,40, Sperrgutbetrag für diese Gewichtsklasse DM 7,20, die Wertversicherung  über DM 1000,00 betrug DM 5,50, der Schnellsendungszuschlag war mit DM 3,00 anzusetzen und die vorausbezahlte Zustellgebühr kostete DM 2,20.  Stammte der portogerechte ATM – Werteindruck  mit DM 32,30 vom SWZD in Münster, so wurde die Sendung im benachbarten Warendorf mit gleichem Datum vom 13.9.1988 auf den Weg gebracht und erhielt hier pflichtgemäß die 2. Paketfahne mit Tagesstempel.


                                
Schon einmal wurde eine Paketversendung  in obiger Form mit der ATM –Wertstufe zu DM 23,30 vorgestellt mit identischen Absender und Empfänger. Die  Paketversendung war diesmal   mit Datum vom 27.05.1986 am Postamt 3 in Bonn auf den Weg in die Vereinigten Staaten von Amerika gebracht  worden.   Die Paketgebühr in die USA betrug im Tarif vom 1.7.1982 (gültig bis zum 1.4.1989) in der Gewichtsklasse von 5 bis 6 kg DM 31,20 und wurde mit einer ATM – Einzelfrankatur mit entsprechendem Werteindruck  portogerecht geleistet. Vorgestellt wird noch am Rande die Zollinhaltserklärung zusammen mit dem Einlieferungsschein  
                                       
Der großformatige Wertbriefumschlag datiert vom 21.7.1985.  Die STEINBERG AGENCY aus Regensburg gab ihren Brief  beim Postamt 11 auf. Dieses Postamt war seit dem 27.11.1984 ausgerüstet mit einem SWZD der Fa. Klüssendorf Typ 651. Diese SWZD wurden übrigens nach Landshut im Jahr 1988 nach der  EPOS II Installation in Regensburg umgesetzt s.a. Ausführungen unter Menüpunkt Listen/Tabellen.
                                                             
                                                           rückseitig Ankunftsstempel Frankfurt und Versiegelung

Die Briefgebühr für den mit 534g ausgewiesenen Wertbrief betrug DM 3.70.  Der fällige Versicherungsbetrag  war mit DM 27,00 anzusetzen (bis 500,00 Versicherungssumme DM 4,00 Grundgebühr und für jeden weiteren Versicherungsbetrag über 500,00 DM waren 1,00 DM Portoentgeld zu leisten). Der Entgeldbetrag war also bezüglich Briefgewicht und Versicherungssumme über DM 12.000  mit dem ausgedruckten Gesamtbetrag  in der Automatenmarke über  DM 30,70 korrekt.                            


                                           
Mit Datum vom 27.9.1982 liegt  ein ATM - Ersttagsbrief  für Marken aus dem  ersten Mammutsatz der Schalterwertzeichendrucker von 5 bis 9995 Pfennigen in 5Pfennigstufen  vor. Diese Marken waren vorab in Weiden bei der Versandstelle bestellbar und somit konnte man diesen Tag dokumentieren. In Weiden waren SWZD Typ Klüssendorf 651 zur Markenproduktion im offline – Betrieb  im Einsatz. SWZD außerhalb der Versandstelle waren ja erst ab 7.10.1982 in Wiesbaden erstmals im Einsatz und für den Postkunden im Schalterdienst zugänglich.

Der obige ATM – Beleg ist diesmal  bezüglich Versicherungshöhe und auch der Eilbotenzustellung dem nachfolgenden Beleg vergleichbar, allerdings hatte in diesem Fall der Versender schon vorab richtig d.h. portogenau gerechnet. Briefrückseiten dokumentierten zur damaligen Zeit noch nachvollziehbare Transportwege  mit entsprechenden Daten in den Poststempeln.
                       
Das Briefporto für die  ausgewiesenen 34g betrug DM 1,30, der Eilbotenzuschlag betrug damals DM 3,50 und  der fällige Versicherungsbetrag  war mit DM 23,00 anzusetzen. (Bis 500,00 Versicherungssumme DM 4,00 und für jeden weiteren 500DM Versicherungsbetrag 1,00 DM = 23,00DM). Der ausgedruckte Entgeldbetrag war also mit DM 27,80 korrekt.                             

                    
Der oben vorgestellte Wertbrief wurde am  Inbetriebnahmetag des Schalterterminals Typ EPOS I  am 3.6. 1983 in Hannover Postamt 1 aufgegeben. Entsprechend meiner Auflistung unter dem Menüpunkt ATM – LISTEN / TABELLEN weist der Tagestempelbuchstabe mit dz den Postschalter 20 aus mit dem zugehörigen V-Zettel-Kennbuchstaben a. Zur Erinnerung sei noch einmal angeführt, dass neben den Terminalschaltern auch weitere 10 Postschalter mit Schalterwertzeichendrucker in Hannover ausgestattet wurden, die aber als Klüssendorf Typ 651 offline betrieben wurden. In Hannover gab es also ähnlich der Situation in Wiesbaden und Bonn die erste Deutsche Automatenmarke im Schalterbetrieb  sowohl als Type 2 und gleichzeitig  aus  den  Klüssendorfdruckern  Typ 667 an den EPOS-Schaltern auch ATM in der Drucktype 1. S. entsprechende Menüpunkte im Kapitel ATM der Homepage. Der rückseitig 4fach gesiegelte Wertbrief weist  den Ankunftsstempel BURBACH vom nachfolgenden Tag auf  und  vorderseitig noch rote Siegelspuren auf.  Der Brief ist mit DM 0,50 unterfrankiert und dies liegt wohl einem Rechenfehler am Postschalter zugrunde. Das Briefporto für die  ausgewiesenen 24g betrug DM 1,30, der Eilbotenzuschlag betrug damals DM 3,50 und  der fällige Versicherungsbetrag  war mit DM 24,00 anzusetzen. (Bis 500,00 Versicherungssumme DM 4,00 und für jeden weiteren 500DM Versicherungsbetrag 1,00 DM = 23,00DM). Der Entgeldbetrag wäre also mit DM 27,80 und nicht  mit DM 27,30 korrekt gewesen.
                                                       
                                                                           Rückseite Brief Hannover 3.6.1983

Nachfolgend abgebildet eine Päckchenversendung per Luftpost abermals  nach Finnland in die Stadt Espoo.

                                       

Der Absender verrät auch in diesem Fall den bekannten ATM – Händler in Saarbrücken, der häufig den Schalterwertzeichendrucker am Postamt Saarbrücken 13 nutzte, um  möglichst in Einzelfrankatur  seine höherwertigen Versendungen auf den Weg zu bringen. Die Sendung wurde am 4.11.1991 auf den Weg gebracht.

Saarbrücken und hier das Postamt 13 war Standort im Betriebsversuch für Schalterwertzeichendrucker seit dem 27.11.1984 mit den Klüssendorf Typen 651 und ich verweise auf entsprechende Auflistungen unter dem Menüpunkt TABELLEN / LISTEN. Die Entgeldberechnung bereitet erneut etwas „Kopfschmerzen“ und bedarf evtl. eines Hinweises aus dem Kreis der Besucher. Unter der Annahme einer Gewichtsklasse von 1,5 bis 2kg wäre die Auslandspäckchengebühr mit DM 10,00 anzusetzen und die Eilzustellung mit DM 5,00. Der Luftpostzuschlag betrug 20 Pfennige pro 50g  und unter diesen Überlegungen hapert es  wieder mit dem Gesamtporto. Hinweise bezüglich Entgeld sind willkommen. 


                                       
Die vorstehende Paketversendung (4,9kg) wurde am 22.11.1988 am Postamt 23 in Bonn auf den Weg in die Vereinigten Staaten von Amerika gebracht.   Die Paketgebühr in die USA betrug im Tarif vom1.7.1982 (gültig bis zum 1.4.1989) bis zum Gewicht von 5kg DM 23,30 und wurde mit einer ATM – Einzelfrankatur mit entsprechendem Werteindruck  portogerecht geleistet.
                             
Die Zollinhaltserklärung wird oben zusammen mit dem Einlieferungsschein zur Ergänzung vorgestellt zur ATM - Einzelfrankatur DM 23,30.

                            
Der Päckchenausschnitt dokumentiert erneut eine Luftpostversendung in die USA mit einer ATM – Einzelfrankatur aus dem Schalterwertzeichendrucker  Klüssendorf  Typ 651 vom Standort Münster Postamt 11 mit Datum vom 8.10.1988. In diesem Fall war  die EPOS-II-Installation, die am 1.12.1988 eingerichtet wurde, noch nicht erfolgt und über den Gesamtbetrag wurde eine Handquittung über DM 23,00 ausgestellt. Im oben vorgestellten Belegbeispiel betrug die Lp-Päckchen Grundgebühr DM 7,80 in der Gewichtsklasse von 1000 bis 2000g. Der Luftpostzuschlag für die Vereinigten Staaten von Amerika  war mit 0,20DM je 20g zu veranschlagen. Das Päckchen wog  also 1520g  d.h. der Luftpostzuschlag ergab mit 76 x 0,20 DM den Betrag  von 15,20DM und addierte sich mit der Grundgebühr  von  DM 7,80 zum  ausgedruckten Gesamtbetrag von DM 23.00. Vorderseitig noch Zollerklärung (grüner Aufkleber) und roter  U.S. Zollstempel DALLAS.
                                            
Oben abgebildet eine Päckchenversendung per Luftpost nach Schweden in die Stadt KIRUNA. Der Absender verrät auch in diesem Fall den bekannten ATM – Händler in Saarbrücken, der häufig den Schalterwertzeichendrucker am Postamt Saarbrücken 13 nutzte, um  möglichst in Einzelfrankatur  seine höherwertigen Versendungen auf den Weg zu bringen. Die Sendung wurde am 11.12.1992 auf den Weg gebracht.
Saarbrücken und hier das Postamt 13 war Standort im Betriebsversuch für Schalterwertzeichendrucker seit dem 27.11.1984 mit den Klüssendorf Typen 651 und ich verweise auf entsprechende Auflistungen unter dem Menüpunkt TABELLEN / LISTEN. Die Entgeldberechnung bereitet etwas „Kopfschmerzen“ und bedarf evtl. eines Hinweises aus dem Kreis der Besucher. Unter der Annahme einer Gewichtsklasse von 1,5 bis 2kg wäre die Auslandspäckchengebühr mit DM 10,00 anzusetzen und der Einschreibversand mit DM 3,50. Der Luftpostzuschlag betrug 20 Pfennige pro 50g  und unter diesen Überlegungen hapert es mit dem Gesamtporto. Einen Betrag von DM 1,00 kann ich nicht unterbringen und ein Rechenfehler vor Ort in Saarbrücken ist möglich, aber nicht  unbedingt zwingend.

                               
Der Päckchenausschnitt dokumentiert eine Luftpostversendung in die USA mit einer ATM – Einzelfrankatur aus dem Schalterwertzeichendrucker   Klüssendorf  Typ 651 vom Standort Münster Postamt 11 mit Datum vom 28.01.1989. Hier in Münster war auch die einzige Gelegenheit SWZD im Postschaltereinsatz und gleichzeitiger EPOS-II-Installation zu dokumentieren. So bestand  auch die Möglichkeit EPOS-Quittungen über den offline ATM – Bezug vom 1.12.1988 bis zum 7.3.1989 zu erhalten. Diese Kombination im Postautomationsbereich war in Münster am Postamt 11 nicht nur einmalig, sondern bis zum Abbau der Schalterwertzeichendrucker bereits nach 4 Monaten auch nur relativ kurzfristig möglich. Im oben vorgestellten Belegbeispiel betrug die Lp-Päckchen Grundgebühr DM 7,80 in der Gewichtsklasse von 1000 bis 2000g. Der Luftpostzuschlag für die Vereinigten Staaten von Amerika  war mit 0,20DM je 20g zu veranschlagen. Das Päckchen wog  also 1420g  d.h. der Luftpostzuschlag ergab mit 71 x 0,20 DM den Betrag  von 14,20DM und addierte sich mit der Grundgebühr  von  DM 7,80 zum  ausgedruckten Gesamtbetrag von DM 22.00. Vorderseitig noch Zollerklärung (grüner Aufkleber) und roter  U.S. Zollstempel DALLAS.

                                                                 
Die obige Abbildung dokumentiert einen Paketkartenabschnitt  mit der ATM – Einzelfrankatur zu DM 20,60 mit Datum vom 3.11.1990 vom Postamt Bochum 1 und stammt freundlicherweise  ebenso wie das Belegbeispiel zu DM 19,60  aus der Sammlung von Oliver Hirth, Stuttgart.
Der Elektronikversand S. Wagener nutzte öfters wohl das Postamt Bochum 1, um seine Versandpakete auf den Weg zu bringen. Die  Pakete wurden wohl auch teils am Spätschalter aufgegeben, wie dies im Tagesstempel mit 20 Uhr im obigen Abschlag  zu erkennen ist. Im  Bochum Postamt 1 waren am 1.2.1989  die Schalterwertzeichendrucker vom Typ Klüssendorf 651  aus dem benachbarten Postamt Hagen 1  aus Gründen der EPOS – II - Installation umgesetzt worden (s.a. entsprechende Menüpunkte im ATM – Kapitel der  Webseite). Für die Portoentgeldberechnung  wurde wohl beim ausgewiesenen Gewicht mit 2kg  noch die Postgutversendung mit DM 3,60 angesetzt. Für die Schnellgutversendung waren in Kombination  mit der Eilzustellung je DM 5,00 fällig und die Nachnahmegebühr betrug DM 2,00.  In diesem Fall war die Spätgebühr noch mit DM 2,50  zu leisten und  die Zustellgebühr  ist ebenfalls mit DM 2,50 anzusetzen. Dies alles summiert sich exakt zum ausgedruckten Wertbetrag in der Automatenmarke mit DM 20,60

                                                    
Aus der Sammlung von A. Lehr, Dietzhölztal kommt obige ATM – Einzelfrankatur dankenswerterweise zur Vorstellung. Der Wertbrief  mit Datum vom 9.1.1984 wurde am Postamt Wiesbaden 1  auf den Weg gebracht mit der Versicherungssumme über 8000,00 DM. Die Briefgebühr erforderte im Posttarif vom 1.7.1982  in der 2. Gewichtsstufe mit 23g DM 1,30 und erhöht sich  mit der angegebenen Versicherungssumme um weitere DM 19,00 zum ausgedruckten Gesamtbetrag. Dabei betrug die Wertbriefgrundgebühr bis 500,00DM  Versicherung  DM 4,00 und erhöhte sich jeweils um 1,- DM  pro 500,- Wertversicherung (also in diesem Fall 15x = 15,00DM).


                                        
Der obige Briefbeleg mit der ATM-Einzelfrankatur zu DM 20,05 dokumentiert gleichzeitig  den Ersttag der Automatenmarken  aus dem Schalterwertzeichenspektrum von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982  und  lässt eine philatelistische Absicht vermuten. Der rückseitig gesiegelte Wertbrief erreichte den Zielort Hamburg am nachfolgenden Tag, wie der Eingangsstempel bestätigt.
                                                                        
Die Portostufenberechnung errechnet sich aus der Briefgrundgebühr für den 53g schweren Brief mit DM 1,90 und daraus ergibt sich der 3malige Luftpostzuschlag zu DM 0,15.  Die Wertbriefgrundgebühr mit der Versicherungssumme zu DM 500,00 ist  mit DM 4,00 anzusetzen und erhöht sich gemäß der Gesamtversicherungssumme von insgesamt DM 7500,00  um weitere 14,00 DM (14x 1,00 DM pro 500,00 DM Versicherung). Die seltene Einzelfrankatur war also durchaus portogerecht. Schalterwertzeichendrucker  der Fa. Klüssendorf  waren zu diesem Ersttag nur bei der Versandstelle  in Weiden aufgestellt und  Automatenmarken konnten dort auch vorab bezogen werden. Erst am 7.10.1982 wurde in Wiesbaden  der Terminalbetrieb im EPOS I System mit dort installierten SWZD aufgenommen.

                                               
Sicherlich  unterliegt der  ATM – Beleg zu DM 20,00 philatelistischer  Intention. Die Zustelladresse  dokumentiert einen damals bekannten ATM – Händler, der wohl die Einführung des neuen Posttarifs zum 1.4.1989 zum Anlass nahm diese besondere Portostufe zu erstellen. Die Einzelfrankatur mit der grünen Automatenmarke ermöglichte der Standort des Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 651 in Bonn am Postamt 2 und dazu unten die zugehörigen Aufgabebelege. Das Gesamtporto mit DM 20,00 errechnet sich aus der Briefgrundgebühr zu 1,00DM, der Eilzustellung auch nachts mit 8,00DM und den Zuschlägen für Rückschein und eigenhändige Zustellung mit jeweils DM 2,50.
                           
Oben der zugehörige Einlieferungsschein, die Rückscheinbestätigung und die Bescheinigung über den Bezug von Postwertzeichen und in diesem Fall DM 20,00 für die Automatenmarke,

                                                        
Der obige Paketkartenabschnitt stammt freundlicherweise aus der Sammlung von Oliver Hirth, Stuttgart.  Der Elektronikversand S. Wagener nutzte öfters wohl das Postamt Bochum 1, um seine Versandpakete auf den Weg zu bringen. Die  Pakete wurden wohl auch teils am Spätschalter aufgegeben, wie dies im Tagesstempel mit 20 und 22 Uhr  zu erkennen ist. Dies trifft für das obige Belegbeispiel allerdings nicht zu.  Im  Bochum Postamt 1 waren am 1.2.1989  die Schalterwertzeichendrucker vom Typ Klüssendorf 651  aus dem benachbarten Postamt Hagen 1  aus Gründen der EPOS – II - Installation umgesetzt worden (s.a. entsprechende Menüpunkte im ATM – Kapitel der  Webseite). Die Portoentgeldberechnung ist etwas rätselhaft  und findet evtl. aus dem Besucherkreis einen Verbesserungsvorschlag. Sollte  die Gewichtsangabe einer  „verunglückten 7“ entsprechen, sähe die Berechnung im zuständigen Posttarif zum  Beleg vom  17.11.90  folgendermaßen aus:
Schnellgutsendung  5,00DM für die 3. Zone ab 300Km,  Eilzustellung ebenfalls 5,00DM und  die Nachnahmegebühr ist mit DM 2,00 anzusetzen. Die Paketgebühr bei 7kg würde exakt dem Restbetrag  von DM 7,60 zur ausgedruckten Gesamtsumme mit DM 19,60 entsprechen. Sollte allerdings  1kg als Paketgewicht zu Grunde liegen, bitte ich um weitere Vorschläge  in der Entgeldberechnung.

                                
Der Päckchenausschnitt dokumentiert eine Luftpostversendung in die USA mit einer ATM – Einzelfrankatur aus dem Schalterwertzeichendrucker   Klüssendorf  Typ 651 vom Standort Münster Postamt 11 mit Datum vom 8.10.1988. Auch in diesem Fall war J.Olschimke mit seinen Unterlagen zum Posttarif vom 1.7.86 bis zum 31.3.1989 hilfreich in der Entgeldberechnung. Die Lp-Päckchen Grundgebühr betrug DM 7,80 in der Gewichtsklasse von 1000 bis 2000g. Der Luftpostzuschlag für die Vereinigten Staaten von Amerika  war mit 0,20DM je 20g zu veranschlagen. Das Päckchen wog mehr als 1020g aber weniger als 1040g d.h. der Luftpostzuschlag ergab mit 52 X 0,20 DM den Betrag  von  10,40DM und addierte sich mit der Grundgebühr  von  DM 7,80 zum  ausgedruckten Gesamtbetrag von DM 18,20. Vorderseitig noch Zollerklärung (grüner Aufkleber) und roter  U.S. Zollstempel DALLAS. 

                                       
Es geht aktuell wieder  in der Portostufenserie  mit steigenden Entgeldbeträgen  weiter. Augenblicklich gibt es keine rückwirkenden  und weiteren Beiträge aus dem Kreis der  Homepage-Beobachter. Vorgestellt kann  erneut dankenswerterweise aus der Sammlung A. Lehr, Dietzhölztal  ein seltener Briefbeleg nach Griechenland mit Datum vom 11.1.1983 mit der Einzelfrankatur zu DM 18,00. Die Briefgrundgebühr für das ausgewiesene Briefgewicht von 520g betrug im Posttarif vom 1.7.1982  DM 14,50! Die Einschreibgebühr betrug DM 2,50 und addierte sich mit der Rückscheingebühr von DM 1,50 und der aufgeführten Briefgebühr zum Gesamtbetrag von DM 18,00.

                            
Erneut kann aus der Sammlung von A. Lehr, Dietzhölztal eine ATM – Einzelfrankatur  in die Portostufenserie  der ersten deutschen Automatenmarke eingefügt werden. Der Absender verrät auch in diesem Fall den bekannten ATM – Händler in Saarbrücken, der häufig den Schalterwertzeichendrucker am Postamt Saarbrücken 13 nutzte, um  möglichst in Einzelfrankatur  seine höherwertigen Versendungen auf den Weg zu bringen. Im vorstehenden Fall handelt es sich um ein Wertpaket  nach Oldenburg und die Sendung wurde am 20.08.1992 auf den Weg gebracht.
Saarbrücken und hier das Postamt 13 war Standort im Betriebsversuch für Schalterwertzeichendrucker seit dem 27.11.1984 mit den Klüssendorf Typen 651. Im Gegensatz zum  vorherigen Beleg zu DM 17,30 vom 19.6.1992 ist ein neuer Postpakettarif vom 1.7.1992 zu berücksichtigen! Die Paketzoneneinteilung war auf 2 Entfernungsdistanzen vereinfacht worden. Ab 1.7.92 wurden nur noch Entfernungen unter 150 Kilometer und über 150 Kilometer im Paketversand unterschieden! Die Portostufe errechnet sich im Tarif vom 1.7.1992 daher  aus der Paketgrundgebühr für die 2. Entfernungszone (über 150km) mit DM 6,10 und addiert sich mit der voraus gezahlten  Zustellgebühr mit DM 2,50  und der Wertpaketgebühr  über DM 9,00 für die Versicherungsgebühr bis DM 1000,00 zum  eingedruckten portogerechten Gesamtbetrag von DM 17,60. Ich danke auch  in diesem Fall J.Olschimke für die Entgeldberechnung  aus seiner  Posttarifsammlung!

                            
Erneut kann aus der Sammlung von A. Lehr, Dietzhölztal eine ATM – Einzelfrankatur  in die Portostufenserie  der ersten deutschen Automatenmarke eingefügt werden. Der Absender verrät einen bekannten ATM – Händler in Saarbrücken, der häufig den Schalterwertzeichendrucker am Postamt Saarbrücken 13 nutzte, um  möglichst in Einzelfrankatur seine höherwertigen Versendungen auf den Weg zu bringen. Im vorstehenden Fall handelt es sich um ein Wertpaket  nach Oldenburg und die Sendung wurde am 19.6.1992 auf den Weg gebracht.

Saarbrücken und hier das Postamt 13 war Standort im Betriebsversuch für Schalterwertzeichendrucker seit dem 27.11.1984 mit den Klüssendorf Typen 651. Die Portostufe errechnet sich im Tarif vom 1.7.1991 aus der Paketgrundgebühr für die 3. Entfernungszone (über 300km) mit DM 5,80 und addiert sich mit der voraus gezahlten  Zustellgebühr mit DM 2,50  und der Wertpaketgebühr  über DM 9,00 für die Versicherungsgebühr bis DM 1000,00 zum  eingedruckten portogerechten Gesamtbetrag von DM 17,30.
Ich danke in diesem Fall J.Olschimke für die Entgeldberechnung  aus seiner  Portostufentarifsammlung!


                                  
Aus der Sammlung  A. Lehr, Dietzhölztal kann obige ATM – Einzelfrankatur  mit Datum vom 12.1.193 vorgestellt werden in der seltenen Wertstufe zu DM 17,20. Die Briefgebühr in der 2. Gewichtstufe betrug mittlerweile bundesweit  DM 1,70, denn der innerörtliche Sondertarif BERLIN war am 31.3.1991 abgeschafft worden. Der Eilbotenzuschlag   war mit DM 7,00 anzusetzen und die Wertbriefversendung über DM 1000,00 bedingte ebenfalls DM 7,00 und zusätzlich DM 1,50 für den erweiterten Versicherungsschutz. Damit summierte sich das Briefentgeld auf den ausgewiesenen Gesamtbetrag im Werteindruck - leider etwas schwach - der Automatenmarke mit DM 17,20. Mit dem Postamt 41 in Berlin wird ferner der Standort  eines Schalterwertzeichendruckers dokumentiert aus der Klüssendorf Baureihe Typ 829.  Zwei Monate später war allgemein am 19.3.1993 das Ende der SWZD im Postschaltereinsatz. Automatenmarken Deutschland aus der sog. „ersten grünen Ausgabe“  mit Einsatz in Berlin an den dortigen Postämtern  20,30,41,44 und 51  im Schalterbetrieb sind nicht so häufig anzutreffen und ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf den Menüpunkt LISTEN/TABELLEN  und die dortige Dokumentation.
       
                  
Sicherlich eine seltene  Versendungsform war der Posttransport  LEBENDER  TIERE und dies war auch an besondere Bedingungen geknüpft. Eine Versandaufgabe war nur montags bis mittwochs möglich (Ausnahme Flughafen Postämter) und setzte die Form SCHNELLSENDUNG oder LUFTPOST voraus. Angaben zur Gewichtsbegrenzung oder Tierart habe ich jedoch nicht gefunden!  Die zusätzliche EILZUSTELLUNG  am Empfangsort  wurde seitens der Post empfohlen und  die besondere Kennzeichnung  „Lebende Tiere“ war erforderlich und als Verpackung waren gewünscht  zweckmäßigerweise Käfige und Körbe für den Kleintiertransport. Die obige Sendung ging am 22.4.1985 auf den Weg von Nordhorn nach Halle (Westf.) und verrät uns auch nicht „welches Tier in welcher Tonlage über seinen Transport geschimpft hat“! Aus diesen oben aufgeführten Voraussetzungen für den Tierversand ergibt sich der Portoentgeldbetrag  mit der Paketgebühr von DM 4,40, dem Schnellsendungsbetrag mit DM 3,00, der Eilzustellgebühr mit DM 3,50, der Sperrgutversendung mit DM 4,00 und der voraus bezahlten Zustellgebühr mit DM 2,20 zum Gesamtbetrag von DM 17,10, der in einer ATM – Einzelfrankatur passend und portogerecht geleistet werden konnte.

                                                         
Im Jahr 1989 entwickelte die Deutsche Post ein neues Kurierkonzept in 4 verschiedenen Angeboten, die oben nur mit Namensgebung  und Grunddefinition abgebildet sind.  Aus diesen  Möglichkeiten wird nachfolgend  im Postkurierdienst die Eilkurierversion näher vorgestellt einschließlich Belegdokumentation.                                    
                                              
                      
Die innerörtliche Kurierdienstsendung in Bielefeld als Warensendung  bestätigt schon im Adressfeld  und Eingangsstempel die philatelistische Dokumentationsabsicht. Prof. P. Reinhold Huber war damals Leiter der  Vereinigung AUTOMATENMARKEN DEUTSCHLAND E.V.  und hat dementsprechend die Sendungsgebühr mit einer portogerechten ATM über DM 17,00 entrichtet.
                                    
                                                                               Details zur Sendungsart  Eilkurier

                                          
Der obige Wertbriefbeleg stammt freundlicherweise aus der Sammlung von A. Lehr, Dietzhölztal und  dokumentiert noch mit dem Datum vom 4.6.1984 die letzten Tage im Betriebsversuch EPOS I und hier mit dem Standort Wiesbaden. Im Schalterminalsystem waren Drucker der Fa. Klüssendorf mit dem Typ 667  und damit in der Online-Version im Einsatz  s.a. entsprechender Menüpunkt  und Kapitel  auf der Homepage. Tagesstempel ta und Wertzettelbuchstabe d  sind charakteristisch für den Postschalter 22. Die Portostufe errechnet sich aus der Briefgrundgebühr mit DM 0,80 und der Versicherungsgebühr für die Wertbriefversendung. Hier war der Standardwert 4,00 DM für die Versicherungsgrundgebühr bis 500,00 DM und erhöhte sich jeweils um DM 1,00 pro zusätzlichen Versicherungsbetrag  in Höhe von DM 500,00. Damit ergibt sich DM 4,00 plus 12 x DM 1,00  und Briefgebühr 0,80 zum ausgedruckten  Gesamtbetrag von DM 16,80.

                                                     
Der vorstehende ATM – Beleg dokumentiert den Schalterwertzeichendrucker am Standort Friedrichshafen 1. Der dortige Klüssendorf SWZD Typ 651 war am 9.1.1988 vom ehemaligen Standort Freiburg und dort Postamt 1 nach Friedrichshafen im Rahmen der EPOS – Installation umgesetzt worden. Das anfängliche Gewicht von 12g wurde auf 22 g erhöht, um eine weitere Portostufe belegen zu können und verrät somit wohl die philatelistische Absicht. Die endgültige Berechnung ergibt sich damit aus der Briefgebühr mit DM 1,70, der Wertbriefversicherung bis 500,00 DM mit 6,00 DM und der Eilbotenzustellung „auch nachts“ mit DM 8,00 zum ausgedruckten Gesamtbetrag von DM 15,70.

                            
Eine Paketversendung vom Postamt 2 in Bonn  in die USA dokumentiert die seltene ATM – Einzelfrankatur über DM 15,10. Die Aufgabe erfolgte am 2.1.1988  im Postamt Koblenzerstraße 67 in Bonn. Das Postamt Bonn 2 war Versuchsstandort der Schalterwertzeichendrucker  seit dem 9.2.1983. Der damalige Einsatz verteilte sich auf den begrenzten Einsatz im EPOS I System  mit dem SWZD Typ Klüssendorf  667 und den regulär im Schalterbetrieb eingesetzten  SWZD Typ Klüssendorf 651, die bis zum 19.3.1993  im Einsatz waren. Das Paketgewicht betrug 2,9kg  und die zugehörige Zollinhaltserklärung  wird ebenfalls wie der Paketeinlieferungsschein im Ausschnitt nachfolgend vorgestellt.

                                            
Wenn auch der Tagesstempel Bochum Postamt etwas schwach ausfüllt, so ist zumindest die Datumzeile mit 19.3.1993 leidlich zu entziffern.  Besagtes Datum war der Letzttag im Einsatz der Schalterwertzeichendrucker in Deutschland und hier dokumentiert mit dem Standort in Bochum. Belegquittung über den Bezug von Postwertzeichen und Einlieferungsschein sind vorhanden, aber nicht abgebildet. Der ursprüngliche Standort des SWZD Typ Klüssendorf 651 war Hagen  und die „Umsiedlung“ nach Bochum erfolgte damals am 1.2.1989 aus den bekannten Gründen der EPOS – Installation im Schalterbetrieb. S.a. Webmenüpunkt Tabellen und Listen und hier Einsatz SWZD Typ Klüssendorf 651 und 829 ab 27.11.1984.  Damit war die Ära der SWZD in Deutschland nach der Einführung in Wiesbaden am 7.10.1982 nach gut 10 Jahren beendet. Seither war übrigens auch das Portoentgeld in der obigen kombinierten Versendungsform Eilboten und Wertversicherung im Standardtarif von DM 8,30 auf 15,00 gestiegen! Der Standardbrief erforderte nun DM 1,00 und der Eilbotenzuschlag betrug ebenso wie die Wertversicherung bis DM 500,00  je 7,00DM Gebühr und addieren sich zum ausgedruckten Gesamtportobetrag von DM 15,00.

                                              
Der vorgestellte Briefbeleg ging von Leonberg  in Württemberg  in die Volksrepublik China und dort in die Stadt Xian, berühmt für die Ausgrabung der sog. Terrakotta – Armee. Der Wertbrief datiert vom 6.3.1991 und 3 Wochen zuvor waren die kleinen Klüssendorf – Münzwertzeichendrucker Typ 696 gestartet, die über die sog. E – Taste auch ATM – Wunschwerte ausdrucken konnten. Der Briefversender war sich seiner Portoentgeldberechnung  sicher und  eine Automatenmarke in der Wertstufe zu DM 14,80  sollte wohl der Freimachung dienen. Der sauber gestempelte Briefbeleg mit Aufgabe- und vorderseitigem Ankunftsstempel in China hat meines Wissens nach dennoch das kleine Manko einer  Überfrankierung um den Betrag von 40 Pfennigen und demonstriert  damit zumindest die lohnenswerte Nachrechnung auch bei einem primär attraktiv erscheinendem Belegangebot. Meine Nachrechnung ergab aber folgenden Sachverhalt: Briefgebühr DM 1,40, Eilbotenzuschlag DM 5,00, Luftpostzuschlag  mit 2x 0,35 ergibt DM 0,70 und die Wertbriefversicherung summiert sich mit DM 7,30 (DM 3,70 plus 3x DM 1,20 bei Versicherungswert von DM 760,00)  zum Gesamtportobetrag von DM 14,40. Sollte ein Webseitenbesucher eine glaubhaft andere Rechnung offerieren, dann bitte melden.

                     
Schon der Absender verrät mit P.R.Huber, Bielefeld einen begeisterten  ATM – Sammler der ersten Stunde und langjährigen Leiter einer diesbezüglichen deutschen Arbeitsgemeinschaft. Als eingeschriebenes Päckchen sollte die Sendung mit Datum vom 20.5.1991 per Luftpost und Eilboten rasch den Empfänger in Kanada erreichen und eine Rückscheinanforderung den Zugang bestätigen.  Das Porto errechnet sich aus den Zusatzversendungsformen EINSCHREIBEN mit DM 2,50,  RÜCKSCHEIN mit DM 2,50 und dem EILBOTENZUSCHLAG mit DM 5,00   schon mit DM 10,00. Die PÄCKCHENGEBÜHR war  in diesem Fall dann mit DM 3,20 anzusetzen (DM 1,60 je 100g)   und der LUFTPOSTZUSCHLAG mit je DM 0,25 per 20g entspricht der zugehörigen Gewichtsklasse von 140 bis 160g (7x 0,25 = 1,50DM) und summieren sich so zu DM 4,70 und mit den oben erwähnten  DM 10,00 zum ausgewiesenen ATM – Werteindruck von DM 14.70.

                           
Der vorstehende Briefbeleg  stammt dankenswerterweise erneut aus der Sammlung A.Lehr, Dietzhölztal und belegt die Automatenwertstufe mit DM 14,45. Der Wertbrief ging von Berlin per Luftpost nach Frankfurt  und das Aufgabepostamt Berlin 120 war  der dortigen Versandstelle in der Goethestraße benachbart und damit Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 829 und evtl. Quelle der genutzten  Automatenbriefmarke. Die Portoentgeldberechnung in der Kombination von Absenderfreistempel und ATM  ist durchaus portogerecht, offenbart aber eine „unlogische“  Wertsummierung. Der Absender – damals ein bekannter Berliner Briefmarkenhändler – hatte vermutlich mit seinem ATM – Motiv Freistempel eine vorgegebene Wertstufe zu DM 1,45 abgeschlagen, die dann passend  mit einer Automatenmarke ergänzt wurde. Die Wertbriefversicherung über DM 5.500 (Entgeld DM 4,00 u.10 x 1,00DM) erforderte also DM 14,00. das Briefporto betrug DM 1,90 und der ATM – Werteindruck wurde noch mit den fehlenden 0,45 DM „ergänzt“ zur ATM mit Werteindruck 14,45 DM.

                    
Der vorgestellte großzügige Adressausschnitt stammt freundlicherweise aus der Sammlung A. Lehr, Dietzhölztal und dokumentiert eine relativ hoch versicherte Briefsendung von Braunschweig nach Weilheim mit Datum vom 12.12.1989.  Das Postamt 31 in Braunschweig war seit dem 2.5.188 Standort eines SWZD Typ Klüssendorf 651 geworden und ermöglichte dort die entsprechende Einzelfrankatur über den ausgewiesenen Werteindruck von DM 14,40. Der Schalterwertzeichendrucker war vom Postamt Hannover 1 wegen der dortigen EPOS – II - Installation umgesetzt worden. Das Briefporto errechnet sich bei ausgewiesenen 59g  mit DM 2,40. Die Wertversicherung kostete im Grundbetrag bis DM 500,00 Versicherungsgebühr DM 6,00. Für die erweiterte Versicherung  auf DM 3000,00 waren  je DM 500,00  weitere DM 1,20 fällig und summieren sich  so mit 5x 1,20 DM  und der Versicherungsgrundgebühr von DM 6,00 zusammen mit den Briefkosten in der 3. Gewichtsklasse  auf  DM 14,40 und erklären somit den Gesamtportobetrag.

                                             
Der ATM – Brief mit der Einzelfrankatur über DM 14,35 wurde am Schalterterminal in Bonn mit Datum vom 22.5.1984 in der auslaufenden Erprobungsphase im EPOS I - System aufgeliefert  und die zugehörige Terminalquittung  lautet über Gebühr für Briefsendung. Der Aufgabevorgang lief also über das komplette Computerprogramm mit integrierter Waage und Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 667 und dies war die online – Version vom bautechnisch gleichen Typ 651  nur ohne Bedienungseinheit und Tastaturfeld. Dazu noch einmal im Bild die Geräteversionen der Klüssendorf – SWZD  und unten schwarz markiert  der  reine ATM – Wertzeichendruckeranteil  im 651, der im EPOS – I – System unter 667 (oberer SWZD) lief und online angesteuert wurde.
                                                    

In zahlreichen verschiedenen Versendungsformen über die Briefaufgabe mittels Computersteuerung  habe ich bis dato nie eine Fehlrechnung in der Portoentgeldbestimmung  des EPOS – I – Systems gefunden. Dies gilt auch und sogar für seltene Auslandsdestinationen. Der vorliegende Fall mit der exakten Gewichtsangabe über 20g der integrierten Waage  offenbart  die Programmierung der Portoberechnung im Luftpostzuschlag je 20g  mit DM 0,05 (Deutschland) und das Briefporto für die 2. Gewichtsklasse war eingeben mit DM 1,30 ab 20g und so rechnet sich die Endsumme  für den  Beleg wie folgend:
Briefentgeld DM 1,30, Zusatzleistungen eigenhändig und Rückschein mit je DM 1,50, Eilbotenkosten einschließlich gewünschter evtl. Nachtzustellung mit 6,00 DM und Wertbriefversicherung  mit DM  4,00  und der Luftpostzuschlag mit 0,05 DM summieren zum ausgewiesenen Gesamtbetrag von DM 14,35.
                 
Der Einlieferungsschein verrät zudem mit dem Tagesstempelbuchstaben ak den Schalter 2 in Bonn am Postamt 2  und auch die Kassennummer 217 ist  zusammen mit dem V- Zettel – Buchstaben noch der Nachmittagsschicht zuzuordnen und dies entspricht der eingestellten  Zeit mit 18 Uhr.  Die Kenndaten entsprechen noch den Gegebenheiten zum Zeitpunkt der Terminaleröffnung mit Datum  vom 9.2.1983  s.a. entsprechende Vorstellung unter dem Menüpunkt ATM Listen u. Tabellen und dort unter SWZD 667. Im Gegensatz zum Versuchsstandort Wiesbaden und Hannover war hier in Bonn die Drucktype II im SWZD installiert! Automatenmarken oder entsprechende Briefbelege  mit charakteristisch eindeutiger Zuordnungsmöglichkeit  - also Ziffer 2 oder 5  enthalten – sind  aus der ersten EPOS – Phase mit Terminalquittung  keine Massenware. Die Drucktype I war praktisch auf 4 Drucker in Wiesbaden und Hannover begrenzt und die Drucktype II  mit Terminalquittung  gab es nur in Bonn an einem und etwas später an beiden Druckern  über den Zeitraum von ca. 15 Monaten.           

                                         
Der oben  vorgestellte ATM – Briefbeleg dokumentiert den Schalterwertzeichendrucker  vom Standort Rheine  im Münsterland. Postamt Rheine 1 erhielt zum 21.3.1989 den Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651. Diese ältere Geräteversion stammt noch aus der Erstbesetzung beim Postamt Münster 11 mit Datum vom 27.11.1984 und die Umsetzung zum Postamt Rheine erfolgte im Jahr 1989 nach der EPOS – Ausrüstung im  Münsteraner Schalterbetrieb. Das Portoentgeld für den Brief  mit einem ausgewiesenem Gewicht von 177g  betrug  mit der Grundgebühr von 100 bis 250g  DM 3,20 und addierte sich mit der Eilzustellungsgebühr von DM 5,00 und der Versicherungsgebühr  mit DM 6,00 zum  Gesamtbetrag mit DM 14,20. Einlieferungsbescheinigung für den Wertbrief  liegt ebenfalls vor wie die  Handquittung über den ATM – Einzelwert (nicht abgebildet). Tagesstempel mit Kennbuchstabe c und Wertzettelbuchstabe b  mit Datum der Briefaufgabe am 3.2.1990 stimmen noch mit den Ausrüstungsdaten vom Ersttag des SWZD in Rheine  überein  s.a. Menüpunkt Listen/Tabellen im ATM – Kapitel der Webseite.

                       
Der Fensterbriefumschlag dokumentiert eine Telebriefsendung  als Postsache von Dortmund nach Bielefeld in etwas fragwürdiger Form. Der Abgangsstempel Dortmund datiert vom 3.10.1983 und die  Ankunft in Bielefeld  am nachfolgenden Tag  wurde rückseitig mit  rotem Handrollenstempel um 8 Uhr  festgehalten.  In Dortmund wurde noch rückseitig der Abgang am 4.10. um 3 Uhr mit Durchgangsstempeln dokumentiert.
                                                            
Die Frage stellt sich, ob die postamtlichen Fernkopierer defekt waren, so dass der reguläre Postweg genutzt wurde?! Ferner wurde wohl der Wunsch bei der Telebriefaufgabe von Postamt zu Postamt zur Eilbotenzustellung in Bielefeld geäußert. Die Gesamtkosten wurden mittels einer einzelnen Automatenmarke mit der Wertangabe zu DM 14,00 beglichen und schon damit wird deutlich, dass ein ATM – Insider die „Telebriefversendung“ inszeniert haben muß. Das Portoentgeld summierte sich für die 1. Faxseite mit DM 6,50 und dem Eilbotenzuschlag mit DM 3,50  zu DM 10,00. Die Differenz zum Gesamtbetrag von DM 14,00 setzt eine 2. Faxseite voraus, die damals im Telebriefversand mit DM 4,00 berechnet wurde. Die Automatenmarke wurde nachträglich mit Poststempel 4.10.1983 entwertet ohne Möglichkeit (absichtlich?) der Postamtszuordnung. Den zusätzlichen Postkurieraufkleber kann ich nicht zuordnen und vermute eine nachträgliche und missglückte „Schönung“ dieses  Beleges. Der Postkurierdienst wurde meines Wissens später (1989) als „Haus zu Haus“ – Zustellung eingeführt und hatte schon einen Mindestbetrag für eine einzelne Versendung von  DM 25,00 in der 1.Entfernungszone bis 6 Kilometer!  In  der 5. Zone bis 30 km war schon im Postkurierdienst das Entgeld von DM 65,00 fällig und für jede weitere Strecke von 6km waren DM 10,00 zu begleichen! In diesem Fall liegt also eine „Beleginszenierung“ vor, die aber auch einmal zur Beachtung eingefügt wurde.

                   
                                                              
Die  ATM – Einzelfrankatur  stammt aus der Sammlung Prof. Dr. Ing. P. R .Huber, Bielefeld  und belegt  den Einsatz  eines Schalterwertzeichendruckers  am Postamt  1 in Goslar.  Der SWZD Typ Klüssendorf 829  hatte ursprünglich seinen Standort in Hildesheim 1  seit dem 2.12.1987 und war mit Datum vom  2.5.1988 nach Goslar umgesetzt worden. S.a. Menüpunkt Listen/Tabellen im ATM - Kapitel der Homepage – Postautomation.
Der Portostufenberechnung   liegt bei ausgewiesenen 291g die Briefgebühr mit DM 3,10 zu Grunde, die Versicherungsgebühr als Wertbrief  bis 500,00DM betrug DM 4,00, der Eilbotenzuschlag  ist mit DM 3,50 anzusetzen, die Zusatzleistung eigenhändige Zustellung ist mit DM 1,50 zu veranschlagen und alle Positionen addieren sich mit der noch ausstehenden Nachnahmegebühr von DM 1,70 zum Gesamtportobetrag von  DM 13,80. Sicherlich liegt eine philatelistische Dokumentation vor, das waren aber die Zeppelinbriefe mit ihren Destinationen und Vertragsstaatenflügen früher ebenfalls!

                        
Am 26.11.1993 ging dieser Wertbrief  von Frankfurt nach Holzwickede und in diesem Fall sind Absender und Empfänger als ATM – Sammler bekannt. Der Naglerwert in E- Tastenfunktion über DM 13,50 errechnet sich für den 163g schweren Brief in der Großbriefversion mit DM 3,00, zuzüglich Rückscheingebühr mit DM 3,50 und der Wertbriefversicherung  bis  DM 500,00 und damit Postgebühr von DM 7,00 zum ausgedruckten Gesamtbetrag von DM 13,50. Der Rückschein (nicht abgebildet) dokumentiert die Ankunft am nachfolgenden Tag und meine eigene „unleserliche“ Unterschrift.

                                           
Der vorgestellte portogerechte  Briefbeleg mit Einzelfrankatur  mittels Automatenmarke stammt erneut vom Postamt Hamburg 36 und damit Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 651. Der Luftpostbrief ging mit Datum vom 29.8.1989 nach Singapore und erreichte sein Ziel entsprechend dem rückseitigen Ankunftsstempel  am  2. September 1989. V –  Zettel – Buchstabe und Tagesstempelkennung entsprechen nicht mehr den Inbetriebnahmedaten vom 27.11.1984, wie dies auch beim nachfolgenden Beleg und der Briefaufgabe durch den gleichem Absender zu beobachten ist.
                                                          
Das Porto errechnet sich im Tarif vom 1.4.1989 aus der Grundgebühr für den 65g schweren Brief mit DM 2,80, der Wertbriefgebühr mit DM 6,10 (3,70 und für erweiterten Versicherungsbetrag  2x 1,20) und DM 4,55 Luftpostzuschlag (13x  DM 0,35  für je 5g)  zum ausgewiesenen Gesamtbetrag von DM 13,45.

                                                 
Diese Postkarte zum Geldeinzug  mittels Nachnahme wurde in Hamburg am 27.11.1985 am Postamt Hamburg 36 auf den Weg nach Berlin gebracht. Der Absender scheint das Geld  dringend erwartet zu haben, zumindest  nutzte er alle möglichen Versendungsformen bezüglich schneller Bearbeitung und den Nachweis durch Einschreibaufgabe  und Rückscheinanforderung mit eigenhändiger Zustellung. Die eingeforderten DM 314,85 waren aber  wegen Unzustellbarkeit  „nicht realisierbar“ und die Postkarte ging retour. Ein rückseitiger handschriftlicher Vermerk notiert ein verschlossenes Haus und der angegebene Empfänger konnte nicht nur im Sandheideweg  18 sondern auch laut Notiz in den Häusern 1 bis 20 nicht ermittelt werden, zumindest hat man sich wohl Mühe gegeben ihn zu finden!
                                        
Die Entgeldsumme  errechnet sich  aus den Positionen Einschreiben mit DM 2,00, Eilboten auch  nachts mit DM 6,00, der eigenhändigen Zustellung und Rückschein mit  je DM 1,50, der Nachnahmegebühr mit DM 1,70, dem Postkartenbetrag mit DM 0,60 und dem Luftpostzuschlag von DM 0,05   zum portogerechten  Gesamtbetrag von DM 13,35. Das Aufgabepostamt Hamburg 36 war damals Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 651  und die Bescheinigung  über den Bezug  der  Automatenmarke wurde mit Tagesstempel am gleichen Tag und Kennbuchstaben x bestätigt. R-Zettel Kennbuchstabe n und besagter Tagesstempel der Quittung  weisen 1 Jahr nach Installation des SWZD  andere Kenndaten auf als zur Inbetriebnahme am 27.11.1984. Vielleicht eine interne Umstrukturierung im besagten Postamt.

                                         
Der obige Brief mit Datum vom 5.12.1986 war ein versicherter Wertbrief  innerhalb  der Stadt Münster über eine Versicherungssumme von DM 3.000. Hier stellt sich eigentlich die Frage nach der persönlichen Übergabe, aber vermutlich wollte  hier jemand  eine ATM – Belegdokumentation erstellen unter Nutzung der Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf  651, die dort am Postamt 11 seit dem 27.11. 1984  aufgestellt waren. Die seltene Wertstufe errechnet sich aus der Briefgrundgebühr mit DM 0.80, der Eilbotenzustellung mit DM 3,50 und der Versicherungsgebühr mit DM 9,00 (Grundgebühr DM 4,00 und 5x DM 1,00 s. erhöhte Versicherung)  zum portogerechten  Endbetrag von DM 13,30. V- Zettel- und Tagesstempelbuchstabe  entsprechen nicht mehr den Aufstelldaten vom 27.11.1984. Einlieferungszettel und Beleg über Postwertzeichen vorhanden (nicht abgebildet). Es hat somit  im Postamt 11  wohl eine Umsetzung   seit dem Jahr 1984 stattgefunden s.a. Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen.

                          
Zur Vorstellung kommt sicherlich mit obigem  Beleg eine außergewöhnliche ATM – Einzelfrankatur. Eine Päckchenversendung als Eilsendung mit gegebenenfalls auch nächtlicher Zustellung  und weiterer „Beschleunigung“ per Schnellsendungsauftrag und Luftpostbeförderung  hat exotischen Zuschnitt. Dabei  überschneiden sich die geforderten Zusatzleistungen EILBOTEN und SCHNELLPÄCKCHEN nicht! Die Versendungsform Schnellsendung garantiert den  zügigsten Transport zum Bestimmungsort und die Eilzustellung  die spezielle Zustellung am Bestimmungsort  durch besonderen Boten. Gemäß den damaligen Posttarifbestimmungen erforderte der Päckchenversand in Eilbotenform die Kombination als Schnellsendung! Der ferner geforderte Luftpostweg  wurde über Hannover-Flughafen rückseitig mit Stempelabschlag bestätigt. Weiterhin findet sich der Eingangsstempel des Zustellungspostamtes in Berlin 51. Die Aufgabe am 13.10.1983 um 18Uhr, Flughafenbestätigung am 14.10 um 4 Uhr und Zustellung Berlin durch Postamt 51 am gleichen Tag um 10Uhr  belegen für das Päckchen wohl die gewünschte und schnellstmögliche Sonderbehandlung.
                                                     
Das  portogerechte Entgeld errechnet sich  aus der Päckchengebühr mit DM 3,00, dem Eilzustellungsbetrag auch für die evtl. Nachtzustellung mit DM 6,00. der Schnellsendungsgebühr mit DM 3,00 und dem Luftpostzuschlag zu DM 1,20 (bei 480g 14x 0,05DM)) zum ausgedruckten Gesamtbetrag von DM 13,20.  Der Absender verrät mit Prof. HUBER den damaligen Leiter einer ATM – Sammlergruppe  und die portogerechte Freimachung dürfte wohl in diesem Fall selbstverständlich sein.

                                      
Ein Briefbeleg mit einer seltenen Nagler E-Tastenwahl für die 13 DM ATM - Einzelmarke bei gleicher Identität der Nachnamen  im Anschrift-  und Absenderbereich lässt doch einen philatelistischen Dokumentationswillen erkennen und vermuten. Die portogerechte Einzelfrankatur errechnet sich aus der Standardbriefgebühr mit DM 1,00, der eigenhändigen Zustellungsanforderung mit DM 3,50 und der Versicherungsgebühr über DM 8,50 (Grundgebühr  DM 7,00 und zusätzlicher Entgeldbetrag in Höhe von DM 1,50 für die erhöhte Versicherungssumme auf DM 1000,00)  zum vorgestellten  Endbetrag von insgesamt DM 13,00.

                      
Der vorstehende großformatige Brief ging am 1.2.1993  von Umkirch in die Schweiz nach Allschwil. Ein rückseitiger grüner Zollaufkleber ist vorhanden und vorderseitig ist der Basler Zollamtsstempel 2fach abgeschlagen. Die Einschreibgebühr von DM 3,50  ergibt den Restbetrag von DM 9,40 und dies entspricht genau der Gebühr im Auslandsverkehr für die 5. Briefgewichtsklasse  von 250 bis 500g.

                              
Die vorstehende ATM – Einzelfrankatur belegt den Ersttag (14.4.1992) des  Nagler – Druckers N 101 in Bad Bocklet in einer  seltenen E – Tastenfunktion mit dem Werteindruck zu  DM 12,70.  Ersttag des Nagler – Druckers und passendes Münzgeld für den ATM – Wunschwert sprechen natürlich für eine philatelistische Dokumentation und dies wird schon mit der Adresse von Prof. Dr. Ing. P.R.Huber  bestätigt dem damaligen Leiter  einer ATM – Interessengemeinschaft. Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr in der 2. Gewichtsstufe mit DM 1,70, der Wertversicherung  bis 500,00 DM mit DM 6,00  und der Gebühr für die  Zusatzleistung  der   Eilbotenzustellung  mit DM 5,00 zum Gesamtbetrag  von DM 12,70.
                                          
Der großzügige Adressausschnitt  des Wertpaketes mit Datum vom 29.April 1988 stammt dankenswerterweise als Vorlage von A. Lehr in Dietzhölztal und wird damit nachträglich in die Portostufenserie eingereiht. Als Absender fungiert  ein bekannter Händler für Automatenbriefmarken in Saarbrücken und das wohl wertvolle Paket sollte den Empfänger in Oldenburg (Schleswig) erreichen.  Saarbrücken und hier das Postamt 13 war Standort im Betriebsversuch für Schalterwertzeichendrucker seit dem 27.11.1984 mit den Klüssendorf Typen 651. Die Portostufe errechnet sich aus der Paketgrundgebühr für die 3. Entfernungszone (über 300km) mit DM 4,80 und addiert sich mit der vorausgezahlten Zustellgebühr mit DM 2,20  und der Wertpaketgebühr  über DM 5,50 mit der Versicherungsgebühr bis DM 1000,00 zum  eingedruckten portogerechten Gesamtbetrag von DM 12,50.

                         
Aus der Sammlung A.Lehr, Dietzhölztal möchte ich gerne dankenswerterweise obigen Beleg nachträglich mit der seltenen ATM – Einzelfrankatur zu DM 12,30 in die Portostufenserie „grüne ATM“ einreihen. Die Wertpaketaufgabe erfolgte am Postamt Koblenz mit Datum vom 17.2.1986. Koblenz war Standort eines Schalterwertzeichendruckers der Fa. Klüssendorf Typ 651 seit dem 27.11.1984 und die Sendung ging  nach Nordhorn. Die Paketgrundgebühr bis 5kg betrug in der 2. Entfernungszone DM 4,60 und die Versicherungsgebühr gilt es mit DM 5,50 zu berücksichtigen. Die fehlende Restsumme über DM 2,20 im ausgewiesenen Wertdruck der Automatenmarke  entspricht exakt  der vorausbezahlten Zustellgebühr im zutreffenden Tarif vom 1.4.1982.

                                         
Freundlicherweise kann mit dem oben vorgestelltem Beleg erneut eine ATM – Einzelfrankatur aus der Sammlung von A. Lehr, Dietzhölztal vorgestellt werden. Der bemerkenswerte Beleg dokumentiert auch ein Stück Wiedervereinigung durch Verwendung der nun schon „alten“ bundesdeutschen ATM – Ausgabe  in Dresden mit Datum vom 16.8.1991 und  mit Poststempel und auch V-Zettel  aus DDR – Zeiten. Zur Briefgebühr von DM 1,00 addierte sich die Wertbriefversicherung mit DM 6,00 und die Eilbotenzustellung mit DM 5,00 zum Gesamtbetrag von DM 12,00.
                                           
                                                  
Vorgestellt wird eine Wertbriefsendung in der höchsten Gewichtsklasse (500g bis 1kg) mit Datum vom 24.8.1992.  Auch in diesem Fall eine Sendung des bekannten Saarbrücker ATM – Händlers, der den Standort des Schalterwertzeichendruckers am Postamt Saarbrücken 13 zu nutzen wusste, um eine zweckmäßige Einzelfrankatur aus dem SWZD Klüssendorf Typ 651 zu erhalten. Das Portoentgeld errechnet sich recht einfach aus der Wertbriefversendung mit einer Versicherungsgebühr bis 500,00 DM in der Grundgebühr mit DM 7,00 und dem Briefporto in besagter höchster Gewichtsklasse mit DM 4,80 zum Gesamtbetrag von DM 11,80.

                                                 
Der obige Beleg stammt aus der Sammlung A. Lehr,  Dietzhölztal  und kann freundlicherweise die ATM – Portostufensammlung mit der „grünen“ Automatenmarke in einer seltenen Wertstufe ergänzen. Die Postkarte  wurde  am 29.3.1985  vom Postamt 1 in Nürnberg  auf den Weg gebracht und sollte den Empfänger in Berlin auf schnellstem Wege per Luftpost und Eilboten erreichen und dies auch gegebenenfalls zur nächtlichen Stunde. Gleichzeitig war zum Sendungsnachweis noch die Zusatzleistung Einschreiben mit dem Ankunftsnachweis durch Rückschein kombiniert worden. Prof. P.R. Huber  als Absender verrät einen versierten ATM – Deutschlandsammler der ersten Stunde, der hier in Nürnberg den Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf   651  nutzte zum Druck einer seltenen ATM - Einzelwertstufe. Das Postamt 1 in Nürnberg gehörte zum Betriebsversuch  der Schalterwertzeichendrucker vom 27.11.1984 s.a. unter Menüpunkt ATM Listen / Tabellen und hier SWZD Typ Klüssendorf 651 u.827 ab 27.11.1984. Das Portoentgeld errechnet sich aus dem Eilbotenzuschlag auch für die Zustellung nachts mit DM 6,00, die eingeschriebene Versendungsform kostete DM 2,00 und die Zusatzleistungen Rückschein und eigenhändig waren mit je DM 1,50 dabei. Zusammen mit der Postkartengebühr zu DM 0,60 und dem Luftpostzuschlag  mit DM 0,05 ergeben sich  DM 11,65 in der Gesamtsumme und der SWZD ermöglichte den entsprechendem Wertdruck.

                                 
Erneut kann die Portostufenserie im „grünen ATM – Bereich“ in der seltenen Einzelfrankaturstufe zu DM 11,60 mit einem Beleg aus der Sammlung A. Lehr, Dietzhölztal freundlicherweise  fortgesetzt werden. Der Autohändler in Kierspe  hatte wohl eine dringende und auch wohl wichtige  nachzuweisende Information  über einen Reparaturauftrag an einen Kunden gerichtet, der telefonisch nicht zu erreichen war. Die Versendungsform mit ihren vielfachen  Zustellungssonderwünschen  konnte mit der Portostufe zu DM 11,40 schon einmal präsentiert werden und der Portodifferenzbetrag resultiert nur dort aus dem damals noch möglichen  Berliner Ortstarif.
                                                            
Das Gesamtporto errechnet sich also aus der Postkartengebühr mit DM -,60, der Einschreibversendung zu DM 2,00 und jeweils DM 1,50 für die eigenhändige Zustellung mit Rückscheinanforderung. Die Eilzustellung sollte auch nachts gewährleistet sein und erforderte  dadurch einen Unkostenaufwand von DM 6,00.

                                 
Auch in der  vorstehenden  Abbildung kommt ein Briefbeleg von A. Lehr,  Dietzhölztal freundlicherweise zur Darstellung.  Zunächst dokumentiert der Briefbeleg mit Datum vom 31.3.1993 einen Letzttag im Posttarif vom 1.7.1992 und ferner einen ATM – Naglerdruck mittels E – Tastenfunktion aus dem Ortsgerät Oerlenbach. Das Portoentgeld errechnet sich aus den Zusatzleistungen mit Einschreiben, Rückschein und eigenhändig zu je DM 3,50 und mit der Standardbriefgebühr zu DM 1,00 zur Endsumme von DM 11,50.

                                     
Auch der oben vorgestellte ATM Beleg mit Einzelfrankatur in der Wertstufe DM 11,40 kann freundlicherweise durch eine Vorlage von A. Lehr, Dietzhölztal in die ATM – Portostufenserie eingereiht werden. Das Gesamtporto errechnet sich aus den Ortsportokosten für die Postkarte mit DM -,40, der Einschreibversendung zu DM 2,00 und jeweils DM 1,50 für die eigenhändige Zustellung mit Rückscheinanforderung. Die Eilzustellung sollte auch nachts gewährleistet sein und erforderte  dadurch einen Unkostenaufwand von DM 6,00.  Zum Zeitpunkt der Postkartenaufgabe am 23.11.1985  war in Berlin kein Bezug von Automatenmarken möglich weder im Versandstellenbereich der Goethestrasse noch an den späteren Standorten der Postämter 20, 30, 41, 44 und 51. Die Rückseite der Postkarte dokumentiert ebenso wie der Rückschein die schnelle Beförderung innerhalb Berlins!
                                     
Der Beleg hat trotz der „geschäftlich aufgemachten“ Rückseite sicherlich doch einen philatelistischen Hintergrund. H. Habener war damals  auf dem ATM – Sektor involviert spez. auch zum Zeitpunkt der Berliner – ATM – Ausgabe 1987. Dadurch ist die abgebildete Ortspostkarte in dieser seltenen Versendungsform  in keiner Weise beeinträchtigt. Viele hoch bezahlten Zeppelinbelege hatten einen philatelistischen Hintergrund zum Nachweis von Zuleitungspost und füllen sämtliche Auktionskataloge Deutschlands bis hin zu Spezialauktionen.

                                          
Die obige Wertbriefversendung kann dankenswerterweise durch eine Vorlage von A. Lehr, Dietzhölztal vorgestellt werden. Wir sehen einen Beleg aus der EPOS I Phase  vom Versuchsterminal in Hannover am Postamt 1. Die Terminalquittung  bestätigt den Gebührenrechnungsvorgang  als Briefsendung über den Schaltercomputer unter Einbeziehung der Waagenfunktion und Onlineausdruck  mittels integrierten Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 667. Auch wenn bis dato kein Rechenfehler im EPOS-System bekannt wurde, folgt hier noch einmal die Gesamtportoberechnung für den Briefbeleg im Posttarif vom 1.7.1982. Die Grundgebühr für den mit 17g ausgewiesen  Brief betrug DM -,80, eigenhändige Zustellung mit Rückscheinanforderung war mit jeweils DM 1,50 angesetzt, die Eilzustellung wurde mit DM 3,50 belastet und die Wertversicherung bis DM 500,00 kostete DM 4,00 und dies alles summiert sich  zum Gesamtbetrag von DM 11,30. Die Terminalquittung  vom 12.9.1983 bestätigt mit der Kassennummer 033 den Postschalter  24  und der Posttagesstempel mit Kennung ed und der V-Zettel mit Kennbuchstaben  zeigen unveränderte Verhältnisse seit der Terminalinbetriebnahme (s.a. Menüpunkt SWZD 667 unter Tabellen und Listen auf der Webseite).

                                             
Der oben vorgestellte Beleg mit Datum vom 25.10.1989 stammt erneut aus dem Geschäftsbetrieb eines bekannten ATM – Händlers aus Saarbrücken. Diese Sendung ging als Päckchen nach Finnland in die Stadt Lathi. Die Adresse einschließlich Postleitzahl wurde wohl dort in Lathi noch einmal korrigiert und umgeleitet. Auch in diesem Fall konnte am Postamt 13 in Saarbrücken der dort installierte Schalterwertzeichendrucker genutzt werden, um eine Einzelfrankatur zu DM 11,20 auf den Weg zu bringen. Das Portoentgeld errechnet sich aus dem Auslandstarif für die Eilbotenzustellung mit DM 5,00 und der Restbetrag zu DM 6,20 belegt ein Päckchen  in der Gewichtsklasse von 750g bis 1kg.
               
Der rückseitig gesiegelte und im Kontrast verstärkt abgebildete Beleg im Wertbriefumschlag ging von der Zahlstelle der Justizvollzugsanstalt München  an die Kollegen in Aichach mit Datum vom 19.8.1992. Die Poststelle in der Stadelheimer Straße in München war gut informiert und ersparte sich das bunte Briefmarkenkleben auf ihren häufig gewichtigen Briefen unter Nutzung des Postamtes 90 mit dem dortigen Schalterwertzeichendrucker. Der SWZD war am 25.1.1989 vom Postamt 1 hierher umgesetzt worden im Rahmen der EPOS II  Aufrüstung der Postschalter. S.a. zugehörigen Menüpunkt Listen und Tabelle und SWZD 651 und 829 ab 27.11.1984! In diesem Fall war noch der Typ 651 von Klüssendorf im Einsatz. Das Porto errechnet sich in der Briefgrundgebühr für den mit 266g ausgewiesen Brief in der höchsten und 5. Gewichtsstufe  mit DM 4,00 korrekt im Tarif vom 1.7.1992 und die Wertbriefgebühr wurde zum SCHADEN DER POST mit DM 7,00 summiert  zum Werteindruck DM 11,00 auf der Automatenmarke ausgewiesen! Seit dem 1.7.1992 und damit 7 Wochen zuvor war aber ein neuer Posttarif eingeführt worden und die Wertbriefgebühr hätte für die angeführte Versicherung mit DM 1000,00 eigentlich DM 8,50 (7,00 DM und 1,50 DM) betragen. Ob in diesem Fall ein Justizbeamter einen Postbeamten an der Nase herumgeführt hat, entzieht sich der Kenntnis aus dem Briefbeleg. Nachgebühr wurde zumindest nicht erhoben und eigenständige bayrische Posttarife sind sicher auszuschließen!

                                          
Der vorderseitige Handrollenstempel  lässt bei dem obigen Briefbeleg das Datum allenfalls erahnen. Glücklicherweise dokumentiert rückseitig der Luftpost-Wertbrief  mit dem  Ankunftsstempel und Datum vom 24.Oktober 1989 in Singapur den Zeitraum und der Wertbriefzettel verrät mit Hamburg 36 nicht nur sein Aufgabepostamt sondern sogar einen Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 651 mit Abgabe eines ATM – Einzelwertes in der seltenen Wertstufe von DM 10,95.
                                                      
Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr für den 15g schweren Luftpostbeleg mit DM 1,40, dem Luftpostzuschlag mit 3 x 0,25 DM und der Valeur-Verrechnung mit der Grundgebühr zu DM 3,70 und 2 x 1,20 DM für den  erweiterten Versicherungswert des rückseitig gesiegelten Wertbriefs zu insgesamt DM 10,95.

                                       
Auch im oben vorgestelltem Adressträger tauchen bekannte Personen  der ATM – Szene auf.  In diesem Fall geht die Sendung von Saarbrücken am 25.2.1992 nach Olpe  und erneut kann ein ATM – Einzelwert  vom Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 mit Standort Postamt 13  über DM 10,80 die Sendung portogerecht auf den Weg bringen. Das Entgeld errechnet sich aus der Briefgebühr  in der 6. Gewichtsklasse für 796g mit DM 4,80 und erhöht sich um die Wertversicherung bis 500,00 DM  mit DM 6,00 zum Gesamtbetrag mit 1080 Pfennigen.

                                 
Auch im oben vorgestelltem Belegbeispiel kann freundlicherweise  auf die Sammlung von A.Lehr, Dietzhölztal zurückgegriffen werden. Als Absender firmiert ein bekannter ATM – Händler, der diesen Brief am 16.6.1990 nach München auf den Weg brachte Auch der Adressat ist nicht unbekannt aus der damaligen ATM – Szene und sicherlich noch dem einen oder anderen ATM – Spezialisten spez. im Zusammenhang mit der sog. „blauen Münchner“ ein Begriff. Die Aufgabe des Briefes erfolgte am Postamt 13 in Saarbrücken und dies war auch Standort eines Schalterwertzeichendruckers  Klüssendorf Typ 651.  In den Auflistungen und Tabellen (s. ATM – Menüleiste der Webseite), die diesbezüglich die Daten aus dem Jahr 1984 notiert haben,  kann  bei diesem Belegbeispiel auch noch  nach 6 Jahren im Juni 1990 der R-Zettel Buchstabe dem Schalter 10 zugeordnet werden, aber der Tagesstempelbuchstabe  scheint wohl in dieser Zeit gewechselt zu haben, bzw. betrifft evtl. eine andere Dienstzeit. Das Portoentgeld errechnet sich im Posttarif vom 1.4.1989 für die Zusatzleistungen Einschreiben, Rückschein und eigenhändig mit jeweils DM 2,50  und die Restgebühr von DM 3,20  ordnet das Briefgewicht  zwischen 100 und 250g ein.  Der Brief hat wohl seinen Weg zurückfinden müssen, da wohl eine Postlagerfrist abgelaufen war.

                               
Der oben abgebildete  und rückseitig gesiegelte Wertbrief  stammt aus einer schon mehrfach vorgestellten Briefserie mit Datum vom 27.9.1982. Dies war auch gleichzeitig erster Verwendungstag  der grünen Automatenmarke aus einer Vorablieferung der Versandstelle Weiden für eine mögliche Einzelfrankatur aus dem Marathonsatz  von 5 bis 9995 Pfennigen gedruckt mittels  Schalterwertzeichendrucker  Klüssendorf Typ 651. Das Portoentgeld errechnet sich für den 62g schweren Brief aus der Briefgrundgebühr zu DM 1,90,  der Rückscheingebühr zu DM 1,50 und Wertbriefgebühr  DM  2000,00 (4,00 und 3x 1,00 für die erhöhte Versicherungsgebühr auf DM 2000,00)  mit DM 7,00  zu DM 10,40. Hinzu kommt noch der Luftpostzuschlag beim Briefgewicht von 62g mit 4 x 0,05DM  und somit ergibt sich das Gesamtentgeld  von DM 10,60.

                         
Die vorstehende Päckchenversendung  erfolgte am 17.3.1993 in Würzburg und damit in den letzten Wochen der grünen ATM in den Briefmarkenautomaten und sollte  die Senatsverwaltung für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Berlin beim Bund in Bonn erreichen. Der Werteindruck dokumentiert den Nagler N 101 und den portogerechten Wunschwert mittels E – Taste in Höhe von DM 10,50. Das Portoentgeld errechnet sich aus der Päckchengebühr mit DM 4,50 und der Versendungsform Schnellsendung in Höhe von DM 7,00. Schnellsendung  und Eilboten waren zu diesem Zeitpunkt im Versand- und Zustellungsbereich keine unterschiedlichen Formen  mehr in der  Handhabung. Der Aufkleber SCHNELLSENDUNG könnte auch durch EILBOTEN ersetzt werden. Der rückseitige Ankunftsstempel Bonn datiert mit 17.3.1993 und 24Uhr vom gleichen Tag und der vorderseitige Eingangsstempel  bei der Senatsverwaltung dokumentiert  die Päckchenzustellung mit Datum vom 18.März 1993.

                      
Auch im obigen Beispiel einer ATM – Einzelfrankatur mittels erster deutscher Automatenmarkenausgabe kann auf einen Beleg aus der Sammlung A. Lehr, Dietzhölztal zurückgegriffen werden. Besten Dank. Die Luftpostsendung  wurde in Frankfurt am Main  vom Postamt 1 per Luftpostsendung auf den  Weg nach Australien gebracht. Der Tagesstempelbuchstabe  jb entzieht sich meiner genauen Kenntnis, war aber sicherlich einem Versandstellenschalter  mit Schalterwertzeichendrucker zuzuordnen gleich ob nun Standort MAINZER LANDSTRAßE oder Nebenstelle Postamt ZEIL. Vielleicht kommt in diesem Fall noch ein Hinweis aus dem Kreis der Webseitenbesucher. Das Portoentgeld könnte sich errechnet haben aus der Briefgrundgebühr nach Australien im Tarif vom 1.4.1989 mit DM 2,80 in der Gewichtsklasse von 50 bis 100g und würde bei einem Luftpostzuschlag mit 17 mal DM – ,45 und damit  von DM 7,65  zu einem 85g schweren Brief passen und das oben ausgewiesene Gesamtentgeld von DM 10,45 ergeben!
                                           
Der oben abgebildete  und rückseitig gesiegelte Wertbrief  stammt aus einer schon mehrfach vorgestellten Briefserie mit Datum vom 27.9.1982. Dies war auch gleichzeitig erster Verwendungstag  der grünen Automatenmarke aus einer Vorablieferung der Versandstelle Weiden für eine mögliche Einzelfrankatur aus dem Marathonsatz  von 5 bis 9995 Pfennigen gedruckt mittels  Schalterwertzeichendrucker  Klüssendorf Typ 651. Das Portoentgeld errechnet sich für den 11g schweren Brief aus der Briefgrundgebühr zu DM 0,80,  der Rückscheingebühr zu DM 1,50 und Wertbriefgebühr  DM  2500,00 (4,00 und 4x 1,00 für die erhöhte Versicherungsgebühr auf DM 2500,00)  mit DM 8,00  zu DM 10,30. Hinzu kommt noch der Luftpostzuschlag beim Briefgewicht von 11g mit 0,05DM  und somit ergibt sich das Gesamtentgeld  von DM 10,35.
                                              
Zur Vorstellung der ATM – Einzelfrankatur zu DM 10,30 kann wieder freundlicherweise  auf die Sammlung von A. Lehr aus Dietzhölztal zurückgegriffen werden. Ein bekannter ATM – Händler hat hier in diesem Fall einen Brief mit den Zusatzleistungen Einschreiben und Eilboten nach Finnland mit Datum vom 6.11.1991 auf den Weg gebracht. Zu diesem Zeitpunkt war das Postamt 13 in Saarbrücken noch Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 651. S.a. Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen auf der Webleiste. Das Portoentgeld errechnet sich mit den Zusatzleistungen Einschreiben zu DM 2,50, der Eilbotengebühr zu DM 5,00 und der Briefgebühr in der Gewichtsklasse von 50 bis 100g mit DM 2,80 zum Gesamtbetrag von DM 10,30.
                      
Der  großformatige Wertbrief ist wohl als Rücksendeumschlag der Fa. Höflich aus Umkirch zu verstehen und schon aus diesem Grund wohl mittig gefaltet an den ursprünglichen Adressaten versandt worden, der sich wohl zum Kauf des zugesandten  Materials nicht entschließen konnte und den  Briefumschlag zur Rücksendung nutzte. Der Briefbeleg zeigt eine portogerechte ATM – Nagler -  Einzelfrankatur und dies mit einer seltenen E – Wertstufe. Sie war ja nur mit passendem Geldeinwurf  am Nagler – Münzwertzeichendrucker auswählbar.  Das Datum im Poststempel Wiesbaden 62 ist nicht sicher bis auf die Jahreszahl 1992 in der Lupenbetrachtung zu erkennen. Im Posttarif vom 1.4.1989 wäre das Briefporto dann für den 118g schweren Brief mit DM 3,20 anzusetzen und die Wertbriefversicherung bis 500,00 DM ist im Tarif vom 1.7.1992 mit DM 7,00 vermerkt. Daraus resultiert  die portogerechte Einzelfrankatur in der seltenen Wertstufe von DM 10,20 und einer grünen Automatenmarke in Naglerversion mittels E – Tastenfunktion.

                                  
Der oben vorgestellte und vermutlich  philatelistisch induzierte Beleg belegt dennoch eine interessante deutsche Historie vor 22 Jahren.  Eine eingeschriebene Büchersendung per Luftpost  im Rückscheinverfahren mit Eilbotenbedarf und eigenhändiger Zustellung  war in dieser Form nur im Rahmen der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten  im besonderen Gebührensatz möglich.
                          
Die Büchersendung erforderte bis 50g DM 0,50, Einschreiben, eigenhändig und Rückschein waren mit je DM 2,50 belastet, die Eilbotengebühr für die DDR betrug nur DM 2,00 und der Luftpostzuschlag summierte sich dann  mit 3x 0,05 DM zum Gesamtentgeld von DM 10,15. Auch ein Schalterwertzeichendrucker konnte hier in Bonn Postamt 2 noch einmal dokumentiert werden,  wie die Bescheinigung über Postwertzeichen bestätigt.

Eine portogerechte Einzelfrankatur in der ATM – Wertstufe zu DM 10,10 kann Dank  der Vorlage von A. Lehr, Dietzhölztal eingereiht werden.
                                       
Mit Datum vom 18.6.1985 ging diese Postkarte von Wies im Schwarzfeld nach Bielefeld.  Das Portoentgeld errechnet sich aus den 3fach geforderten  zusätzlichen  Versendungsformen. Dabei summiert sich die Einschreibgebühr mit DM 2,00, dem Rückscheinbetrag mit DM 1,50 und der Eilbotenzustellung „auch nachts“ mit DM 6,00 und mit der Postkartengrundgebühr von DM 0,60 zum Gesamtbetrag von DM 10,10. Der Ort Wies hatte im Jahr 1985 in der Erprobungsphase zur deutschen Automatenmarke sicherlich bei 500 Einwohnern keine ATM – Drucker vor Ort. Der Absender offenbart sich aber als versierter ATM – Sammler aus Kierspe, der hier wohl zur Sommerfrische weilte und dem Adressaten - damals ein ebenfalls sehr bekannter ATM – Spezialist in Bielefeld – wohl entsprechend vorbereitet  mittels Postboten und auch ohne Rücksicht  auf dessen Nachtruhe mit dieser speziellen ATM – Einzelfrankatur  einen besonderen Gruß präsentierte.

                                      
Mit 1005 Pfennigen kann sicherlich keine häufige portogerechte Fortsetzung in der ATM – Belegserie nach Wertstufen  mit „grüner ATM“ vorgestellt werden. Hier war sicherlich philatelistische Akribie im Einsatz, um diesen Portowert am Ersttag des SWZD-Satzes im Spektrum von 5 bis 9995 Pfennigen portogerecht zu dokumentieren. Unter Voraussetzung der Gewichtsklasse von 100 bis 250g errechnet sich das Gesamtentgeld aus der Briefgrundgebühr mit 250Pfennigen, der Einschreibgebühr mit 200 Pfennigen, der Eilbotengebühr mit 350 Pfennigen und den Rückscheinkosten zu 150 Pfennigen zu insgesamt DM 9,50 und setzt für die Luftpostgebühr mit 55 Pfennigen ein Briefgewicht von 220 g voraus.
                                      
In diesem Fall auch einmal eine Abbildung der Rückseite mit Einlieferungsschein und Rückscheinbestätigung. Eingangsstempel als Handrollenstempel Berlin 1 mit Datum vom 28.9. und 23 Uhr und Tagesstempel Berlin 47 mit Datum 29.9. und 5Uhr. Interessanterweise können hier im September 1982 Tagesstempel mit 1stelliger, 2stelliger und 4stelliger Postleitzahl  in ihrer Anwendung nebeneinander  dokumentiert werden.

Die 146. Vorstellung  im Rahmen der „grünen ATM“  und in Form der Einzelfrankaturen gilt dem 10 DM – Wert!  Nicht jeder Geldbetrag kann in diesem Wertbereich noch in 5Pfennigstufen abgebildet werde, andererseits gab es auch schon öfters Portostufen bisher, die in unterschiedlichen Versendungsformen nicht detailliert  zur Geltung kamen. Aber ähnlich dem 100 Pfennigwert bei den Absenderfreistempeln bis zum Jahr 1945 möchte ich diesen ATM – Wertstufenwert in allen mir bekannten Versendungsmöglichkeiten betrachten, um auch die Vielfalt der früheren Möglichkeiten aufzuzeigen. Vielleicht  kann aus den Reihen der Webseitenbesucher noch etwas an Ergänzungen „eingeliefert“ werden! Tatsächlich ergibt sich eine weitere Ergänzung mit der Möglichkeit zur Vorstellung einer Postausweiskarte mit tarifgerechter Quittierung mittels einer ATM - Einzelfrankatur.
Postausweiskarten sind nicht alltäglich zu finden und in quittierter  Form mit einer Automatenmarke eine Ausnahme. Ein Belegbeispiel mit der „grünen“ deutschen Automatenmarke und ihrem kurzen 2-jährigen Einsatz in Berlin im Bereich der Münzwertzeichendrucker und Schalterwertzeichendrucker ist wohl besonders selten anzutreffen. Die Versandstelle in Berlin war jedoch als Bezugsquelle für diese 1. bundesdeutsche ATM – Ausgabe von Februar 1987 bis zum  März 1994 nutzbar und postgültig war die „grüne ATM“  sogar  bis zum 30.6.2002.
                                          

Postausweiskarten wurden von der Deutschen Post seit dem Jahr 1959 nach den Vorschriften des Weltpostvertrags von Ottawa im Jahr 1957  ausgegeben  und werden im internationalen Postdienst als vollgültiger Ausweis  in allen offiziellen Postdienststellen  anerkannt. Die Gebühr für eine Postausweiskarte betrug ab 1.4.1989  DM 10,00 und wurde in Berlin  in diesem Fall  auf der Postausweiskarte mit Poststempel mittels einer grünen Automatenmarke  und Datum vom 4.7.1993 quittiert. Sicherlich liegt hier auch eine philatelistische Intention  vor. Hans-Werner Salzmann - mit seinen vielseitigen philatelistischen Aktivitäten - ist sicherlich manchem Sammler  bekannt und aktuell ist auf sein Werk in 2. Auflage zum BRANDENBURGER TOR  hinzuweisen und ich danke für die Genehmigung zur obigen Vorstellung dieser wirklichen ATM – Besonderheit!

Der 2. vorgestellte ATM – Beleg in der 1000er Wertstufe datiert mit Datum vom 9.4.1985 und dokumentiert gleichzeitig  mit dem Postamt 1 in Kiel einen Standort des Klüssendorf  Schalterwertzeichendruckers Typ 651.
               

Der Briefausschnitt  belegt  eine 219g schwere Wertbriefsendung, die zusätzlich per Eilboten ihren Empfänger  erreichen sollte. Das Entgeld errechnet sich in der zugehörigen Portophase vom 1.7.1982 aus der Briefgrundgebühr mit DM 2,50, der Eilbotenversendung zu DM 3,50 und der Wertbriefversicherung bis DM 500,00 mit DM 4,00 zur besagten Gesamtsumme von DM 10,00.

Aber auch der nachfolgende Brief vom 9.3.1990 erreicht diese Summe als Wertbrief allerdings ohne Eilbotenversand und bleibt dennoch durch den neuen Tarif vom 1.4.1989  portogerecht. In dieser zwischenzeitlich gestiegenen Entgeldanforderung  summiert sich der Endbetrag aus der Briefgrundgebühr für den 306g schweren Beleg mit DM 4,00 und der Wertbriefgebühr mit DM 6,00 zu DM 10,00. Auch in diesem Fall wird mit dem Postamt Hamburg 36 noch ein weiterer Standort des SWZD Typ 651 Klüssendorf  belegt.
                   
Aber auch der folgende Wertbrief - obwohl nur 26g schwer - erreicht dieses Entgeld im nun gültigen Tarif vom 1.4.1995 portogerecht.  Der Auslandsbrieftarif betrug entsprechend DM 2,00 und die Wertbriefversicherung ins Ausland für DM 500,00 betrug die Grundgebühr  DM 5,00 und 2x DM 1,50  für den erweiterten Versicherungsbetrag (200DM-Stufen). Zusätzlich kann mit diesem Brief die glückliche Wiedervereinigung belegt werden mit einem Wertbriefzettel  am Postamt Zernsdorf O-1614, ferner die Einführung  der 5stelligen Postleitzahl mit Handkorrektur auf PLZ 15758.
                             
Allerdings nicht im Sinne der Post kann die verwendete Automatenmarke sein, denn sie stellt einwandfrei eine Fälschung dar, wie mir dies erst aktuell bei der Zusammenstellung der Belege klar wurde! Aus der Wertziffer 1000 sind in der Detailvergrößerung 1 und 0 abgebildet.
                                                                                     FÄLSCHUNG s. obiger Briefbeleg
                                                      
Schon im Katalogkapitel zur grünen ATM wurden die Fälschungen vorgestellt und hier nachfolgend noch einmal zum Vergleich abgebildet. Eindeutig können die obigen Wertziffern 1 und 0 dem gefälschten Druckbild von 9 und 5 zugeordnet werden. Der  Farbbanddruck im Original ist klar vom Fälschungsaufdruck zu unterscheiden!

                                               Fälschung                                                                                  Original
                     
Bezüglich der Standorte der Schalterwertzeichendrucker verweise ich noch einmal auf den entsprechenden Menüpunkt  unter FREIMACHUNG MIT AUTOMATENMARKEN  und hier unter LISTEN/TABELLEN  auf die weiterführende Zusammenstellung unter SWZD Klüss. Typen 651 / 829.
                                    
Ein weiterer Beleg  mit der Einzelfrankatur zu 1000 Pfennigen ging portogerecht nach Saudi Arabien mit Datum vom 6.9.1988. Das aufgebende Postamt München 1 war zu dieser Zeit Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 651. Das Entgeld errechnet sich im Auslandstarif mit der Einschreibgebühr zu DM 2,00 und der gewünschten Eilzustellung mit DM 3,50 zum Zwischenbetrag von DM 5,50. Briefgebühr und Luftpostzuschlag setzen ein Gewicht von 55g voraus , um mit der Grundgebühr von DM 2,30 und 11x 0,20DM (je 5g) den Restbetrag von DM 4,50 zum Gesamtentgeld von DM 10,00 portogerecht zu erreichen.
                                                            
                                                             Rückseitiger Ankunftsstempel  mit Datum vom 8.9.1988
Noch einmal gelingt es in der Wertstufe zu DM 10,00 eine grüne Automatenmarke portogerecht zu dokumentieren. 
                                     
Dieser vorstehende Briefbeleg brachte es damals bis in die philatelistische Presse durch einige aber auch  diskussionswürdige Besonderheiten. Der Wertstempeldruck  in der Fehlverwendung des Nagler N 104 und die Briefaufgabe im Bereich der Briefagentur Landsberg waren schon recht ominös. Dennoch ist der Brief mit Eingangsstempel der Bank in Berlin regulär  befördert worden und war zudem portogerecht. Sogar  ein Einlieferungsschein dazu ist vorhanden, der allerdings nicht abgebildet wurde. Die Wertbriefversicherung betrug bis DM 500,00 Versicherungssumme  DM 9,00  und das Briefporto für den 10g schweren Brief war mit DM 1,00 zu entrichten.
                                      
Der oben abgebildete  und rückseitig gesiegelte Wertbrief  stammt aus einer schon mehrfach vorgestellten Briefserie mit Datum vom 27.9.1982. Dies war auch gleichzeitig erster Verwendungstag  der grünen Automatenmarke aus einer Vorablieferung der Versandstelle Weiden für eine mögliche Einzelfrankatur aus dem Marathonsatz  von 5 bis 9995 Pfennigen gedruckt mittels  Schalterwertzeichendrucker  Klüssendorf Typ 651. Das Portoentgeld errechnet sich für den 41g schweren Brief aus der Briefgrundgebühr zu DM 1,30,  der Rückscheingebühr zu DM 1,50 und Wertbriefgebühr  DM  7,00 (4,00 und 3x 1,00 für die erhöhte Versicherungsgebühr auf DM 2000,00)  schon auf DM 9,80. Der Luftpostzuschlag war beim Briefgewicht von 41g mit 3x 0,05DM zu berechnen und somit summiert sich das Gesamtentgeld  auf DM 9,95.

                                      
Der obige ATM – Brief dokumentiert einen Sonderstandort der Versandstelle Frankfurt auf der PHILATELIA `89 in Köln vom 3. bis 5.11.1989. Die dortigen Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 829 waren mit ATM – Vordruckrollen für die Ausgabe Bund und Berlin bestückt. S.a. Angaben unter Menüpunkt TABELLEN /LISTEN der Webseite und hier unter Sonderstandorte der SWZD. Die portogerechte Einzelfrankatur errechnet sich für den Brief in der 3. Gewichtsklasse ab 50g mit DM 2,40, der Einschreibgebühr mit DM 2,50 und der gewünschten Eilbotenversendung mit DM 5,00 zu insgesamt DM  9,90. Beleg über Bezug von Postwertzeichen und Quittierung von DM 9,90 liegt ebenso vor wie der Einlieferungsschein (beides nicht abgebildet).

                           
Der oben vorgestellte ATM – Wertbriefbeleg ist sicherlich nicht alltäglich zu finden. Er dokumentiert noch einmal die Schalterpostautomation im EPOS I System und hier mit dem Standort Postamt 1 in Hannover. Mit Aufgabedatum vom 23.7.1984 befindet sich dieser Betriebsversuch damals in seiner Endphase, Letzttag war der 31.7.1984. Die charakteristischen Postdaten bestätigen noch einmal die Auflistung der Kennungen, die auf der Menüleiste unter Tabellen und Listen und dort  unter SWZD Klüss 667 Terminal EPOS I zu finden sind. Zum Tagesstempel eb gehört eine Stundenangabe aus der Nachmittagsschicht mit 16Uhr, die Kassennummer 031 belegt den  Postschalter 23 zu dieser Tageszeit und der zugehörige Kennbuchstabe f gehört entsprechend zum V-Zettel. Bei Lupenbetrachtung findet sich zusätzlich ein verschobener Wertabklatsch 980 als „Daumendruck der frisch entnommenen und verklebten Automatenmarke“! Der rückseitig gesiegelte Wertbrief erforderte in der 2. Gewichtsklasse ein Briefstandardporto mit DM 1,30. Die Zusatzleistung Eilboten war im damaligen Tarif mit DM 3,50 festgelegt. Die Versicherungssumme erhöhte sich durch den Zusatzbetrag DM 500,00 auf DM 1000,00 von DM 4,00 um 1,00 DM. Die Summation auf den Gesamtbetrag  von DM 9,80 hatte auch der zugehörige Schaltercomputer errechnet, denn die Terminalquittung, ausgewiesen als GEBÜHR  FÜR BRIEFSENDUNG, belegt den kompletten Terminalvorgang unter Einschluss der integrierten Waagenfunktion.

                                        
Mit Datum vom 27.9.1982  war dies  auch gleichzeitig erster Verwendungstag aus einer Vorablieferung der Versandstelle Weiden für eine Einzelfrankatur aus dem Marathonsatz  von 5 bis 9995 Pfennigen mittels  Schalterwertzeichendrucker  Klüssendorf Typ 651. Wenn auch kleinformatiger als der Vorgängerbeleg brachte der oben gezeigte und rückseitig gesiegelte Wertbrief dennoch ein Gewicht von 82g auf die Briefwaage. Im Posttarif vom 1.7.1982 waren die Gebühren teils deutlich niedriger als für den zuvor  gezeigten Wertbrief , aber bei gleicher Gewichtsklasse waren die geforderten Zusatzversandleistungen ausschlaggebend für die Endsummenberechnung. Grundbriefgebühr zu DM 1,90,  Rückscheingebühr zu DM 1,50 und Wertbriefgebühr  DM 6,00 (4,00 und 2x 1,00 für erhöhte Versicherung auf DM 1500,00) summierten sich schon auf DM 9,40. Der Luftpostzuschlag war beim Briefgewicht von 82g mit 5x 0,05DM zu berechnen und ergibt das Gesamtentgeld von DM 9,65.

                               
Der großformatige und rückseitig gesiegelte Wertbrief wurde am Postamt Mannheim 12 aufgegeben. Empfänger und Absender  verraten einen philatelistischen Hintergrund für diese Versendung. Dementsprechend findet sich neben dem Einlieferungsschein noch eine Handquittung über den Postwertzeichenbetrag von DM 9,60, denn Mannheim 12 war zugleich Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 651. Mit Datum vom 22.5.1990 war die Briefgebühr für den mit 63g ausgewiesenen Wertbrief mit DM 2,40 im Tarif vom 1.4.1989 festgelegt. Die Gebühr für die Zusatzanforderung im Wertbriefversand setzt sich aus der Versicherungsgebühr bis 500,00 DM und der erweiterten Versicherungssumme um  DM 500,00 auf DM 1000,00 aus dem Grundbetrag mit DM 6,00 und der erweiterten Versicherungsgebühr mit DM 1,20 zusammen und addiert sich damit  auf DM 7,20.  Das Gesamtentgeld  summiert sich für den Briefbeleg auf DM 9,60 und kann mit einer entsprechenden ATM – Einzelfrankatur aus dem SWZD dokumentiert werden.

                                            
Der oben vorgestellte Wertbrief mit der ATM – Einzelfrankatur zu DM 9,50 wurde am 8.8.1989 in München am Postamt 701 aufgegeben. In das Postamt 701  in München war am  25.01.1989 der Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 vom Postamt München 1 verlagert worden, da dort die EPOS II Installation im Bereich der Schalterpostautomation erfolgt war. S. auch entsprechende Kapitel unter verschiedenen Punkten der Webmenüleiste zum Thema EPOS und SWZD. Mit Datum vom 8.8.1989 galt für den 8g schweren Brief im Posttarif vom 1.4.1989  die 1. Gewichtsstufe  mit DM 1,00. Die Versicherungsgebühr bis 500 DM betrug im Tarif ebenfalls vom 1.4.1989 zusätzlich DM 6,00 und addierte sich mit dem Entgeld für eigenhändige Zustellung (DM 2,50) zum Gesamtbetrag von DM 9,50.

                   
Der großformatige Wertbrief mit der ATM – Einzelfrankatur zu DM 9,40 belegt die seltene Verwendung einer Nagler – ATM mit Wunschwert in der E - Tastenfunktion. S. entsprechende Kapitel der Webseite. Es handelt sich wohl um eine wertvolle Zusendung an das Briefmarkenauktionshaus Höflich  in Umkirch in der Hochschwarzwaldregion. Mit Datum vom 11.11.1992 galt für den 80g schweren Brief im Posttarif vom 1.4.1989  in der 3. Gewichtsstufe  das Briefentgeld mit DM 2,40. Die Versicherungsgebühr bis 500 DM betrug im Tarif vom 1.7.1992  zusätzlich DM 7,00 und addiert sich somit zum Gesamtbetrag von DM 9,40.

                           
Sicherlich liegt in der obigen Abbildung mit der ATM – Einzelfrankatur zu DM 9,30 ein philatelistisch induzierter Beleg vor. Der Schmuckumschlag verweist auf das 3. Treffen des Arbeitskreises „Automatenpostwertzeichen“ hin mit Abbildung des neu installierten Terminals im EPOS I System und der passende  Sonderstempel Wiesbaden  belegt mit Datum vom 9.10.1982 den entsprechenden Termin. Das Gesamtentgeld für den Brief in der 1. Gewichtsklasse zu DM 0,80 summiert sich aus den weiteren Zusatzleistungen mit Einschreibversand zu DM 2,00, der eigenhändigen Zustellungsanforderung  mit DM 1,50, der Rückscheingebühr zu DM 1,50 und der gewünschten Eilbotenbeförderung mit DM 3,50 zu insgesamt DM 9,30. Vor – und rückseitige Durchgangs- und Ankunftsstempel runden das Belegbild ab.

Die Automatenmarke zur Einzelfrankatur des Einschreibbriefes mit Datum vom 8.8.1989 mit der Zusatzleistung im Eilbotenversand stammt aus dem Schalterwertzeichendrucker - Standort Postamt München 701. Hierher war im Rahmen der EPOS II Umrüstung im Schalterbetrieb  ein Drucker aus dem Postamt München 1 am 25.1.1989 verlegt worden s.a. Menüpunkt der Webseite unter Tabellen und Listen. Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgrundgebühr in der 2. Gewichtsklasse mit DM 1,70 und den Zusatzversendungsleistungen Einschreiben mit DM 2,50 und Eilboten zu DM 5,00 zu insgesamt DM 9,20.
                                   
         In diesem Fall auch einmal folgend die Abbildungen von Einlieferungsschein und Postwertzeichenbeleg.                  
                                                            
Eine Belegvorlage von A. Lehr, Dietzhölztal erlaubt die nachträgliche Einfügung einer ATM – Einzelfrankatur in die laufende Serie mit der seltenen Portostufe von DM 9,15.
                                       
Eine Postkartenversendung im Februar 1984 mit dieser hohen ATM – Wertstufe wird nur durch entsprechende Versendungs- und Zusatzleistungen  erklärlich und so findet sich eine ganze Ansammlung mit Einschreibversand und eigenhändiger Zustellung, Eilbotenzusatz, Luftpostversendung und Rückscheinanforderung. Das Portoentgeld rechnet sich daher mit der der Postkartengebühr zu DM 0,60, der eigenhändigen Zustellung und Rückscheingebühr zu je DM 1,50, der Eilbotenzustellung mit DM 3,50, der Einschreibgebühr mit DM 2,00  und dem Luftpostzuschlag von DM 0,05 zum Gesamtbetrag von  DM 9,15.

Die unten vorgestellte ATM – Einzelfrankatur zu DM 9,10 stammt vom ersten Gültigkeitstag der grünen ATM aus  dem Wertespektrum von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982. Die Wertbriefversicherung summiert sich aus der Grundgebühr mit DM 4,00 und für die zusätzliche Versicherungssumme  über DM 1500,00 kamen noch 3 x DM 1,00 je 500,00 DM hinzu. Der Wertbriefversand kostete somit DM 7,00 und summierte sich mit der Briefgebühr für den 62g schweren Brief von  DM 1,90 zu DM 8,90. Der Luftpostzuschlag je 20g wurde mit 5 Pfennigen angesetzt und addiert sich somit mit 4x5 Pfennigen  zum Gesamtentgeld von DM 9,10 hinzu. Einlieferungsschein Wiesbaden liegt vor.
                                    
Der Versuch eine „vorgezogene Wiedervereinigung BRD und DDR“  postalisch (Februar 1990) zu dokumentieren  mit einer Wertbriefversendung   unter Einbeziehung eines SWZD vom Standort Rheine (Verlegung aus Postamt Münster 11) führte zu einem kuriosen Ergebnis. Vermutlich unschlüssig in der Bearbeitung des Briefes aus Rheine vom 3.2.1990  verschwand der Brief unter Formblättern in einem Stahlschrank in Berlin im Postamt 8 der „Noch-DDR“. Dort wurde der Brief am 18.3.1992 (es muss schließlich auch einmal aufgeräumt werden) nach 2 Jahren entdeckt. Wegen bereits erfolgter Vernichtung der Nachweisunterlagen konnte der Vorgang nicht mehr rückwirkend überprüft werden. Die Abteilung Betriebsicherung/Nachforschung und Ersatzfragen am Postamt (V) Berlin 8 -  mittlerweile eine Dienststelle der Deutschen Bundespost POSTDIENST - versuchte zunächst keine nachträgliche Empfängerzustellung, sondern entschied auf Rücksendung des von ihr versiegelten Wertbriefs  ebenfalls im Wertbriefversand an das Aufgabepostamt in Rheine.
                                                                         
                                            Detailausschnitt der Postverplombung mit Bleisiegel DEUTSCHE POST
                                                         
                           Nachfolgend Ausschnitt Schreiben  der Nachforschungsstelle der Post in Berlin Postamt 8
                             
          
                                              Versendungsumschläge der Postämter Berlin 8 und Rheine 1

 Vom Postamt Rheine ging dann der Beleg erneut im Wertbriefversand an den Absender zurück. Das Portoentgeld war  mit einer ATM - Einzelfrankatur aus dem SWZD entrichtet worden mit der Briefgebühr zu DM 1,00, dem Wertbriefentgeld mit DM 6,00 und dem Versuch einer vorgezogenen Eilbotengebühr in die DDR mit DM 2,00.  Sicherlich liegt ein abstruser Beleg vor, es gibt andere  und auch portogerechtere Einzelfrankaturen in dieser Wertstufe, aber ich wollte diesen Beleg aus der damaligen Zeit der Wiedervereinigungsphase  nicht vorenthalten.

                              
Vorgestellt wird oben eine ATM – Einzelfrankatur zu DM 8,95 vom Ersttag des SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen  vom 27.9.1982. Für den rückseitig gesiegelten Wertbrief  mit 42g galt die Briefgrundgebühr mit DM 1,30. Die Wertbriefversicherung summiert sich aus der Grundgebühr mit DM 4,00 und für die zusätzliche Versicherungssumme  von DM 1000,00 kamen noch 2 x DM 1,00 je 500,00 DM hinzu. Der Wertbriefversand kostete somit DM 6,00. Die Rückscheingebühr als Briefsonderleistung wurde mit DM 1,50 verrechnet. Der Luftpostzuschlag  bei 42 g Briefgewicht war mit 3x5 Pfennigen zu entrichten. Die Summation ergibt den oben abgebildeten ATM – Endbetrag in der Einzelfrankatur zu DM 8,95.

Der nachfolgende ATM – Beleg in der Einzelfrankatur zu DM 8,90 stammt aus der Sammlung W. Court, Eberbach und ich danke für die freundliche Übermittlung zur Veröffentlichung.
                                              
Wie die Terminalquittung Wiesbaden mit Kassennummer 922 verrät, wurde dort im EPOS I System am vorletzten Tag des Betriebsversuches mit Datum vom 30.07.1984 dieser Wertbrief  an seinen Empfänger in Lübeck verschickt. Die Kennzeichnung als „Gebühr für Briefsendung“ verrät die Portoerrechnung im Schaltercomputerprogramm im Gegensatz zum ebenfalls möglichen reinen Potwertzeichenverkauf. Hier hatte also  die im Computer integrierte Waage 55g gemeldet und damit die Briefgrundgebühr in der 3. Gewichtsstufe mit DM 1,90  festgelegt.
                                  
Die Wertbriefversicherung summiert sich aus der Grundgebühr mit DM 4,00 und für die zusätzliche Versicherungssumme  von DM 1500,00 kamen noch 3 x DM 1,00 je 500,00 DM hinzu. Der Wertbriefversand kostete somit DM 7,00 und summiert sich mit der Briefgebühr zum Gesamtportoentgeld von DM 8,90. Einlieferungsschein Wiesbaden.

                                            
Der unscheinbar wirkende ATM – Wertbrief  mit 10g Gewicht und Luftpostzuleitung erreicht seine hohe Wertstufe nur durch die Versicherungssumme von DM 2500,00. Die Wertbriefversicherung summiert sich aus der Grundgebühr mit DM 4,00 und für die zusätzliche Versicherungssumme  von DM 2000,00 kamen noch 4 x DM 1,00 je 500,00 DM hinzu. Allein schon der Wertbriefversand kostete somit DM 8,00, die Briefgrundgebühr betrug 80 Pfennige und der Luftpostzuschlag 5 Pfennige. Der vorschriftsmäßig rückseitig gesiegelte Brief  belegt gleichzeitig den Ersttag für diese Einzelfrankatur zu DM 8,85 aus dem  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982.


                                 
Der Datapostbeleg ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert und bedarf einiger grundsätzlicher Anmerkungen. Zunächst muss die Weiterleitung der oben vorgestellten Sendung von Hannover nach Hamburg in Form der postalischen Zusatzleistungen Eilboten- und Wertbriefversand   gedanklich  vom eigentlichen Data – Postbeleg getrennt gesehen werden.
Das Bestreben einer sicheren und schnellen Sendungsübermittlung ist untrennbar mit dem Begriff POST verbunden und absolut kein neuzeitliches Problem. Durch die Versendungsformen schon Ende des 19.Jahrunderts mit dem  Bahnhofsbrief, dann Bahnhofszeitungen ab 1927 und  Ersatz dieser Formen mit dem Kursbrief seit 1963 war die deutsche Post eigentlich stets gut aufgestellt und  sah internationalen Bestrebungen  hier einen einheitlichen Standard zu entwickeln zunächst beobachtend gegenüber.  S. erste internationale Konferenz datapost am 14.Mai 1974 in York, England.
                                                       
 
Die englische Post bewarb diese Versendungsform deutlich, wie es auch auf einem Markenheftchen illustriert belegt ist.
       
Begriffe wie DATAPOST, EMS, CHRONOPOST sind diesbezüglich synonym zu finden und  ab 1979 schloss sich Deutschland international an und nahm die inländische Konzeption ab 1982 in ihr Programm. Nachfolgend einmal nur drei Belegbeispiele mit EMS – Dubai, Datapost  Hessische Landesbank und Beutelfahne Flughafen Stuttgart  zur Demonstration.
                
Die monatliche Gebühr für eine individuelle und gleichbleibend definierte und damit zeitlich garantierte Zustellung mit festgelegtem Abgangs- und Empfangspostamt kostete z.B.1982  den stolzen Preis von DM 120,00.  Solche definierten Versendungsformen sind aus dem Bahnhofs- und Kursbriefbereich schon aus früheren Zeiten der deutschen Post bekannt. Erforderliche Ausweise zur Datapostabholung und  postamtlich beglaubigte Unterschriften  sicherten den Datapostverkehr ab.
                         
Postvollmacht und Datapostausweis, wie oben abgebildet, beziehen sich auf den zuvor vorgestellten Beleg für die eingerichtete Verbindung zwischen den Firmen Knabe Gmbh, Kierspe und Lutz & Brand GmbH Hannover.  Während noch eine Eilzustellung beim Empfänger im Datapostbereich möglich war,  wurden Versendungsformen wie Wertbrief oder Einschreiben im Datapostverkehr ausgeschlossen. Nur durch die Weiterleitung von Hannover nach Hamburg im normalen Postbetrieb konnten dann im obigen Beispiel die Versendungsformen  Wertbrief und Eilboten am EPOS I Schalter in Hannover gewählt werden und den ursprünglichen reinen Databrief mit der ATM – Einzelfrankatur entsprechend „ergänzen“. Die Portorechnung summiert sich aus der Briefgebühr mit DM 1,30 für die 2. Gewichtsstufe, der Eilgebühr zu DM 3,50 und der Versicherungsgebühr als Wertbrief mit DM 4,00 zum Gesamtbetrag von DM 8,80.
                                                  
                                      S. zugehörige EPOS I Terminalquittung und Einlieferungsschein Postamt Hannover

                                               
Auch einmal eine grüne ATM aus dem Nagler – MWZD kann in der ansteigenden Portostufenserie  mit 870 Pfennigen vorgestellt werden und dokumentiert gleichzeitig eine „E – Tastenfunktion“ des Postautomaten. Der Brief in der 2. Gewichtstufe erforderte DM 1,70 und die Zusatzleistung Wertbrief DM 7,00. Beides addiert sich zum Endbetrag von DM 8,70. Mit dem Poststempeldatum vom 31.3.1993 konnte letztmalig diese Portophase belegt werden.

                                                 
Die portogerechte Einzelfrankatur  zu 865 Pfennigen mit Datum vom 5.12.1992 ist sicherlich nicht alltäglich. Die „grüne“ ATM – Phase in Berlin lief an den Berliner Postämtern  20,30,41,44 und 51 nur in der Zeit vom März 1991 bis zum März 1993. Hier waren auch übrigens nur SWZD Typ Klüssendorf 829 im Einsatz. S.a. entsprechende Kapitel der Webseite. Im obigen Belegbeispiel war das Berliner Postamt 30 mit seinem SWZD beteiligt. Der Einschreibbrief ging nach Canada und dies noch in der zusätzlichen Form der eigenhändigen Zustellung  und auch der  Luftpostversand sollte wohl noch  im Dezember  eine vorweihnachtliche Aushändigung  gewährleisten. Damit errechnet sich das Gesamtentgeld mit der Standardbriefgebühr mit DM 1,40, der Einschreibgebühr zu DM  3,50, der eigenhändigen Zustellung ebenfalls mit DM 3,50 und dem einfachen Luftpostzuschlag bis 5g mit 0,25 DM. Der wohl „wichtige“ Inhalt war damit ein „Leichtgewicht“, aber der Absender verrät eine philatelistische Dokumentation.                                                            
                                              
                                               Einlieferungsschein, Handquittung und rückseitiger Ankunftsstempel

Auch im unten vorgestellten Fall sicherlich ein philatelistisch induzierter Ersttagsbeleg für die portogerechte ATM -  Einzelfrankatur  aus dem SWZD – Satz von 5 bis 9995 Pfennigen  mit Datum vom 27.9.1982.
                                       
Das Porto errechnet sich für den rückseitig gesiegelten Brief in der 3. Gewichtsklasse mit einer Grundgebühr zu DM 1,90, der Rückscheingebühr mit DM 1,50, der Wertbriefversicherung  zu DM 5,00 (4,00 bis DM 500,00  und zusätzlich weitere DM 1,00  für den erhöhten Versicherungsbetrag auf 600,00 DM) und dem Luftpostzuschlag  mit 4 x 5 Pfennigen zu insgesamt DM 8,60.

                             
Auch mit dem oben vorgestelltem Beleg wurde der Ersttag des SWZD – Satzes vom 27.9.1982 dokumentiert in der portogerechten ATM – Einzelfrankatur zu 855 Pfennigen. Das Porto errechnet sich zunächst aus der Einschreibgebühr mit DM 2,00, dem Eilbotenzuschlag mit DM 3,50 und der Briefgrundgebühr für die 4. Gewichtsklasse von 100 bis 250g mit DM 2,50 auf DM 8,00.  Der Luftpostzuschlag mit 55 Pfennigen postuliert ein Briefgewicht von 220g für 11 x 5 Pfennige und addiert sich somit zum Gesamtbetrag von DM 8,55.

                                     
Die portogerechte ATM – Frankatur zu DM 8,50  mit Datum vom 8.8.1989 erforderte zur Standardbriefgebühr von DM 0,80  noch jeweils DM 2,50 für die Zusatzleistungen Einschreiben, Rückschein und eigenhändig und summierte sich somit auf den genannten Gesamtbetrag. Eine beigefügte Handquittung belegt noch den SWZD am Postamt 701 in München. Hier lag eine Verlegung des SWZD  zum 25.  Januar 1989  aus Gründen der EPOS II Installation  vom Postamt München 1 vor. Siehe auch entsprechende Notierung im ATM – Kapitel Listen und Tabellen unter SWZD Klüssendorf Typen 651 / 829 ab 27.11.1984


                                     

Luftpostversendung  als portogerechte ATM – Einzelfrankatur mit Zusatzleistung Wertbrief  vom Ersttag des  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982. Das Gesamtporto für den rückseitig versiegelten Brief errechnet sich aus der Grundgebühr von 20 bis 50g mit 130 Pfennigen, dem Luftpostzuschlag bei 41g mit 3 x 5 Pfennigen und der Wertbriefversicherung für DM 2000,00 mit 700 Pfennigen. Die Wertbriefversicherung summiert sich aus der Grundgebühr mit DM 4,00 und für die zusätzliche Versicherungssumme  von DM 1500,00 kamen noch 3 x DM 1,00 je 500,00 DM hinzu.

                              

Der Wertbrief in der Gewichtsklasse 50 bis 100g wurde am 27.3.1990 in Mannheim am Postamt 12 aufgegeben, das zu diesem Zeitpunkt noch Standort eines Schalterwertzeichendruckers Klüssendorf  Typ 651 war. Dementsprechend war eine Handquittungsabgabe möglich, wie das obige Beispiel zeigt. Der  Kennbuchstabe v im Tagesstempel passt auch noch zu diesem Zeitpunkt zu den Angaben und Daten in der Auflistung der Erstinstallation zu den SWZD  im entsprechenden Menüpunkt der Webseite. Der zugehörige Postschalter 12 wird wohl in seinen Zuordnungsstrukturen gleich geblieben sein, denn auch der Wertzettel ist weiterhin in diesem Fall ohne Kennbuchstaben. Das Portoentgeld errechnet sich für den 88g schweren Brief mit DM 2,40 und der Wertbriefgebühr zu DM 6,00 zu insgesamt DM 8,40.

                                     
Die 835 Pfennig - Einzelfrankatur stammt portogerecht ebenfalls  vom Ersttag des  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982 und in diesem Fall vom Postamt Bonn1. Das Portoentgeld errechnet sich für den 12g schweren Wertbrief mit der Briefgebühr zu 80 Pfennigen, der Eilbotenzusatzleistung zu 350 Pfennigen und der Wertbriefgrundgebühr bis 500,-DM mit 400 Pfennigen  und hat zum vorhergehenden Beleg noch den Luftpostzuschlag von 5 Pfennigen  zu insgesamt DM 8,35.  
                                                       
Rückseitiges Stempelensemble zum  Luftpost-Wertbrief  mit Eilbotenversendung postlagernd an das Flughafenpostamt in Berlin – Tegel..

                                      
Die 830 Pfennig - Einzelfrankatur stammt portogerecht  vom Ersttag des  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982 auch in diesem Fall vom Postamt Wiesbaden. Hier sollte ja die Terminalpremiere im EPOS I System am 7.10.1982 starten und vielfach wurde daher auch dieses Postamt für die Ersttagsdokumentation des „Lindwurmsatzes“  aufgesucht. Das Portoentgeld errechnet sich für den 11g schweren Wertbrief mit der Briefgebühr zu 80 Pfennigen, der Eilbotenzusatzleistung zu 350 Pfennigen und der Wertbriefgrundgebühr bis 500,-DM mit 400 Pfennigen zu DM 8,30.
                                      
Luftpostversendung  als portogerechte ATM – Einzelfrankatur mit Zusatzleistung Wertbrief  vom Ersttag des  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982. Das Gesamtporto für den rückseitig versiegelten Brief errechnet sich aus der Grundgebühr bis 100g mit 190 Pfennigen, dem Luftpostzuschlag bei 81g mit 5x 5 Pfennigen und der Wertbriefversicherung für DM 1500,00 mit 600 Pfennigen. Die Wertbriefversicherung summiert sich aus der Grundgebühr mit DM 4,00 und für die zusätzliche Versicherungssumme  von DM 1000,00 noch zuzüglich 2 x DM 1,00 je 500,00 DM  erweiterte Versicherungsleistung.

                                             
Die Versendungsformen  ab 800 Pfennigen werden  seltener und weisen gelegentlich trotz philatelistischer Initiative Portoberechnungsfehler auf. Eine Einzelfrankatur zu 805 liegt mir von A. Lehr vor, möchte ich auch nicht unterschlagen, kann jedoch die Portostufe im oben vorgestelltem Briefbeleg  nicht nachvollziehen.

Der Beleg demonstriert noch einmal die kurze Periode der „grünen“  ATM auch an den Standorten der SWZD  in Berlin und in diesem Fall Berlin Postamt 20 (Spandau). Die untere Abbildung zeigt das zugehörige Ensemble mit Einlieferungsschein, Rückschein und Handquittung zum ATM- Bezug.
                                                    
                                             
Das Portoentgeld errechnet sich zum Datum vom 13.2. aus der Briefgebühr in der 1. Gewichtsklasse mit 100 Pfennigen zuzüglich Betrag für die Einschreibversendung mit DM 3,50 und der Rückscheingebühr mit DM 3,50 zum Gesamtbetrag von DM 8,00. Einen Orts-Sondertarif in Berlin gab es zu diesem Zeitpunkt.


                                                    
Erneut hat der gleiche Absender wie bei den beiden  vorherigen  Belegen auch in diesem Fall den ATM- Ersttag aus dem SWZD-Satz von 5 bis 9995 Pfennigen dazu benutzt, auch noch die ATM – Einzelfrankatur zu 795 Pfennigen am 27.9.1982 zu dokumentieren. Das Portoentgeld errechnet sich in diesem Fall aus der Briefgrundgebühr für die 2. Gewichtsstufe mit 130 Pfennigen, dem Luftpostzuschlag mit 15 Pfennigen (5Pfg. pro 20g), den Rückscheinkosten mit 150 Pfennigen und der Wertbriefversicherung (400 plus 100 für zusätzliche Versicherungsleistung auf DM 600,00) zu 500 Pfennigen zum Gesamtbetrag von DM 7,95. Die „Portoakrobatik“ verrät die philatelistisch beabsichtigte  Dokumentation, zeigt aber andererseits auch die Vielfalt der damaligen Versendungsmöglichkeiten auf.

                                                    
Wie erkennbar hat der gleiche Absender wie beim vorherigen Beleg den Ersttag für den Lindwurmsatz von 5 bis 9995 Pfennigen dazu benutzt, auch noch die ATM – Einzelfrankatur zu 790 Pfennigen zu dokumentieren. Das Portoentgeld für den rückseitig gesiegelten Wertbrief errechnet sich daher für die 3. Gewichtsklasse mit DM 1,90 und der  Wertbriefgrundgebühr mit DM 4,00 zu 5,90. Die erweiterte Versicherungsgebühr auf DM 1500,00 mit zusätzlich  2 x 500,00 DM erforderte  DM 2,00 und ergibt somit das Gesamtporto zu DM 7,90.

                                                   
Portogerechte ATM – Einzelfrankatur als Wertbrief  mit Luftpostversendung  vom Ersttag des  ATM – SWZD – Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen mit Datum vom 27.9.1982. Das Gesamtporto errechnet sich aus der Briefgrundgebühr bis 20g mit 80 Pfennigen, dem Luftpostzuschlag mit 5 Pfennigen und der Wertbriefversicherung für DM 2000,00  mit 700 Pfennigen. Die Wertbriefversicherung für den rückseitig gesiegelten Brief  berechnet sich aus der Grundgebühr mit DM 4,00 und für die zusätzliche Summe  von DM 1500,00 noch zuzüglich 3 x DM 1,00 je 500,00 DM  Versicherungsleistung.

                                              
Vorgestellt wird ein Adressträger für die Versendung eines Päckchens in die USA  in der Gewichtsklasse 1kg bis 1 1/2 kg mit vorschriftsmäßiger ATM – Einzelfrankatur über DM 7,80. Aufgabepostamt Bonn 3 mit Datum vom 13.10.1988.

                                               
Der Luftpostbrief nach Neuseeland mit den Zusatzleistungen Einschreiben und Rückschein wurde auf der Briefmarkenmesse PHILATELIA `91 in Köln am 25.10.1991 am Versandstellenschalter aufgegeben. Vor Ort war damals die Versandstelle Frankfurt und die Automatenbriefmarke stammt aus dem mitgebrachten Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 829. S.a. entsprechender Punkt auf der Menüleiste unter SWZD Sonderstandorte 651/829 im Kapitel ATM und dort unter Tabellen und Listen. Das Entgeld errechnet sich aus der Briefgebühr mit DM 1,40, den Zuschlagsleistungen Einschreiben und Rückschein mit jeweils DM 2,50 und der Luftpostgebühr mit 3x 15 Pfennigen zu insgesamt DM 7,75. Vorhanden sind dazu die Handquittung über den Bezug der ATM, der Einlieferungsschein und der abgestempelte Rückschein aus Neuseeland.

                                           
Der Wertbrief in der 6. Gewichtsklasse von 500 bis1000g entsprach der Grundgebühr mit DM 3,70 und wurde in Saarbrücken am Postamt 13 mit Datum vom 20.9.1988 aufgegeben. Die ATM- Einzelfrankatur stammt aus dem dortigen SWZD Typ Klüssendorf 651 und ergibt sich aus der zusätzlichen Wertbriefversicherung über DM 500,00  mit DM 4,00. Absender und Empfänger sind bekannte Adressen aus der deutschen ATM- Szene.

                                              
Die Automatenmarke zur portogerechten Einzelfrankatur stammt aus dem Wertespektrum von 5 bis 9995 Pfennigen mit  Ersttag vom 27.9.1982. Aufgegeben am Postamt Wiesbaden 1, gehört der Brief mit 88g in die 2. Gewichtsklasse und weist noch die Zusatzleistungen auf als versicherter Wertbrief und Rückschein zum Zustellungsnachweis. Obendrein war noch Luftpostversand nach Berlin gewünscht. Das Portoentgeld errechnet sich somit aus der Briefgebühr mit DM 1,90, der Wertbriefversendung mit Versicherungswert DM 500,00 und damit DM 4,00, den Rückscheinkosten mit DM 1,50 und dem Luftpostzuschlag mit 5x5 Pfennigen zu insgesamt DM 7,65.

                                                  
Der rückseitig gesiegelte Luftpostwertbrief vom Standort des Schalterwertzeichendruckers am Düsseldorfer Postamt 101 mit Datum vom 15.1.1987 sollte seinen Empfänger in Tunesien erreichen. Ein Ziel das aktuell (März 2011) sicherlich für einen Wertbrief schon aus politischer Hinsicht etwas brisant erscheinen würde. Aber auch damals in  „ruhigeren Zeiten“ erreichte er den Adressaten  nicht  und wurde retourniert mit rückseitig handschriftlichen Vermerken und Durchgangsstempeln. Das Portoentgeld summiert sich aus der Briefgebühr 2. Gewichtsklasse bis 50g mit 180 Pfennigen, der Wertbriefgrundgebühr mit 300 Pfennigen für die Versicherungsleistung von DM 200,00  und einer Zusatzgebühr von 100 Pfennigen  für die Versicherungserweiterung  in erster Stufe und aus dem Luftpostzuschlag mit 9x20 Pfennigen bei einem Briefgewicht von 45g zu insgesamt DM 7,60.

                                     
Der Luftpostbrief nach Kanada erreicht die portogerechte ATM- Einzelfrankatur zu 750 Pfennigen  mittels der zusätzlichen Versendungsformen Einschreiben und Eilbotenzustellung. Die Automatenmarke stammt vom Schalterwertzeichendrucker am Postamt Hannover 1 und eine entsprechende Handquittung mit zugehörigem Datum vom 19.4.1985 liegt ebenfalls wie der Einlieferungsschein vor. Das Gesamtentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr bis 20g mit DM 1,20, der Einschreibgebühr mit DM 2,00, der Eilbotenzustellung mit DM 3,50 und dem Luftpostzuschlag für 4 x 0,20 DM  zu insgesamt DM 7,50.

                      
Sicherlich philatelistisch initiiert ist die Dokumentation der letzten „ÜBERLANDPOSTFAHRT  Hof – Nürnberg mit UMARBEITUNG“ mit Datum vom 27.5.1988 und entsprechendem Poststempel. Als Luftpostversendung mit Eilzustellung in der Sonderform „nachts“  liefert die puristische ATM- Einzelfrankatur dazu in der Wertstufe DM 7,45 ein passendes briefliches Gesamtbild. Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr (20-50g=130), der Eilzustellungsgebühr auch NACHTS (600) und dem Luftpostzuschlag (3x5 je 20g=15) zum Gesamtbetrag von 745 Pfennigen (Briefgewicht 43g).

                                                          
An dieser Stelle möchte ich auch einmal wieder ein damals noch übliches und höchst informatives Rückseitenbild im Bildausschnitt  nicht unterschlagen!


                                           
Der Brief vom 6.6.1990 weist die Zusatzleistungen Einschreiben und Rückschein auf, die in der zugehörigen Portoperiode mit je DM 2,50  anzusetzen sind. Die Restgebühr von DM 2,40 zum Gesamtporto von DM 7,40 ergibt sich aus der Briefgebühr für die Gewichtsklasse von 50-100g. Das Postamt Kiel 1 war zum betreffenden Zeitraum Standort eines SWZD vom Typ Klüssendorf 651 seit dem 27.11.1984 s.a. entsprechende Auflistung auf der Webseite unter dem  Menüpunkt Listen/  Tabellen.
                                                  
Die portogerechte Einzelfrankatur mit grüner Automatenbriefmarke über DM 7.35 ist sogleich Ersttag in dieser Form mit Datum vom 27.9.1982  aus dem ATM- SWZD- Satz von 5 bis 9995 Pfennigen gewesen.  Das Porto errechnet sich für den Brief  mit  DM 0.80, Inlands- Lp- Zuschlag bis 20g mit DM 0,05, der Wertbriefgrundgebühr zu DM 4.00 plus DM 1.00 für den erweiterten Versicherungsschutz auf DM 600,00 und der Rückscheingebühr von DM 1,50  zum Endbetrag von DM 7.35. Rückseitig gesiegelt. Rückschein mit Stempel Berlin liegt vor. 
                      
                                                 
Die ATM- Einzelfrankatur in der Wertstufe DM 7,30 stellt sich als eingeschriebener Luftpostbrief dar mit der zusätzlichen Versendungsform Eilboten von Düsseldorf nach New York. Der linksseitig abgeschlagene Gummistempel wirbt für die INTERPEX `86 in New York mit dem Bild der Freiheitsstatue und dem Veranstaltungsort im Madison Square Garden. Rechtseitig ist ein grüner Gummistempel als Ankunftsstempel  angebracht. Rückseitig liegt ein Rollenstempel des Postamtes Düsseldorf- Flughafen vor. Die Aufgabe in Düsseldorf am Postamt 101 verrät für die ATM- Einzelfrankatur die Herkunft aus dem dort stationierten SWZD Typ Klüssendorf 651 s.a. entsprechender Punkt auf der ATM- Webseite unter Listen und Tabellen. Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr (120), der Einschreibgebühr (200), dem Eilbotenzuschlag (350) und dem notwendigen Luftpostzuschlag mit 3x20 Pfennigen für den Brief im Gewicht bis 15g zum Gesamtbetrag von 730 Pfennigen.            

                                       
Die Vorlage zur 720er ATM- Einzelfrankatur stammt freundlicherweise von A. Lehr, Dietzhölztal. Abgebildet ist eine eingeschriebene Auslandsnachnahmeversendung nach Schweden vom Terminal Wiesbaden im EPOS – I - System mit Datum vom 16.7.1984 (s.a. Menüpunkt EPOS - I auf der Webseite). Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr zu DM 1,20, der Einschreibgebühr zu DM 2,00 und der Nachnahmegebühr mit Kontogutschrift per Zahlkarte zu DM 4,00 bei Beträgen bis DM 100,00. Die Belegserie ist zusätzlich komplett abgebildet mit Terminalquittung über die Gebühr für Briefsendung, dem Einlieferungszettel und dem Postgiro- Gutschriftsabschnitt. Die Kenndaten stimmen mit den Angaben unter dem entsprechenden Menüpunkt auf der Webseite überein mit Tagesstempelbuchstabe ta, Kassennummer 922 und R- Zettel- Kennbuchstabe s am Schalter 22 in Wiesbaden Postamt 1. 

                                           
Die portogerechte Einzelfrankatur mit grüner Automatenbriefmarke mit Wertzeilenaufdruck über DM 7.15 ist sogleich Ersttag in dieser Form mit Datum vom 27.9.1982  aus dem  ATM- SWZD- Satz von 5 bis 9995 Pfennigen gewesen.  Das Porto errechnet sich für den ausgewiesenen und rückseitig gesiegelten Wertbrief mit  83g Gewicht per Inlandsluftpost mit der Briefgrundgebühr zu DM 1.90, Lp-Zuschlag mit DM 0.25 (5x 0.05) und der Wertbriefgrundgebühr zu DM 4.00 plus DM 1.00 für den erweiterten Versicherungsschutz auf DM 600,00 zum Endbetrag von DM 7.15.

                                            
Wir sehen einen Luftpostbrief vom Postamt Braunschweig 31 mit Datum vom 2.5.1988 nach Pakistan mit den zusätzlichen Versendungsformen Einschreiben und Eilboten. Der 2.8.1988 dokumentiert die Inbetriebnahme eines Schalterwertzeichendruckers vom Typ Klüssendorf 651 nach Umsetzung vom Postamt Hannover 1. S.a. Menüpunkt Tabellen und Listen der Webseite und hier das Unterkapitel „SWZD Klüss. 651/ 829 ab 27.11.1984. Das Postamt Hannover 1 war Erprobungspostamt im EPOS II  System  geworden, was nach den damaligen Bestimmungen zur Umsetzung der SWZD führte bis auf die Ausnahme in Münster am Postamt 11. Das Porto errechnet sich aus der Briefgebühr mit DM 1,20, Einschreiben DM 2,00, Eilbotenzustellung mit DM 3,50 und dem Luftpostzuschlag mit 2 x 0,20 DM  für das Briefgewicht mit 10g.

                
Der Wertbrief  in die Schweiz markiert mit Datum vom 1.4. 1993 den Ersttag eines neuen Posttarifs. Der Brief in der 2. Gewichtsstufe erforderte mit 24g ein Portoentgeld von DM 2,00 und für die Wertversicherung bis DM 200,00 ein Zusatzentgeld von DM 5,00  und addiert sich so zum Gesamtporto von DM 7,00. Dieser Wert war im Klüssendorf 631 im Tastensatz programmiert  und die zugehörige Quittung stammt vom Standort Nr. 5 in 5300 Bonn Postamt 12.

                                            
Der Luftpost-Einschreib-Eilbrief nach Berlin wurde am Sonderschalter des Postamtes Bonn 1 auf dem Ausstellungsgelände  40.Jahrestag Luftbrücke Berlin aufgegeben und mit dem dortigen Werbestempel versehen. Die ATM stammt vom SWZD im Postamt Bonn 2 (Handqutittung vorhanden). Das Portoentgeld errechnet sich für den Brief in der 2. Gewichtsklasse mit DM 1,30, der Einschreibgebühr zu DM 2,00, dem Eilzuschlag in Höhe von DM 3,50  und dem Luftpostzuschlag bis 60 Gramm mit 15 Pfennigen zu insgesamt DM 6,95. Rückseitig Ankunftsstempel Berlin.

                          
Der großformatige und rückseitig gesiegelte Wertbrief mit einer Versicherungssumme von DM 1000,00 wurde in Mannheim am Postamt 12 und mit Datum vom 5.3.1987 aufgegeben. Die Automatenmarke stammt vom dortigen SWZD Typ 651 Klüssendorf. Das Entgeld errechnet  sich aus der Briefgebühr in der 3. Gewichtsstufe mit DM 1,90, der Wertbriefgrundgebühr  mit DM 4,00 und der Zusatzgebühr  von  DM 1,00  für die erweiterte Versicherung um DM 500,00 auf  DM 1000,00.

                                            
Der Luftpost- Wertbrief wurde freigemacht mit portogerechter Einzelfrankatur vom Ersttag aus dem ATM- Spektrum von 5 bis 9995 Pfennigen  mit Datum vom 27.9.1982 und Aufgabe am  Postamt 1 in Wiesbaden. Das Entgeld errechnet sich aus der Briefgebühr mit 80 Pfennigen und dem Luftpostzuschlag zu 5 Pfennigen., weiterhin summiert sich die Zusatzleistung Wertbrief mit 400 Pfennigen und die zusätzliche Versicherungssumme auf DM 1500,-  mit  2x 100 Pfennigen pro 500,- DM zu insgesamt DM 6,85. Der Wertbrief ist rückseitig vorschriftsmäßig gesiegelt.

                                 
Der Eilbrief an den Polizeioberkommissar B. auf dem 4. Polizeirevier in Hannover sollte im Zweifel sogar nachts seinen Empfänger erreichen. Aufgabe am Terminal EPOS I in Bonn mit Datum vom12.1.1984. Die rückseitigen Ankunftsstempel dokumentieren eine Zustellung in Hannover am 13.1. um 3Uhr. Das Porto errechnet sich aus der Briefgebühr zu DM 0,80 und der Eilgebühr mit Nachtzustellung und DM 6,00. Die Terminalquittung belegt den Postwertzeichenkauf passend zum 12. Januar 1984.

                                   

                                                         
Kurzfristig konnte mit den grünen Automatenmarken (bis 30.6.2002) noch im Briefannahmesystem der Fa. Samkyung zufrankiert werden. Das Gesamtporto für den Brief vom 15.6.2002 in der 1. Gewichtsklasse mit Zusatzleistung eigenhändig und Übergabe-Einschreiben betrug 4.40 Euro (Brief 0,56, Übergabe- R 2,05 und eigenhändig 1,79). Die Vorfrankierung mit der ATM zu DM 6,75 wurde vom Automaten unter Berücksichtigung des DM - EURO-Umrechnungsfaktors  von 1,95583 zu Euro 3,45 angerechnet. Die fehlenden 0,95 Euro wurden entsprechend auf dem Label aufgedruckt und mit der dazugehörigen Quittung einschließlich Einlieferungsdaten dokumentiert
  
                                                      
Die 670 Pfennig – Einzelfrankatur errechnet sich aus der Briefgebühr in der 2. Gewichtsklasse mit 170 Pfennigen und der Eilbotengebühr zu 500 Pfennigen. Der Brief ist eine Eilbotenversendung vom Postamt Friedrichshafen 1 mit Datum vom 15.5.1992 und die Automatenmarke stammt vom dortigen Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 651, der ursprünglich seinen Standort in Freiburg hatte und dort dem EPOS II System weichen musste. S.a. Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen und dort unter SWZD Klüssendorf 651 und 829 ab 27.11.1984.


                                                
Der Luftpost- Eilbrief nach Kanada stammt vom Schalterwertzeichendrucker mit Standort Postamt 1 in Rheine und belegt mit Datum vom 1.4.1989 den Ersttag eines neuen Posttarifs. Die Standardbriefgebühr betrug dementsprechend 140 Pfennige, die besondere Versendungsform Eilboten verlangte 500 Pfennige und der Luftpostzuschlag für den Brief  bis 5g mit 25 Pfennigen summierten sich zum Gesamtporto von DM 6,65. Der Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 stammt vom Postamt Münster 11. Der Standortwechsel resultierte aus der dortigen EPOS- Installation. S.a. Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen und dort unter SWZD Klüssendorf 651 und 829 ab 27.11.1984.

                                               
Die Drucksachenversendung erforderte 1988 nach Österreich noch die Anwendung der Auslandstarife. Damit errechnet sich das Gesamtporto mit der Drucksachengebühr zu 60 Pfennigen, der Einschreibgebühr mit 200 Pfennigen und der Nachnahmegebühr mit 400 Pfennigen zum Gesamtentgeld von DM 6,60. Hildesheim war ferner Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 829 s.a. entsprechender Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen ( Beleg über PWZ vorhanden). 
                                            
Die Eilboten- Luftpostversendung von Wiesbaden nach Berlin dokumentiert mit dem 27.9.1982 erneut den Ersttag des Mammutsatzes in den ATM-Wertstufen im SWZD – Spektrum von 5 bis 9950 Pfennigen. Das Portoentgeld errechnet sich für den 220g schweren Brief mit der Briefgebühr von 250 Pfennigen, der Eilbotenversendung mit 350 Pfennigen und 11x 5 Pfennigen Luftpostzuschlag zu DM 6,55.

                                   
Der Wertbrief wurde am Postamt 13 in Saarbrücken aufgeliefert. Die Automatenmarke im Gesamtportowert DM 6,50 stammt vom dort eingesetzten Schalterwertzeichendrucker am Postamt 13 in Saarbrücken Typ Klüssendorf 651. Das Datum lautet 6.4.1985. Das Portoentgeld errechnet sich für den 231g Brief mit 250 Pfennigen Briefgebühr und für die versicherte Versendungsform bis DM 500,00 mit 400 Pfennigen zu insgesamt  DM 6,50.

                                       
Die mit 645 Pfennigen portogerecht freigemachte  Einzelfrankatur stammt vom Ersttag des SWZD - Satzes von 5 bis 9995 Pfennigen und damit Datum vom 27.9.1982. Aufgegeben wurde der Brief am Postamt 1 Wiesbaden.  Das Portoentgeld errechnet sich für den Brief in der 2. Gewichtsklasse (130), Wertbrief über DM 600,- (400 plus100) und dem Luftpostzuschlag mit 3x 5 je 20g (15) insgesamt zu 645 Pfennigen..

                                             
Die 640 Pfennig Einzelfrankatur  mit Datum vom 7.7.1985 macht einen recht bunten Eindruck. Der rückseitige Text verrät eine dringende Terminverschiebung  in vorliegender schriftlicher Postkartenform, da eine telefonische Verbindung nicht zustande kam (und Handys damals noch nicht üblich waren). Dem Absender war auch die eventuelle Nachtzustellung wichtig, die er aber freundlicherweise handschriftlich auf 1Uhr früh begrenzt hat. Die Stempelserie und die postalisch handschriftlichen Eintragungen verraten aber, dass die Zustellung  mangels Zustellmöglichkeit gescheitert ist. Das Portoentgeld summiert sich aus dem Posttarif für die Ortspostkarte Berlin mit 40 Pfennigen und dem Eilzuschlag  zwischen 22 und 6 Uhr mit DM 6,00.
                             
                                           
Die 635 Pfennig ATM - Einzelfrankatur stammt in Berlin vom Postamt 30 mit Datum vom 19.3.1993. Dies war gleichzeitig der letzte Betriebstag des dort eingesetzten Schalterwertzeichendruckers Typ 829 Klüssendorf (s.a. entsprechender Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen). Nach der Wiedervereinigung waren in Berlin die dortigen Münz- und Schalterwertzeichendrucker von 1991 und damit Ende der eigenen Berliner Automatenmarke noch für 2 Jahre mit der altbekannten grünen ATM bestückt. Das Portoentgeld für den Beleg nach Kanada  errechnet sich aus der ermäßigten Drucksachengebühr (60), der Einschreibgebühr (350) und dem Luftpostzuschlag für den 45g Brief (9x25=225) zu insgesamt DM 6.35.
                                 
Das „Rückseitenensemble“ zeigt den kanadischen roten Sicherheitsstempel und den entsprechenden Label mit Barcode-Ausstattung. Ferner sind noch abgebildet die Handquittung über das ATM- Postwertzeichen zu DM 6,35 und der Einlieferungsschein vom Postamt Berlin 30.

                                             
Die Abbildung zeigt eine 630 Pfennig – ATM – Einzelfrankatur als eingeschriebenen Luftpostbrief in die USA mit zusätzlicher Eilbotenversendung. Mit Datum vom 14.4.1988 Postamt Essen 1 und gleichzeitig vorhandener Handquittung über das Portoentgeld mit Stempel Postamt Frankfurt 1 wird der Ersttag eines Sonderstandortes des Klüssendorf Schaltwertzeichendruckers Typ 829 anlässlich der 7. Internationalen Briefmarkenmesse in Essen belegt s.a. ATM - Menüpunkt Listen und Tabellen auf der Webseite. Das Portoentgeld errechnet sich aus der Drucksachengebühr (60), Einschreiben (200), Eilboten (350) und Luftpostzuschlag bis 5 Gramm (20)  jeweils in Pfennigen zu insgesamt DM 6,30.

                                         
Vorgestellt wird eine eingeschriebene Luftpostversendung nach Neuseeland vom Sonderstandort eines Klüssendorf Schalterwertzeichendruckers Typ 829  vom Einsatz der Börse Südwest in Sindelfingen im Oktober 1992. Die entsprechende Handquittung ist vorhanden und ich verweise  in diesem Zusammenhang auch auf den Menüpunkt ATM nach Listen und Tabellen und hier auf die Auflistung der Sonderstandorte der SWZD.

                                        
Die 620 Pfennig- Einzelfrankatur stammt vom Schalterwertzeichendrucker Postamt 90 in München (s.a.Menüpunkt Listen und Tabellen) mit Datum vom 26.7.1989. Es handelt sich ja um umgesetzte SWZD im Rahmen der EPOS II Installation und in diesem Fall vom Postamt München 1. Das Portoentgeld errechnet sich aus der Briefgebühr in der 2.Gewichtsklasse mit DM 1,70, der Einschreibgebühr von DM 2,50 und dem Nachnahmeentgeld zu 2,00 DM. Die Quittierung über die Nachnahmesendung betrug 60 Pfennige und wurde mit einer zweiten ATM auf dem Einlieferungszettel  belegt.
                           
Für beide Automatenmarken hat der Schalterbeamte sog. Hand-Einzelquittungen  als Belegnachweise ausgehändigt.


                                         
Wir sehen eine Einzelfrankatur zu 615 Pfennigen vom Ersttag  27.9.1982 der grünen ATM aus dem sog. Schalterwertzeichenspektrum mit seinen Wertstufen von  5 bis 9995 Pfennigen. Das Gesamtentgeld  summiert sich aus dem Brieftarif in der Gewichtsklasse 50-100g mit 190 Pfennigen, dem Wertbriefzuschlag mit 400 Pfennigen und dem Luftpostzuschlag mit 5x5 Pfennigen zu  insgesamt DM 6,15. Aufgegeben vom Postamt 1 in Wiesbaden nach Berlin 47.

                                             
Die 610 Pfennig- Einzelfrankatur offenbart offensichtlich ihren philatelistischen Ursprung mit illustrierter Sonderkarte zur Lephila`86 (18.4. bis 19.4.1986) in Lebach Saarland. Dies war gleichzeitig auch ein Sonderstandort eines Schalterwertzeichendruckers Klüssendorf Typ 651  in der Drucktype 2 durch Auslagerung während der Ausstellung vom regulären SWZD- Standort Saarbrücken  Postamt 13. Auch wenn die Ausstellung ab 18.4. lief, wurde der SWZD nur am 19. und 20.April eingesetzt. Der anlässlich der Briefmarken- Ausstellung „Gegenwarts- und Zukunftsphilatelie“ erhältliche Sonderstempel hatte direkten ATM- Bezug mit dem senkrechten Schriftzug ATM abgebildet in einer Pyramide. Das Gesamtporto errechnet sich aus der Postkartengebühr mit 60 Pfennigen, der Einschreibgebühr mit 200 Pfennigen und dem Eilbotenentgeld zu 350 Pfennigen.

                                   
Die ATM – Einzelfrankatur unterscheidet sich zum vorher gezeigten Beleg in der Versendungsform nur durch den zusätzlichen Luftpostzuschlag mit 5 Pfennigen und damit Portoentgeld DM 6,05. Erwähnenswert ist mit dem Datum 1.4.1989 der Ersttag eines neuen Posttarifs und die ATM stammt aus einem umgesetzten Schalterwertzeicherndrucker Typ Klüssendorf 651 vom Standort Münster nach Rheine zum Postamt 1.  S. entsprechende Tabelle im Kapitel ATM nach Listen und Tabellen. 

                                       
Der vorgestellte Inlands- Eilbrief mit der ATM- Einzelfrankatur zu 600 Pfennigen errechnet sich recht einfach im Tarif vom 1.4.1989. Standardbriefgebühr mit DM 1,00 und Eilbotengebühr mit DM 5,00 summieren sich zum Entgeldbetrag von DM 6,00. Erwähnenswert ist postgeschichtlich der Bonner Sonderstempel vom 1.7.1989 mit der Würdigung: Inkrafttreten Poststrukturgesetz. Dokumentiert wurde in diesem Fall der Beginn der I. Postreform mit Aufgliederung  der Deutschen Bundespost in die drei eigenständigen öffentlichen Unternehmen: Deutsche Bundespost Postdienst, Deutsche Bundespost Postbank und Deutsche Bundespost Telekom. Diese Aufsplitterung war der erste vorbereitende Schritt auf dem Weg zur Privatisierung, die 1995 mit der II. Postreform eingeleitet wurde.

                                       
Vorgestellt wird die Einzelfrankatur zu 595 Pfennigen als eingeschriebener Luftpostbrief nach Singapur. Die grüne ATM stammt vom Schalterwertzeichendrucker  Typ Klüssendorf 651  und seinem letzten Einsatztag am Standort Saarbrücken Postamt 13 mit Datum vom 19.3.1993 und ist mit entsprechender Handquittung belegt. S.a. folgende Quittungsbelege.
                                                 
Das Briefporto errechnet sich aus der Standardbriefgebühr bis 20g mit 140 Pfennigen, der Einschreibgebühr mit 350 Pfennigen und dem Luftpostzuschlag für den 15g Brief mit 3x35 Pfennigen zu insgesamt DM 5,95
  
                                   
Die ATM- Einzelfrankatur zu 590 Pfennigen entspricht im Posttarif vom 1.7.1982 der Briefgebühr in der 3. Gewichtsklasse von 50-100g zu DM 1,90 und summiert sich mit dem Wertbriefgentgeld  für die Versicherung bis DM 500,00 mit der Gebühr von DM 4,00  zu insgesamt DM 5,90


                                         
Die abgebildete ATM – Einzelfrankatur zu  DM 5,85   wurde am Ersttag des SWZD – Spektrums von 5 bis 9995 Pfennigen am Postamt Wiesbaden als Wertbrief versichert über DM 600,- per Luftpost  nach Berlin aufgeliefert. Die Versicherungsgebühr für den Standardwertbrief bis 500,00 DM betrug DM 4,00 und erhöhte sich je 100,00 DM um eine weitere Mark und in diesem Fall damit auf DM 5,00. Standardbriefgebühr mit DM 0,80 und Lp- Zuschlag mit DM 0,05 summieren sich somit zum Gesamtbetrag von 585 Pfennigen.


                                     
Die ATM - Einzelfrankatur zu 580 Pfennigen stammt vom Postamt 11 in Münster. Hier war ein Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 in Betrieb, der beginnend am 1.12.1988 einen befristeten Einsatz hatte kombiniert im EPOS II System. Dies war eine einmalige Ausnahmesituation und lief im offline Status bis zum 7.3.1989. Ich verweise auf den Menüpunkt Listen/Tabellen im ATM - Kapitel dieser Webseite unter SWZD Klüssendorf Typ 651 und 829 ab 27.11.1984. Das Portoentgeld errechnete sich aus der Postkartengebühr zu 60 Pfennigen, der Eilbotengebühr zu 350 Pfennigen und der Nachnahmeversendung zu 170 Pfennigen zum Gesamtentgeld von DM 5,80. EPOS II Quittung vom Ersttag in Münster.


                            
Die ATM – Einzelfrankatur  mit Entgeld zu 575 Pfennigen  stammt freundlicherweise  aus der Sammlung von A.Lehr, Dietzhölztal und ist in vielfacher Hinsicht bemerkenswert. Zunächst ist die Aufgabe am Schalterterminal in Wiesbaden Postamt 1 mit Datum vom 8.6.1984 zu vermerken. Tagesstempelbuchstabe „ta“, R-Zettel – Kennbuchstabe „s“ und Kassennummer 922 entsprechen den Angaben im ATM – Kapitel dieser Webseite unter dem Menüpunkt ATM nach Listen/ Tabellen. Die Automatenbriefmarke aus dem Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 667 mit online – Nutzung zeigt eindeutig die Type I, die in den 5Pfennig- Wertstufen nur im EPOS I System erhältlich waren. Die Versendungsform nach Schweden ist als eingeschriebene ( 200 ), eigenhändige ( 150 ) Drucksache ( 60 ) per Luftpost ( 15 )  und Rückschein ( 150 )  in dieser Form  und Kombination sicherlich extrem selten. In Klammern sind die Pfennigentgelte vermerkt aus dem gültigen Posttarif vom 1.7.1982.

                                  
Die Abbildung zeigt die 570 Pfennig- Einzelfrankatur mit Datum vom 8.3.1989 auf einem Adressaufkleber und eingeschriebenem Brief mit ATM- Freimachung vom Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 651 in Saarbrücken am Postamt 13. Das Portoentgeld errechnet sich im Tarif vom 1.7.1982 mit der Einschreibgebühr von DM 2,00 und der Briefgebühr in der 6. Gewichtsklasse ab 500g mit DM 3,70 zu insgesamt DM 5,70. Dieser Posttarif endete zum 31.3.1989.

                                    
Der eingeschriebene Luftpostbrief nach Kanada  mit Datum vom 19.3.1993 dokumentiert den Klüssendorf  Schalterwertzeichendrucker Typ 651 mit seinem Letzttag am Standort in Stuttgart Postamt 50. Siehe auch entsprechende Dokumentation im Menüpunkt Tabellen und Listen. Einschreibgebühr DM 3,50,  Standardbriefgebühr DM 1,40 und für den 15 bis 20g schweren Luftpostbeleg 3 x 0,25 DM  summieren sich auf DM 5,65.
                                                  
Rückseite mit kanadischen Eingangs- und Durchgangsstempeln.

                                                              
Die 560 Pfennig- Einzelfrankatur mit Datum vom 18.3.1993  von einem  Nagler- Standort als Wahlwert- ATM  errechnet sich aus Einschreibgebühr DM 3,50, Standardbriefgebühr zu DM 1,40 und 2x 0,35 Luftpostzuschlag Südamerika für den 10g Brief.

                                       
Die grüne Automatenmarke  zu 535 Pfennigen kann ich wieder als Basisfrankatur  zum PDL-Automaten von Samkyung und dem Standort Herne vorstellen. Die Versendungsform wurde einprogrammiert nach Abfrage des Automaten als EINSCHREIBEN/EIGENHÄNDIG. Die Standardbriefversion in eigenhändigem Übergabeeinschreibverfahren kostete Euro 4,40 (56 Cent Brief, eigenhändig 179 Cent und 205 Cent Einschreiben). Die grüne ATM wurde vorfrankiert vom PDL – Automaten mit Euro 2,84  unter DM / Euro- Verrechnungsfaktor 1,95583  berücksichtigt und damit im Label die Differenz mit Euro 1,56 ausgedruckt. Der Briefbeleg entspricht der Versendungsversion zu DM 5,35 nur dort war der Labelwert entsprechend  mit Euro 1,66 vom Automaten errechnet worden.


                                                            
Der eingeschriebene Brief (350) in der normalen Landbriefzustellung (200) und Datum vom 30.4.1993 nach China  wurde im kurz zuvor eingeführten  Posttarif vom 1.4.1993 aufgegeben aber als grüne ATM in Einzelfrankatur zu 550 Pfennigen noch vor der Einführung des neuen Sanssouci-Motivs vom 19.5.1993.


                                           
Die 545 Pfennig- Einzelfrankatur errechnet sich für den 45g schweren Luftpost-Wertbrief nach Berlin aus 130 Pfennigen Briefgebühr 2. Gewichtsstufe, Wertbriefaufgabe zu 400 Pfennigen und 3 x 5 Pfennigen je 20g Luftpostzuschlag. Der Stempel Wiesbaden 1 vom 27.9.1982 belegt ferner den Ersttag der Automatenmarken im Spektrum 5 bis 9995 Pfennigen.

    
Die 540 Pfennig- Einzelfrankatur errechnet sich aus dem Briefentgeld zu 180, Einschreibgebühr mit 200 und Luftpostzuschlag  für einen Brief in der Gewichtsklasse 40 g mit 160 zu insgesamt 540 Pfennigen. Der Brief trägt einen rückseitigen canadischen Durchgangsstempel und wurde in Hannover am Postamt 1 am 12.7.1985  aufgegeben. Die Handquittung  bestätigt Hannover 1 als Standort eines Schalterwertzeichendruckers  Typ Klüssendorf 651 und ich verweise auf die entsprechende Tabelle im Menüpunkt Listen und Tabellen. Stempelbuchstabe „s“ und Einschreibkennung „ak“ sind seit dem 3.6.1983  unverändert geblieben und nachweisbar.

                                         
Die grüne Automatenmarke  zu 535 Pfennigen kann ich  als Basisfrankatur  zum PDL-Automaten von Samkyung und dem Standort Herne vorstellen.
                                         
Die Versendungsform wurde einprogrammiert nach Abfrage des Automaten als EINSCHREIBEN/EIGENHÄNDIG. Die Standardbriefversion in eigenhändigem Übergabeeinschreibverfahren kostete Euro 4,40 (56 Cent Brief, eigenhändig 179 Cent und 205 Cent Einschreiben). Die grüne ATM wurde vorfrankiert vom PDL – Automaten mit Euro 2,74  unter DM / Euro- Verrechnungsfaktor 1,95583  berücksichtigt und damit im Label die Differenz mit Euro 1,66 ausgedruckt.

                                        
Die 530 Pfennig- Einzelfrankatur stammt vom Inbetriebnahmetag des Schalterwertzeichendruckers am Standort Braunschweig Postamt 31 mit Datum vom 2.5.1988. Dies war eine Umsetzung vom Postamt Hannover 1 im Rahmen der EPOS  II Installation. Ich verweise auf das Kapitel Automatenmarken nach Listen und  Tabellen und Schalterwertzeichendrucker  651 und 829 von Klüssendorf. Beim Inbetriebnahmedatum hatte sich ein Fehler eingeschlichen, der bereits korrigiert wurde. Ich bitte um entsprechende Berücksichtigung in einer evtl. vormals ausgedruckten Liste. Im noch zuständigen Posttarif vom 1.7.1982 errechnet sich das Entgeld aus der Standardbriefgebühr mit DM 1,20, der Eilgebühr mit DM 3,50 und  3x  Luftpostzuschlag ( -,20 DM je 5g) für den 15 g Brief mit  DM 0,60 zum Gesamtbetrag von DM 5,30.
                        
                                          
Ein Luftpost-Einschreibbrief  vom 3.11.1989 dokumentiert die 525 Pfennig- Einzelfrankatur und gleichzeitig einen Sonderstandort für den Klüssendorf Typ 829 Schalterwertzeichendrucker (s. a. Tabellenauflistung im entsprechenden Menüpunkt der Webseite) aus Köln anlässlich der Philatelia  89.

                                         
Abgebildet ist die 520 Pfennig-Einzelfrankatur mit Datum vom 18.3.1993 von einem Naglerstandort. Über die sog. E-Taste war der ATM- Wunschwert je nach Geldeinwurf programmierbar. Das Portoentgeld errechnet sich für den Brief in der 2. Gewichtsklasse mit DM 1,70 im Tarif vom 1.4.1989 und die zugehörige Einschreibversendung mit DM 3,50 im Posttarif vom 1.7.1992 zum Gesamtbetrag von DM 5,20.

                                               
Die Abbildung zeigt die 515 Pfennig- Einzelfrankatur als eingeschriebenen Luftpostbrief mit Stempel vom  Postamt Bonn 2 und damit Standort eines Schaltwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 651 mit Datum vom 19.3.1993. Dieses Datum war auch allgemein der Letzttag der Schalterwertzeichendrucker und ich verweise auf die entsprechende Tabelle unter Liste/Tabellen im Kapitel Freimachung mit ATM. Das Portoentgeld errechnete sich für den Luftpostbrief bis 5g mit DM 1,40, Einschreibversendung DM 3,50 und Luftpostzuschlag nach Nordamerika mit DM 0,25 bis 5g zu insgesamt DM 5,15.

                                                       
Einschreibbrief vom Standort  des Schalterwertzeichendruckers  Klüssendorf Typ 651 in Saarbrücken Postamt 13 mit Datum vom 22.11.1988  in der Gewichtsklasse von 250 – 500g und Entgeldgebühr  DM 3,10 zuzüglich  DM 2,00 für die nachzuweisende Versendung im Einschreibversand.

                                      
Die 505 Pfennig-Einzelfrankatur ist eine Ersttagsverwendung vom 27.9.1982 aus dem Schalterwertzeichenspektrum von 5 bis 9995 Pfennigen in der Drucktype II, aufgegeben am Postamt 1 in Wiesbaden. Das Portoentgeld errechnet sich für den Luftpostbrief  mit 220g nach Berlin im Tarif vom 1.7.1982 für die Briefsendung (100 - 250g) mit DM 2,50, für die Einschreibversendung mit DM 2,00 und für den Luftpostzuschlag mit 11 x 5 Pfennigen (pro 20g 5 Pfennige Lp - Zuschlag) zu insgesamt DM 5,05.
  
                                             
                                      Schalterminalquittung im EPOS I System vom Standort Bonn über DM 5,00 zur
                                   Automatenmarke als Briefsendung  im Postzustellungsauftrag. Datum 13.07.1984
                                      
Ein Postzustellungsauftrag  kann nur nach den Bestimmungen der Zivilprozessordnung zugestellt werden und wird daher hauptsächlich von Gerichten, Notaren und Behörden  genutzt. Das zuzustellende Schriftstück liegt in einem inneren Umschlag  und wird zusammen mit der vom Absender vorbereiteten Zustellungsurkunde  im äußeren Umschlag  gemäß obiger Abbildung an das betreffende Postamt gerichtet. Die zugehörige Urkunde dokumentiert die Form der Zustellung für den Auftraggeber. Das Portoentgeld – im obigen Fall DM 5,00 -beinhaltet die Beförderung des Postzustellungsauftrages, die Dokumentation der Zustellung und auch die Rücksendung der Zustellungsurkunde an den Auftraggeber.
  
                                            
Die Einzelfrankatur zu 495 Pfennigen errechnet sich für den Luftpostbrief über 15g nach Argentinien im Tarif vom 1.4.1989 (Ersttagsverwendung) mit 3 x 35 Pfennigen, der Einschreibversendung mit 250 Pfennigen und dem Standardbrief im Auslandstarif bis 20g mit 140 Pfennigen zum Gesamtbetrag von DM 4,95. Siehe auch folgende Einlieferungsbelege.
                                      
Die Handquittung über den Einzelwertverkauf der Automatenmarke mit Datum vom 1.4.1989 dokumentiert gleichzeitig den SWZD Standort Essen Postamt 1 ( seit  15.2.1989 ). Die passenden Daten zu den Tagesstempelbuchstaben mit ji und im Einschreibzettel h finden sich wieder in der zugehörigen Liste/Tabelle zum Einsatz der SWZD Klüssendorf Typen 651/829.

                                               
Der vorgestellte Brief datiert vom 21.8.1990. Der Posttarif vom 1.4.89 ergab in der Gewichtsklasse von 50-100g  DM 2,40 und die Einschreibversendung wurde zusätzlich mit DM 2,50 verrechnet zum Gesamtentgeld  von DM 4,90.
  
                                           
Die 485 Pfennig - Einzelfrankatur wird vorgestellt als Luftpost - Wertbrief  nach Berlin und ergänzt die vorherige Briefvorstellung durch den Luftpostzuschlag um 5 Pfennige. Dennoch ist eine Besonderheit damit verbunden. Der Abgangsstempel belegt mit Wahrenholz 3  (mit Datum 31.12.1986 und Postleitzahl 3126 )  eine sog. Poststelle II. Hier liegt kein eigener Wertbrief- Aufgabezettel mit Eindruck Wahrenholz vor, sondern das Postamt Wittingen mit der Postleitzahl 3120 betreut die entsprechende Versendungsart und nutzt dazu einen Wertbriefaufkleber mit dem seltenen  Zusatz  Wittingen Land.

                                            
Die 480 Pfennig- Einzelfrankatur  resultiert im Tarif 1.7.1982 aus der Gebühr für den Standardbrief mit 80 Pfennigen und Wertbriefzuschlag ( bis 500 DM) mit 400 Pfennigen  zum Gesamtentgeldbetrag von DM 4,80. Gleichzeitig ein Ersttagsbeleg für die grüne Automatenmarke aus dem  Schalterwertzeichendrucker mit Datum vom  27.9.1982 und nur in Weiden mit dem Standort der Versandstelle waren schon damals Klüssendorf SWZD Typ 651 im Einsatz. Siehe auch Kapitel ATM und Menüpunkt Listen und Tabellen.

               
Wieder einmal ist der Versand der DBZ ( Deutschen Briefmarkenzeitung ) hilfreich zur Dokumentation einer grünen ATM- Einzelfrankatur. Eilzustellung war im  Streifbandversand und Postzeitungsvertrieb meines Wissens nach seit 1.1.1982 möglich. Dadurch summiert  sich  das Gesamtentgeld für die Streifbandsendung mit Datum vom 30.10.1987 im Tarif vom 1.1.1986 bei einem Gewicht bis 500g  und einer Gebühr von 125 Pfennigen zuzüglich Eilgebühr mit 350 Pfennigen zu  insgesamt  DM 4,75.

                              
Die 470 Pfennig Einzelfrankatur resultiert mit Datum vom 4.5.1992 als Auslandsbrief  (aber im Inlandstarif nach Österreich  ab 1.1.1986) zu DM 1,00  und  Wertbriefentgeld Ausland für Beträge bis 200,00 DM im Tarif vom 1.4.1989  mit DM 3,70 zum Gesamtbetrag von DM 4,70. Ferner war das Postamt Bochum 1 Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ  651 zum angeführten Zeitpunkt. Siehe  auch entsprechende Tabellen und Listen im ATM- Kapitel.
  
                                        
Obwohl vom Aspekt her ähnlich zum vorherigen Luftpostbeleg als Drucksache in ermäßigter Gebühr  errechnet sich das Portoentgeld für den Brief nach USA mit Datum vom 11.3.1991 deutlich unterschiedlich: Standardbriefgebühr 140 Pfennige, Einschreibgebühr 250 Pfennige und Luftpostzuschlag für den Brief bis 15g mit 3 x 25 Pfennigen und damit 75 Pfennigen LP-Gebühr  zum Gesamtentgeld von DM 4,65.

                                      
Abgebildet ist die 460Pfennig- Einzelfrankatur vom Naglerstandort Oerlenbach mit Datum vom 31.März 1993  als eingeschriebener Luftpostbrief nach Canada. Das Porto errechnet sich für eine Drucksache zu ermäßigter Gebühr in der Gewichtstufe bis 10g mit 2 x 25 Pfennigen zuzüglich Drucksachengebühr in der ermäßigten Gebührenstufe mit 60 Pfennigen und der Einschreibgebühr als nachzuweisende Versendungsform mit 350 Pfennigen zu DM 4,60. Dies war ferner ein Letzttag in dieser Luftposttarifform. 

                                      
Vorgestellt wird die Einzelfrankatur zu 455 Pfennigen mit Sonderstempel 50Jahre Tag der Briefmarke aus Berlin 41 mit Datum vom 14.10.1986. Das Portoentgeld errechnet sich für den Standardbrief mit 80 Pfennigen, Luftpostzuschlag 5 Pfennige, Nachnahme 170 und Einschreiben 200 Pfennige zu DM 4,55.

                                       
Anläßlich der Philatelia 1992 in Berlin war die Versandstelle nicht nur mit einem Klüssendorf Schalterwertzeichendrucker Typ 829 vertreten, sondern stand auch mit einem Nagler- Münzwertzeichendrucker vor Ort. Für die vorgestellte Einzelfrankatur zu 450 Pfennigen mit Nagler- ATM  errechnet  sich das Entgeld aus der Standardbriefgebühr von DM 1,00 noch aus dem Portotarif vom 1.4.1989 und die Einschreibgebühr als Zusatzleistung mit DM 3,50 aus dem Tarif zum 1.7.1992.

                                     
Die vorliegende Belegdokumentation mit Einzelfrankatur „grüne ATM“ über DM 4,45 stammt freundlicherweise von A. Lehr, Dietzhölztal. Die Portoentgeldberechnung summiert sich aus 60 Pfennigen für Drucksache Ausland in ermäßigter Form, Einschreibentgeld DM 3,50 und Luftpostzuschlag Singapur 35 Pfennige. Der Beleg ist in mehrerer Hinsicht bemerkenswert. Zum einen ist es ein Letzttag vom Schalterwertzeichendruckereinsatz vom  Standort Saarbrücken Postamt 13 (s. auch entsprechende Tabelle im ATM- Kapitel) und ferner waren Luftpostzuschläge in dieser Form nur noch gut 10 Tage möglich.

                                     
Vorgestellt wird die 440 Pfennig- Einzelfrankatur einmal  von einem Naglerstandort  mit typischem ausgeprägten DBP-Druck in der Wertzeile. Stempel Würzburg Postamt 13 mit Datum vom 23.6.1992. Noch im Tarif vor dem 1.7.1992 ergibt sich die Portoentgeldberechnung aus der Einschreibgebühr zu DM 2,50, dem Standardbriefporto zu DM 1,40 und dem Luftpostzuschlag von 2x 25 Pfennigen bei angenommener  Gewichtsklasse bis 10g summiert  auf DM 4,40.
                 
                                        
Die 435 Pfennig- Einzelfrankatur auf einem illustriertem Feldpostumschlag von der Heeresübung 1986  „Fränkischer Schild“. Angelehnt an den vorherigen Beleg errechnet sich hier noch der Luftpostzuschlag zur Eilbotenversendung beim Standardbrief zum Gesamtentgeld von DM 4,35 hinzu. Der Feldpoststempel hat die FpA 4212. 
                                        
                                  Rückseitig befinden sich noch der Stempel der Feldpostleitstelle 4200 und die
                                  Eilbotenstempel von Berlin 51 und 11 und der Durchgangsstempel 6250/22/15
  
                                            
Die Einzelfrankatur zu 430 Pfennigen mit Datum vom 8.9.1986 stammt aus Hamburg vom Postamt 36 und somit vom Standort eines  Schalterwertzeichendruckers Typ 651 der Firma Klüssendorf. Ich verweise auch diesbezüglich auf die Tabellenauflistung im Menüpunkt Listen und Tabellen und hier SWZD Typ 651 und 829 Klüssendorf. Das Portoentgeld errechnet sich mit 80 Pfennigen für den Standardbrief und 350 Pfennigen für die Eilbotenzustellung zum Endbetrag  DM 4,30.

                                               
Die 425Pfennig-Einzelfrankatur stammt vom Ersttag des Kombinationsstandortes EPOS II und des  Klüssendorf Schalterwertzeichendruckers am Postamt 11 in Münster mit Datum vom 1.12.1988. Die Drucksachenversendung in das benachbarte Österreich  kostete 60 Pfennige, die Eilbotenversendung wurde mit 350 Pfennigen belastet  und der Luftpostzuschlag mit 15 Pfennigen summierte sich zum Gesamtentgeld  von 425 Pfennigen.
                                               
Das obige Bild zeigt  die zugehörigen Ausschnitte der Wiener Durchgangsstempel auf der Belegrückseite und der EPOS II Quittung über den Bezug des Automatenpostwertzeichen  über 4,25 DM

                                               
Die Einzelfrankatur zu 420 Pfennigen stammt vom Sonderstandort des Klüssendorf Schalterwertzeichendruckers auf der Börse Südwest in Sindelfingen während des Einsatzes vom 25.10. bis zum 27.10.1991. Die Portostufe errechnet sich aus der Einschreibversendung mit 250 Pfennigen und der Briefgebühr in der zweiten Gewichtsstufe zu 170 Pfennigen.
         
                                      
415 Pfennig- Einzelfrankatur als Postkarte mit Eilboten- und Luftpost-Zuleitung. Zur zuvor gezeigten Portostufe 410 kommt hier noch der Luftpostzuschlag mit 5 Pfennigen zum Tragen. Es liegt eine Antwortpostkarte vor mit, die im anhängenden Antwortteil vorschriftsmäßig die Anschrift innen liegend aufweist, so dass die Durchgangsstempel der Eilzustellung mit Düsseldorf 1, Düsseldorf- Flughafen, Berlin 11 und 77 auf der Blankoseite abgeschlagen  wurden.
Die nachfolgende Abbildung zeigt den zugehörigen – noch anhängenden Antwortteil – vorfrankiert mit Berliner Automatenmarke  65 Pfennige als Postkarten- Luftpost- Entgeld. 
                                           
Die Anschrift nach Bielefeld  ist im Grauton gedruckt, der schlecht zur Darstellung kommt. Die beiden Handquittungen bestätigen den Kauf der Automatenmarken  mit bundesdeutschem  und Berliner Motiv am Versandstellenschalter  der Versandstelle Frankfurt anlässlich des Sondereinsatzes mit Schalterwertzeichendruckern auf der Rhein-Ruhr-Posta 1987 in Düsseldorf. Dies war der erste Kombinations- Sonderstandort für die beiden ATM- Motive mit Schalterwertzeichendruckern Typ Klüssendorf 651. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die dazugehörige Tabelle Sonderstandorte der SWZD Klüssendorf 651 und 829. Die zeitgleiche Quittierung mit Tagesstempel Frankfurt der Versandstelle und andererseits die Postkartenentwertung mit Sonderstempel Düsseldorf und Datum 21.6.1987  erklärt sich durch die übliche Vorstempelung der Quittungsblöcke durch die Versandstelle  zur Arbeitserleichterung der Postbeamten im Messesonderpostamt.


                                              
Die Versandstellen für Postwertzeichen gaben Anforderungskarten zur Bestellung von Vorratslisten an ihre Kunden aus. Diese Anforderungsdrucksache wurde stets freundlicherweise mit der Bestellung wieder retourniert.
                                               
Durch den rückseitigen handschriftlichen Text war die Drucksachenversendung nicht möglich, die Postkartennutzung erlaubte aber die Eilbotenversendung. Portoentgeld  für die Postkarte 60 und Eilbotenzustellung 350 Pfennige und damit 410 Pfennig- Einzelfrankatur. Diverse Durchgangsstempel


                                            
Mit der Vorstellung der  ATM- Einzelfrankatur zu 405 Pfennigen greife ich auf einen Wiesbadener Terminalbeleg zurück, der freundlicherweise von A. Lehr, Dietzhölztal zur Verfügung gestellt wurde. Die Drucksache war als Eilbotenversendung per Luftpost in die DDR möglich. Da die Briefaufgabe, wie die Terminalquittung zeigt, als Briefsendung erfolgte und damit die Entgelderrechnung über das EPOS I Computersystem lief, wäre auch eine fehlerhafte Portoerrechnung  eine Neuentdeckung. So gilt in diesem Fall Standarddrucksache 50 Pfennige, Luftpostzuschlag bis 20g 5 Pfennige und Eilbotenzuschlag 350 Pfennige  und ergibt somit eine Gesamtsumme von 405 Pfennigen. Abgestempelt mit Tagesstempel tb (Postschalter 23 mit Kassennummer 921) in Wiesbaden am 9.5.1984.



                                        
     
Die 400 Pfennig „grüne ATM“ als Einzelfrankatur stellt in mehrfacher Hinsicht eine Besonderheit als Gebührentgeld  auf einer Postanweisung  dar. Bis zum 31.12..1991 betrug im Verkehrsgebiet Ost bis 100,00 DM das  Überweisungsentgeld  DM 4,00. Während in der Bundesrepublik ab August 1962  die Gebühren zur Postanweisung in der Regel nur noch bargeldlos am Postschalter verrechnet wurden, war die Entgeldentrichtung in der DDR und später im Verkehrsgebiet  Ost durch Freimachung mit Briefmarken noch möglich und auch noch gewohnheitsgemäß. Die Stammabschnitte mit entwerteter Briefmarke waren eigentlich zu vernichten, aber „philatelistische Begierde oder nachlässige Beamte“ sorgten für die Zugänglichkeit! Interessant sind nun besonders Belege aus dem Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung  im Postschalter (Firma ROBOTRON in der DDR und VGO) mit charakteristischer Computerentwertung der Marken und im obigen Fall einer grünen Automatenbriefmarke  zu 400 Pfennigen. Die Aufgabe erfolgte am Postamt 1030 Berlin 3 (Paketpostamt) am 18.12.1991 mit der Kassennummer 3208 0044. In der 5stelligen Buchungsnummer 15570  war die Uhrzeit in den ersten 4 Stellen verschlüsselt und in diesem Fall mit 15.57 Uhr. Die 5. Ziffer codierte in Zehntelsekunden z.B. 1 entsprach 10 Sekunden, 2 dementsprechend 20 Sekunden usw. Die Postanweisung war seit dem Jahr 1885 eine häufig genutzte Geldanweisung des „kleinen Mannes“ und wurde daher praktisch  nur für kleinere und mittlere Beträge verwendet, die freundlicherweise die Post oder der Postbote auszahlte. Wer hatte schon früher ein Geldkonto zur Überweisung. So hat auch der zunehmend bargeldlose Geldverkehr die Postanweisung unnötig gemacht und seit Mitte 2002 ist sie aus dem Postalltag  verschwunden. Sowohl Absender, Empfänger und Anweisungsbetrag im abgebildeten Beispiel bestätigen eine philatelistische Dokumentation. Aber dies war, wie schon einmal vermerkt, bei vielen Zeppelinzuleitungen  vor  70 Jahren ebenso.


                                                                      
                                                  395 Pfennig Zusatzfrankatur PDL-Automat-Samkyung vom 1.6.2002
                                   
Der Postdienstleistungsautomat  PDL der Firma Samkyung erlaubte kurzfristig noch die Zusatzfrankatur in alter DM-Währung bis zum 30.6.2002. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Vorstellung der „grünen ATM - Werte zu 195 und 325“ in der laufenden Belegvorstellung. Die untere Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus der zugehörigen Automaten- Einlieferungsquittung und dem rückseitig verklebten Einschreib-Zusatzlabel mit passender Identnummer. Das Portoentgeld errechnete sich aus dem Briefporto zu 56 Cent, Übergabeeinschreiben zu 2,05 Cent und eigenhändige Zustellgebühr zu 1,79 Cent. Zur Gesamtgebühr von 440 Cent wurde die Teilfrankatur der ATM- Wertstufe mit 395 Pfennigen  und Umrechnungsfaktor 1,95583 zum Euro vom PDL-Automaten mit 202 Cent  errechnet und das Restentgeld mit 2,38 Euro auf dem Einlieferungsbeleg quittiert und auf dem PDL-Label ausgewiesen 


                                          
Die 390 Pfennig-Einzelfrankatur als Einschreibbrief nach Paraguay mit Datum vom 23.6.1992. Hier einmal eine Automatenbriefmarke aus dem Münzwertzeichendrucker  Nagler Typ N 101 und Aufgabe Briefstempel Würzburg 13. Die Portoentgeldberechnung  ergibt sich aus 140 Pfennig Auslandsbrief und Einschreibgebühr  zu 250 Pfennigen. Die Wertstufe zu 390 Pfennigen war über Wahlmöglichkeit durch E-Taste und entsprechenden Geldeinwurf zu erhalten ( s. auch entsprechende Abhandlungen im Kapitel ATM und Nagler Typ N 101 ).


                                         
Der Luftpostbrief nach Übersee als 385 Pfennig- Einzelfrankatur stammt von einem bekannten  ATM- Sammler und dokumentiert sowohl mit Mannheim 12 einen Standort des Klüssendorf Schalterwertzeichendruckers Typ 651 und mit Datum 1.4.1989 den Stichtag einer Portotarifänderung. Der Tarifentgeldberechnung lag wohl ein Gewicht von 25g zu Grunde mit 210 Pfennigen Briefgebühr  (20-50g)  und 175 Pfennigen Übersee-Luftpostzuschlag (5x35) und damit Summe 3,85 DM. Briefversender und Schalterbeamter haben sich meines Erachtens aber zum Schaden der Post verrechnet ( s. Neuseeland 45 Pfennige Luftpostgebühr pro 5g Tarif 1.4.1989 ?!).

                                      
Der Brief mit der 380 Pfennig ATM- Einzelfrankatur weist einige Besonderheiten auf. Zunächst mit Datum vom 28.03.1991 abgestempelt in Berlin 2, stammt der Beleg aus den letzten Tagen der DDR und dem Verkehrsgebiet Ost. Die Wertbriefgebühr von DM 3,00 errechnet sich mit 1,50 DM Grundgebühr und 3x 0,50 je 200,-DM  Wertangabe. Der Luftpostzuschlag mit 30 Pfennig bis 10g addiert sich mit der Wertgebühr zu DM 3,30. Die Briefgebühr Ausland betrug 70 Pfennig. Die in diesem Fall portogerechte 50 Pfennig Briefgebühr ergibt sich noch aus der Zugehörigkeit von China zu den OSS- Ländern im Abkommen mit der DDR. In den OSS- Ländern ( Organisation für die Zusammenarbeit der sozialistischen Länder) galt Inlandsbegühr  bei Postkarten und Standardbriefen bis 20g.

  
                                 
Die 375 Pfennig- ATM- Einzelfrankatur ist sicherlich ein interessanter und schon postgeschichtlicher Beleg. Die Entwertung mit Datum vom 27.5.1988 zeigt die letztmalige mögliche Bearbeitung und Zuleitung  im Bus der Überlandpost  von Tuttlingen zum Flughafen Stuttgart. Die Einstellung der Überlandpostkurse erfolgte Mai 1988. Die busähnlichen Kraftwagen waren im Innern den Bahnpostwagen in der Ausstattung angepasst. Im Wesentlichen  diente  dieser vorwiegend  nächtliche Fahrzeugeinsatz zum Einsammeln  von Briefzuleitungen auf zeitlich festen  Kursstrecken z.B. zum Flughafen mit Anschluss an den  nächtlichen Luftpostverkehr. Dies dokumentiert sich bei noch nicht bearbeiteter Briefzuleitung im  benutzten ovalen Überlandpoststempel mit Kursangabe ähnlich den Bahnpoststempeln. Die Nachnahmesendung zeigt das seit dem Jahr 1911 übliche rote Dreieckssignet aus der Rollenform. Die Entgelderrechnung basiert auf 190 Pfennigen für den Brief in der Gewichtsklasse von 50 bis 100 Gramm, dem Nachnahmezuschlag zu 170 Pfennigen und dem innerdeutschen Luftpostzuschlag für 3x5 Pfennige je 20g (Brief also 50 bis 59g). Die postlagernde  Zustellung veranlasste das Eingangspostamt  den schwarzen dreieckigen Fristenstempel (üblich seit dem Jahre1927) mit der Zahl 6 abzuschlagen. Damit war der Brief  bis zum 6. Juni mit der terminierten Lagerfrist ( in diesem Fall für 10 Tage) versehen.
                                        
Die Rückseite vermerkt mit Datum 7.6. die Nichtabholung  und kennzeichnet die Adresse zur Rücksendung. Das Eingangsdatum vom 13.6.1988 wurde vorderseitig mit Gummistempel vom Empfänger und eigentlichem Absender privat festgehalten. Der Beleg bestätigt ein altes  philatelistisches Sprichwort „die Marke flüstert, der Brief erzählt“.

                                         
Die 370 Pfennig- Einzelfrankatur  hier einmal in Form einer grünen Nagler- Automatenmarke vom Ortsautomaten und Standort Dinkelsbühl. Die Blindensendung (Cecogramm) ist portofrei, erfordert jedoch für die Einschreibversendung 350 Pfennig Entgeld zusätzlich. Der Luftpostzuschlag ins europäische Ausland betrug damals für Sendungen bis 50g 20 Pfennig Aufschlag, wenn es sich nicht um Standardbrief oder- postkarte handelte.

                          
Die 365Pfennig-ATM einmal als portogerechte Zusatzfrankatur für die Luftpost-Eilboten- Rückantwort nach Berlin. Die Vorfrankatur mittels Absenderfreistempel erfolgte mit DM 1,30 für den Brief in 2. Gewichtsstufe. Der Luftpostzuschlag für die 2. Gewichtstufe erforderte ab 45Gramm 15 Pfennige. Mit dem Eilbotenzuschlag zu 350 Pfennigen addierte sich ein Gesamtbetrag zu 365 Pfennigen. Die Inbetriebnahme des SWZD Typ Klüssendorf 651 in Kiel am Postamt 1 am 27.11.1984 erlaubte die passende Entgeldergänzung mittels Einzelautomatenmarke.
                                                             
                           Handquittung Kiel 27.11.1984 über ATM DM 3,65 Inbetriebnahme  SWZD Klüssendorf 651



                              
             
Die 360 Pfennig- Einzelfrankatur stammt vom  Sondereinsatz eines SWZD vom Typ Klüssendorf 829 anlässlich der 7.Internationalen Briefmarkenmesse in Essen vom 14.4. bis 17.4.1988. Die Versandstelle Frankfurt hatte vorbereitete Handquittungsblöcke dabei zum Bezugsnachweis von Postwertzeichen. Diese Handhabung wurde recht häufig zur schnelleren Kundenbedienung  genutzt.  
                                       
Der Poststempel Frankfurt kollidiert  daher nicht zum tagesgleichen Poststempel des Einlieferungsscheins vom 14.4.1988 am Messe- Versandstellenschalter in Essen. Der Luftpost-Einschreibbrief ging nach Nepal und trägt rückseitig den Ankunftsstempel von Kathmandu vom 19.4.1988. Portoentgeld 120 Brief, 200 Einschreiben , 40 Lp-Zuschlag bis 5g.


                                     

Die 355 Pfennig- Einzelfrankatur als Einschreib- Luftpostsendung bis 20 g nach Berlin und hier einmal als eingeschriebene Feldpostversendung mit Datum vom 11.10.1989. Der Beleg entstammt nach meiner Erinnerung aus der Feldpostversorgung zur Heeresübung  „Holsatia1989“.


                    

Die 350 Pfennig ATM- Einzelfrankatur als Luftpostpäckchen in die DDR  mit Eilzustellung und Datum vom 15.3.1990. Die zugehörige Automatenbriefmarke wurde am Klüssendorf- MWZD Typ 631 am Flughafen Köln gezogen und kann mit entsprechender Automatenquittung belegt werden. Die 30g Geschenksendung erforderte als Päckchen bis 100g Portoentgeld 1,40 DM und die Eilversendung 2,00 DM jeweils im DDR – Sondertarif.  Der Luftpostzuschlag bis 2x20g betrug 10 Pfennige und war für Päckchen in die DDR noch zugelassen. Im Gegensatz dazu entfiel ab  28. Februar 1990 der innerdeutsche Luftpostzuschlag für Briefsendungen nach Berlin  und in die DDR.




                            

Die 345Pfennig- ATM-Einzelfrankatur als Marine-Schiffspostbeleg mit Stempel vom 23.04.1987. Der Brief in der Gewichtsstufe 40-50g nach Berlin erforderte 130 Pfennig Briefgebühr, 15 Pfennig Inland-Luftpostzuschlag und 200 Pfennig Einschreibgebühr. Nebenstempel vom Schulschiff Deutschland mit den Stationen der Weltreise und ihren Aufenthaltszeiten im Cachet. Die Station Palermo (zweiter Nebenstempel) entsprach dem Abgangsstempel vom 23.4. bis 27.4.1987.

         
       
                    

März 1991 wurden die Berliner  Automatenmarkendrucker mit dem bundesdeutschen ersten ATM Motiv bestückt. Das ermäßigte Eilbotenporto nach Ostberlin  bzw. ins VGO- Gebiet erlaubte noch die Verwendung bis Ende März 1991. Hier eine seltene Eilbotenversendung von West- nach Ostberlin in der 3.Gewichtsstufe und Portoentgeld  zu 340 Pfennigen mit Datum vom 30.3.1991 vom Postamt Berlin 20 und damit Standort eines Schalterwertzeichendruckers Typ Klüssendorf 829.


                                          

Die 335 Pfennig- Einzelfrankatur stammt vom  Postamt 2  in Bonn mit Datum  2.4.1990. Der dortige Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 651 lief noch bis März 1993. Das mittlere Typenrad zeigt eine Dejustierung im Wertzeilendruck nach unten. Handquittung  über den Bezug von Postwertzeichen und Einlieferungsschein für die Einschreibaufgabe vorhanden. Seit dem 1.4.1990 war der Versand von Briefdrucksachen in die DDR zugelassen.
    

           
                              
Die Einzelfrankatur zu 330 Pfennigen dargestellt am Beispiel des Schalterwertzeichendruckers am Standort Freiburg im Breisgau und Datum vom 4.10.1988. Einschreibbrief in der 2. Gewichtsstufe und Portoentgeld 130 Pfennige mit Einschreibgebühr zu  200 Pfennigen. Einlieferungsschein und Handquittung über ATM- Bezug vom SWZD.
    
      
                                     

Das Belegbeispiel zur Dokumentation der 325 Pfennig- ATM- Frankatur greift wieder auf die Kombinationsmöglichkeit mit dem Postdienstleistungsautomaten der Firma Samkyung  zurück. In diesem Zusammenhang ist der Text zum Belegbeispiel mit 195 Pfennig vergleichbar (s. dort ). Durch die Postgültigkeit der grünen Automatenbriefmarke bis zum 30.6.2002 war die gemeinsame Nutzung  im PDL- Automaten am Standort Herne 2 seit dem 23.4.2002 möglich. Das Gesamtentgeld  von 2,09 Euro für den Einwurf- Einschreibbrief errechnete der Automat unter Berücksichtigung von 1,67 Euro für den 3,25 DM- Wert der Automatenmarke und wies den Differenzbetrag mit 0,42 Euro auf dem PDL- Label aus (Einlieferungsquittung vorhanden). Datum 8.6.2002. Schalter – Zusatzlabel mit entsprechend  passender IDENTNUMMER.


                                               

Die 320Pfenig- Einzelfrankatur als  Auslandseinschreiben vom Schalterwertzeichendrucker Standort Postamt Hamburg 36  mit Datum vom 26.6.1986. Einlieferungsschein und Handquittung über ATM- Bezug vorhanden. Portoberechnung (Brief 120, Einschreiben 200).
             

                                    
315Pfennig- Luftpost- Nachnahmeversendung aus Berlin vom 9.4.1987. Postamt Berlin 12  war Versandstellenschalter und somit seit dem 2.2.1987 mit SWZD ausgestattet  Typ Klüssendorf 829. Die Abstempelung erfolgte mit Handwerbestempel  Motiv Münzwertzeichendrucker und Schloss Charlottenburg als Werbung für die Einführung der eigenen Automatenbriefmarke Berlin zum Ersttag 4.5.1987. Portoberechnung (2.Gewichtsstufe Brief 130, Nachnahme 170, Luftpostzuschlag 15 Pfennige).

                                  
Die Einzelfrankatur zu 310 Pfennigen im Sondertarif DDR als Päckchen im Einschreibversand. Das  Postamt Braunschweig 31 war  Standort  mit Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 vom 2.5.1988 bis 19.3.1993. Dies war eine Umsetzung aus Hannover1. Dort wurde  die EPOS 2.Generation installiert und deshalb erfolgte die Umsetzung. Nur in Münster 11 war ja eine gemeinsame Aktivität im Postschalterbetrieb wenn auch in offline- Version.

                                            
Die 305 Pfennig- ATM- Einzelfrankatur ist darstellbar in der 2. Gewichtsstufe als Auslandsdrucksache im Einschreibverfahren und Luftpostzuschlag für europäisches Ausland. Portoberechnung: Auslandsdrucksache 90, Einschreiben 200, Luftpost Europa Drucksache 15.
                                 
Als weitere Besonderheit ist mit Datum vom 7.3.1989 am Postamt 11 in Münster ( Domplatz) der Letzttag  im offline Betriebsversuch  mit Schalterwertzeichendrucker und EPOS-II-System darstellbar (EPOS- II Quittung).Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf das Kapitel Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 651 und 829.


                                            

Vorgestellt wird die grüne Automatenbriefmarke mit Nagler Wertstufenaufdruck im Nadeldruckverfahren N24 als 300Pfennig Brief- Einzelfrankatur in der 3. Gewichtsstufe (ab 50g) und im Tarif 1.9.1993. Die Entwertung erfolgte mit Maschinenwerbestempel und Datum vom 14.9.1993 durch die Briefverteilanlage Berlin 11. Der Brief erhielt (schlecht darstellbar) eine rote Linear- Briefabgangscodierung.
Die grüne Automatenbriefmarke mit Nagler N24 Wertstufenaufdruck ist eine diskussionswürdige Spezialität der deutschen ATM- Szene und wird aus diesem Grunde extra hier eingefügt. Es erfolgten damals  jahrelange Streitigkeiten über die Herkunft und die Frage nach möglichen Manipulationen. Denn eigentlich sollten zu dem Zeitpunkt sämtliche grünen ATM- Vordruckrollen vernichtet sein. Ausgerechnet aber eine Fehlverwendung im Nagler N 104 in Herzberg/Harz  im Januar 1995 (und damit 2 Jahre nach ATM- Vordruckwechsel) sollte noch irrtümlich möglich gewesen sein?! Der neue ATM- Michel- Katalog berichtet von einer Fehllieferung der Versandstelle selbst am 14.9.1993 sozusagen in einer Vorablieferung, denn die ersten Nagler N104 mit Druck  N24 wurden erst ab Oktober 1993 als Standortgeräte in Betrieb genommen. S. auch Kapitel ATM und Versandstelle.
Das philatelistische Denken war damals noch sehr geprägt von der hoheitlichen Amtsvision der Deutschen Post.
Nicht korrekt durchgeführte Amtsanweisungen durch unaufmerksame Beamte waren fast unvorstellbar, frevelhaft und würden sicherlich schwere Disziplinarverfahren zur Folge haben“.
Wer aktuell (Dezember 2008) die postalisch nicht gewollten Fehlverwendungen im ATM- Geschehen im Rahmen des Motivwechsels beobachtet, wird die damalige  Diskussion um die grüne ATM mit N24 Wertstufenaufdruck als „kleinlich“ bezeichnen! Ich vermute damals tatsächlich eine initiale Fehllieferung der Versandstelle, schließe aber anschließende Manipulationen auch nicht aus. Dieser Ausflug in eine veränderte Deutsche Post war erlaubt. Gerade die Automatenmarken mit Bestückung und Wartung der Automaten durch zahlreiche Hände in ahnungsloser Vorstellung von „philatelistischer Dokumentationswut“ hat auch wieder einen zeitgenössischen Reiz. Hier wird die Philatelie allerdings wieder zum Nervenkitzel und nicht zur geruhsamen Eroberung z.B. einer übersichtlichen altdeutschen Thurn- und Taxis- Sammlung als abgeschlossenes Themengebiet.


                                
Die Einzelfrankatur zu 295 Pfennigen rechnet sich portogerecht als Luftpostbrief zu 180g in der 4.Gewichtsklasse zu 250 Pfennigen  (100 – 250g ) und 9 x 5 Pfennige je 20g Luftpostzuschlag. Mit Datum vom 27.9.1982 liegt ferner eine Ersttagsverwendung vor im SWZD- Spektrum der Automatenbriefmarken von 0.05 bis 99.95DM. Stempel Wiesbaden.


                                                              
Eingeschriebene Luftpostdrucksache nach HONGKONG mit Datum vom 22.8.88 und Stempel Postamt Hagen1. Eine Handquittung zum Bezug der Automatenbriefmarke liegt vor, denn Hagen1 war Erprobungspostamt im Schalterwertzeichendrucker- Einsatz Typ Klüssendorf 651 seit dem 27.November 1984.(Portorechnung  R 200, Lp 30, DS 60 Pfennige)
                                                                        
                                        
Die 285Pfennig- Einzelfrankatur als eingeschriener Luftpostbrief nach Berlin. Die Automatenbriefmarkemarke stammt mit Handquittung ( nicht abgebildet) von SWZD Postamt Bonn 2. Der Brief wurde auf der Ausstellung „Blockade und Luftbrücke“ in der Berliner Landesvertretung in Bonn an einem Ausstellungsschalter des PA Bonn 1 aufgeliefert. Werbestempel der Deutschen Post zum 40.Jahrestag  LUFTBRÜCKE BERLIN . Zusatzstempel der Stiftung Luftbrückendank.


                                            
280Pfennig Einzelfrankatur als eingeschrirebener Brief als Marineschiffpostaufgabe (Schulschiff  Deutschland) mit Marine-R-Zettel und Marineschiffspoststempel. Gleich der Bahnpostabfertigung eine verschwundene mögliche Dienstleistung der Deutschen Post.
                                                                                                                                                                                           

                                          
                                     Die 275Pfennig- Einzelfrankatur als „Drei-Länder-ATM-Brief“ mit Datum vom 31.1.1989.

                                   

In jeder Hinsicht ist der eingeschriebene Luftpostbrief philatelistisch beeinflusst. Zunächst aufgegeben in Münster während der EPOS- Phase mit Automatenbriefmarke aus offline-Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 und EPOS- Quittung über DM 2,75. Der Weg lief über die Türkei / Ankara  und weiterleitend nach Bolivien / La Paz  jeweils postlagernd und zurück nach Deutschland / Köln. Die Gebührenleistung erfolgte durch türkische und bolivianische Automatenbriefmarke und ebenfalls aus  Klüssendorf  Schalterwertzeichendruckern  der genannten Länder. Bolivien mit Datum 2.3.1989 ein ATM- Ersttag und zusätzlich Taxstempel La Paz.  Sicherlich ein schöner Vorgriff auf die spätere  weltweite Einführung der Automatenmarken in mittlerweile 60 Ländern (2008). Portoberechnung  Münster( Einschreiben 200-, Drucksache 60-, Luftpost 15-Pfennige ).


                         
Die 270 Pfennig- Einzelfrankatur als Drucksache (105 bis 120g) und Luftpostsendung nach Südamerika- Brasilien mit Stempel vom 16.5.1983 ( 90 Pfennig Drucksache und 6x 30 Pfennig Lp- Zuschlag je 20g).


                                         
Im Tarif vom 1.4.1989 war die Büchersendung in die DDR  noch postalisch bis 31.3.1991 in dieser Form möglich. Die Einzelfrankatur  zu 265 Pfennigen setzt sich zusammen aus 60 Pfennig Büchersendung bis 50g, 200 Pfennig Eilbotentarif und 5Pfennig Luftpostzuschlag. Das Typenrad  des SWZD zeigt in der letzten Position eine Verschiebung im Wertzeilendruck

                                              
Die 260 Pfennig- Einzelfrankatur stammt aus dem Spektrum der Schalterwertzeichendrucker mit dem Wertstufen von 5 bis 9995 Pfennigen. Mit Datum vom 27.9.1982 wird der Ersttag hier dokumentiert als eingeschriebene Postkarte mit dem Sonderstempel Wiesbaden zur Terminaleröffnung, die allerdings erst am 7.10.1982 stattfand. Zum 27.9. konnten nur vorab bezogene Marken der Versandstelle genutzt werden.


                             
                                                 
Im Tarif vom 1.7.1982 war die Einzelfrankatur mit 255 Pfennigen als Brief in der ersten Gewichtsstufe als Nachnahmesendung mit Luftpostzuschlag Inland darstellbar  (80+170+5). Brief mit Datum vom 12.4.1986 aufgegeben am Postamt Flughafen Berlin-Tegel.

                                                 

Wir erinnern uns an die Postgültigkeit bundesdeutscher Briefmarken vom 1.7.1990 bis zum 31.3.1991i m Verkehrsgebiet Ost (VGO) der ehemaligen DDR.  Hier eine Verwendung der grünen ATM als Einzelfrankatur  über 250 Pfennige als eingeschriebener Luftpostbrief bis 10Gramm nach Australien. Aufgegeben am 27.3.1991 im Postamt Berlin 2. Rückseitig Durchgangs- und Ankunftsstempel.



                            
                              




Wir sehen eine Einzelfrankatur über 245 Pfennige als Luftpost (Europa) Päckchenversand nach England mit Zolldeklaration ( Schokolade im Wert von 8DM). Das Porto errechnete sich in der Periode ab  1.7.1982 bei 250 Gramm Gewicht aus der Grundgebühr von 170 Pfennigen und 5 x 15 Pfennigen Luftpostversand. Die Aufgabe erfolgte am 18.2.1985 in Regensburg. Das Postamt 11 am Domplatz in Regensburg war seit dem 27.11.1984 Versuchsstandort und bestückt mit einem Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 651 (s .a. dortiges Kapitel). Die Handquittung  belegt den Verkauf der Automatenbriefmarke.



     



                                                                         
Die 240Pfennig Einzelfrankatur ist in verschiedenen Versendungsformen zu finden. Hier eine interessante Verwendung in Berlin vom 30.3.1991 als Eil- Postkarte. Gegen Ende März 1991 wurden die Berliner Münzwertzeichendrucker mit der grünen ATM bestückt und die wegfallende Berliner ATM mit dem Motiv Schloss Sanssouci ersetzt. Daher konnte nur sehr kurzfristig noch in Berlin das Ortsporto bzw. der ermäßigte Sondertarif ins Verkehrsgebiet Ost mit der ersten grünen Automatembriefmarke dokumentiert werden.


                                                                   
                                                                           
                                             

235Pfennig portogerechte Einzelfrankatur als Luftpost- Nachnahme- Postkarte (Postkarte 60, Nachnahme 170 u. Luftpost 5Pfennige) von Berlin nach München mit Quittungsbelegen. Die Einlieferungsquittierung erfolgte mit 50Pfennigen auf dem Einlieferungsschein. Mit Datum 2.2.1987 ferner ein Ersttag der grünen Automatenbriefmarke in Berlin am Postamt 12 Versandstellenschalter mit Handquittierung über den Postwertzeichenkauf in Form der ATM.  Die Versandstelle war mit Schalterwertzeichendruckern des Typ 829 von Klüssendorf ausgestattet. S. auch Kapitel Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 u.829 und Kapitel Versandstelle beides im Thema Freimachung mit Automatenbriefmarken


       
     
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    Rückseite
                       
                                                                                                      


Abgebildet die 230Pfennig- Einzelfrankatur Einschreiben als Luftpostzuleitung ( Europa ohne Zuschlag) nach Großbritannien  vom Erstinbetriebnahmetag des Münzwertzeichendruckers Klüssendorf Typ 631 am Standort Starnberg  mit Datum vom 27.1.1981 s.a. Kapitel ATM- Freimachung u. Klüssendorf Typ 631.  Die Zuleitung zur Fregatte „Braunschweig“ vom 2.Geleitgeschwader der Bundesmarine scheiterte in Portland/Großbritannien  („war wohl vermutlich ein schnelles Schiff und schon unterwegs“) und wurde nach Lissabon dem nächsten Anlaufhafen umdirigiert. S. Rückseite des Beleges von W. Schießl, Hofolding


           

                                                                                                                              
                                                                                                                                                               Vorderansicht
                                            
                                                                                          

Bei dieser portogerechten Zusatzfrankatur von 225Pfennigen zur  eingeschrieben Luftpostpostkarte mit 40Pfennig „vor“frankiert aus dem „Satz für die Jugend, Berlin, 1975“ bedarf es mehrerer Anmerkungen (s. auch Hinweise zur 135Pfg.Einzelfrankatur). Zunächst wurde eine Postmuseumskarte der Deutschen Postreklame GmbH von 1984 benutzt, die vorderseitig die erste Eisenbahn  Nürnberg- Fürth von 1835 zeigt und zur Jugendmarke aus Berlin 1975 wird im Stempelbild passend das Motiv einer alten Dampflokomotive aufgegriffen. Wie schon beim Wertstempel zu 135Pfennigen vermerkt, war die Versandstelle Weiden auf der Verkehrsausstellung in Nürnberg mit einem Schalterwertzeichendrucker der Fa. Klüssendorf Typ 651 vor Ort mit der Drucktype I als Ausnahme (s .auch Kapitel Klüssendorf Typen 651, 667 und 829). Die Ausstellung „150 Jahre Deutsche Eisenbahn“ war im Verkehrsmuseum Nürnberg untergebracht. Datum vom 15.6.1985. Gesamtfrankatur 265Pfennige. (Postkarte 40, Luftpostzuschlag 5 und Einschreiben 200 Pfennige)


                                        
Die Verwendung der grünen ATM im Verkehrsgebiet OST als Einschreibsendung (150Pfg.) und  Auslandsbrief nach Frankreich  im Standardtarif (70Pfg.) und damit zur 220Pfennig- Einzelfrankatur


                                           
Die 215Pfennig Einzelfrankatur  als Luftpostbrief nach Canada  im Tarif vom 1.4.1989 (140Pfg. und 75Pfg. bei 15g) mit gelber (schlecht sichtbarer) canadischer  Eingangscodierung

   
                                        
Die 210 Pfennig- Einzelfrankatur im deutschen Zollausschlussgebiet „Büsingen“. Hier als Einschreibsendung  im Sondertarif  (Inlandsgebühr Schweiz). Portogerechte Verwendung am ersten Einsatztag des Sondertarifstempels für Sendungen in die Schweiz mit Datum 1.10.1986


                                        

Die ATM- Wertstufe 205 Pfennig (in Type I s. a. Kapitel SWZD Klüssendorf 667) als Blindensendung vom Schalterterminal EPOS I Wiesbaden  mit Einzelquittung über „Gebühr für Briefsendung“ mit Datum  vom 30.7.1984. Die kostenlose  Blindensendung war mit den im Bereich der deutschen Bundespost zulässigen besonderen Versendungsformen Einschreiben und Luftpost mit 205 Pfennig Entgeld portogerecht belastet.



                     

Der  200Pfennigwert der grünen ATM hier einmal zum Beispiel nicht als Aerogramm- Einzelfrankatur sondern  als  Einlieferungsbescheinigung  des Postamtes auf einer Seite im Posteinlieferungsbuch. In der Regel findet man die Quittierung für eine Nachnahmesendung auf dem Einlieferungszettel. Da in diesem Fall 4 Sendungen tages- und zeitgleich eingeliefert wurden, waren 4x50Pfennig und damit 200Pfennig als Einlieferungsbescheinigung fällig. Die konnten nur deshalb in einem ATM- Einzelwert dargestellt und quittiert werden, da der aufgesuchte Schalter im Postamt Hannover 1 zum damaligen Zeitpunkt (29.5.1986) mit einem Schalterwertzeichendrucker Typ Klüssendorf 651 ausgestattet war. S. a. Kapitel Klüssendorf Typ 651 und 829.
                  



                                      


                                                                                                          Auf den ersten Blick  liegt eine Einzelfrankatur grüne ATM mit 195Pfennigwertdruck vor mit Datum vom 8.6.2002 und Tagesstempel Herne. Aber mit vorgegebenem ATM- Wert  wird der Brief erst tarifgerecht durch den Wertlabel zu Euro 1,09. Der abgebildete Einwurf- Einschreibbrief zu insgesamt 2,09 Euro bedurfte mehrerer Voraussetzungen. Erstens noch der Postgültigkeit der grünen Automatenmarke bis zum 30.6.2002. Die kurz zuvor aufgestellten PDL- Automaten (Postdienstleistungs- Automat) der Firma Samkyung  erlaubten und erkannten ferner zweitens die Einlieferung teilfreigemachter Sendungen. In dieser Möglichkeit ähnelt die Briefannahme wieder den alten Beispielen des Münzfreistemplers Hänel&Schwarz Berlin 1931-1938 und dem Barfreimachungsbriefkasten Francotyp Berlin 1954/55! S. dortige Kapitel. Bei der Menueführung am PDL-Automaten fragte eine freundliche Automaten- Frauenstimme bei der Briefeingabe nach dem Wert der erkannten Vorfrankierung und bat um passende Euroangabe. Unter Berücksichtigung des offiziellen Umrechnungsfaktors 1,95583 von Euro zur guten alten DM entsprach der ATM- Wert zu 1,95 DM umgerechnet 0,997 Euro und wurde mit dem Labelwert von 1,09 zur portogerechten Gesamtfreimachung von Euro 2,09. Der PDL- Automat dokumentierte im Einlieferungsschein Betrag, Sendungsnummer und Postamtsbezeichnung. Es konnten sogar Absender und Empfänger mit jeweiliger Namensnennung über Tastatureingabe festgehalten werden s. Einlieferungsschein. Dann bedurfte es nur noch postseitig einer sammlerfreundlichen Behandlung des Beleges, denn eigentlich war der PDL- Wertlabel mit dem Schaltereinschreiblabel zu überkleben und der freigemachte Betrag unter Verwendung von Wertzeichen des Postamtes auf dem Brief zu quittieren und zu stempeln. Ausführliche Vorstellung erfolgt im vorgesehen Kapitel Briefannahmeautomation und PDL.




                                          
Die Frühversendung der  neuen Automatenmarkenwerte durch die Versandstelle für die Portotarifänderung zum 1.7.1982 erlaubte die Nutzung des neuen ATM- Wertes zu 190Pfennigen im alten Tarif als Auslandsbrief in der 3. Gewichtsstufe bei postalisch tolerierter „aus 1.Briefkastenleerung“. Aktuell wäre sonst ab 1.7.1982  dafür der 230Pfennigwert im Wertstufeneindruck der ATM für das Portoentgeld fällig gewesen.

                                          
Der 185Pfennigwert als portogerechte  Einzelfrankatur zum Ersttag der neuen Tarifsätze ab 1.4.1989 als Luftpostweltbrief in der Ländergruppe III (140+45). Hier einmal noch mit Bahnpoststempel Zug 14071 auf der Strecke Frankfurt (Main)- Basel. Auch diese Form der Markenentwertung und Umarbeitung für direkt zugeleitete Briefe zum Bahnpostwagen sind seit 31.5.1987 nach 150 Jahren Nutzung Bahnpostgeschichte.
  

                                  
180Pfennig- Einzelfrankatur als Brief in der 4. Gewichtsstufe (100-200g) vom Inbetriebnahmetag  20.1.1981  des  Klüssendorf MWZD 631 am Standort Lübeck 101


                                                                 
Die 175Pfennigfrankatur als Luftpostbrief im Tarif vom 1.4.1989 in der Ländergruppe II (140+35) vom Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf  829 und Standort Berlin 20 . Mit Datum vom 19.3.1993 wurde ferner der letzte Einsatztag und damit die Abgabemöglichkeit der grünen ATM in Berlin im Schalterbetrieb dokumentiert. Bei den Versandstellen konnte die grüne ATM noch bis zum 31.3.1994 bezogen werden. S. Kapitel Klüssendorf 651 und 829.


                                               
Es gab zur Portoänderung am 1.4.1989 im Klüssendorf 631 einen neuen Tastensatz mit angepassten Wertstufen s.a. dortiges Kapitel. Hier der neue 170 Pfennigwert aus dem neuen Satz mit Ersttagsverwendung und Automatenquittung als Einzelfrankatur in der 2.Gewichtsstufe ( 20 bis 50Gramm) vom  PA 7800 Freiburg 1 und  Standort Nr.1


                                                          
165Pfennig- Einzelfrankatur im Sondertarif DDR als Päckchen im Luftpostversand (100Gramm). Handquittung ( nicht abgebildet ) zum ATM- Bezug liegt vor, da Bonn 2 am 15.3.1990 noch Standort eines Schalterwertzeichendruckers war.

                                                  
Die 160Pfennig- Einzelfrankatur  dokumentiert mit Datum 9.1.1989 und Tagesstempel Friedrichshafen 11 den Ersttag des SWZD Klüssendorf 651 an diesem Standort als Briefdrucksache portogerecht in der 3. Gewichtsstufe (50 bis 100Gramm).


                                       
Die 155Pfennig- Einzelfrankatur vom SWZD- Letztag im EPOS- System Münster mit Datum vom 7.3.1989 ist wohl nicht portogerecht (Weltbrief 120Pfennige und 2x20Pfennige für 2x 5Gramm Luftpost Gruppe I macht 160Pfennige). Zwar vom Schalterbeamten mit EPOS- Quittung verkauft, erfolgte für den Brief nach Südafrika eine Nachtaxierung. Der Beleg war mit 5Pfennig unterfrankiert. Nach Aussage von J. Meyer, Saarbrücken, der zur damaligen Zeit häufiger in Sachen ATM in Südafrika weilte, hat er den Brief in Durban ausgelöst. Die Quittierung erfolgte vorderseitig mit  ATM-  RSA  00.19 Rand mit Stempel vom 12. April 1989. EPOS- Quittung verkleinert dargestellt.


                                               
An dieser Stelle einmal eine 150Pfennig- Einzelfrankatur  als Wahltastenwert aus einem Nagler N 101 Münzwertzeichendrucker und mit Standort Kehlheim 1 sogar ein Solargerät. Mit Datum  vom 19.3.1993 ferner eine Erstinbetriebnahme. Siehe Kapitel Nagler N101  und  N101 Solar- Automatenversion.


                                       
145Pfennig Einzelfrankatur als Luftpostbrief in der Gewichtsstufe 2 (45Gramm) mit Luftpostzuschlag 15 Pfennig für (je 20g  waren 5 Pfennig erforderlich). Mit Datum 2.2.1987 und Handquittung  dokumentiert sich in diesem Fall Ersttag und Erstverwendung eines SWZD Klüssendorf 829 im Versandstellenschalter des Postamtes Berlin 12 ( Goethestrasse) mit grüner Automatenbriefmarke. S. auch Kapitel Klüssendorf  SWZD 651 und 829.


                                          
Die Einzelfrankatur 140Pfennige dokumentiert mit Datum vom 31.3.1993 die letzte Verwendungsmöglichkeit in Form der Briefdrucksache als eine  der wegfallenden Sendungsarten zum 1.4.1993. Die Automatenbriefmarke stammt aus dem MWZD Regensburg 12 Standort Nr.3 mit passender Quittung  vom 31.3.1993


                                         
Die 135Pfennig- Einzelfrankatur als Luftpost- Päckchen nach London. Der Beleg ist in mehrfacher Hinsicht interessant. Der ovale Sonderstempel dokumentiert namentlich die Versandstelle für Postwertzeichen in Weiden mit Ortsstempel NÜRNBERG 1. Die Erklärung liegt in der Ausstellung 150 Jahre deutsche Eisenbahn im Verkehrsmuseum Nürnberg und hier besetzte die Versandstelle  Weiden mit Unterbrechungen im Mai, Juni, Juli, August, September, November und Dezember 1985 das Ausstellungspostamt. Es war auch ein ausgelagerter Schalterwertzeichendrucker der Versandstelle im Einsatz und dieser druckte nun eindeutig und ausnahmsweise Automatenbriefmarken in Type I. Die Erklärung liegt wohl im beendeten  EPOS-1- Versuch in Wiesbaden, Bonn und Hannover zum 31.7.1984. Fünf der dortigen SWZD 667 druckten in Type I und die zurückgezogenen Geräte dienten wohl als Ersatzteillager hier im Typ Klüssendorf 651 und Sondereinsatz  Nürnberg. Ebenso verhielt es sich noch in Hof (Saale) zum Tag der Briefmarke . Auch hier war die Verandstelle Weiden mit einem Sondereinsatz  und SWZD in Drucktype I vor Ort vom 14.10. bis 19.10.1985. Letztmalig konnte die Ausnahme SWZD und Type I beobachtet werden auf der Südwestbörse in Sindelfingen im Schalter des Sonderpostamtes vom 24.10. bis 28.10.1986. S.a. Kapitel SWZD Klüssendorf Typ 667 , 651 und 829


                                       
Die grüne Automatenmarke war gültig bis zum 30.06.2002 und erlaubte somit auch am 5.2.2002 noch die Verwendung als 130Pfennig- Einzelfrankatur  in Form der kompakten Warensendung. Bild zeigt einen Briefausschnitt der großformatigen Vorlage.


                                                              
Die 125Pfennig- Einzelfrankatur in der Drucksachen- Luftpost Verwendung nach Australien. Solingen war vom 14. bis 16.4. 1989 Standort der Rhein- Ruhr- Posta und die Versandstelle hatte hier einen Sonderstandort mit Schalterwertzeichendruckern  mit Ausgabe Bund- ATM

                                                    
120 Pfennig- Einzelfrankatur als Weltpostbrief bis 20g  mit ATM vom Klüssendorf - MWZD 631 mit Quittung ( blass, zur Abbildung nicht geeignet) und Datum 3.2.1988.  Der Standort Lübeck 101 zählte zu den Erstinbetriebnahmen mit Datum 20. Januar 1981 und zeigt im Druckwerk noch die Zifferntype I


                                                       
Im Streifbandversand der DBZ habe ich auf der Startseite der Homepage die 115Pfennig- Einzelfrankatur schon gebührend vorgestellt. Hier  in der ATM- Belegserie nun dargestellt als Drucksache im Luftpostdienst (GruppeII)  und mit Datum  vom 19.3.1993 wird der Letzttag des SWZD im PA Saarbrücken 13  dokumentiert .


                                   
110 Pfennig- Einzelfrankatur im Sondertarif Päckchen DDR (Tarif 1.7.1982 bis 100g) Inbetriebnahme Ersttag 3. Generation Klüssendorf 631 Standort Kassel 1 vom 22.10.1986 Automatenquittung vorhanden. Beleg verkleinert. S. Kapitel Münzwertzeichendrucker  631.

                                                 
105 Pfennig- Einzelfrankatur vom Letztag Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf 651 offline- Einsatz im EPOS-System Münster vom 7.3.1989  (s a. Kapitel SWZD 651 und 829 Klüssendorf).


                                                 
                       
Die 100 Pfennig- Einzelfrankatur als Nagler-N101-Ersttag in Oerlenbach vom 14.5.1992 in der Farbvariante „grünlicholiv im Unterdruck und Stern“ ( s.a.Kapitel Nagler N101)



                      

Die 95 Pfennig- Einzelfrankatur findet sich gelegentlich auch als Luftpost – Druchsache – Ausland. Hier aber als verkleinerte Abbildung einer großformatigen Massendrucksache des ehemaligen Briefmarkenhauses Krüger  vom März 1993 (200g bis 250g)
                                     
                                                                                                                                                      
                                                                            
Den 90Pfennigwert in Einzelfrankatur findet man u.a. auch in der Verwendung als Luftpostzuschlag zur Auslandspost. Die DBZ benutzte glücklicherweise öfters Automatenbriefmarken zur Streifbandversendung, hier in der 90Pfennigwertstufe  mit frühem Datum vom 3.2.1981! Als zusätzliche Besonderheit ist die Wertziffer 9 nach unten verschoben und oberhalb der Ziffer 9 taucht ein schwarzer Querdruck vom Ziffernrad auf.


                                             

Auch Luftpostbriefe und Streifbänder dokumentieren den 85Pfennigwert in Einzelfrankatur. Kursbriefe (hier 18.1.1985) zur schnellstmöglichen Zustellung unter Verwendung der Automatenbriefmarke sind relativ selten  zu finden. Der beantragte festgelegte Postverbindungsweg wird geprüft und nach Genehmigung kann mit besonderem Ausweis zum bestimmten Zeitpunkt die Post am Zustellpostamt in Empfang genommen werden. Als Besonderheit ist im obigen Beleg noch die zusätzliche Luftpostbeförderung im Versandweg integriert. Der Kursbrief ist besonders zu kennzeichnen mit roter Umrandung. Die Gebühr entspricht der Briefgebühr. Die Vorauskosten für die Kursbriefeinrichtung  betrugen damals pro Woche  40,00DM. Der obige Beleg zeigt rückseitig  Durchgangs- und Ankunftsstempel.


                                         
Hier einmal eine 80Pfennig- Einzelfrankatur vom 2.5.1988 vom Postamt Goslar 1 und damit Ersttag eines Versuchsstandortes eines Schalterwertzeichendruckers und hier sogar  ein Typ Klüssendorf 829 ( verlegt aus Hildesheim s.a. Kapitel SWZD Klüssendorf 651 und 829). Da ein Einsatz in offline- Version  vorliegt, ist nur eine „Handquittung“ über DM-,80 möglich.
   

                                                             
Eine Auslandsdrucksache in 75 Pfennig- Einzelfrankatur vorgestellt hier in Type I direkt über das Terminal Wiesbaden mit Datum vom 2.2.1983. Die Kassennummer 925 im Quittungsdruck ist kein Irrtum. Der Michelkatalog führt zwar nur die Kassennummern 921, 922, 923 u. 924 auf, aber zwischen Dezember 1982 und Februar 1983 wurde eine 5. Kassennummer sporadisch unter 925 geführt (selten). Brief nach England mit zweireihiger typischer Eingangscodierung in blauer Punktierung.

                                     
Büchersendungen sind portobegünstigt und unterliegen deshalb bestimmten Anforderungen und müssen in der Regel zu Prüfzwecken „offen“ versendet werden. Hier vorgestellt in der Gewichtsstufe 100 bis 250 g als 70Pfennig- Einzelfrankatur zur Katalogversendung im atm forum Verlag  unter der  Redaktion von. Wolfgang  Maassen  mit  Datum vom 25.11.1986

                                                           
Die 65 Pfennig- Einzelfrankatur als Anschriftenprüfung mit Datum vom 7.9.1984. Anschriftenprüfungen im Postdienst sind nicht so häufig und in der hier gezeigten zusätzlichen Luftpostform selten anzutreffen. Hier wurde  ferner das Fernmeldeamt involviert  zum Rufnummerncheck und mit Straßenangabe statt Postfachangabe.  Das Portoentgelt im Anschriftenprüfungsdienst der deutschen  Post entsprach dem Postkartentarif.


                                            
Die 60Pfennig- Einzelfrankatur hier einmal mit dänischem „Paquebot“- Stempel der M/F Danmark. In solchen Fällen ist die deutsche Frankatur- hier für die Drucksachenversendung- zu Auslandsgebührensätzen zugelassen. Datum vom 9.6.1986


                                         
Hier die 55Pfennig- Einzelfrankatur  als Luftpost- Drucksache in die DDR mit Datum 29.9.1982 und Stempel Bonn 1. Die Gebührensätze für die DDR  erlaubten ja teils Inlandsgebühren unter „gesamtdeutschen Aspekten“!



                                                            
Die 50Pfennig- Frankatur auf Postkarte ist nicht so häufig aus der Portophase bis zum 30.6.1982 zu finden, wie man glauben möchte. Besonders Belege der ersten 14 MWZD sind in Einzelfrankatur aus dieser Zeit recht interessant. Der obige Beleg dokumentiert gleichzeitig noch die Inbetriebnahme des MWZD in Frankfurt  Standort Postamt 70 mit Datum 9.1.1981. Siehe auch Kapitel Münzwertzeichendrucker Klüssendorf Typ 631.


                                         
                          
Die Streifbandversendung mit 45 Pfennig und Datum 31.12.1982 und Stempel Wiesbaden zeigt eindeutig eine Automatenbriefmarke in Type I. Die ATM wurde wohl dort am Schalterterminal  erworben. Die dortigen Drucker gehörten ja zur Klüssendorf- Baureihe 667 s.a. entsprechendes Kapitel  mit den ergänzenden Informationen (nur 5 Drucker der Serie Schalterwertzeichendrucker Klüssendorf Baureihe 667 druckten in ATM- Type I ). Tarif 1.1.1982 Streifband bis 50g.

                                             
Für die 40 Pfennig- Einzelfrankatur gibt es zahlreiche portogerechte Verwendungsbeispiele. Interessant ist die Postkarte im verbilligten Berliner Ortstarif nachdem noch die Westberliner MWZD mit „grüner ATM“   ab 15.3.1991 bestückt worden waren. Hier passend mit ATM- Quittung und Datum 22.3.1991. Die 40 Pfg.- ATM konnte nur am Klüssendorf 631 in Westberlin mit Quittung gezogen werden bis 31.3.1993(s.auch Kapitel Klüssendorf Typ 631).


                                    
35 Pfennig- Frankatur  in Ersttagsverwendung  aus dem SWZD- Spektrum von 5 bis 9995  mit Datum  27.9.1982.
als Massendrucksache der Firma Sieger aus Lorch.

                                                    
30 Pfennig- Einzelfrankaturen sind  in Form von Massendrucksachen recht häufig. Mit der Verwendung als Postkartenporto im VGO- Tarif im Rahmen der Wiedervereinigung liegt ein schönes Zeitdokument deutscher Geschichte vor ( Datum 23.08.1990 ).


                                   
                    
25 Pfennig- Einzelfrankaturen sind eine echte Klippe bei der Suche nach portogerechten Versendungen. Neben einem Luftpostzuschlag zur Sammelanschriftenprüfung (s. 20er Frankatur) sind mir nur Blindensendungen bekannt. Hier eine Verwendung nach Canada mit roter Eingangscodierung. Der oben sichtbare Einzeiler in schwarzer Schrift ist mit dem Anschriftenleser kombiniert und dokumentiert für den Empfänger noch einmal das Eingangsdatum und die Laufzeit (hier 31.3. bis 4.4.) zu Prüfzwecken. Letzteres aus den USA seit  Januar 1989 in dieser Form bekannt.

          
                                    
Der 20Pfg.-Wert findet sich ebenfalls gelegentlich als Luftpostzuschlag zur Blindenpost. Hier als Einzelfrankatur und Gebühr im Sammelauftrag  zur Anschriftenprüfung. Die Marke ist mit Automatenquittung passend zum Stempeldatum vom 31.3.1989 aus dem Klüssendorf 631 Standort Starnberg 1 und damit gleichzeitig Letzttag für diesen Wert im Tastensatz.

                                   
15Pfg.-Einzelfrankaturen sind mir bis dato nur als Luftpostzuschlag zur Blindenpost bekannt. Der abgebildete Beleg zeichnet sich dennoch durch Besonderheiten aus. Ersttagsverwendung vom 27.9.1982 für den 15Pfg.-Werte aus dem Satz von 5 bis 9995.  Ferner vor und rückseitiger griechischer Ankunftsstempel und Text rückseitig in geprägter Brailleschrift.


                                    
Einzelfrankaturen mit dem 10Pfennigwert liegen als Luftpostzuschlag zur Blindenpost vor. Hier einmal  als Ergänzungsfrankatur für Rückantwort- Brief anstatt vorgesehener Briefdrucksache zum Absenderfreistempler mit 50 Pfennig vom 30.12.1980 und ATM- Ersttag 10Pfg.  vom 2.1.1981 aus Wöllstein- eine „ Angelegenheit in Sachen Wein“.

                                   
        
Einzelfrankaturen für den 5 Pfennigwert findet man in der Regel als Luftpostzuschlag für Postsachen (z.B. Nachricht Telefonanschluß) oder bei der Grundgebühr freien Blindenpost. Hier einmal als Luftpostzuschlag auf Rückschein in diesem Fall als Rücksendung vom dt. Patentamt Berlin  mit Datum 10.07.1989



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